Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Lycia Hirtaria

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Geometridae (Spanner)
EU M-EU 07674 Lycia hirtaria (CLERCK, 1759) - Schwarzfühler-Dickleibspanner

1-2, ♂: Österreich, Niederösterreich, Hafning bei Neunkirchen, Ortsrand, Äcker, in 500 m Wald, 490 m, 31. März 2002 (Fotos: Peter Buchner), det. Peter Buchner
3-4, ♀: Deutschland, Baden-Württemberg, Neckarufer bei Heidelberg, an einem Baumstamm, 2. April 2005 (Fotos: Dieter Rychel), det. Axel Steiner [Forum]
5, ♂: Deutschland, Sachsen, oberes Erzgebirge, Mai 2005 (Foto: Rainer Klemm), conf. Florian Bodner [Forum]
6, ♂: Deutschland, Rheinland-Pfalz, Mainz, Hauswand, 13. April 2006 (Studiofoto: Jürgen Rodeland), det. Jürgen Rodeland, conf. Uwe Geulen & Thomas Fähnrich [Forum]
7: ♀: Österreich, Salzburg, Fuschlsee, 17. April 2006 (Foto: Heinrich Vogel), det. Helmut Kolbeck [Forum]
8, ♂: Schweiz, Graubünden, Landquart Rheinufer, 27. April 2006 (Foto: Heiner Ziegler), det. Heiner Ziegler [Forum]
9, ♂: Österreich, Steiermark, Bad Gleichenberg, 9. Mai 2006 (Foto: Heinz Habeler), det. Heinz Habeler
10: Österreich, Weststeiermark, Edelschrott, Kreuzberg, 950 m, 28. April 2008 (Foto: Thomas Bauer), det. Thomas Bauer, conf. Stefan Ratering [Forum]
11, ♂: Schweiz, Graubünden, Felsberg, zwischen Rheinufer und dem Fuss des Calanda, 11. April 2009 (Foto: Heiner Ziegler), det. Heiner Ziegler [Forum]
12, ♀: Deutschland, Bayern, München, Forstenrieder Park, 550 m, Raupe gefunden Mitte Mai 2009, Falterschlupf 23. März 2010 (Foto: Wolfgang Langer), det. Wolfgang Langer [Forum]
13-14, ♂: Deutschland, Bayern, Bayerischer Wald, Furth im Wald, Lichtfang, 2. April 2011 (Studiofoto: Ingrid Altmann), det. Ingrid Altmann [Forum]
15-16, ♂: Deutschland, Thüringen, Bad Lobenstein, OT Unterlemnitz, ca. 530 m, Lichtfang, 21. März 2014 (Studiofotos: Jens Philipp), conf. Alexandr Zhakov [Forum]
17, ♂: Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Duisburg-Huckingen, 35 m, 2. April 2017 (Foto: Willi Wiewel), det. Rainer Klemm & Alexandr Zhakov [Forum]


Kopula

1: Italien, Südtirol, Frühlingstal, südlich Bozen, 270 m, 20. März 2008 (det. & fot.: Christine Neumann) [Forum]
2: Schweiz, Schaffhausen, Reiat (Hochebene), Büttenhardt, naturnah gestaltete Gartenanlage, 640 m, 27. März 2021 (Foto: Hans-Peter Matter) [Forum]


Eiablage

1-3, Eiablage einzeln an Gelbflechte: Österreich, Steiermark, Graz, Garten am Stadtrand, 341 m, Weibchen am Licht 16. März 2017, Eiablage 17. März 2017 (det. & Fotos: Ingrid Windisch) [Forum]


