Coleophora Chrysanthemi

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Coleophoridae (Miniersackträger, Sackträgermotten)
EU M-EU 02758 Coleophora chrysanthemi O. HOFMANN, 1869



Diagnose

Geschlecht nicht bestimmt

1: Slowakei, Mochovce, 7. Mai 2011 (Foto: František Kosorín), leg. & det. František Kosorín


Genitalien

Männchen

1: Slowakei, Štiavnické Vrchy, Mochovce, 250 m, 12. Mai 2011 (leg., det., coll. & fot.: František Kosorín) [Forum]
2-3: Slowakei, Štiavnické Vrchy, Rybník, 310 m, 2. Mai 2011 (leg., det., coll. & fot.: František Kosorín) [Forum]


Weibchen

1-2, ♀: Slowakei, Niva Hrona, Starý Tekov, 155 m, 6. Mai 2015 (leg., det., coll. & fot.: František Kosorín) [Forum]


Erstbeschreibung

HOFMANN (1869: 107-109) [nach Copyright-freien Scans auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Habitat

1: Slowakei, Niva Hrona, Starý Tekov, 155 m, 6. Mai 2015 (Foto: František Kosorín) [Forum]


Nahrung der Raupe

HOFMANN (1869) beschrieb nicht nur den Falter, sondern lieferte auch detaillierte Angaben zur Morphologie und Lebensweise der Raupe: "Ich entdeckte die Raupe in einem schattigen Wäldchen bei Marktsteft, woselbst sie an den Blättern des Chrysanthemum corymbosum minirt, und zwar meist an den Spitzen der Fiederblättchen, welche dadurch weißlich entfärbt werden. Sie findet sich im Juli, manchmal noch Anfang August, hört aber schon meist Ende Juli zu fressen auf und sucht sich einen passenden Versteck an Baumstämmen etc. auf, woselbst sie ihren sack festheftet und, ohne mehr eine Nahrung zu sich zu nehmen, überwintert. Im Frühjahr erfolgt dann gleich die Umwandlung zur Puppe [...]."



Weitere Informationen

Faunistik

Nach GAEDIKE & HEINICKE (1999) in Deutschland nur mit Angaben von vor 1900 aus Bayern bekannt. Dort wurde die Art von PRÖSE et al. (2003) als "0 - ausgestorben oder verschollen" für die Region "Schichtstufenland" in die Rote Liste aufgenommen. Auch GAEDIKE et al. (2017) kennen keine neueren Nachweise aus Deutschland. Dies ist bedenklich, wurde die Art doch aus Marksteft im unterfränkischen Landkreis Kitzingen (Bayern) so detailliert beschrieben. Vielleicht sollte doch noch einmal an diesem locus typicus nach der Pflanze und den daran zu findenden Raupensäcken gesucht werden. Einen möglichen Wiederfund für Deutschland nach 150 Jahren sollte man hier noch nicht ausschließen.

Die Angabe aus Österreich bezieht sich auf die Steiermark (HUEMER 2013).

hält die Angabe zur Schweiz für sehr fraglich und kommentiert: "In KARSHOLT & RAZOWSKI (1996) für die Schweiz mit "?" erwähnt. Kein Beleg vorhanden. Unsichere Literaturangabe (MÜLLER-RUTZ 1922: 247)." Im Originalbeitrag von MÜLLER-RUTZ (1922: 247) findet sich bei der Art ein Fragezeichen und die Formulierung: "Ein auf Waldegg ob St. Gallen 24.6.15 gefangenes ♂ kann ich nur hier unterbringen. Die Bestimmung dieser Tierchen ist aber eine sehr schwierige Sache (M.-R.)."

RICHTER (2017) stellt die Länder mit bisherigem Nachweis zusammen (Finnland, Deutschland, Österreich, Tschechien, Slowakei und Ungarn) und meldet die Art erstmals von Bulgarien. Es zeichnet sich aus europäischer Sicht also eine mehr östliche Verbreitung ab.

(Autor: Erwin Rennwald)


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Coleophoridae (Miniersackträger, Sackträgermotten)
EU M-EU 02758 Coleophora chrysanthemi O. HOFMANN, 1869 diagnosebild-m-eu

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