Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

[Home] Vergleichsansichten: [doppelt] [dreifach] [mit Forum] [Kopfzeilen ausblenden] [Forum 1] [Forum 2] [Forumsarchiv] [Benutzerhinweise] [Bestimmungsliteratur] [Glossar] [Mitarbeit] [Impressum] [Datenschutzerklärung] [Inhalt]

Volltextsuche: [Tipps zur Verwendung der Suchfunktion]

Pieris Cheiranthi

Bestimmungshilfe | LetzteAenderungen | Einstellungen

Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Pieridae (Weißlinge)
EU Pieris cheiranthi (HÜBNER, [1808])

1-2, ♀ ssp. benchoavensis: Spanien, Kanarische Inseln, La Palma, Las Manchas, Garten, ca. 200 m, 12. Mai 2011 (Freilandfoto: Stefan Egli), det. Stefan Egli, conf. Michel Kettner [Forum]
3, ssp. benchoavensis: Spanien, Kanarische Inseln, La Palma, Los Tilos, Lorbeerwald, ca. 500 m, 8. Oktober 2015; det. & Foto Dieter Robrecht
4, ssp. cheiranthi: Spanien, Kanarische Inseln, Teneriffa, Barranco de Ruíz, 300 m, 8. Mai 2011 (Freilandfoto: Markus Welz), det. Markus Welz [Forum]
5-6, ♂ und ♀ ssp. cheiranthi: Spanien, Kanarische Inseln, Teneriffa, Puerto de la Cruz, 1984 (Zuchtfoto: Martin Wiemers), det. Martin Wiemers
7-8, ♀ ssp. benchoavensis: Spanien, Kanarische Inseln, La Palma, Barranco de las Agustias, 20. März 2016 [Freilandfoto: Helmut Haas), det. Helmut Haas, conf. Uwe Geulen [Forum]


Ausgewachsene Raupe

1, ssp. cheiranthi: Spanien, Kanarische Inseln, Teneriffa, Puerto de la Cruz, 18. April 2004 (Studiofoto: Hartmuth Strutzberg), det. Hartmuth Strutzberg [Forum]
2, ssp. cheiranthi: Spanien, Teneriffa, Puerto del la Cruz, Steilküste, an einer Hauswand, 24. April 2006 (Foto: Dieter Rychel), det. Erwin Rennwald, conf. Jürgen Hensle [Forum]
3, ssp. benchoavensis: Spanien, Kanarische Inseln, La Palma, Las Manchas, Garten, auf Kapuzinerkresse, ca. 200 m, 20. Mai 2011 (det. & fot.: Stefan Egli), conf. Michel Kettner [Forum]


Jüngere Raupenstadien

1-2, L1 und L2 der ssp. benchoavensis an Descurainia millefolia: Spanien, Kanarische Inseln, La Palma, Caldera de Taburiente, 500 m, 14. Februar 2001 (Zuchtfotos: Jürgen Hensle), det. Jürgen Hensle
3, L3 der ssp. cheiranthi an Brassica oleracea var. gongylodes: Spanien, Kanarische Inseln, Teneriffa, Barranco de Ruíz, 200 m, Fangdatum des Elter-♀: 17. März 2013 (Zuchtfoto vom 10. April 2013: Mario Peluso), det. Mario Peluso [Forum]
4, L4 der ssp. cheiranthi an Tropaeolum majus: Spanien, Kanarische Inseln, Teneriffa, Puerto de la Cruz, ca. 100 m, 17. Februar 2015 (Freilandfoto: Frank Nowotne), det. Frank Nowotne [Forum]


Puppe

1, ssp. benchoavensis: Spanien, La Palma, San Andrés, 45 m, 10. März 2010 (Foto: Michael Schäfer), det. Jürgen Hensle [Forum]


Ei

1: Spanien, Kanarische Inseln, Teneriffa, Barranco de Ruíz, 200 m, 24. März 2013 (det. & fot.: Mario Peluso) [Forum]



Diagnose

Ssp. cheiranthi


1-3, ♂ & 4-6, ♀: Daten siehe Etiketten (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM

Ssp. benchoavensis


1-3, ♂ & 4-6, ♀: Daten siehe Etiketten (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM

Falter

1-2, das letzte auf Gomera gefangene Exemplar von P. cheiranthi: Spanien, Kanarische Inseln, La Gomera, Vallehermoso, 17. Oktober 1979, Rudolf Pinker leg., in coll Naturhistorisches Museum Wien (Studiofoto: Martin Wiemers), det. Rudolf Pinker

Auf den Kanarischen Inseln kommt P. brassicae nicht vor. Von P. rapae unterscheidet sich P. cheiranthi grundsätzlich ebenso wie P. brassicae von P. rapae. Die oberseitigen Diskalflecke des ♀ von P. cheiranthi sind zudem sehr auffällig.


