Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

[Home] Vergleichsansichten: [doppelt] [dreifach] [mit Forum] [Kopfzeilen ausblenden] [Forum 1] [Forum 2] [Forumsarchiv] [Benutzerhinweise] [Bestimmungsliteratur] [Glossar] [Mitarbeit] [Impressum] [Datenschutzerklärung] [Inhalt]

Volltextsuche: [Tipps zur Verwendung der Suchfunktion]

Pyrausta Porphyralis

Bestimmungshilfe | LetzteAenderungen | Einstellungen

Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Crambidae (Zünsler)
EU M-EU 06603 Pyrausta porphyralis ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) - Porphyr-Purpurzünsler

1: Deutschland, Brandenburg, Hennigsdorf bei Berlin, Halbtrockenrasen am Waldrand, 30. Juli 2008 (Freilandfoto: Martin Semisch), det. Helmut Kolbeck [Forum]
2: Deutschland, Brandenburg, Hennigsdorf bei Berlin, Halbtrockenrasen am Waldrand, 3. August 2008 (Freilandfoto: Martin Semisch), conf. Helmut Kolbeck [Forum]
3-4: Deutschland, Brandenburg, Hennigsdorf bei Berlin, Waldweg, Halbtrockenrasen, 52°38'46.40"N 13°13'38.31"E, 27/26. April 2009 (Freilandfotos: Martin Semisch), det. Martin Semisch [Forum]
5: Deutschland, Brandenburg, Hennigsdorf bei Berlin, Waldweg, Halbtrockenrasen, 27. April 2011 (det. & Freilandfoto: Martin Semisch) [Forum]
6-7: Deutschland, Brandenburg, 15754 Heidesee, OT Dolgenbrodt, ca. 40 m, Tagfund an Mischwald, 1. Mai 2010 (det. & fot.: Heinz Simon), conf. Michel Kettner [Forum]
8: Deutschland, Sachsen, Oberlausitz, Neustädter Heide, ehemaliger Truppenübungsplatz, 127 m, Tagfang, 9. Mai 2012 (leg., det. & Foto: Friedmar Graf) [Forum]
9: Schweiz, Wallis, Zermatt, zwischen Riffel-Berg und Riffel-Alp, ca. 2300 m, Tagfund (Freilandfoto: Ernst Gubler), det. Peter Schmidt [Forum]
10: Österreich, Osttirol, Hochstein, 2000 m, 23. August 2017 (det. & fot.: Franz Mach), conf. Peter Schmidt [Forum]



Diagnose

1-2: Deutschland, Sachsen, Oberlausitz, Lohsa, OT Dreiweibern, 128 m, Lichtfang, 2. August 1997 (leg., det. & Fotos: Friedmar Graf) [Forum]
3: Deutschland, Sachsen, Knappenrode, Heidelandschaft, 115 m, Raupe an Helichrysum arenarium ,e.l. 17. Juli 1983 (Foto: Friedmar Graf), leg., cult. det. & col.: Hans Leutsch [Forum]



Biologie

Pyrausta porphyralis fliegt in zwei Generationen. Die ersten Falter kann man oft Ende April/Anfang Mai an blühenden Salix-repens-Kätzchen sehen. Die zweite Generation ist weniger zu sehen. [Friedmar Graf]


Habitat

1: Deutschland, Brandenburg, Hennigsdorf bei Berlin, Waldweg, Halbtrockenrasen, 52°38'46.40"N 13°13'38.31"E, 27. April 2009 (Foto: Martin Semisch) [Forum]


Nahrung der Raupe

Bei SCHÜTZE (1931) ist - unter der Überschrift Helichrysum - zu lesen: "Fand ich, oft mehrere an einer Pflanze, zwischen den Wurzelblättern, sie ist denen von P. aurata und P. purpuralis höchst ähnlich (Disqué), in einem bauchig versponnenen Blatt oder zwischen den Blüten von Origanum (Koch). Verwandlung in der Wohnung, die zweite Generation nach der Überwinterung (Sorhagen)." Bei Origanum wird die Art dann nicht mehr erwähnt.
Bei SLAMKA (2013) ist hingegen zu lesen: "Larva lives 5-6 and 8-9 amongst spun leaves of flowers of Origanum vulgare, Mentha aquatica, also, allegedly Helichrysum arenarium. Pupates in spun leaves."
Die Art wurde aus der "Wienergegend" beschrieben, wo Helichrysum arenarium ja tatsächlich vorkommt. Der Angabe zu dieser Pflanze könnte allerdings eine Verwechslung zu Grunde liegen (mit Pyrausta aerealis ?). In der Sammlung Hans Leusch befindet sich ein Zuchtfalter aus Sachsen, der die Sandstrohblume als Nahrungspflanze der Raupe dokumentiert. Im Fundgebiet an der Oberlausitz kommen Mentha aquatica (Wasser-Minze) und Origanum vulgare (Dost) nur sporadisch und selten vor. Helichrysum arenarium (Sand-Strohblume) ist dagegen in weiten Teilen eine allgemeine und nicht seltene Erscheinung [Friedmar Graf im Forum]
Raupen-Abbildungen sind kaum zu finden. Eine Ausnahme stellt die Seite von Krzysztof Jonko [Motyle Europy] dar, auf dem Raupen- und Puppenfotos von Jaros³aw Buszko aus Polen gezeigt werden; die Pflanze ist auf jenen Bildern nicht zu erkennen, aber als Raupennahrungspflanzen werden Origanum und Mentha aquatica aufgelistet.
Die Angaben zum Lebensraum der Art sind sehr unterschiedlich. SLAMKA (2013) erläutert: "Fresh to wet bushy Habitats, in Denmark the species inhabits very dry places, often heathland". Letzteres gilt auch für die oben gezeigten Bilder aus dem Nordosten Deutschlands, wo dann nicht die im nassen stehende Wasserminze, sondern der Dost als Nahrungspflanze in Frage kommt (- oder eben doch die Sand-Strohblume ?). Gleiches gilt für den Südwesten Deutschlands, wo schon RÖSSLER (1866) feststellte: "[...] traf ich nur bei Mombach auf freien mit Thymus und Stachys recta bewachsenen Stellen Mitte Juli. Münze, die als Nahrung angegeben wird, wächst dort nicht."

(Autor: Erwin Rennwald)



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

„porphyreus porphyrfarben.“
SPULER 2 (1910: 236L)


Andere Kombinationen


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Crambidae (Zünsler)
EU M-EU 06603 Pyrausta porphyralis ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) - Porphyr-Purpurzünsler art-mitteleuropa

Bestimmungshilfe | LetzteAenderungen | Einstellungen
Diese Seite ist schreibgeschützt | Zeige andere Versionen dieser Seite
Letzte Änderung am April 6, 2018 20:33 von Annette Von Scholley-Pfab
Suche: