Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Phalonidia Udana

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Tortricidae (Wickler, Blattroller)
EU M-EU 04255a Phalonidia udana (GUENÉE, 1845)

1: Deutschland, Rheinland-Pfalz, 53572 Unkel, Rheintal, Am Stux, trocken-warme Weinbergslage, 21. Mai 2011, am Licht (Studiofoto: Michael Stemmer), det. Knud Larsen [Forum] [Korrektur der Daten]
2-4, ♀: Deutschland, Sachsen, Kleinsaubernitz, Kiesgrube, 158 m, 12. Juli 2013, am Licht (leg., gen. det. & Fotos: Friedmar Graf), conf. durch Barcoding [Forum]



Diagnose

Männchen

1, ♂: Schweiz, Vaud, Cudrefin, 430 m, 6. Juli 2011, Lichtfang (leg., gen.det. & Foto Rudolf Bryner) [Forum] Dieses Tier wurde bis zum 16. Februar 2016 unter Phalonidia manniana gezeigt.


Weibchen

1, ♀: Deutschland, Baden-Württemberg, 78176 Blumberg, Ortsrandlage, Südhang, in Waldnähe (Buchen-Mischwald, Waldrand mit anschließendem Trespen-Halbtrockenrasen auf Kalk), 720 m, 20. Juni 2018, am Licht (leg., det., praep. & fot.: Hans-Peter Deuring), conf. Friedmar Graf [Forum]


Genitalien

Männchen

1, ♂: Schweiz, Freiburg, Galmiz, 430 m, 15. Juli 1990, Lichtfang (leg., det. [GP 1992-010] & Foto: Rudolf Bryner) [Forum]


Weibchen

1, ♀: Deutschland, Sachsen, Kleinsaubernitz, Kiesgrube, 158 m, 12. Juli 2013, am Licht (leg., gen. det. & Foto: Friedmar Graf), conf. durch Barcoding [Forum]
2-3, ♀: Deutschland, Baden-Württemberg, 78176 Blumberg, Ortsrandlage, Südhang, in Waldnähe (Buchen-Mischwald, Waldrand mit anschließendem Trespen-Halbtrockenrasen auf Kalk), 720 m, 20. Juni 2018, am Licht (leg., det., praep. & fot.: Hans-Peter Deuring), conf. Friedmar Graf [Forum]


Erstbeschreibung

GUENÉE (1845: 299 mit Anm. 2) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Nahrung der Raupe

Unklar ist, ob die Art auch den in Gärten häufig gepflanzten Lysimachia punctata (Punktierter Gilbweiderich, Goldfelberich) nutzen kann. Die Raupen leben in den Stängeln der Pflanzen.



Weitere Informationen

Andere Kombinationen


Taxonomie und Faunistik

Die bisherige Phalonidia manniana besteht nach MUTANEN et al. (2012) aus zwei genetisch getrennten Taxa, Phalonidia manniana und Phalonidia udana GUENÉE, 1845, die sich geringfügig auch äußerlich (wegen großer Variabilität von P. manniana meist unsicher) und anhand der Genitalien unterscheiden. Erstere lebt als Raupe in Stängeln von Minzen (Mentha) und Wolfstrapp (Lycopus), letztere in Wurzeln von Lysimachia thyrsiflora und L. vulgaris. "Phalonidia udana is widely distributed in the North Palaearctic, whereas it seems to be rare or missing in large parts of Central Europe." In der Arbeit werden gute Farbfotos beider Arten und auch Fotos der Raupe von P. udana gezeigt, selbstverständlich auch diagnostisch hilfreiche Bilder der Genitalien. Beide Arten werden auch textlich neu und umfassend beschrieben. Die Fundorte der untersuchten Belegtiere werden einzeln aufgelistet. P. udana ist demnach eine vor allem in Nordeuropa weit verbreitete Art. Das einzige im der Arbeit genannte Belegtier aus Deutschland trägt die Daten: "1 ♂, Schleswig-Holstein, Pinneberg, Umg. Appener Moor, 5.vii.2011, W. Baltruweit genitalia in tube, det. N. Savenkov (WBA).“ Untersuchte Belegtiere aus dem Süden Deutschlands und aus Österreich betrafen zunächst alle P. manniana. Eine gezielte Suche nach Raupen in Stängeln von Lysimachia in Moorbereichen stand und steht hier aber noch immer aus.

Unsere Falterbilder 2-4 zeigen den Erstnachweis der Art für Sachsen (F. Graf). Unser seit Anfang Dezember 2013 hier gezeigter erster Falter aus Südwestdeutschland (Bild 1) stammt nicht von einer feuchten Hochstaudenflur, sondern von einer trocken-warme Weinbergslage bei Unkel am Stux (Rheinland-Pfalz). Dabei bleibt unklar, ob der Falter am Licht hier von etwas weiter weg angeflogen war (nach Hinweis von H. Schumacher beträgt die Entfernung zum Rhein gerade mal 800 m) oder sich in der Nähe (etwa innerorts an Lysimachia punctata?) entwickelte. Heinz Schumacher teilte per E-Mail (1. Dezember 2015 an E. Rennwald) mit: "Ph. udana ist vermutlich in Nordrhein-Westfalen weiter verbreitet als derzeit bekannt. Ich selber habe in 2015 in Siegburg-Stallberg mehrere Falter am Licht gehabt – 3 davon habe ich mitgenommen und gestern mittels GU überprüft. Mein Verdacht (Phalonidia udana) hat sich bestätigt. Bei dem Gebiet handelt es sich um ein großes Feuchtgebiet mit Teichen, Gräben und Feuchtheiden. Die Falter sind etwas größer als Ph. manniana und deutlich heller."

(Autor: Erwin Rennwald, 13. u. 15. Mai 2012, Ergänzungen 10. Dezember 2013 und 3. Dezember 2015)


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Tortricidae (Wickler, Blattroller)
EU M-EU 04255a Phalonidia udana (GUENÉE, 1845) art-mitteleuropa

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Letzte Änderung am November 6, 2019 17:54 von Tina Schulz
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