Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Saturnia Pavoniella

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Saturniidae (Pfauenspinner)
EU M-EU 06794a Saturnia pavoniella (SCOPOLI, 1763) - Südliches Kleines Nachtpfauenauge, Ligurisches Nachtpfauenauge

Männchen

1-2, ♂: Österreich, Niederösterreich, Schwarzau/Stf., Ortsrand (Felder, Gärten, Raine; in 1 km Wald), 330 m, 23. und 25. April 2003 (Fotos: Peter Buchner), det. Peter Buchner
3-4, ♂: Frankreich, Var, Le Muy, Bois de Malvoisin (Le Muy - Bagnols), 78 m, Nachzucht aus Eiablage vom 21. April 2011, e.o. 21. April 2013 (cult., det. & fot.: Martin Albrecht) [Forum] die Bestimmung ist noch unsicher, siehe [Forum]
5-7, ♂: Italien, Südtirol, Vinschgau, nordwestlich Laas, Tannas, 1450 m, ♀ am 7. Mai 2016, Lichtfang, e.o. 17. März 2017 (leg., cult., det. & fot.: Egbert Friedrich) [Forum]


Weibchen

1, ♀: Österreich, Niederösterreich, 2 km N Loipersbach, Halbtrockenrasen, Hecken, 24. April 2003 (Foto: Peter Buchner), det. Peter Buchner
2-3, ♀: Österreich, Niederösterreich, Schwarzau/Stf., Ortsrand (Felder, Gärten, Raine; in 1 km Wald), 330 m, 20. April 2003 (Fotos: Peter Buchner), det. Peter Buchner
4, ♀: Österreich, Osttirol, Lavant, 650 m, ex larva Zucht 1989 (Zuchtfoto: Helmut Deutsch), leg., cult. & det. Helmut Deutsch
5-6, ♀: Frankreich, Var (83), Le Muy, Bois de Malvoisin (Le Muy - Bagnols), 78 m, 21. April 2011 (det. & fot.: Heiner Ziegler) [Forum]
7, ♀: Italien, Südtirol, Vinschgau, nordwestlich Laas, Tannas, 1450 m, 7. Mai 2016, Lichtfang (leg., det. & fot.: Egbert Friedrich) [Forum]
8, ♀: Italien, Südtirol, Bozen, St.Magdalena, 400 m, Falterschlupf 21.März 2018 nach fast 2 Jahren im Kokon (leg., cult., det. & fot.: Werner Pichler) [Forum]


Kopula

1: Österreich, Niederösterreich, Schwarzau/Stf., Ortsrand (Felder, Gärten, Raine; in 1 km Wald), 330 m, 23. April 2003 (Foto: Peter Buchner), det. Peter Buchner


Raupe

1-2, L5: Österreich, Niederösterreich, Schwarzau/Stf., Ortsrand (Felder, Gärten, Raine; in 1 km Wald), 330 m, 30. Juni und 7. Juli 2002 (Fotos: Peter Buchner), det. Peter Buchner
3: Slowenien, Primorska, Podgorje, 400 m, 18. Mai 2012, Tagfund (det. & Freilandfoto: Eva Benedikt) [Forum]
4: Italien, Friaul, Vivaro, Magredi, 150 m, 20. Mai 2012, Tagfund (det. & Freilandfoto: Eva Benedikt) [Forum]
5, L3: Österreich, Niederösterreich, Schwarzau/Stf., Ortsrand (Felder, Gärten, Raine; in 1 km Wald), 330 m, 25. Juni 2002 (Foto: Peter Buchner), det. Peter Buchner
6, Jungraupe in Häutungsruhe: Griechenland, Nordflanke des Olympus, etwa 600 m, 31. Mai 2010 (Freilandfoto: Klaus Wagner), det. Wolfgang Nässig [Forum]
7: Frankreich, Ardèche, Aubenas, Vallée de la Louvre, ca. 300 m, 21. Mai 2001 (det. & fot.: Martin Albrecht) [Forum] die Bestimmung ist noch unsicher, siehe [Forum]
8-9: Österreich, Burgenland, Neusiedlersee, Breitenbrunn, Thenauriegel, 200 m, 26. Mai 2013, Tagfund (det. & Fotos: Martin Semisch) [Forum]
10: Rumänien, Kreis Hunedoara, Friedhof an der Kirche von Gurasada, 6. Juni 2016, Tagfund (Freilandfoto: Helmut Haas), det. Thomas Fähnrich, conf. Wolfgang A. Nässig [Forum]
11-29: Italien, Südtirol, Vinschgau, nordwestlich Laas, Tannas, 1450 m, ♀ am 7. Mai 2016, Lichtfang, e.o. Zucht (leg., cult., det. & fot.: Egbert Friedrich) [Forum]
11-13: 6. Juni 2016
14-16: 12. Juni 2016
17-19: 15. Juni 2016
20-23: 18. Juni 2016
24-29: 24. Juni 2016

