Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Ypsolopha Chazariella

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Ypsolophidae
EU M-EU 01499 Ypsolopha chazariella (MANN, 1866)

1, ♂: Finnland, Pirkanmaa, Tampere, Viinikka, 6. August 2011 (fot: Pekka Reinikainen), det. Harri Jalava
2: Russland, Oblast Moskau, Bezirk Odinzowo, Dorf Pestowo, Lichtfang, 10. Juli 2015 (det. & Foto: Ilya Ustyantsev) [Forum]
3-4: Russland, Oblast Moskau, Bezirk Orechowo-Sujewo, Station Nerskaya, am Licht, 16. Juli 2017 (fot.: Andrey Ponomarev), det. Ilya Ustyantsev [Forum]



Diagnose

1, ♂: Finnland, Uusimaa, Helsinki, 8. August 1996 (fot: Pekka Malinen, kleines Bild redaktionell an Standardmaße angepasst), leg. T. & K. Nupponen, coll. LTKM
2, ♀: Finnland, Uusimaa, Helsinki, 11. Juli 2006 (leg., coll., det. & fot: Pekka Malinen, kleines Bild redaktionell an Standardmaße angepasst)
3: Finnland, Uusimaa, Helsinki, Raupe am 31. Mai 1999 auf Acer tatarica, e.l. (coll. & fot: R. Siloaho, kleines Bild redaktionell an Standardmaße angepasst), leg. Marko Mutanen, coll. LTKM
4, ♂, und 5, ♀: Deutschland, Brandenburg, Potsdam, Großer Herzberg, Katarinenholz, N 52°24'729 E 13°00'442, 31. Mai 2014, Lichtfang (leg., gen. det. [GP 136/14] & fot.: Wolfram Mey), Museum für Naturkunde, Berlin


Genitalien

1, ♂ lateral: Deutschland, Brandenburg, Potsdam, Großer Herzberg, Katarinenholz, N 52°24'729 E 13°00'442, 31. Mai 2014, Lichtfang (leg., gen. det. [GP 136/14] & fot.: Wolfram Mey), Museum für Naturkunde, Berlin


Erstbeschreibung

MANN (1866: 352 + Taf. 1 B fig. 8) [nach Copyright-freien Scans auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Nahrung der Raupe

Einzige bisher bekannte Raupennahrungspflanze ist der Tatarische Steppen-Ahorn oder Tataren-Ahorn (Acer tataricum). MEY (2014) schreibt dazu: „Die Wirtspflanze in der Ukraine und in Südrussland ist Acer tataricum, der in den Steppengebieten weit verbreitet ist (Bidzilia, pers. Mitt.).“ Auch eines der oben abgebildeten Diagnosefotos aus Finnland (Helsinki) beruht auf einem Tier, das vom dort nicht heimischen Acer tataricum gezüchtet wurde.



Weitere Informationen

Andere Kombinationen


Faunistik

W. MEY fing die Art 2014 in Deutschland, Brandenburg, Potsdam [Hinweis von Stefan Ratering im Forum]. Konkret wurde beim Lichtfang im Waldgebiet Katarinenholz am Großen Herzberg bei Potsdam am 31. Mai 2014 ein ♀ und ein ♂ gefangen. Der Autor (MEY 2014) vermutet, trotz einiger Einschränkungen, dass es sich hier nicht um eine Neuansiedlung handelt, will eine solche aber auch nicht ausschließen.

MANN (1866) schrieb: "Ich gebe bloss die Abbildung, da noch keine existirt. Beschrieben hat sie Freund Zeller nach Exemplaren aus Sarepta." Doch genau diese Abbildung in Verbindung mit dem Satz: "Juli in den Bergen aus Hecken gescheucht" ist heute als Erstbeschreibung zu verstehen, wonach die Dobrudscha (Rumänien) und nicht Sarepta (Wolgograd, Russland) als locus typicus zu gelten hat. Nach der Fauna Europaea [Fauna Europaea, last update 29 August 2013, version 2.6.2] und MEY (2014) tritt die Art in Europa außerdem in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Lettland, Litauen, Finnland, aber auch in Frankreich auf, was ein Vorkommen in Deutschland nahelegte.

Der Tatarische Steppen-Ahorn ist in Südosteuropa zu Hause. Von Natur aus fehlt er in Deutschland ebenso wie in Finnland oder Frankreich. Zusammen mit dem nahe verwandten Feuer- oder Amur-Ahorn (Acer ginnala) wird er aber nicht selten als Parkbaum gepflanzt und kann von dort aus mitunter auch verwildern, so in einem Beispiel auch bei Geltow nahe Potsdam (BUHR & KUMMER 2011) - was dann doch sehr für eine Neuansiedlung bei Potsdam spricht, so wie auch die Nachweise aus Finnland auf Verschleppung mit Pflanzungen des Tatarischen Steppen-Ahorn zurückgeführt werden. Zur Angabe des Falters aus Frankreich liegen mir leider gar keine Informationen vor.

(Autor: Erwin Rennwald)


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Ypsolophidae
EU M-EU 01499 Ypsolopha chazariella (MANN, 1866) art-mitteleuropa

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Letzte Änderung am Oktober 29, 2017 20:01 von Michel Kettner
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