Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Xestia Viridescens

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EU M-EU 10186 Xestia viridescens (TURATI, 1919) Artberechtigung umstritten!

1: Italien, Südtirol, bei Pfalzen, Lichtfang, 10. Juli 1996 (Foto: Helmut Hohn) Diascan: Peter Lichtmannecker, det. (cf.) Egbert Friedrich [Forum]
2: Schweiz, Graubünden, Misox, San Bernardino, ob. Autotunnel-Südportal A13, 1740 m, 19. Juli 2013, Lichtfang (leg. & Foto: Heiner Ziegler), det. Armin Hemmersbach (als "Xestia speciosa"), coll. Daniel Bolt [Forum]



Diagnose

1-2 & 3-4, zwei ♂♂: Daten siehe Etiketten (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM, Gottfried Behounek
5-6 & 7-8, zwei ♂♂ (zunächst als "Xestia speciosa" abgelegt): Daten siehe Etiketten (coll. & Fotos: Egbert Friedrich)

Hinweis: „Dem äußeren Anschein nach sind wohl alle helleren/kontrastreichen "speciosas" aus dem Südalpenraum zumindest "viridescens-verdächtig" - äußere Merkmale, die eine Bestimmung nach Bild erlauben, sind mir bisher nicht bekannt.“

(Autor: Egbert Friedrich)


Erstbeschreibung

TURATI (1919: 272-273, pl. 3 fig. 29) [nach Copyright-freien Scans auf www.biodiversitylibrary.org]



Weitere Informationen

Abweichende Schreibweisen

Andere Kombinationen


Taxonomie und Faunistik

SWISSLEPTEAM (2010) hatte zu X. speciosa geschrieben: "Die hellere, ein wenig grünliche Form viridescens Turati, 1919, die diese Art in der Südschweiz und zum Teil auch im Wallis vertritt und früher als Unterart von speciosabetrachtet wurde, ist in Mikkola et al. (1994) aufgrund geringfügiger Genitalunterschiede als eigene Art abgetrennt worden. Vor allem im Münstertal und im Wallis, aber auch in den Zentralschweizer Nordalpen scheinen jedoch die verschiedensten Übergangsformen aufzutr, weshalb viridescens von uns bis auf weiteres nur als Unterart anerkannt wird."
Auch WYMANN et al. (2015) bleiben für die Schweiz bei einer einzigen Art, die sie unter "Xestia speciosa" führen. Sie erläutern: "Die hellere X. viridescens (Turati, 1919), die in den südlichen Alpentälern, im Wallis, im Berner Oberland (Grimselgebiet) und offensichtlich auch im Jura lebt, wurde als eigene Art von speciosa abgetrennt. Dies scheinen neuere DNA-Analysen zu bestätigen. Trotzdem ist nicht eindeutig geklärt, ob viridescens nicht nur eine Unterart von speciosa ist. Deshalb wird das Taxon hier unter dem Namen X. speciosa behandelt, auch wenn es in K.&R. 1996 eine eigene Artnummer (10186) besitzt." Zur Karte erläutern sie: "Die Fundorte der beiden Taxa werden auf der gleichen Karte dargestellt, weil ihre Verbreitung in der Schweiz noch nicht geklärt ist. Wenn die "richtige" speciosa hier wirklich heimisch ist, dann eventuell in den Nordalpen der Zentral- und Ostschweiz." Vor diesem Hintergrund wird X. speciosa im Lepiforum für die Schweiz mit Fragezeichen geführt, Xestia viridescens hingegen als Art mit Nachweisen. Damit ist nicht gesagt, dass ich überzeugt davon bin, dass die Auftrennung in zwei Arten hier die korrekte Vorgehensweise ist.

HUEMER (2013) vermerkte zu Österreich: "Nach KARSHOLT & RAZOWSKI (1996) soll die Art auch in Österreich vorkommen, sie ist aber mit Sicherheit nur aus dem benachbarten Südtirol nachgewiesen (HUEMER, 2007a)." Ein neuer Fang und anschließendes Barcoding brachten den entscheidenden Hinweis: "Nachweis: Nordtirol, Timmelsjoch Umg., 2400 m, 21.7.2015, leg. Huemer. Specimen ID: TLMF Lep 18402; Sequence ID: LEATJ827-15 (658 bp). Erstnachweis für Nordtirol und Österreich! In Südtirol weiter verbreitet."

(Autor: Erwin Rennwald)


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Noctuidae (Eulenfalter) / Noctuinae, Tribus Noctuini, Subtribus Noctuina
EU M-EU 10186 Xestia viridescens (TURATI, 1919) Artberechtigung umstritten! art-mitteleuropa

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Letzte Änderung am Dezember 11, 2018 1:26 von Tina Schulz
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