Ausgewachsene Raupe

1: Deutschland, Baden-Württemberg, Obere Gäue, Rangendingen, an Zwetschgenwildling, 26. Juni 2005 (Foto: Herbert Fuchs); det. Kimmo Silvonen, conf. Erwin Rennwald [Forum]
2-3: Schweiz, Gürbetal, Garten, 597 m, 25. Juni 2005 (Fotos: Beat Weisskopf), det. Beat Weisskopf
4: Deutschland, Bayern, Maßbach, 18. Mai 2004 (Foto: Oskar Jungklaus), det. James Connell
5: Slowenien, nahe Triest, auf einer Salweide, 29. Mai 2002 (Foto: Walter Schön), det. Ingrid Altmann, conf. Erwin Rennwald [Forum]
6: Deutschland, Bayern, Nähe Maßbach, 14. Juni 2006, (Zuchtfoto: Oskar Jungklaus), det. Oskar Jungklaus [Forum]
7: Deutschland, Bayern, Forstenrieder Park (südl. von München), auf Schlehe, ca. 550 m, 27. Mai 2009 (Foto: Wolfgang Langer), det. Stefan Ratering [Forum]
8-9: Russland, Oblast Rjasan, Bezirk Kassimow, Dorf Taschenka, am Fluss Oka, auf Weide, 6. Juni 2010 (det. & Fotos: Andrey Ponomarev) [Forum]
10: Deutschland, Bayern, Oberbayern, Isarnähe nördlich vom Sylversteinsee, 720 m, 23. Juni 2007 (fot.: Christine Neumann), det. Ursula Beutler, conf. Annette von Scholley-Pfab [Forum]
11-12: Deutschland, Brandenburg, Hennigsdorf bei Berlin, Havelwiesen, Eichenmischwald, 38 m, 18. Juni 2012 (det. & Studiofoto: Martin Semisch) [Forum]


Jüngere Raupenstadien

1: Österreich, Niederösterreich, 60 km S Wien, mäßig xerothermer Mischwald, an Schlehe, 30. Mai 2004 (Foto: Peter Buchner), det. Erwin Rennwald [Forum]
2: Deutschland, Bayern, Furth im Wald, Bayerischer Wald, 1. Juni 2007 (Foto: Ingrid Altmann), det. Ingrid Altmann, conf. Eckard O. Krüger [Forum]
3, Eiraupe: Deutschland, Sachsen, Dübener Heide, Umgebung von Doberschütz, an Heidelbeere (Vaccinium myrtillus), 21. Mai 2008 (Freilandfoto: Heidrun Melzer), leg. & det. Heidrun Melzer
4-5: Schweiz, Tessin, Malcantone, Vezio, 730 m, 22. Juni 2010 (det. & Freilandfotos: Hildegard Stalder) [Forum]
6: Deutschland, Baden-Württemberg, Südbaden, Grißheim, 210 m, 27, Mai 2012, an Schlehenbusch (det. & fot.: Florian Nantscheff) [Forum]
7, L1 an Gelbflechte: Österreich, Steiermark, Graz, Garten am Stadtrand, 341 m, Weibchen am Licht 16. März 2017, Eiablage 17. März 2017, Schlupf der Eiraupen am 29. März 2017 (cult., det. & Foto: Ingrind Windisch) [Forum]


Puppe

1-4: Deutschland, Sachsen, Dübener Heide, Umgebung von Doberschütz, Raupe leg. 21. Mai 2008, 10. Juli 2008 (Studiofotos: Heidrun Melzer), det. Heidrun Melzer


Ei

1: Italien, Aosta, St-Oyen, 1320 m, e.l. 1. April 1998, leg. 15. August 1997 Raupen an Fraxinus excelsior & cult. Rudolf Bryner (Foto: Rudolf Bryner), det. Rudolf Bryner
2: Österreich, Steiermark, Graz, Garten am Stadtrand, 341 m, Weibchen am Licht 16. März 2017, Ei an Gelbflechte am 17. März 2017 (det. & Fotos: Ingrid Windisch) [Forum]



Diagnose

Männchen

1-2, 3-4, 5-6, 7-8 und 9-10, fünf ♂♂: Daten siehe Etikett (coll. & Fotos: Egbert Friedrich)


Weibchen

1-2 und 3-4, zwei ♀♀: Daten siehe Etikett (coll. & Fotos: Egbert Friedrich)


Ssp. sibirica DJAKONOV, 1926

Männchen

1-2, ♂: Daten siehe Etikett (Fotos: Egbert Friedrich), det. & coll. Rando Müller

Vergleich der Raupen von Lycia pomonaria und Lycia hirtaria


Ähnliche Arten

MerkmalApocheima hispidariaLycia hirtaria
Fühlerfarbegelblichgrau-schwarz
Körpergröße im Vergleichdeutlich kleinerdeutlich größer
Thoraxbehaarungsehr buschigschwach ausgeprägt
Scheckung der Flügelfransenrechteckig, dunkeldreieckig, dunkel
Submarginalbindeflügelsaumseitige Begrenzung der Submarginalbinde nur aus einigen dunklen Strichen bestehend, die ± parallel zur Costa verlaufen; Submarginalbinde insgesamt weniger hervorstechend als bei L. hirtariadeutlich ausgeprägte Submarginalbinde aus fünf Linien (schwarz - grau - schwarz - grau - schwarz) mit konvex-konkavem Schwung
max. AbundanzFebruar/MärzMärz/April

