Polyommatus coridon
Lepiforum: Bestimmung
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Erneut Rhyacia lucipeta *Foto*

Hallo Forum,
letzte Woche hatte ich über einen Fund von Rhyacia lucipeta im Hochsauerland (Nordrhein-Westfalen) berichtet - immerhin einer der bisher wenigen Nachweise hier an der Nordwestgrenze der Verbreitung. Zur Erinnerung: die Art ist auf Standorte mit "rollender Erde" beschränkt, also dort wo sich erster Pionierpflanzenbewuchs in hangabwärts rutschendem Feingesteinsschotter befindet. Außerhalb der Alpen gibt es derartige Extrembedingungen fast ausschließlich in Kies- und Sandgruben sowie Steinbrüchen. Angestachelt durch die Funde von letzter Woche bin ich gestern, zusammen mit einem Kollegen, in einen weiteren großen Diabassteinbruch im Sauerland gefahren, der sich etwa 20 km nordwestlich der Fundstelle von letzter Woche befindet. Und siehe da, auch dort hat es gleich geklappt und wir konnten einen Falter am Licht nachweisen.

Ich vermute, die flugstarke Art hat es geschafft im Sauerland in der Fläche alle großen Steinbrüche mit entsprechenden Schotterfluren zu besiedeln. Auf dem Foto zeige ich einen Blick von der Lichtfangstelle hinein in den ehemaligen Steinbruch. Man sieht die Schotterfluren an der gegenüberliegenden Hangseite, wo sie vermutlich die Raupen entwickeln. Man sieht außerdem am aufkommenden Baumbewuchs, dass hier der Gesteinsabbau schon Mitte der 1990er Jahre eingestellt wurde. Mittlerweile haben sich dort interessante Biotopstrukturen entwickelt, sicher nicht nur für Rhyacia lucipeta.
Viele Grüße
Frank

Deutschland, NRW, Remblinghausen, Hochsauerland, ehemaliger Diabassteinbruchs, 530 m, 30. August 2015, Lichtfang (Foto: Frank Rosenbauer)