Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Pseudotelphusa Scalella

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Gelechiidae (Palpenmotten)
EU M-EU 03453 Pseudotelphusa scalella (SCOPOLI, 1763)

1-2, ♀: Deutschland, Sachsen, Noitzscher Heide bei Lindenhayn, Raupe am 31. Juli 2010 an Eiche (Quercus robur), e.l. 28. März 2011 (leg., cult. det. & Fotos: Heidrun Melzer) [Forum]
3-4, zwei Individuen: Deutschland, Sachsen, Noitzscher Heide bei Lindenhayn, an Stämmen von Eichen ruhend, 16. Juni 2010 (det. & Freilandfotos: Heidrun Melzer)
5: Deutschland, Schleswig-Holstein, Nordfriesland, Bordelum, NSG Bordelumer Heide, am Stamm von Stieleiche (Quercus robur) ruhend, 23. Mai 2009 (det. & Freilandfoto: Mario Finkel), conf. Peter Buchner [Forum]
6-8, drei Individuen: Deutschland, Sachsen, Noitzscher Heide bei Lindenhayn, an Stämmen von Eichen ruhend, 20. Juni 2010 (det. & Freilandfotos: Heidrun Melzer)
9-10: Österreich, Niederösterreich, 2,5 km W Bad Fischau, südexponierter Flaumeichenwald, 430 m, 10. Juni 2004 (Studiofotos: Peter Buchner), det. Peter Buchner
11: Deutschland, Baden-Württemberg, Söllingen, Baden-Airpark, ehem. Munitionsdepot, Lichtfang (Leuchtturm Laux: Südwestseite), 20. Mai 2007 (Studiofoto: Dietmar Laux), det. Dietmar Laux, conf. Helmut Kolbeck [Forum]
12: Deutschland, Rheinland-Pfalz, Bingen, zum Nahe-Südufer abfallender Steilhang, Lichtfang, 23. Mai 2008 (Studiofoto: Jürgen Rodeland), det. Jürgen Rodeland [Forum]
13: Deutschland, Sachsen, Boxberg, Umgebung Landschaftsbauwerk Ohr, 128 m, 5. Juni 2015, am Licht (leg., det. & Foto: Friedmar Graf) [Forum]
14: Deutschland, Rheinland-Pfalz, Mosel, Piesport, ca. 250 m, 20. Mai 2017 (det. & fot.: Tim Laußmann), conf. Friedmar Graf [Forum]
15, ♀: Österreich, Steiermark, Graz, St. Peter, ca. 380 m, Garten, Mischwaldrand, am Licht, 12. Juni 2020 (det. & Foto: Horst Pichler) [Forum]


Raupe

1-3, bereits leicht verfärbte weibliche Raupe am Ende der Fressphase, Raupe ist vorher hellgrün: Deutschland, Sachsen, Noitzscher Heide bei Lindenhayn, zwischen zwei flach aufeinander gesponnenen Eichenblättern (Quercus robur), 31. Juli 2010 (leg., cult. det. & Fotos am 1. August 2010: Heidrun Melzer) [Forum]
4-5, bereits leicht verfärbte männliche Raupe am Ende der Fressphase: Gleicher Fundort wie Bild 1-3, zwischen zwei flach aufeinander gesponnenen Eichenblättern (Quercus robur), 25. Juli 2010 (leg., cult. det. & Fotos am 4. August 2010: Heidrun Melzer) [Forum]


Puppe

1: Deutschland, Sachsen, Noitzscher Heide bei Lindenhayn, Raupe am 31. Juli 2010 an Stiel-Eiche (Quercus robur), e.l. 28. März 2011 (leg., cult. det. & Foto am 21. August 2010: Heidrun Melzer) [Forum]



Diagnose

Weibchen

1, ♀: Schweiz, Wallis, Chandolin, 1095 m, 14. Juni 2014, Lichtfang (leg., det. & Foto: Rudolf Bryner)


Genitalien

Männchen

1, ♂: Österreich, Steiermark, Graz, St. Peter, ca. 380 m, Garten, Mischwaldrand, 13. Juni 2017, am Licht (präp., det. & fot.: Horst Pichler) [Forum]


Weibchen

1-3, ♀: Österreich, Steiermark, Graz, St. Peter, ca. 380 m, Garten, Mischwaldrand, am Licht, 12. Juni 2020 (det., präp. & Foto: Horst Pichler) [Forum]


Raupe

Die Raupe ist mit jener von Carpatolechia aenigma verwechselbar. Wenn bei Eintritt der Verpuppungsreife die Rotfärbung einsetzt, fällt die Unterscheidung leichter - einheitlich rot bei P. scalella, rote und weißlichgrüne Längsstreifen bei C. aenigma. Ähnlichkeit besteht auch mit der ebenfalls an Eiche lebenden Raupe von Pseudotelphusa paripunctella, die jedoch größere schwarze Punktwarzen hat und sich als Vorpuppe lebhaft rot verfärbt. Eine weitere äußerst ähnliche Raupe ist die von Teleiodes wagae, die aber nicht an Eiche anzutreffen ist, sondern an Birke, Hainbuche und Hasel. (Heidrun Melzer)


Erstbeschreibung

SCOPOLI (1763: 253) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Habitat

1, Leuchtplatz, an dem 2008 Falter 12 gefunden wurde: Deutschland, Rheinland-Pfalz, Bingen, zum Nahe-Südufer abfallender Steilhang, 2. September 2011 (Foto: Jürgen Rodeland)


Nahrung der Raupe

SCHÜTZE (1931: 14) kannte die Raupe nicht selbst und war daher auf vage Fremdangaben angewiesen: "Wurde im Herbst im Moos an den Wurzeln von Eichen gefunden (Sorhagen), von Meess aus Moos von Ahorn erzogen (Reutti). Wahrscheinlich geht sie nur zur Verwandlung ins Moos (Schütze)." Wie wir heute wissen, lag SCHÜTZE (1931: 14) mit seiner Vermutung sicher richtig.
HUEMER & KARSHOLT (1999: 77) formulierten vorsichtig: "The larva and its host-plant are insufficiently known. It has recently been recorded feeding on leaves of Quercus L. (Fagaceae) in late summer and autumn (Kaitila, 1996: 89), Patocka, 1987b: 289). According to Schütze (1931: 14) it has been found on moss near oaks. However Schütze (op. cit.) suspects that the larva only pupates in moss." Da auch die oben gezeigten Raupen von Heidrun Melzer zwischen zwei flach aufeinander gesponnenen Eichenblättern gefunden wurden und typische Fundstellen eichenreich sind, dürften Eichenblätter die wichtigste, wenn nicht einzige Raupennahrung der Art sein.

(Autor: Erwin Rennwald)



Weitere Informationen

Andere Kombinationen

Synonyme


Literatur


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EU M-EU 03453 Pseudotelphusa scalella (SCOPOLI, 1763) art-mitteleuropa

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Letzte Änderung am März 8, 2021 21:18 von Erwin Rennwald
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