Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Thymelicus Christi

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Hesperiidae (Dickkopffalter)
EU Thymelicus christi REBEL, 1894

1 & 2, zwei Individuen: Spanien, Kanarische Inseln, Teneriffa, Barranco de Masca, 250 m, 17. Mai 2011 (det. & Freilandfotos: Markus Welz) [Forum]
3-4 & 5, zwei Individuen: Spanien, Kanarische Inseln, Gran Canaria, Barranco Guayedra, 22. April 2018 (det. & Freilandfoto: Felix Riegel), conf. Erwin Rennwald [Forum]
6: Spanien, Kanarische Inseln, hinter Aguamansa, Barranco de la Barca, ca. 1250 m, 20. Juli 2018 (Foto: Martine Goerigk) [Forum]
7, 8: Spanien, Kanarische Inseln, Teneriffa, Anaga, am Wanderweg von Chamorga zum Faro de Anaga, 550 m, 26. März 2019 (Foto: Ingrid Langer) [Forum]



Diagnose

Erstbeschreibung

REBEL (1894: 41-42 + Taf. I fig. 2) [nach Copyright-freien Scans auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Habitat

1: Spanien, Kanarische Inseln, Teneriffa, Barranco de Masca, 17. Mai 2011 (Foto: Anja Friedrich)
2: Spanien, Kanarische Inseln, Teneriffa, Anaga, am Wanderweg von Chamorga zum Faro de Anaga, 550 m, 26. März 2019 (Foto: Ingrid Langer) [Forum]

Nach WIEMERS (1995) fliegt Thymelicus christi an grasbewachsenen Stellen in der Übergangszone vom Lorbeerwald zum Sukkulentengebüsch in einer Höhe von 200-1000 m.


Lebensweise des Falters

Der Falter fliegt in mehreren Generationen von März bis November.


Nahrung der Raupe

Über die Präimaginalstadien und die Lebensweise der Raupe dieser Art war lange gar nichts bekannt. KÖHLER (2014) kann erstmals über einen Raupenfund berichten (und Raupe und Exuvie auch im Farbfoto vorstellen); er schreibt: "In Vallehermoso an der Nordküste von La Gomera konnten am 1.II.2013 zwei Raupen versteckt in den Horsten eines Süßgrases (Gramineae) mittlerer Produktivität gefunden werden. Das Raupenhabitat fand sich an einem steinigen, steil zur Küste abfallenden Hang, ca. 50 m über dem Atlantik gelegen. Die Vegetation dort ist lückig und durchsetzt mit einzelnen sukkulenten Büschen, bestehend aus Kameldorn (Launaea arborescens) und Wolfsmilchgewächsen (Euphorbia aphylla u.a.). Wenn auch die Grasart nicht bestimmt werden konnte, so werden vermutlich auch andere horstig wachsende, breitblättrige Süßgräser als Wirtspflanze der Raupe von T. christi RBL. genutzt."
Wolfgang Wagner fand die Raupen auf La Gomera an Brachypodium arbusculum, s. http://www.pyrgus.de/Thymelicus_christi.html.



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

In der Erstbeschreibung von REBEL & ROGENHOFER (1894) ist zu lesen: „Einem besonderen Wunsche Herrn Professors Dr. Oscar Simony entsprechend, wurde diese interessante Localform nach Herrn Dr. H. Christ in Basel benannt.“


Taxonomie und Faunistik

Die Art ist auf die Kanarischen Inseln beschränkt, wo es keine andere Sippe dieser Gattung gibt. Von einigen Autoren - so z.B. von TOLMAN & LEWINGTON (1998) oder TSHIKOLOVETS (2011) - wird das Taxon als Unterart von T. acteon angesehen: Thymelicus acteon christi. Sonst meist als eigenständige Art akzeptiert.

(Autor: Erwin Rennwald)


Verbreitung

Ein Endemit der zentralen und westlichen Kanarischen Inseln Teneriffa, Gran Canaria, La Gomera, La Palma und Hierro.


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Hesperiidae (Dickkopffalter)
EU Thymelicus christi REBEL, 1894 non-d-ch-a

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Letzte Änderung am August 9, 2020 17:51 von Jürgen Rodeland
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