Polyommatus coridon
Lepiforum: Bestimmung
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Forum 2: Alles außer Bestimmungsanfragen

Rhyacia helvetina (Boisduval, 1833) in tieferen Lagen *Foto*

Eine Frage an die Alpinisten,

seit ein paar Jahren führe ich jährlich einige Lichtfänge am familieneigenen Ferienhäuschen in der Nordsteiermark durch (natürlich verbunden mit einem Gläschen guten österreichischem Rotwein ;-) Das Haus liegt in den Kalkalpen auf 1100m am Nadelwaldrand, und somit kommen dort viele Arten der montanen Höhenstufe regelmässig an die Lampe. Manchmal fliegen allerdings auch Arten der alpinen Höhenstufe an. Spannend ist dabei für mich als norddeutscher Flachländer, dass die alpinen Arten nach einem bestimmten Muster in niedrigere Lagen zu fliegen scheinen.

Ein Bsp. dafür ist Rhyacia helvetina (Boisduval, 1833), eine Eule die alpine Schotterfluren bewohnt. Diese gibt es etwa 500m höher, den Südhang am Haus hoch. Wenn man dort eine Lichtfalle hinbringt (1 Stunde abends steil hoch mit den Fallen im Gepäck, dann zurück und früh morgens wieder hoch um die Fallen einzuholen - so etwas machen nur Bekloppte wie ich), ist Rhyacia helvetina nicht selten. Unten am Haus hatte ich sie in einem Zeitraum von fünf Jahren jedoch erst zweimal am Licht, nämlich 2017 und 2021. In diesen Nächten kamen jedoch keine Einzeltiere, sondern 2017 in derselben Nacht kamen zwei Tiere ans Hauslicht und 2021 vier Tiere, auch in derselben Nacht. Es scheint so, als sind es nur bestimmte Nächte, in denen die Tiere aus höheren Lagen in tiefere Gefilde "schwärmen". Ich frage mich, was verursacht das Verlassen der Schotterhalden? Und, wozu dient es? Vielleicht dem Austausch zwischen den Populationen verschiedener Berghänge?

Sicherlich haben die erfahrenen Alpinisten unter euch dieses Verhalten schon oft beobachtet und haben eine Erklärung...würde mich sehr interessieren!


Österreich, Steiermark, Umg. Bad Mitterndorf, ca. 1100m, 4. Juli 2021 (leg., det. & fot. Frank Rosenbauer)


Österreich, Steiermark, Umg. Bad Mitterndorf, Schotterhang auf ca. 1600m (Fallenstandort), 15. Juli 2020 (leg., det. & fot. Frank Rosenbauer)