Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Scrobipalpa Costella

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Gelechiidae (Palpenmotten)
EU M-EU 03592 Scrobipalpa costella (HUMPHREYS & WESTWOOD, 1845)

1: Großbritanien, London, Wimbledon, 19. Mai 2016 (fot. & det.: Vlad Proklov) [Forum]


Raupe

1-3: Belgien, Aalst, Raupe an Bittersüßem Nachtschatten (Solanum dulcamara ), 12. Mai [1-2] bzw. 29. Juni [3] 2017 (det. & Fotos Ruben Meert)


Befalls-Spuren

1-2: Belgien, Aalst, Befalls-Spuren an Bittersüßem Nachtschatten (Solanum dulcamara ), 12. Mai [1] bzw. 29. Juni [2] 2017 (det. & Fotos Ruben Meert)



Diagnose

1-2: Daten siehe Etikett (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM, "Klimesch-Sammlung"


Erstbeschreibung

HUMPHREYS & WESTWOOD: (1845: 192, pl. 107 fig. 15) [nach Copyright-freien Scans auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Nahrung der Raupe

SELIGER (2008) weist darauf hin, dass die Biologie der Art gut dokumentiert ist. Danach lebt die Raupe an Bittersüßem Nachtschatten (Solanum dulcamara): "Die Raupen leben minierend in den Blättern, bohren sich aber auch in den Stängel und Beeren der Pflanze ein. ... In den Niederlanden wurden überwinternde Raupen in den Stängeln der Futterpflanze gefunden." (Text: Erwin Rennwald)



Weitere Informationen

Andere Kombinationen

Synonyme


Taxonomie

Korrekturhinweis zum Artenpaar Scrobipalpa costella (HUMPHREYS & WESTWOOD 1854) und Scrobipalpa hyoscyamella (STAINTON 1869):

Dieses Artenpaar sind innerhalb der Gattung Scrobipalpa (und innerhalb der gesamten Familie Gelechiidae) durch eine einzigartige Flügelzeichnung unverkennbar. Die Unterscheidung der beiden Arten ist aber nur durch GU möglich. In „ELSNER, G. et al: Die Palpenmotten Mitteleuropas, Bratislava 1999“ wird der bis dahin einzige Fund aus den deutschsprachigen Ländern (Österreich, Steiermark, Rein, Mühlbachgraben, leg. H. HABELER 12. 10. 1988) als Scrobipalpa costella geführt. Nach einem Hinweis von Peter HUEMER handelt es sich bei diesem Tier aber um Scrobipalpa hyoscyamella. Das betrifft das (einzige) Bild des gespannten Falters als auch die zugehörige männliche Genital-Abbildung. Die Abbildung des weiblichen Genitals (Tier aus Dänemark, ohne Falterabbildung) zeigt dagegen die wirkliche Scrobipalpa costella.

In http://fauna.naturkundemuseum-berlin.de wurde dem bereits Rechnung getragen: Scrobipalpa hyoscyamella wird als in Österreich vorkommend, Scrobipalpa costella dagegen als in Österreich fehlend angegeben. (Text: Peter Buchner)


Verbreitung

Zur Verbreitung nach http://fauna.naturkundemuseum-berlin.de: Scrobipalpa costella zeigt ein ausgeprägt atlantisches Verbreitungsbild (Belgien, Niederlande, Dänemark, Großbritannien, Irland, Frankreich), bei Scrobipalpa hyoscyamella ist es uneinheitlicher, lässt aber die Bevorzugung trockener Lebensräume vermuten (Spanien, Frankreich, Österreich, Rumänien, Südrussland)

(Autor: Peter Buchner)

SELIGER (2008) meldet die Art als neu für Deutschland. Konkret listet er Funde vom Niederrhein auf: 2. September 2005 bei Grefrath (Kreis Viersen, MTB 4604), 4. Mai 2007 bei Wesel (MTB 4306) und 7. August 2007 bei Niederkrüchten (Kreis Viersen, MTB 4703). Um Verwechslung mit S. hyoscyamella auszuschließen wurde ein Genitalpräparat eines Weibchens angefertigt. Der Autor hält es für wahrscheinlich, dass das Niederrheingebiet erst jüngst besiedelt wurde, nachdem es auch in den Niederlanden zunehmend Funde im Binnenland gab. Da die Art in den Niederlanden und in Dänemark vorkommt, vermutet er, dass sie auch an der deutschen Nordseeküste vorkommen müsste - entsprechende Nachweise stehen aber noch aus.

(Autor: Erwin Rennwald)


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Gelechiidae (Palpenmotten)
EU M-EU 03592 Scrobipalpa costella (HUMPHREYS & WESTWOOD, 1845) art-mitteleuropa

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Letzte Änderung am September 20, 2017 23:05 von Buchner Peter
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