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Eriocrania: Falterfunde contra Artnachweise

Vorweg sei vermerkt, dass mein Wissen über die Eriocraniiden kaum auf eigener Erfahrung beruht.

Die Blatt-Minen findet man auf folgenden Pflanzen:

Eiche (Quercus sp.), Edelkastanie (Castanea sativa), Haselnuss (Corylus avellana), Hainbuche (Carpinus betulus): E. subpurpurella Minen im Mai/Juni
Erle (Alnus sp. ), Hainbuche (Carpinus betulus), Haselnuss (Corylus avellana), Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia): E. chrysolepidella Minen im Mai
Birke (Betula pendula, wohl auch B. pubescens): E. salopiella, E. unimaculella, E. sparrmannella, E. haworthi (in HERING: E. rubroaurella), E. sangii und E. semipurpurella.

An allen genannten Pflanzen lassen sich die Minen der Eriocraniden durch ein gemeinsames Merkmal von anderen Minen unterscheiden: Es sind beiderseitige Platzminen, in denen der Kot in auffallend langen Fäden liegt.

Zur Unterscheidung der Arten auf Birke ein auf HERING basierender Schlüssel:

1: Mine beginnt mit Gang im Blattzentrum, der sich zu großem, meist an den Blattrand angelehnten Gang erweitert. Dieser Anfangsgang auch noch an der Kotspur nachweisbar, wenn er im späteren Platz aufgegangen ist: 2
1!: Mine beginnt am Blattrand, der später meist aufreißt, ohne Anfangsgang: 3

2: Die jungendliche Mine (auch im fertigen Platz noch durch geringere Durchsichtigkeit nachweisbar) ist länglich-oval, da der Anfangsgang gerundet in den Platz übergeht. Minenbeginn Mitte Mai: E. salopiella
2!: Die jungendliche Mine ist etwa rechtwinkelig, da der Anfangsgang winkelig in den Platz übergeht. Minenbeginn Mitte Juni (späteste aller Eriocraniden-Minen): E. sparrmannella (sehr häufig)
Anmerkung Peter Buchner: meine Erfahrungen weisen in die Richtung, dass hier E.sparrmannella und E. salopiella vertauscht wurden. Bis zur Klärung darf eine mit dem hier wiedergegebenen Schlüssel bestimmte Eriocrania salopiella nicht als Nachweis veröffentlicht werden

3: Larve grau. Kopf schwarz, im Zentrum und am Mund braun. Das 1. Körpersegment mit 2 Gruppen von schwarzen Fleckchen: E. sangii
3!: Larve weißlich bis grün: 4 (Die Minen der folgenden Arten sind sehr ähnlich. Die Artbestimmung erfolgt über Merkmale der Raupen. Diese entwickeln sich sehr schnell (im Mai), verlassen dann die Blätter, gehen in den Boden und liegen dort - wie alle Eriocrania-Arten - unverpuppt bis zum nächsten Frühjahr)

4: Kopf im vorletzten Stadium schwarz, im letzten weißlich. 5. - 10. Körpersegment mit kleinen seitlichen Vorsprüngen: E. cicatricella (= E. haworthi, E. rubroaurella, E. purpurella) (häufig) (Beobachtung und Recherche von Jürgen Rodeland, Einfügung durch Peter Buchner: Bei dieser Art befinden sich oft 2 - 4 Larven in einer Mine)
4!: Kopf der Larve gelbbraun. 6. - 10. Körpersegment ohne seitliche Vorsprünge: 5

5: Larve am 5. Segment mit seitlichen Vorsprüngen, am Hinterende des Kopfes 2 schwarze Punkte: E. unimaculella (weniger häufig)
5!: L. nur am 4. Körpersegment mit seitlichen Vorsprüngen. Hinterkopf ohne schwarze Punkte: E. semipurpurella (häufigste und größte Art)

Bin schon gespannt auf die Ergebnisse einschlägiger Minensuche!

Schöne Grüße
Peter

Beiträge zu diesem Thema

Eriocrania: Falterfunde contra Artnachweise
Eriocrania-Minen gefunden *Bild* Bestimmungshilfe
Eine Raupe aus der Mine *Bild* Bestimmungshilfe
Raupenkopf *Bild* Bestimmungshilfe
Falsch herumgeschlüsselt. Es müsste E. cicatricella sein!
Letzte zweifel an E. cicatricella ausgeräumt.