[Hinweis von Wolfgang A. Nässig zu den Raupenstadien]


Puppe

1-2, Kokon: Italien, Südtirol, Vinschgau, nordwestlich Laas, Tannas, 1450 m, ♀ am 7. Mai 2016, Lichtfang, Fotos am 7. Juli 2016 (leg., cult., det. & fot.: Egbert Friedrich) [Forum]


Ei

1: Slowakei, Cerová Vrchovina, Chrámec, 25. April 2014 (det. & fot.: Roland Štefanovič) [Forum]
2: Italien, Südtirol, Bozen, St.Magdalena, 400 m, an Rubus spec., Eiablage wahrscheinlich von gezüchtetem ♀, 22.März 2018 (leg., cult., det. & fot.: Werner Pichler) [Forum]



Diagnose

1-2 und 3-4, zwei ♂♂: Daten siehe Etikett (coll. & Fotos: Egbert Friedrich)

1-2 und 3-4, zwei ♀♀: Daten siehe Etikett (coll. & Fotos: Egbert Friedrich)
5, ♀: Kroatien, Istrien, Umgebung Pula, Zuchtfalter aus den 1970er Jahren (Foto: Wofgang A. Nässig)

Männchen (l.), Weibchen (r.)


Genitalien


Erstbeschreibung

SCOPOLI (1763: 191) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Habitat

1: Frankreich, Var (83), Le Muy, Bois de Malvoisin (Le Muy - Bagnols), 78 m, 21. April 2011 (Foto: Heiner Ziegler) [Forum]
2: Frankreich, Ardèche, Aubenas, Vallée de la Louvre, ca. 300 m, 21. Mai 2001 (Foto: Martin Albrecht) [Forum]
3: Österreich, Burgenland, Neusiedlersee, Breitenbrunn, Thenauriegel, 200 m, 26. Mai 2013 (Foto: Martin Semisch) [Forum]
4: Slowakei, Cerová Vrchovina, Chrámec, 25. April 2014 (fot.: Roland Štefanovič) [Forum]


Parasitoide

1-3, Raupenfliege Masicera pavoniae: Österreich, Niederösterreich, nahe Stiefern, 250 m, Saturnia pavoniella Raupe gefunden am 11. Juni 2015, Fliegenpuppen 14. April 2016, Fliege am 1. Mai 2016 aus der mit abgebildeten Puppenhülle (Fotos: Wolfgang Langer), det. Hans-Peter Tschorsnig [Forum]



Weitere Informationen

Andere Kombinationen

Synonyme


Taxonomie und Nomenklatur

Nach HUEMER & NÄSSIG (2003) sind Saturnia pavonia (LINNAEUS, 1758) und Saturnia pavoniella (SCOPOLI, 1763) zwei verschiedene Arten. — W. NÄSSIG [Forumsbeitrag von 30. April 2013] weist auf weitere taxonomische Probleme hin und erwähnt eine dritte Art; eine Publikation hierzu sei noch nicht ganz druckreif. Tiere aus Italien oder Südfrankreich werden aktuell unter dem Arbeitsnamen "Saturnia meridionalis CALBERLA, 1887" geführt; offene Fragen gibt es hier aber genug. Nach der Bestätigung des Artstatus südostspanischer Tiere als Saturnia josephinae bleibt insbesondere auch die Frage nach der Artzugehörigkeit der anderen spanischen Saturnia-Populationen aus dem Umkreis des Kleinen Nachtpfauenauges zu klären.

