Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Schmetterlinge Und Ihr Lebensraeume

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Bestimmungshilfe / Bestimmungsliteratur / LEPIDOPTERA-ARBEITSGRUPPE [Hrsg.] (1987-2000)

SCHWEIZERISCHER BUND FÜR NATURSCHUTZ [Hrsg.] (1987): Tagfalter und ihre Lebensräume. Arten – Gefährdung – Schutz. – XI + 516 S.; Egg/ZH (Fotorotar AG).

PRO NATURA – SCHWEIZERISCHER BUND FÜR NATURSCHUTZ [Hrsg.] (1997): Schmetterlinge und ihre Lebensräume. Arten – Gefährdung – Schutz. Schweiz und angrenzende Gebiete. Band 2: Hesperiidae (Dickkopffalter), Psychidae (Sackträger), Heterogynidae (Federwidderchen), Zygaenidae (Rot- und Grünwidderchen), Syntomidae (Scheinwidderchen), Limacodidae (Schneckenspinner), Drepanidae (Sichelflügler), Thyatiridae (Wollrückenspinner), Sphingidae (Schwärmer). – XI + 679 S.; Egg/ZH (Fotorotar AG).

PRO NATURA – SCHWEIZERISCHER BUND FÜR NATURSCHUTZ [Hrsg.] (2000): Schmetterlinge und ihre Lebensräume. Arten – Gefährdung – Schutz. Schweiz und angrenzende Gebiete. Band 3: Hepialidae (Wurzelbohrer), Cossidae (Holzbohrer), Sesiidae (Glasflügler), Thyrididae (Fensterschwärmer), Lasiocampidae (Glucken), Lemoniidae (Wiesenspinner), Endromidae (Frühlingsspinner), Saturniidae (Pfauenspinner), Bombycidae (Seidenspinner), Notodontidae (Zahnspinner), Thaumetopoeidae (Prozessionsspinner), Dilobidae (Blaukopf-Eulenspinner), Lymantriidae (Trägspinner), Arctiidae (Bärenspinner). – XI + 914 S.; Egg/ZH (Fotorotar AG).

Besprechung von Erwin Rennwald

Wer in der Schweiz wohnt, sich für Schmetterlinge interessiert und dieses Werk nicht kennt, dem fehlt noch etwas sehr wesentliches ... Wer sonst wo im Umkreis von 300 km um die Alpen mit diesen Tieren arbeiten will, der sollte auf dieses Buch ebenfalls nicht verzichten.

Aus dem Vorwort zu Band 1: „... Den am Naturschutz interessierten Kreisen und mit Naturschutz beauftragten Behörden fehlte indessen ein Werk über Tagfalter, das die ökologischen Aspekte und die Kenntnis der entsprechenden Lebensräume vermittelt. Mit dem Ziel, diese Lücke zu schliessen, haben sich – erstmals in der Geschichte der Entomologie unseres Landes – Fach und Hobby-Lepidopterologen aus der ganzen deutschen Schweiz zu einer Arbeitsgruppe zusammengefunden. Viele Fotografen und Spezialisten der einzelnen Tagfaltergruppen haben sich vorgenommen, nicht einfach andere Bücher zu zitieren, sondern die ökologischen Ansprüche unserer Schmetterlinge neu zu überprüfen oder in mehreren Fällen überhaupt zum erstenmal zu untersuchen.

Die Fotos von Eiern, Raupen, Puppen (meist in der Zucht) und Faltern (lebende Tiere, wohl zumeist Freiland) sind einfach fantastisch schön – wer auf sie verzichtet, ist selbst schuld. Die ökologischen Angaben sind meist von hoher Qualität, bringen tatsächlich viel Neues – nur leider wird aus Sicht des Wissenschaftlers nicht so sauber zitiert wie bei Ebert & Rennwald, aber das tut dem Werk keinen Abbruch. Außer den guten, meist auch zur Bestimmung geeigneten Fotos und vielen textlichen Bestimmungshilfen (mit Zeichnungen von W. Ettmüller) sind am Ende jeden Bandes noch sehr gute Farbtafeln (gespannte Sammlungs-Falter mit exakten Daten) nach Zeichnungen von H. P. Wymann zu finden, die für die Bestimmung der Tiere ebenfalls von hohem Wert sind.

Band 1 beschäftigt sich mit den Tagfaltern ohne die Dickkopffalter. Er wurde 1987 gedruckt, musste schon im Folgejahr nachgedruckt werden, und 1994 war bereits die 4. Auflage nötig.

Band 2 umfasst die Dickkopffalter (aus meiner Sicht ist Peter Sondereggers Beitrag zu dieser Familie überhaupt das wertvollste, was diese Reihe aufzuweisen hat), sowie einige Familien der „Spinner und Schwärmer“ im klassischen Sinne (siehe Untertitel).

Band 3 umfasst dann die restlichen Familien der „Spinner und Schwärmer“. Die Bearbeitung der Spinner und Schwärmer war zunächst gar nicht vorgesehen, der große Erfolg des Tagfalter-Bandes zwang aber geradezu dazu, auch die Dickkopffalter darzustellen und mit den Spinnern und Schwärmern weiterzumachen; statt 16 Mitautoren gab es diesmal 37. Leider wird im Vorwort zu Band 3 nicht angekündigt, dass man auch diesmal weitermachen will. Die großen Artenzahlen der Noctuiden und Geometriden – gepaart mit der geringen Kenntnis der Ökologie der Arten – scheint leider abschreckend zu wirken.

Und noch etwas: während in Band 1 keine Verbreitungskarten gezeigt werden (da diese im getrennten Werk von Gonseth [Gonseth, Y. (1987): Verbreitungsatlas der Tagfalter der Schweiz (Rhopalocera) mit Roter Liste – Documenta faunistica Helveticae, Nr. 6] dargestellt wurden, sind in den Bänden 2 und 3 die Verbreitungskarten integriert.

Wegen ihrer guten Übersichtlichkeit sind die Bände durchaus auch für ernsthafte Einsteiger geeignet – nur eines kann man nicht: sie mit ins Gelände nehmen: der Rucksack würde angesichts der opulenten Bände viel zu schwer. Leider trotz der massiven Subventionen nicht ganz billig.


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Letzte Änderung am Dezember 22, 2013 11:46 von Jürgen Rodeland
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