Antispila Oinophylla

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Heliozelidae
EU 00327a Antispila oinophylla VAN NIEUKERKEN & WAGNER, 2012

1: USA, Georgia, 29. April 2011, Paratype (Foto, leg. & det. Erik J. van Nieukerken)
2: Italien, Südtirol, Bozen-Rentsch, auf wilder Rebe, 265 m, 8. August 2014 (Studiofoto: Werner Pichler), det. durch GU an anderen Exemplaren vom gleichen Fundort: Werner Pichler [Forum]
3-4, ♂ + 5, ♀: Italien, Südtirol, Eisacktal, Klausen, 650 m, leg. Raupen verpuppungsreif an Kultur-Weinrebe 9. Juli 2019, Schlupf 1. August 2019 (leg., gen. det. & Fotos: Dieter Robrecht) [Forum]


Fraßspuren und Befallsbild

1: Italien, Südtirol, Bozen-St.Magdalena, Weinberge, 250-600 m, Sommer 2015 (det. & Foto: Werner Pichler) [Forum]
2-4: Minen an Kultur-Weinrebe (2+3) und Fünfblättrigem Wilden Wein (Parthenocissus inserta, 4), Italien, Südtirol, Eisacktal, Klausen, 650 m, 9. - 11. Juli 2019 (det. & Fotos: Dieter Robrecht) [Forum]



Diagnose

1, ♂ Holotypus: Italien, Borgo Valsusana (Foto, leg. & det.: Erik J. van Nieukerken)

1, ♀ Paratypus: Italien, Borgo Valsusana (Foto, leg. & det.: Erik J. van Nieukerken)


Genitalien

Männchen

1, Genitalpräparat eines nicht abgebildeten ♂: Italien, Südtirol, Bozen-St.Magdalena, Weinberge, 250-600 m, Sommer 2015 (det., präp. & Foto: Werner Pichler) [Forum]
2, ♂: Italien, Südtirol, Eisacktal, Klausen, 650 m, leg. Raupe verpuppungsreif an Kultur-Weinrebe 9. Juli 2019, Schlupf 1. August 2019 (leg., Präparation, gen. det. & Foto: Dieter Robrecht) [Forum]



Biologie

Nahrung der Raupe


Habitat

1: Italien, Südtirol, Eisacktal, Klausen, 650 m, 9. Juli 2019 (Foto: Dieter Robrecht) [Forum]



Weitere Informationen

Taxonomie und Faunistik

BALDESSARI et al. (2009) machten darauf aufmerksam, dass in Norditalien (um Trient) neuerdings neben den beiden bekannten blattminierenden Rebschädlingen unter den Schmetterlingen - Holocacista rivillei und Phyllocnistis rivillei - Minen einer weiteren, mit Holocacista verwandten Gattung Antispila aufgetaucht sind, denen noch kein Artname zugeordnet werden konnte. In der Arbeit wurden alle 3 Arten mit Text und Bildern von Minen und Faltern verglichen. Eine weitere Ausbreitung der "neuen" Art erschien wahrscheinlich.

Eine Herkunft der "neuen" Art aus Nordamerika wurde vermutet. Ein DNA-Abgleich mit den 4 bekannten nordamerikanischen, an Weinreben und Verwandten lebenden Antispila-Arten zeigte zwischenzeitlich, dass es in Nordamerika noch mehrere bisher unbeschriebene Arten der Gattung an diesen Pflanzen gab - darunter im Osten zwischen Georgia und Ontario das Tier, das 2006 erstmals in Italien gefunden wurde, und das jetzt Antispila oinophylla heißt.

In der Originalbeschreibung von VAN NIEUKERKEN et al. (2012) - die als open access document für jeden verfügbar ist -, gibt es auch eine Karte der bekannten Verbreitung der Art in Italien - danach ist Antispila oinophylla zwischen Trient und Treviso durchgehend verbreitet, kommt aber auch südlich von Vizenza und Padua sowie verbreitet im Norden von Verona vor. An den Orten ihres Vorkommens kann sie stark in Erscheinung treten und damit die Blätter der Reben messbar schädigen. Die Ausbreitung der Art im Nordosten Italiens verlief bisher nur mäßig schnell - angesichts der weiten Verbreitung der Art in Nordamerika darf aber davon ausgegangen werden, dass die Weinbaugegenden Europas nach und nach praktisch alle besiedelt werden könnten.

(Autor: Erwin Rennwald, 25.02.2012)

Ergänzung 28. Januar 2018: VAN NIEUKERKEN et al. (2018) merken an: "Provisionally in Antispila, but not belonging there" - hier ist also eine Neukombination zu erwarten.


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Heliozelidae
EU 00327a Antispila oinophylla VAN NIEUKERKEN & WAGNER, 2012 non-d-ch-a

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