Auch HOHL & RENNER (2008) stützen die Trennung von Saturnia pavonia und dem hier besprochenen Taxon, sie verwenden aber weiterhin den Namen "S. ligurica und schreiben dazu: "Für uns unverständlich wird von HUEMER & NÄSSIG (2003) der Name ligurica WEISMANN, 1876 eingezogen und durch den älteren Namen pavoniella SCOPULI [sic!], 1763 ersetzt. Nach den Prioritätsregeln ist das natürlich legitim, nicht jedoch im Sinne der Stabilität, denn nach den gültigen Nomenklaturregeln ist es nicht zwingend erforderlich, einen jüngeren Namen durch einen ausgegrabenen, älteren Namen zu ersetzen sofern er über viele Jahrzehnte keine Anwendung fand und sofern der jüngere Name gebräuchlich ist und viele Literaturstellen mit diesem Namen bereits existieren. Wir haben uns daher entschlossen, in unserer Publikation den eingeführten und gebräuchlichen Namen Saturnia ligurica WEISMANN, 1876 zu verwenden. Wir werden diesen Fall zur Klärung auch an die Internationale Kommission für Nomenklaturregeln nach London mit einer Eingabe weiterleiten. Selbstverständlich betrachten wir das Taxon ligurica WEISMANN nicht als Subspezies zu S. pavonia (L), sondern als eigene Art." Ob es tatsächlich zur Anfrage bei der Kommission kam, ist mir nicht bekannt - allzu sehr verwendet wurde der Name "Saturnia ligurica" in der Vergangenheit aber auch nicht, als dass es hier wichtige Gründe für eine Beibehaltung des Namens gäbe.

(Autor: Erwin Rennwald)

[Neue Erkenntnisse zum Artenkomplex von Saturnia pavonia von Wolfgang A. Nässig im Forum]


Faunistik

Nach HUEMER & NÄSSIG (2003) kommt die Art in Deutschland, der Schweiz und auch in Österreich vor. Die Nachweise aus Deutschland stammen aus Bayern (Naturräume "Schichtstufenland" und "Tertiär-Hügelland und voralpine Schotterplatten"); nachdem dort nach 1980 keine Wiederfunde mehr gelangen, wurde die Art für Deutschland als "ausgestorben oder verschollen" eingestuft (RENNWALD et al. 2012). GAEDIKE et al. (2017) kommen zu einem anderen Schluss, nämlich dem, dass es keinen Beleg für autochthone Populationen der Art in Bayern bzw. Deutschland gab oder gibt. Wahrscheinlich haben sie Recht. Ich lasse das D-Fähnchen hier aber vorläufig stehen, weil es einfach zu viele Nachweise gab.

HUEMER (2013) ergänzt zu Österreich: "Die Art ist außer im äußersten Westen Österreichs (Vorarlberg) aus allen Bundesländern nachgewiesen, hat aber eine eher südliche Verbreitung."

Die Art ist südosteuropäisch verbreitet. Angaben aus Italien oder Südfrankreich betreffen wahrscheinlich eine andere Art.

(Autor: Erwin Rennwald)


Literatur

[Ausführlicher Artikel zu S. pavonia & S. pavoniella]

[Aufruf zur Mitarbeit von Wolfgang A. Nässig]


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Letzte Änderung am April 4, 2018 9:23 von Benjamin Morawietz
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