(Text: [JR], [Uwe Geulen] und [Thomas Fähnrich])


Genitalien

Männchen

1, ♂: Österreich, Steiermark, Graz, St. Peter, ca. 380 m, Garten, Mischwaldrand, am Licht, 26. März 2021 (det., präp. & Foto: Horst Pichler) [Falterfotos im Forum]


Erstbeschreibung

CLERCK (1759: pl. 7 fig. 1) [Nach Digitalisat der Library of Congress, Catalog Number 10030405]



Biologie

Habitat

1, Trockenaue im Rheinvorland: Deutschland, Baden-Württemberg, Südbaden, Grißheim, 210 m, 27. Mai 2012 (Foto: Florian Nantscheff) [Forum]



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

„hirtus struppig, rauh, nach der Behaarung.“
SPULER 2 (1910: 101R)


Andere Kombinationen

Synonyme

Unterarten


Taxonomie

HABELER (1981: 93) führt in die lange Geschichte der "Lycia hanoviensis" ein: "HEYMONS beschrieb 1891 hanoviensis als eine kleine, lokal bei Hanau fliegende Form von Lycia hirtaria CL. KOCH 1976: 228 führt hanoviensis als artverschieden von hirtaria an, da BLESZYNSKI 1960 Zeichnungen über deutliche Unterschiede in der Genitalarmatur bringt, nach denen der bei den ♂♂ im Gegensatz zu hirtaria bei hanoviensis im Aedoaegus vorhandene Cornutus jede Bestimmung leicht zu machen schien. Dies an steirischen Tieren überprüft zeigte jedoch, daß weder bei sehr großen noch bei sehr kleinen „hirtaria", die es tatsächlich auch hier gab, ein Cornutus zu finden war. Demnach waren entweder die Angaben bei KOCH 1976 unbrauchbar, oder die kleinen „hirtaria" der Steiermark waren doch keine hanoviensis. Dann aber stellte URBAHN 1979 fest, daß es wirklich keinen Cornutus gab, wie überhaupt der Kopulationsapparat der ♂♂ keine sicheren Unterschiede aufweist. Bei den ♀♀ scheinen die Apophysen unterschiedlich zu sein. Die Tiere sind aber größtenteils durch Flügelmerkmale trennbar. URBAHN 1979 ließ übrigens die Frage der Artberechtigung offen." Es ist ja interessant, dass HABELER (1981: 94) bestätigt, dass es auch in der Steiermark eine deutliche Zweigipfeligkeit bei der gemessenen Spannweite von "Lycia hirtaria"-Tieren gibt - aber das blieb letzten Endes als einziges Unterscheidungsmerkmal übrig; vielleicht war es einfach nicht interessant, mittelgroße Falter mit gleicher Intensität wie besonders große und besonders kleine Tiere zu sammeln.(?) Da auch beim Barcoding keinerlei Unterschiede zu finden sind, ist klar, dass hanoviensis nicht mehr als eine individuelle Aberration ist.

MÜLLER et al. (2019: 279) bestätigen erneut, dass es sich beim Taxon hanoviensis nicht um eine Unterart (und schon gar nicht um eine Art), sondern um eine individuelle Form handelt, die zusammen mit anderen Unterarten auftritt und sich beim Barcoding davon nicht unterscheidet. Mit jeweils ähnlicher Begründung wird auch den Taxa istriana, uralaria, diniensis, pusztae und cataloniae der Unterartrang entzogen - sie sind demnach alle synonym zur nominotypischen Unterart, die demnach die einzige in Europa vertretene Unterart ist.

(Autor: Erwin Rennwald)


Literatur


Informationen auf anderen Websites (externe Links)


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Letzte Änderung am April 11, 2021 12:30 von Annette Von Scholley-Pfab
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