Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

[Home] Vergleichsansichten: [doppelt] [dreifach] [mit Forum] [Kopfzeilen ausblenden] [Forum 1] [Forum 2] [Forum 3] [Forumsarchive] [Benutzerhinweise] [Bestimmungsliteratur] [Glossar] [Mitarbeit] [Impressum] [Datenschutzerklärung] [Inhalt]

Volltextsuche: [Tipps zur Verwendung der Suchfunktion]

Scythocentropus Inquinata

Bestimmungshilfe | LetzteAenderungen | Einstellungen

Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Noctuidae (Eulenfalter) / Xyleninae, Tribus Caradrinini, Subtribus Caradrinina
EU 09826 Scythocentropus inquinata (MABILLE, 1888)



Diagnose

Männchen

1-2, ♂: Daten siehe Etikett (coll. & Fotos: Egbert Friedrich)
3-5, ♂: Daten siehe Etikett (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM


Weibchen

1-2, ♀: Daten siehe Etikett (coll. & Fotos: Egbert Friedrich)
3-5, ♀: Daten siehe Etikett (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM


Erstbeschreibung

MABILLE in KÜNCKEL D'HERCULAIS (1888: XLIII) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Nahrung der Raupe

Noch unbekannt! Nach BECK (2019) führte Jochen Köhler eine erfolgreiche ex-ovo-Zucht auf Kunstfutter mit Eiern aus Marokko durch - keine der angebotenen Pflanzen wurde befressen, so dass auch über die Freiland-Nahrung nur spekuliert werden kann. Eine endophytische Lebensweise in Pflanzenstängeln wird vermutet.



Weitere Informationen

Andere Kombinationen

Synonyme


Taxonomie und Faunistik

Diese nordafrikanische Art wurde aus Gabès in Tunesien beschrieben, kommt aber auch regelmäßig in Marokko vor. Sie kommt auch auf den Kanaren vor (bisher 2 Falter auf Fuerteventura und 1 Falter auf Teneriffa) und wurde zudem (1 Exemplar) auf Malta nachgewiesen. Die Bodenständigkeit ist hier also fraglich.

Zu den Kanaren meldet KÖHLER (2014) einen Raupenfund mit anschließender Zucht bis zum Falter: "HACKER & SCHMITZ (1991) geben für den makaronesischen Archipel eine zusammenfassende Darstellung der von verschiedenen Entomologen publizierten Funde der Eulenfalter. Für S. inquinata (MABILLE) werden für diese Region insgesamt drei Nachweise genannt. Danach fand PINKER Anfang November 1970 ein ♂ bei La Mercedes auf Teneriffa, das er als neue Art beschrieb und dieser den Namen Scythocentropus mercedes PINKER, 1974 gab. PAAS fand zwei Falter in der Zeit vom 25.IX.-16.X.1983 auf Fuerteventura, Jandia, Bco Esquinzo. Der hier publizierte Erstnachweis für La Gomera ist somit erst der vierte Falter von S. inquinata (MABILLE), der auf den Kanarischen Inseln erfaßt wurde. Scythocentropus mercedes PINKER, 1974 von den Kanarischen Inseln ist nach Auffassung von de FREINA & BEHOUNEK (1996) „bestenfalls als kanarische Unterart der inquinatus zu revidieren“. Zur gleichen Auffassung gelangen HACKER & SCHMITZ (1991), indem sie ausführen: „Scythocentropus mercedes PINKER, 1974 wurde nach nur einem Männchen beschrieben und ist auf Teneriffa bisher nicht wiedergefunden. Das Taxon ist ein glattes Synonym zu Scythocentropus inquinata (MABILLE, 1888).“ Wie sich herausstellen sollte, konnte der gezogene Falter nicht genitalisiert werden - sein Hinterleib ging verloren. Erst Jahre später konnte durch Barcoding geklärt werden, dass das Tier in Wirklichkeit zu einer ganz anderen - damals aus Europa i.w.S. noch ganz unbekannten Art gehörte, zu Amyna axis. Die in jener Arbeit und bei BECK (2014) gezogenen taxonomischen Schlüsse sind damit obsolet.
BECK (2019) schließt aber aus der Kenntnis der zwischenzeitlich gezüchteten "echten" S. inquinata, dass deren bisherige Zuordnung zu den Caradrini oder Umgebung falsch ist, die Art hingegen zu den Apamaeini gehört - noch ist hier also nicht alles klar.

(Autor: Erwin Rennwald)


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Noctuidae (Eulenfalter) / Xyleninae, Tribus Caradrinini, Subtribus Caradrinina
EU 09826 Scythocentropus inquinata (MABILLE, 1888) diagnosebild-eu

Bestimmungshilfe | LetzteAenderungen | Einstellungen
Diese Seite ist schreibgeschützt | Zeige andere Versionen dieser Seite
Letzte Änderung am Mai 31, 2020 12:40 von Jürgen Rodeland
Suche: