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Forum 2: Alles außer Bestimmungsanfragen

historisches Gelände und Gemeindeeigentum *Foto*

Hallo, Jürgen (und Mitlesende),

danke für deinen ausführlichen Beitrag. Ich kann alles voll unterschreiben, was du sagst. Auch die gesamte bti-Problematik ist uns bewusst. Händisches Absammeln der Raupen bei einer Hecke solchen Ausmaßes aus mehreren Gründen leider nicht durchführbar.

Wir haben in diesem öffentlichen Garten neben dem historischen Erhaltungswert noch ein weiteres gravierendes Problem:

der Bammentaler Duft- und Heilkräutergarten ist ein stillgelegter ehemaliger Friedhof, der in seiner jetzigen Form erhalten werden muss. Das Grundstück gehört der Gemeinde Bammental, die uns vor 20 Jahren das Gelände für die Anlage und Dauer-Pflege eines kleinen öffentlich zugänglichen Parks mit thematisch passenden Wild- und Zierpflanzen zur Verfügung stellte.
Der juristische Status ist der einer Nutzungserlaubnis, mehr nicht. Dafür gibt es gewisse Auflagen, die wir erfüllen müssen, was wir auch gerne tun.
WIR, das sind ca. 15 ehrenamtliche Bürger*innen, die sich inzwischen zum Kräutergarten-Verein formiert haben, um wenigstens Spendengelder für die Gartenpflege annehmen zu können und um dem Projekt einen würdigen Rahmen zu verleihen.

Der Garten selbst liegt leicht erhöht auf einer Terrasse über der Straße durchs Elsenztal. Die Buchshecken wachsen innerhalb des Gartens vor der Terrassen-Stützmauer, darunter liegt die Straße. Die Hecke darf aus Sicherheitsgründen (Absturzgefahr für Gartenbesucher) nicht entfernt werden. Ich hatte dies in früheren Beiträgen schon mehrfach erläutert, tue es aber aus aktuellem Anlass hier nochmals.


In Zeiten leerer Gemeindekassen und da der Garten in den Augen der Gemeindeverwaltung ein rei-nes Hobby- und Liebhaberobjekt von wenigen Ehrenamtlichen darstellt, würde eine Entfernung der Hecken (unabhängig davon ob sie der Buchsbaumzünmsler "entfernt" oder wir Gärtner*innen) zur sofortigen Schließung und dauerhaften Sperrung des Geländes führen. Geld für ein entsprechendes Sicherheitsgeländer stellt die Gemeinde nicht zur Verfügung, und wir können das Geld für Ersatz-pflanzungen in diesem Ausmaß nicht aufbringen.

Wir haben nun die Wahl zwischen Regen (Pflege und Erhalt der Buchshecken) und Traufe (Entfer-nen der Hecke, Betretungsverbot/Sperrung der kompletten Gartenanlage und somit Verlust des klei-nen, aber feinen Naturschutzprojektes). Wir haben uns für den Regen entschieden, denn:
in diesem Garten leben knapp 600 Tierarten, neben vielen Insekten auch bedrohte Reptilien und Amphibien. Davon sind 70 Arten im bestand bedroht und stehen in den diversen Roten Listen. Die Pflanzenliste ist in etwa genauso umfangreich; hier wachsen nicht nur standort-typische und insektenfreundliche Wildpflanzen, sondern zu Lehr- und Anschauungszwecken auch alte heimische Nutzpflanzen, die früher für die unterschiedlichsten Zwecke Verwendung fanden.

Dies alles nur zur Erläuterung, warum wir gegen besseres Wissen am Erhalt dieser Jahrhunderte alten Buchshecke festhalten. Und uns alljährlich diesem aussichtlosen Kampf gegen den Buchsbaumzünsler auszusetzen, statt unsere kostbare Freizeit für Sinnvolleres als bti-Spritzungen einzusetzen, die Hecke dem Zünsler zu überlassen – oder sie zu entfernen und durch Sinnvolleres, Passenderes, Insektenfreundlicheres und vor allem PFLEGELEICHTERES zu ersetzen.

Apropos - falls uns jemand Geld für eine diesem Zweck entsprechende Ersatzhecke spenden möchte: wir nehmen dies gerne an und stellen sogar eine Spendenbescheinigung aus :D :D ! (Dies ist ernst gemeint. Wir haben bisher noch keinen Sponsor gefunden.)

Liebe Grüße
Jutta

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