Eucosma Fulvana

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EU M-EU 04937 Eucosma fulvana (STEPHENS, 1834) Artberechtigung umstritten!



Diagnose

Weibchen

1, ♀: Deutschland, Baden-Württemberg, 78176 Blumberg, Ortsrandlage, Südhang, in Waldnähe (Buchen-Mischwald, Waldrand mit anschließendem Trespen-Halbtrockenrasen auf Kalk), 720 m, 17. Juni 2012, am Licht (leg., gen. det. & Foto: Hans-Peter Deuring) [Forum]


Genitalien

Weibchen

1-2, ♀: Daten siehe ♀ Diagnosebild 1 (leg., gen. det. & Foto: Hans-Peter Deuring) [Forum]


Erstbeschreibung

STEPHENS (1834: 123) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]



Weitere Informationen

Andere Kombinationen


Taxonomie

In der [Fauna Europaea, last update 23 July 2012, version 2.5] wird fälschlicherweise Eucosma als Originalgattung der Art bezeichnet.

"Die Arten der Eucosma hohenwartiana Gruppe werden revidiert und zwei Taxa von unsicherem Status werden auf Grund konstanter Unterschiede in der Struktur des Ovipositors der Weibchen von E. hohenwartiana ([Denis & Schiffermüller], 1775) getrennt und zu vollen Arten erhoben: E. fulvana (Stephens, 1834) sp. rev. und E. parvulana (Wilkinson, 1859) sp. rev. [= scutana (Constant, 1893) syn. n.]." (AGASSIZ & LANGMAID 2004).

HUEMER (2013) ist nicht überzeugt davon, dass Eucosma fulvana eine eigenständige Art sein soll: "Die durch AGASSIZ & LANGMAID (2004) vorgenommene Aufspaltung von Eucosma fulvana und E. hohenwartiana basiert auf geringfügigen phänotypischen und genitalmorphologischen Differenzen, deren Zuverlässigkeit jedoch an einer größeren Probe zu bestätigen wäre, sowie auf unterschiedlichen Raupenfraßpflanzen. Nach heutigem Kenntnisstand unterscheiden sich die Taxa im DNA Barcode nicht. Unter der Prämisse der Artspezifität ist die Verbreitung von E. fulvana in Österreich noch völlig unklar. Unveröffentlichte Tiere aus der Steiermark entsprechen habituell den Abbildungen von AGASSIZ & LANGMAID (2004), allerdings ist eine viel weitere Verbreitung zu vermuten."

Ähnlich argumentieren HASLBERGER & SEGERER (2016) für Bayern. Sie stellen fest: "Artstatus nach unserer Meinung noch nicht ausreichend belegt. [...], wir sehen darin eher eine ökologische Form von E. hohenwartiana. DNA-Barcodes bayerischer Stücke von E. hohenwartiana und E. fulvana nach eigenen Untersuchungen identisch und zur Abgrenzung unbrauchbar; dies ist zwar kein Beweis der Konspezifität, aber doch ein deutlicher Hinweis. Verbreitung in Bayern wegen der Bestimmungsproblematik bisher ungenügend untersucht. Alle Angaben in der Liste basieren auf genitaluntersuchten ♀♀; sie stammen aus dem Oberpfälzer Jura (n=8) und der Münchner Ebene (n=1)."

(Autor: Erwin Rennwald)


Literatur


Informationen auf anderen Websites (externe Links)


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Last edited Juni 1, 2019 16:53 by Michel Kettner
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