Ei

Das Ei ist ein typisch kegelförmiges Pieriden-Ei. Im Gegensatz zu P. brassicae legt das ♀ von P. cheiranthi die Eier in viel kleineren und offeneren Gruppen von 2-15 Eiern, zuweilen auch einzeln, meist an die Blattunterseite ab. Nur an sehr großen Blättern, z. B. an Kohl, werden z. T. auch größere Gelege abgelegt. Nach Eitschberger & Wiemers (1991) hat das Ei von P. cheiranthi nur 13 Längsrippen, gegenüber 17-18 bei P. brassicae.


Raupe

Die Grundfarbe der Raupe kontrastriert stärker zu den gelben Längsstreifen als bei der von P. brassicae und die schwarzen Flecken sind kleiner. Nach Wiemers (1995) fehlt der Raupe von P. cheiranthi das für die P. brassicae-Raupe typische schwarze Band auf der Kopfkapsel.


Ähnliche Art

P. rapae


Erstbeschreibung

HÜBNER ([1808]: pl. 127 figs. 647-648) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Habitat

1-2: Spanien, Kanarische Inseln, Teneriffa, Barranco de Ruíz, 200 m, 24. März 2013 (Fotos: Mario Peluso) [Forum]


Lebensweise

Ursprünglicher Lebensraum der Art sind felsige Lorbeerwälder und schluchtartige Barrancos tieferer Lagen, vereinzelt bis auf ca. 1400 m, hauptsächlich auf der Nordseite der Inseln. Dort lebt die Raupe an wildwachsenden Kreuzblütlern wie Tausendblättriger Rauke (Descurainia millefolia), Kanaren-Silberkraut (Lobularia canariensis) und Schmächtigem Meerkohl (Crambe strigosa). Wo Dörfer und Städte in die Lorbeerwälder hineingebaut wurden, kann P. cheiranthi heute, vor allem in den Wintermonaten, auch innerorts auftreten. Dort lebt die Raupe in erster Linie an Kapuzinerkressen (Tropaeolum majus, T. minus, T. peregrinum), vereinzelt auch an Kohl (Brassica oleracea) in Gärten. Er ist jedoch kein Kulturfolger wie P. brassicae. So legt das ♀ wohl nie außerorts auf Kohlfeldern Eier ab. P. cheiranthi kann während des ganzen Jahres angetroffen werden; die Art bildet in den Tieflagen 7-8 Generationen/Jahr aus.


Nahrung der Raupe

1, Tausendblättrige Rauke (Descurainia millefolia): Spanien, Kanarische Inseln, La Palma, Caldeira de Taburiente, 500 m, 10. Februar 2001 (Foto: Jürgen Hensle), det. Jürgen Hensle
2, Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus): Spanien, Kanarische Inseln, Teneriffa, Puerto de la Cruz, ca. 100 m, 17. Februar 2015 (det. & fot.: Frank Nowotne) [Forum]



Weitere Informationen

Andere Kombinationen

Unterarten


Verbreitung

P. cheiranthi ist auf die Kanaren-Inseln Teneriffa (ssp. cheiranthi) und La Palma (ssp. benchoavensis) beschränkt. Auf La Gomera vermutlich ausgestorben (letzter Fund: Vallehermoso, 17. Oktober 1979). Aktuelle angebliche Wiederfunde bedürfen der Bestätigung. Von den anderen Inseln gibt es keine sicher belegten Meldungen. (Entsprechende Literaturangaben sind vermutlich Verwechselungen mit anderen Arten.) Auf Teneriffa ist die Art in den letzten Jahren stark zurückgegangen.

(Autoren: Martin Wiemers und Jürgen Hensle)


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Pieridae (Weißlinge)
EU Pieris cheiranthi (HÜBNER, [1808]) non-d-ch-a

Bestimmungshilfe | LetzteAenderungen | Einstellungen
Diese Seite ist schreibgeschützt | Zeige andere Versionen dieser Seite
Letzte Änderung am Oktober 2, 2017 13:29 von Michel Kettner
Suche: