Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Scythris Laminella

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Scythrididae (Ziermotten)
EU M-EU 02134 Scythris laminella ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775)

1-2, ♂: Deutschland, Thüringen, Jena-Göschwitz, Langtal, ca. 330 m, 21. Juni 2011 (leg. & Fotos : Heidrun Melzer), gen. det. Christian Kaiser
3, ♀: Deutschland, Hessen, Liebenau, NSG Warmberg, 180 m, Tagfund am 17. Juni 2019 (leg., det. durch GU & Foto: Dieter Robrecht) [Forum]



Diagnose

Weibchen

1, ♀: Schweiz, Bern, Sonceboz-Sombeval, 1100 m, 10. Juli 2001, Tagfang (leg., det. & Foto: Rudolf Bryner)


Genitalien

Männchen

1, ♂: Deutschland, Hessen, Liebenau, NSG Warmberg, 180 m, Tagfund am 17. Juni 2019 (leg., det., GU & Mikrofoto: Dieter Robrecht) [Forum]


Weibchen

1, ♀: Deutschland, Hessen, Liebenau, NSG Warmberg, 180 m, Tagfund am 17. Juni 2019 (leg., det., GU & Mikrofoto: Dieter Robrecht) [Forum]



Biologie

Habitat

1, südexponierter Kalkschotterhang: Deutschland, Thüringen, Jena-Göschwitz, Langtal, ca. 330 m, 11. Juni 2011 (Foto: Heidrun Melzer)


Nahrung der Raupe

Die erste und zugleich sehr detaillierte Raupenbeschreibung stammt von FUCHS (1901: 350), der sich bei seiner Beschreibung des Synonyms Butalis schuetzei auf Mitteilungen von Schütze beruft: "Ueber die Beschaffenheit der Raupe und ihre Lebensweise giebt Herr Schütze folgende Auskunft: "[...] Die Raupen fand ich bis Anfang Juni auf einer sumpfigen Wiese in lockeren seidenen Röhren zwischen Moos, hauptsächlich Hypnum (Hylocomium) squarrosum, welches sie auch in der Gefangenschaft am liebsten nahm." SCHÜTZE (1931) greift seine Beobachtung drei Jahrzehnte später noch einmal auf: "Entdeckte ich auf einer feuchten Wiese im Moose, welches am Boden zwischen dem Grase wuchs, hauptsächlich Hylocomium squarrosum; sie lebt darin sehr verborgen in seidenen Röhren (Schütze)." Auch MEESS (1910: 439) führte unter "Scythris schützei" nur Hylocomium squarrosum an, unter S. laminella, S. succisae und S. disqueella gar nichts zur Raupe.
BENGTSSON (1997: 110-111) hatte formuliert: "As host both moss (Rhytidiadelphus squarrosus L.) and herbs (Hieracium pilosella L.) are mentioned". Tatsächlich findet sich bei SCHÜTZE (1931: 206) der Hinweis: "Nach Otto Hofmann an Hieracium pilosella unter einem leichten Gespinst an der Oberseite (Disqué)." Mir ist die zugehörige Publikation (so es sie gibt) nicht klar; ich halte es für gut möglich, dass das Habichtskraut zwar in das Gespinst einbezogen wurde, die Raupe aber tatsächlich nur an Moos fraß. Hier besteht jedenfalls noch erheblicher Klärungsbedarf. Bis zum Beweis des Gegenteils halte ich die Angabe zu Hieracium pilosella für hochgradig unsicher.

(Autor: Erwin Rennwald)



Weitere Informationen

Andere Kombinationen

Synonyme


Literatur


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Letzte Änderung am Juni 29, 2019 20:15 von Tina Schulz
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