Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Voogd 2019

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Bestimmungshilfe / Bestimmungsliteratur / VOOGD (2019)

VOOGD, Jeroen (2019): Het Nachtvlinderboek. Macronachtvlinders van Nederland en Belgie, inclusief rupsen. - 672 Seiten, Format 21x28 cm, Hardcover, voll farbig, Christofoor Publishers, Zeist/NL 2019, ISBN 9789050117043, Gewicht: 2500g, offizieller Preis: 89,95€.
Das Buch kann u. a. hier erworben werden: https://knnvuitgeverij.nl/artikel/het-nachtvlinderboek.html
Am besten per e-mail hier anfragen: info@vermandel.com

Besprechung von Ludger Wirooks

Nach dem großartigen Bestimmungsbuch „Die Nachtfalter Deutschlands“ von A. Steiner, U. Ratzel, Ulrich, M. Top-Jensen und M. Fibiger gibt es nun auch „Das Nachtfalterbuch. Macronachtfalter von den Niederlanden und Belgien, inclusive Raupen“, so wäre der deutsche Titel, von Jeroen Voogd. War das erstgenannte Buch schon etwas Besonderes durch das Bemühen der Autoren, alle Falterarten auch mit Lebendfotos abzubilden, so geht dieses Buch noch einen Schritt weiter, denn es heißt ja: „inclusive Raupen“ – das ist das wirklich absolut Neuartige an diesem Buch: Es zeigt nicht nur eine Vielzahl von Falterlebendfotos fast aller 905 im betrachteten Gebiet bisher nachgewiesenen Arten, sondern zu fast jeder Art auch Fotos der Raupen.

Der Autor hat einen großen Teil der über 4000 im Buch enthaltenen Fotos selbst beigesteuert, doch konnte solch ein umfangreiches Werk naturgemäß nur durch die Mitarbeit vieler weiterer Falter- und Raupenfotografen und Züchter quer durch Europa zur Vollständigkeit gelangen. Das Hauptaugenmerk bei der Bildauswahl lag dabei auf der deutlichen Darstellung wichtiger Bestimmungsmerkmale. So werden vielfach unterschiedliche Farb- und Zeichnungsvarianten von Faltern und/oder Raupen dargestellt, bei Faltern - sofern verfügbar -Bilder gezeigt, die auch die in normaler Haltung verborgenen, aber bestimmungsrelevanten Hinterflügel zeigen und Raupen, da wo es sinnvoll ist, von dorsal und von lateral abgebildet. Um den Rahmen des Buches nicht zu sprengen musste der Autor sich bei der Bildauswahl allerdings im Allgemeinen auf das jeweils letzte Larvalstadium beschränken.

Das Buch behandelt nur Nachtfalter, und zwar im Sinne der klassischen Einteilung als „Nachtgroßfalter“, wie sie auch der „Koch“ verwendet hat. Es sind also im Gegensatz zu „Die Nachtfalter Deutschlands“ u.a. auch die Widderchen, Glasflügler sowie Wurzel- und Holzbohrer vertreten.

In einem reichlich bebilderten einleitenden Teil wird nicht nur auf Lebenszyklus und Lebensweise eingegangen, sondern auch auf Nachweismethoden, Parasiten und Bestimmung – auch die Genitaldiagnose. Im systematisch gegliederten Hauptteil werden zunächst allgemeine Informationen zur jeweiligen Familie gegeben ehe die einzelnen Arten meist halb-, aber manchmal auch ganz- oder selten sogar mehrseitig, vorgestellt werden. Auf mehreren unterschiedlich großen Lebendfotos werden jeweils Falter und Raupen gezeigt und im Text neben einer kurzen allgemeinen Beschreibung Bestimmungsmerkmale für beide Stadien genannt. Dabei wird häufig auch speziell auf die Unterscheidung von ähnlichen Arten eingegangen. Futterpflanzen werden zwar auch genannt, allerdings nur in allgemeiner Weise und nicht mit lateinischen Namen, sondern mit niederländischen Bezeichnungen.

Das Buch ist im Wesentlichen ein Bestimmungsbuch, welches es dem Leser ermöglichen soll, Nachtfalterimagines und - raupen zuhause nach Fotos (oder natürlich auch mitgenommenen Exemplaren!) zu bestimmen. Alleine aufgrund seiner Größe und seines Gewichts kann man das Buch sicherlich nicht als Feldführer bezeichnen, doch ist es für jeden an dieser Tiergruppe Interessierten dennoch als Bestimmungswerk äußerst hilfreich und für Raupenfreaks sogar unverzichtbar. Dabei ist es für ein Werk dieser Größe und bildlichen Ausstattung wirklich außerordentlich preisgünstig! Am Ende gibt es für den schnellen Überblick noch sehr gelungene Übersichtstafeln mit aufgespannten Faltern – etwas, was man sich hier für die Raupen in der Art des „Porter“ auch noch wünschen könnte trotz des auch so schon recht hohen Gewichts.

Die Sprache sollte einen nicht abschrecken, denn selbst Menschen, die nicht wie ich an der niederländischen Grenze aufgewachsen sind, können sich sicherlich vieles einigermaßen herleiten und das allerwichtigste sind ja ohnehin die Bilder! Ob es noch eine englische und/oder deutsche Ausgabe des Buches geben wird ist zurzeit noch ungewiss, aber man sollte eher nicht darauf warten wenn man Interesse an dem Buch hat.


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Letzte Änderung am November 15, 2019 22:57 von Erwin Rennwald
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