Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Polyommatus Humedasae

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Lycaenidae (Bläulinge)
EU 07181 Polyommatus humedasae (TOSO & BALLETTO, 1976)

Männchen

1-6, ein ♂: Italien, Aostatal, 1200-1300 m, 12. August 2013 (det. & Freilandfotos: Markus Dumke) [Forum]


Weibchen

1-3, ♀: Italien, Aostatal, 1200-1300 m, 12. August 2013 (det. & Freilandfotos: Markus Dumke) [Forum]
4-5, anderes ♀: Funddaten wie Bild 1-3 (Freilandfotos: Markus Dumke) [Forum]


Geschlecht nicht bestimmt

1: Italien, Cognetal 1400 m, Juli 1989 (Foto: Armin Hemmersbach), det. Armin Hemmersbach [Forum]


Kopula und Balz

1 & 2, zweimal Kopula: Italien, Aostatal, 1200-1300 m, 12. August 2013 (det. & Freilandfotos: Markus Dumke) [Forum]
3, 4, 5 und 6-7, viermal Balz: Funddaten wie Bild 1-2 (Freilandfotos: Markus Dumke) [Forum]


Eiablage

1-4, ♀ bei Eiablage an Esparsette: Italien, Aostatal, 1200-1300 m, 12. August 2013 (det. & Freilandfotos: Markus Dumke) [Forum]


Ei

1, frisch an Esparsette abgelegt: Italien, Aostatal, 1200-1300 m, 12. August 2013 (det. & Freilandfotos: Markus Dumke) [Forum]



Diagnose

Männchen und Weibchen sind beide oberseits braun gefärbt, lassen sich jedoch gut unterscheiden, da die Männchen unterseits heller gefärbt und nach meinem Eindruck auch etwas größer sind. (Markus Dumke)



Biologie

Lebensraum und Lebensweise

P. humedasae kommt nur an drei verschiedenen Stellen im Aostatal und dessen Seitentälern vor, auf einer Fläche von weniger als 5 km², die von höchstens fünf Populationen besiedelt wird. Da die Bestände abnehmen, das Gesamtareal sehr klein und die Ausbreitungsmöglichkeiten sehr beschränkt sind, gilt die Art als stark gefährdet. Gefährdungsursachen sind vor allem das Eindringen von Büschen und Bäumen im Habitat, eventuell hat auch das Sammeln von Faltern schädigenden Einfluss.

Der Bläuling besiedelt Höhenlagen von 800 bis 1600 Metern. Lebensraum sind warme, trockene und grasreiche Hänge mit vereinzelten Gebüschen. Flugzeit: Juli bis August.

1-3: Italien, Aostatal, 1200-1300 m, 12. August 2013 (Fotos: Markus Dumke) [Forum]

Die Weibchen legen die Eier einzeln an der Raupennahrungspflanze Esparsette (Onobrychis montana und Onobrychis viciifolia) ab. Die Jungraupen überwintern und werden im Frühjahr von Ameisen aufgesucht. Inwiefern eine Nahrungskonkurrenz zu P. damon besteht, der zur gleichen Zeit fliegt und dessen Raupen auch an Esparsette leben, ist unklar.

Als Nektarpflanzen dienen nach eigenen Beobachtungen vor allem Sempervivum tectorum und Carlina vulgaris, aber auch Medicago sativa.

Begleitarten sind Polyommatus damon, Polyommatus escheri, Hyponephele lycaon, Parnassius apollo, Melitaea didyma, Satyrus ferula ...

Die Weibchen erschienen mir ein wenig flugträger als die Männchen.

(Autor: Markus Dumke) [Forum]



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

TOSO & BALLETTO (1976: 129): «La specie è dedicata alla Sig.na Jacinta Humedas di Barcellona, che è stata di grande aiuto nello svolgimento delle richerche.»


Andere Kombinationen


Taxonomie

VILA et al. (2010) bestätigen ausdrücklich den Artstatus dieser Art mit dem räumlich so eingeschränkten Verbreitungsgebiet.


Verbreitung

Typenfundort ist das Cognetal. Auch die Gesamtverbreitung der Art ist auf das Aosta- und Cognetal im NW Italiens beschränkt.


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Lycaenidae (Bläulinge)
EU 07181 Polyommatus humedasae (TOSO & BALLETTO, 1976) non-d-ch-a

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Letzte Änderung am Februar 4, 2018 23:39 von Jürgen Rodeland
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