Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Polygonia Egea

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Nymphalidae (Edelfalter)
EU M-EU 07253 Polygonia egea (CRAMER, 1775) - Südlicher C-Falter

1: 16. August 2000
2-3: Kroatien, Pag, 7. August 2000 (Fotos 1-3: Markus Schwibinger), det. Markus Schwibinger
4: Griechenland, Epirus, Tymphi-Gebirge, Mikro Papigo, 1200 m, 31. Juli 2007 (Freilandfoto: Christian Papé), det. Christian Papé
5: Italien, Apulien, Alberobello, 14. Juli 2008 (Foto: Michael Nöbauer), det. Michael Nöbauer
6, mit Kirinia roxelana: Griechenland, Messenien, Exochori, 470 m, 9. Juni 2009 (Freilandfoto: Bernhard Jost), det. Bernhard Jost [Forum]
7: Armenien, Provinz Vayots Dzor, Arpa-Klamm, 2 km westlich von Arpi, (39.735117, 45.238112); nach Süden gerichtete xerotherme Felshänge, in der Talsohle, 1000 m, 27. Mai 2009 (Freilandaufnahme: Christian Papé), det. Christian Papé [Forum]
8: Armenien, Syunik, Meghri, 30. Mai 2010 (det. und fot.: Bernhard Jost) [Forum]
9-10, f. i-album: Italien, Venedig, 22. März 2012 (Freilandfoto: Ursula Beutler), det. Ursula Beutler und Jürgen Hensle [Forum]
11: Griechenland, Peloponnes, Achaia, Vouraikos-Schlucht, Umgebung Zachlorou, etwa 600 m, 9. Juni 2012 (det. & fot.: Markus Dumke) [Forum]
12: Griechenland, Korfu, Achavari, ca. 230 m, 28. Mai 2013 (det. & fot.: Peter Ginzinger) [Forum]
13-14: Griechenland, Korfu, Achavari, ca. 90 m, 29. Mai 2013 (det. & fot.: Peter Ginzinger) [Forum]


Raupe

1: Italien, Lazio, Ceccano, 18. Juli 2007 (Aufnahme: Raniero Panfili), det. Raniero Panfili
2: Kroatien, Insel Rab, an Glaskraut (Parietaria spec.) aus den Mauern der Altstadt, 31. August 2015 (det. & fot.: Frank Nowotne) [Forum]



Diagnose

Falter

Polygonia egea kann in Europa nur mit dem "gewöhnlichen" C-Falter (Polygonia c-album) verwechselt werden. P. egea hat jedoch eine etwas hellere Grundfarbe und einen viel geringeren Anteil dunkler Zeichnung auf der Flügeloberseite.
Die Sommerform von P. egea heißt f. egea und trägt eine deutlich hellere Grundfarbe auf der Flügelober- und vor allem der Unterseite. Die dunkle überwinternde Form trägt den Namen f. i-album.


Ähnliche Art


Erstbeschreibung

CRAMER (1775: 124, pl. LXXVIII figs. C-D) [nach Copyright-freien Scans auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Lebensraum und Lebensweise

P. egea fliegt ganz überwiegend dort, wo die Nahrungspflanze seiner Raupe, verschiedene Glaskraut-Arten (Parietaria-spp) wachsen. Seine ursprüngliche Heimat dürften demnach trockene Felslandschaften gewesen sein. Das Glaskraut ist jedoch ein Kulturfolger - und P. egea demnach auch. Mit dieser Pflanze kommt sie heute dort vor, wo sich alte Terassenmauern oder verfallene Gebäude finden. Selbst inmitten von Großstädten kann man sie antreffen, wenn dort leerstehende Gebäude nicht mehr saniert werden und das Glaskraut bald aus allen Ritzen sprießt.
Oberhalb von etwa 1700 m kommen Pflanze und Falter in Europa kaum mehr vor, in Asien werden jedoch noch weit größere Höhen besiedelt. Vereinzelt kann man im Hochsommer aus der Sommerhitze tieferer Lagen abgewanderte Falter aber auch in Europa noch in beträchtlich größeren Höhen antreffen. Bis in welche Höhen der Falter auch überwintert, ist jedoch noch unbekannt.
Ebensowenig ist bekannt, ob die Raupe wenigstens gebietsweise außer dem Glaskraut noch andere Pflanzen, wie die nahe verwandten Brennessel-Arten (Urtica-spp.) annimmt.
P. egea fliegt in tieferen Lagen in drei Generationen, wobei die dritte Generation, die im September/Oktober schlüpft, nur sehr kurz fliegt und sich alsbald in ein Überwinterungsquartier zurückzieht. Nach der Überwinterung kann man den Falter dann erneut von Ende Februar an bis in den April hinein, in höheren Lagen auch noch bis Anfang Mai beobachten. Im Mai/Juni schlüpfen dann die Falter der 1. Generation. Diese, wie auch die 2., sind ganz ähnlich wie die Sommertiere "unseres" C-Falters (P. c-album), deutlich heller gefärbt als die Überwinterer. Ob wie bei diesem, auch bei P. egea bereits ein Teil der Vertreter der 2. Generation in der dunklen Form schlüpfen und überwintern, ist ebenfalls nicht bekannt.

(Autor: Jürgen Hensle)


Raupennahrungspflanze

1-2, Glaskraut, Parietaria sp.: Griechenland, Samos, Pedrose, 6. April 2010 (Freilandfotos: Heiner Ziegler), det. Heiner Ziegler [Forum]



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

„von Aegaea in Griechenland.“
SPULER 1 (1908: 19R)


Verbreitung

P. egea ist vom Mittelmeerraum über die Krim und den Kaukasus bis Afghanistan verbreitet. Im Mittelmeerraum kommt er von den Küstengebieten Südostfrankreichs, über Korsika, Italien, Dalmatien und Bulgarien bis Griechenland vor. Ferner fliegt er von der Türkei bis Israel und Jordanien. Er fehlt in Nordafrika. Zugewanderte Einzelfalter können zuweilen auch am Südalpenrand angetroffen werden.


Literatur


Informationen auf anderen Websites (externe Links)


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Letzte Änderung am Oktober 29, 2015 19:54 von Jürgen Rodeland
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