Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Pyrgus Serratulae

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Hesperiidae (Dickkopffalter)
EU M-EU 06906 Pyrgus serratulae (RAMBUR, 1839) - Schwarzbrauner Würfel-Dickkopffalter

1, ♀: Schweiz, Wallis, Chandolin, 1380 m, Juni 1993, leg. Peter Sonderegger (Foto: Rudolf Bryner), det. Rudolf Bryner
2-3, ♀: Schweiz, Samnaun, Anfang Juni 2005 (Fotos: Siegfried Rudolf), det. Markus Schwibinger, conf. Ernst Brockmann [Forum]
4-5, ♀: Schweiz, Uri, Klausenpass-Strasse, 1600 m, 21. August 2008 (Freilandfotos: Pia Rindlisbacher), det. Ernst Brockmann [Forum]
6-7: Schweiz, Unterengadin, Ardez, 1600 m, 20. Mai 2009 (Fotos: Thomas Kissling), det. Thomas Kissling, conf. Ernst Brockmann [Forum]
8-9, ♂ Deutschland, Thüringen, Großer Kalmberg Nähe Döllstedt, 10. Juni 2010 (Freilandfotos: Jens Philipp), det. Jens Philipp
10-11: Deutschland, Bayern, Mangfallgebirge, am Wanderweg vom Soinsee zum Rotwandgipfel, 1550 m, kleines Hangquellmoor, 9. August 2012 (Fotos: Wolfgang Langer), det. Peter Ginzinger [Forum]
12: Deutschland, Baden-Württemberg, Ostalb, Wachholderheide, 620 m, 18. Mai 2014 (det. & fot.: Rolf Prosi) [Forum]
13-14: Italien, Südtirol, Saltaus, Gebiet oberhalb Hirzer Hütte, ca. 2030 m, 6. August 2014 (det.: & Freilandfotos: Jens Philipp), conf. Ernst Brockmann [Forum]


Raupe

1: Deutschland, Baden-Württemberg, Mehrstetten, Schandental, 16. April 2003 (Freilandaufnahme, manipuliert: Erwin Rennwald), det. Erwin Rennwald [Forum]



Diagnose

Erstbeschreibung

RAMBUR (1839: pl. 8, fig. 9 und m) [Reproduktionen aus Exemplar im Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe: Jürgen Rodeland]

1842 hierzu nachgereichter Text

RAMBUR (1842: 318-319) [Reproduktionen aus Exemplar im Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe: Jürgen Rodeland]



Biologie

Habitat

1: Deutschland, Baden-Württemberg, Mehrstetten, Schandental, Larvalhabitat nach der Raupenüberwinterung: "Erwachsene Pyrgus serratulae-Raupen sucht man Ende März bis Mitte April unter Polstern von Frühlings- und Rötlichem Fingerkraut (Potentilla neumanniana, P. heptaphylla). Geeignete Stellen der Schwäbischen Alb sind sehr flachgründige, aber doch (z. T. mit Moosen) eher dicht bewachsene Schafweiden über warmem Kalkschotter." 16. April 2003 (Foto: Erwin Rennwald) [Forum]
2-3: Deutschland, Rheinland-Pfalz, Lkr. Kusel, Schneeweiderhof, 500 m, Trockenrasen über Diorit mit großen Beständen von Wundklee (A. vulneraria) und Fingerkraut (P. reptans, P. tabernaemontani), 23. Juni 2010 (Fotos: Rainer Pohlers). Hier konnte die Art erstmals seit 1975 wieder nachgewiesen werden. [Forum]


Raupennahrungspflanze

1, Rötliches Fingerkraut (Potentilla heptaphylla): Deutschland, Baden-Württemberg, Mehrstetten, Schandental: "Die etwas kräftigere Pflanze des schon blühenden Rötlichen Fingerkrauts (Potentilla heptaphylla) verrät es erst auf den zweiten Blick: Die Blätter im Vordergrund rechts liegen etwas zu eng aneinander und etwas zu sehr am Boden - mit ein paar Fäden von der gänzlich versteckt lebenden Raupe zusammengehalten", 16. April 2003 (Freilandaufnahme: Erwin Rennwald), det. Erwin Rennwald [Forum]


Nahrung der Raupe

Wolfang Wagner informiert auf seiner Artseite auf pyrgus.de [Artseite auf pyrgus.de, dort auch Ei- Raupen- und Puppenbilder]: "Raupennahrungspflanzen: Die Raupen leben an Potentilla verna (=tabernaemontani), Potentilla heptaphylla, P. recta und in den Alpen auch Potentilla aurea. Weitere Potentilla-Arten bzw. nahe verwandte Rosaceen sind durchaus möglich.
Am 07.07.2007 beobachtete ich am Umbrailpass, wo die Art sehr häufig war, die Eiablage an Potentilla aurea, Sibbaldia procumbens und sowohl Geum montanum als auch Geum reptans! Hierdurch kann die Art als an krautigen Rosaceen oligophag charakterisiert werden."
Eine Nutzung von Helianthemum nummularium (Gewöhnliches Sonnenröschen) scheint ein Ausnahmefall zu sein.

Es ist natürlich möglich, dass nicht alle Eiablagepflanzen auch als Raupennahrung geeignet sind, doch gibt es hier dafür keinen Anhaltspunkt.

(Autor: Erwin Rennwald)



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

serratula die Scharte.“
SPULER 1 (1908: 76R)

Wie bei den meisten Pyrgus-Arten hat die im Artnamen genannte Pflanzengattung nichts mit der Nahrung der Raupe zu tun.


Andere Kombinationen


Bibliographisches zur Erstbeschreibung

Siehe bei Carcharodus baeticus.


Literatur


Informationen auf anderen Websites (externe Links)


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Letzte Änderung am September 26, 2016 23:32 von Erwin Rennwald
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