Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Trifurcula Immundella

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Nepticulidae (Zwergminiermotten)
EU M-EU 00222 Trifurcula immundella (ZELLER, 1839)

1-3, ♀: Deutschland, Baden-Württemberg, Scheibenberg, Gaggenau-Hörden, lichter Eichenwald mit Besenginster und Heidekraut, 230-240 m, 16. August 2016, Lichtfang (Studiofotos: Tina Schulz), det. durch DNA Barcoding Peter Buchner
4, ♂: Deutschland, Niedersachsen, Landkreis Lüneburg, ehemaliger Breetzer Sandabbau, teilweise ruderale Brache mit viel Besenginster und Kiefernwald, 30 m, 5. Juli 2019, am Licht (leg., det. durch GU & fot: Frank Stühmer) [Forum]
5-6, ♀: Deutschland, Niedersachsen, Landkreis Lüneburg, ehemaliger Breetzer Sandabbau, teilweise ruderale Brache mit viel Besenginster und Kiefernwald, 30 m, 11. August 2019, am Licht (leg., det. durch GU & fot: Frank Stühmer) [Forum]
7, ♀: Deutschland, Niedersachsen, Landkreis Lüneburg, ehemaliger Breetzer Sandabbau, teilweise ruderale Brache mit viel Besenginster und Kiefernwald, 30 m, 20. August 2019, am Licht (leg., det. durch GU & fot: Frank Stühmer), conf. Erik van Nieukerken [Forum]


Raupe

1, verpuppungsbereit (5 mm): Deutschland, Niedersachsen, Hannover, 50 m, Kugelfangtrift (bodensaurer Magerrasen), leg. Rindenmine an Cytisus scoparius (Besenginster) 23. Februar 2021, Zuchtfoto 24. Februar 2021 (cult., det. & fot.: Tina Schulz) [Forum]
2-3, verpuppungsbereit (5 mm) [3 = ventral]: Deutschland, Niedersachsen, Hannover, 50 m, Kugelfangtrift (bodensaurer Magerrasen), leg. Rindenmine an Cytisus scoparius (Besenginster) 23. Februar 2021, Zuchtfotos 23. Februar 2021 (cult., det. & fot.: Tina Schulz) [Forum]


Fraßspuren und Befallsbild

1-6, Rindenminen an Cytisus scoparius (Besenginster): Deutschland, Niedersachsen, Hannover, 50 m, Kugelfangtrift (bodensaurer Magerrasen), 23. Februar 2021 (det. & Freilandfotos: Tina Schulz) [Forum]


Ei

1-2 & 3, die mit Kot gefüllten Eihüllen verbleiben am Zweig: Deutschland, Niedersachsen, Hannover, 50 m, Kugelfangtrift (bodensaurer Magerrasen), leg. Rindenminen an Cytisus scoparius (Besenginster) 23. Februar 2021, Zuchtfotos 24. Februar 2021 (cult., det. & fot.: Tina Schulz) [Forum]



Diagnose

Männchen

1-2: Daten siehe Etikett (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM, "Klimesch-Sammlung"


Mine

Das Ei wird auf den jungen Zweigen abgelegt, normalerweise im Bereich der letzten 15 cm vor der Spitze. Das Ei ist mit schwarzem Kot gefüllt, und verbleibt auch nach dem Verlassen der Mine durch die Raupe am Zweig.
Die Mine - ihr anfänglicher Verlauf ist nicht gewunden wie bei Leucoptera spartifoliella - verläuft in der Regel von oben nach unten über den Trieb. Der mehrere Zentimeter lange Kotgang färbt sich dunkel-braun bis schwarz, auch umfasst er häufig mehrere Seiten des Zweigs und ist daher leicht zu finden.
Die gelb-transparente, 5 Millimeter messende Raupe ist in ihrer Mine fast unsichtbar, da sie in tieferen Schichten frisst als Leucoptera spartifoliella. Sie verlässt ihre Mine in der Regel spätestens Ende Februar.

(Autoren: [Dieter Robrecht] und [Tina Schulz])


Erstbeschreibung

ZELLER (1839: 215) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Nahrung der Raupe

Die Raupe miniert in kaum sichtbaren Stängelminen an Besenginster (Cytisus scoparius = (Sarothamnus scoparius)) (Details siehe JOHANSSON et al. 1990).

(Autor: Erwin Rennwald)


Habitat

1-2: Deutschland, Baden-Württemberg, Scheibenberg, Gaggenau-Hörden, lichter Eichenwald mit Besenginster und Heidekraut, 230-240 m, 16. August 2016 (Foto: Tina Schulz)
3, bodensaurer Magerrasen: Deutschland, Niedersachsen, Hannover, 50 m, Kugelfangtrift, 23. Februar 2021 (Foto: Tina Schulz) [Forum]



Weitere Informationen

Andere Kombinationen


Faunistik

NIEUKERKEN et al. (2010) stellen die ihnen bekannt gewordenen überprüfbaren Daten zu den derzeit bekannten 13 Trifurcula-Arten in Deutschland zusammen. Alle werden dabei mit Farbaufnahmen von Belegtieren dokumentiert. Die Fundortkarten aus Deutschland zeigen auf, wie wenig wir über diese Gruppe Bescheid wissen - T. immundella ist allerdings aus fast allen Bundesländern nachgewiesen, also eine der häufigeren und auch gut zu findenden Arten. Die Autoren kommentieren selbst: „Gerade aus diesen Fundortkarten sind aber auch die „Weißen Flecken“ ersichtlich, die die faunistischen Wissenslücken der Gattung Trifurcula in Deutschland dokumentieren. Dies trifft ebenso auf die ganze Familie Nepticulidae zu, die immerhin mit ca.110 Arten in Deutschland vertreten ist. Innerhalb der Nepticulidae ist von den Arten der Gattung Trifurcula am wenigsten bekannt. Die Imagines sind oft einfarbig und untereinander ziemlich ähnlich. Die Raupen leben an niederen Pflanzen, und manche verursachen Minen oder sogar Gallen in Stängeln, die schwierig aufzufinden sind. Von einigen Arten sind die Raupen noch immer nicht bekannt.“

(Autor: Erwin Rennwald)


Literatur


Informationen auf anderen Websites (externe Links)


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Letzte Änderung am Februar 24, 2021 23:44 von Tina Schulz
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