Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Wockia Asperipunctella

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Urodidae
05287 Wockia asperipunctella (BRUAND, 1850)

1: Österreich, Niederösterreich, Strelzhof, 26. Juli 2003 (Foto: Peter Buchner), det. Peter Buchner, conf. Helmut Kolbeck [Forum]
2-5, teilweise abgeflogen: Slowakei, Rožňavská kotlina (Rosenauer Kessel), Rožňava (Rosenau), ca. 305 m, 20. Mai 2013, Tagfund (Fotos: Andrej Makara), conf. Friedmar Graf [Forum]
6: Österreich, Niederösterreich, Sollenau, am Licht 20. Juli 2014 (leg., det. & Foto: Peter Buchner)
7-8: Russland, Oblast Moskau, Bezirk Odinzowo, Dorf Pestowo, 14. Juni 2015, Lichtfang (det. & Fotos: Ilya Ustyantsev) [Forum]
9, ♀: Österreich, Steiermark, Graz, St. Peter, ca. 380 m, Garten, Mischwaldrand, 17. Juli 2018, am Licht (det. & Foto: Horst Pichler) [Forum]
10, ♂: Österreich, Südsteiermark, Spielfeld, Katzengraben, 31. März 2017, am Licht (det. & Foto: Horst Pichler) [Forum]
11, ♀: Österreich, Steiermark, Graz, Mariatrost, wärmebegünstigte, trockene Steinbruchumgebung, 8. Juli 2017, am Licht (det. & Foto: Horst Pichler) [Forum]
12-13: Deutschland, Niedersachsen, Landkreis Lüneburg, westl. Soderstorf, ca. 60 m, in kleiner verwilderter Heide mit moorigen Bereichen, 16. Mai 2018, am Licht (Foto: Frank Stühmer) [Forum]



Diagnose

1: Deutschland, Sachsen, Bärwalde, ehem. Militärgelände, 124 m, 26. Mai 2008 (det. & fot.: Friedmar Graf) [Forum]


Genitalien

1: Präparat des unter Lebendbild 1 gezeigten ♂ (Präparation & Mikro-Foto: Peter Buchner)
2, ♂: Österreich, Südsteiermark, Spielfeld, Katzengraben, 31. März 2017, am Licht (praep., det. & Mikrofoto: Horst Pichler) [Forum]


1, ♀: Österreich, Steiermark, Graz, St. Peter, ca. 380 m, Garten, Mischwaldrand, 17. Juli 2018, am Licht (praep., det. & Mikrofoto: Horst Pichler) [Forum]
2, ♀: Österreich, Steiermark, Graz, Mariatrost, wärmebegünstigte, trockene Steinbruchumgebung, 8. Juli 2017, am Licht (praep., det. & Mikrofoto: Horst Pichler) [Forum]


Erstbeschreibung

BRUAND (1850: 41 mit Fußnote 3) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Wockia asperipunctella findet man um und in Zitterpappelbeständen. Sie sind tagsüber und am Licht zu beobachten. Wahrscheinlich weniger in geschlossenen Wäldern, als vielmehr in Gehölzgruppen wie man sie in der Heidelandschaft antrifft. Einmal konnte ich einen Falter bei einem tänzelnden Auf und Ab zwischen den schattigen Zitterpappeln beobachten. [Friedmar Graf]


Nahrung der Raupe

Mit Sicherheit wichtigste Raupennahrungspflanze ist die Zitter-Pappel oder Espe. An dieser Pflanze meldet schon BROWN (1895: ccv) - der Entdecker und Beschreiber der Raupe - einen Raupenfund in Frankreich. CHRÉTIEN (1905: 67) bestätigt diese Pflanze und ergänzt: "A Digne, la Chenille d'asperipunctella se nourrit de Populus nigra et des Salix incana et rubra. Quand elle est jeune, elle se tient allongée Sous les feulles, dont elle mange le Parenchyme, respectant les petites nervures et la marge supérieure. Plus grosse, elle attaque la feuille par les bords." KYRKI (1988) schreibt zu dieser Art: "The larva feeds on Populus tremula L. and P. nigra L., and also on several Salix species, e.g. S. elaeagnos Scop. (Brown, 1895 ; Chrétien, 1905). In northern Europe the main food plant is Populus tremula. The larva lives freely on the leaves, skeletonizing them when small and later feeding from the edges (Chrétien, 1905). It pupates in an open network cocoon, which is open at both ends so that the larval skin can be thrown away through the posterior opening."

(Autor: Erwin Rennwald)



Weitere Informationen

Andere Kombinationen

Synonyme


Faunistik

Die Art ist in Mitteleuropa und dem südlichen Nordeuropa weit verbreitet, wird aber nur relativ selten gefunden. GAEDIKE et al. (2017) führen sie für Deutschland für die Bundesländer Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bayern, Saarland, Sachsen (jeweils aktuell), Brandenburg, Thüringen und Baden-Württemberg an. FUCHS & WOLF (2016) stellen die wenigen aktuellen Nachweise aus Bayern zusammen.
Nach BRYNER et al. (2004) kommt die Art auch in der Schweiz vor. Nach SWISSLEPTEAM (2010) gibt es dazu Nachweise aus dem Mittelland und Graubünden.
HUEMER (2013) nennt die Art für Österreich aus den Bundesländern Osttirol, Kärnten, Steiermark, Niederösterreich und Wien.
AARVIK & LØNNVE (2011) melden den Erstnachweis für Norwegen (ganz aus dem Südosten des Landes).

(Autor: Erwin Rennwald)


Publikationsjahr der Erstbeschreibung

VIETTE (1977) konnte zeigen, dass der Teilband mit der Erstpublikation spätestens am 12. März 1851 publiziert wurde. Er lieferte aber keinen Anhaltspunkt dafür, dass das auf dem Band abgedruckte Publikationsjahr "1850" für den Jahrgang 1849 unzutreffend ist. Wie auch schon SOBCZYK (2011) sehen wir daher keinen zwingenden Grund, das Publikationsjahr "1850" in "[1851]" abzuändern.

(Autoren: Jürgen Rodeland & Erwin Rennwald)


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Urodidae
05287 Wockia asperipunctella (BRUAND, 1850) art-mitteleuropa

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Letzte Änderung am März 20, 2019 7:57 von Erwin Rennwald
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