Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Patania Balteata

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Crambidae (Zünsler)
EU M-EU 06668 Patania balteata (FABRICIUS, 1798)

1-3: Albanien, Umg. Librazhd, ca. 250 m, 20. Juli 2012, am Licht (leg., det. & Fotos: Friedmar Graf) [Forum]
4-5: Bosnien Umgeb. Lug, Grbici, 290 m 28. Juli 2014, am Licht (leg., det. & Fotos: Friedmar Graf) [Forum]



Diagnose

1: Rumänien, Babadag, 125 m, Lichtfang, 26. Juli 2005 (leg., det. & Foto: Friedmar Graf) [Forum] Korrektur der Bestimmung [Forum]


Erstbeschreibung

FABRICIUS (1798: 457) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]


Beschreibung als Botys crocealis

DUPONCHEL (1832: 365, pl. CCXXXV fig. 6) [nach Copyright-freien Scans auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Habitat

1, trockene Bergwiese: Albanien, Umgebung Librazhd, ca. 250 m, 20. Juli 2012 (Foto: Friedmar Graf) [Forum]



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

aurantiacalis: „aurantiacus orangefarben.“
SPULER 2 (1910: 225R)


Andere Kombinationen

Synonyme


Taxonomie und Faunistik

Pleuroptya crocealis wurde aus Südfrankreich beschrieben. Die mittel- bis südosteuropäischen Tiere wurden meist unter dem Namen Pleuroptya aurantiacalis geführt, einem Taxon, das aus Kroatien beschrieben wurde. Später wurde Pleuroptya aurantiacalis als Synonym von Pleuroptya balteata angesehen, P. crocealis ebenso. So wird z.B. bei SLAMKA (1995) aus Mitteleuropa nur P. balteata erwähnt. Nach LERAUT (2005) ist die aus Indien beschriebene Pleuroptya balteata aber ein Taxon mit asiatischer Verbreitung und die europäische P. crocealis eine eigene Art. LERAUT (2005) nimmt gleichzeitig auch die Synonymisierung von Pleuroptya aurantiacalis mit P. crocealis vor. Danach gehören konsequenterweise alle Tiere dieser Gruppe aus Europa zu P. crocealis. SLAMKA (2010) folgt LERAUT (2005) und benennt das Exemplar, das er 1995 als "Pleuroptya balteata" gezeigt hatte, jetzt "Pleuroptya crocealis". Auch im Globalen Informationssystem Zünslerfalter (GLOBIZ) [GLOBIZ] wurden daraufhin P. balteata und P. crocealis getrennt behandelt und P. aurantiacalis als Synonym zu P. crocealis gestellt. LERAUT (2012) betont erneut, dass alle europäischen Tiere dieser Gruppe zu P. crocealis gehören und dass es klare Unterschiede in den Genitalien der beiden Arten gibt (bzw. gäbe).

Die Fauna Europaea [Fauna Europaea, Version 2.4, last update 27 January 2011 (und genauso Version 2.6.2, last update 29 August 2013)] sorgt hier für reichlich Verwirrung. Unter P. crocealis wird zwar das Synonym Pleuroptya aurantiacalis genannt, P. crocealis gibt es dort aber nur aus Frankreich. Aus Kroatien - von wo Pleuroptya aurantiacalis ja beschrieben wurde - wird ebenso wie aus Spanien, Italien, der Schweiz und diversen südosteuropäischen Ländern weiterhin (nur) P. balteata angeführt; aus Frankreich werden P. crocealis und P. balteata genannt.

SWISSLEPTEAM (2010) meldet zu "Pleuroptya balteata": "Unter dem Synonym aurantiacalis FISCHER V. RÖSLERSTAMM, 1840 vom Monte Salvatore TI gemeldet (MÜLLER-RUTZ 1922: 221). Neuere Daten sind uns nicht bekannt." - Mit der Trennung von P. balteata und P. crocealis gehörte aurantiacalis zu diesem Zeitpunkt aber zu P. crocealis und nicht mehr zu P. balteata.

SLAMKA (2013) ändert seine Meinung erneut und plädiert wieder für Konspezifität der Taxa aus Frankreich und Ostasien - und damit für P. balteata als gültigen Namen für die Tiere aus Europa. Er begründet es damit, dass er bei der vergleichenden Untersuchung von Tieren aus Frankreich, Kroatien und Japan keine verlässlichen Unterschiede fand und ferner damit, dass die von LERAUT angeführten Unterschiede in den männlichen und weiblichen Genitalien ebenso keine verlässlichen Merkmale darstellen (sollen). GlobiZ [pyraloidea.org, abgefragt 6. Oktober 2016] folgt ihm darin und stellt crocealis wieder in die Synonymie von balteata. Anders als bei SLAMKA (2013) wird hier jetzt aber - KIRTI & GILL (2007) folgend - Neukombination mit Patania vorgenommen. LERAUT (2012) und SLAMKA (2013) haben die Arbeit von KIRTI & GILL (2007) wohl übersehen.

(Autor: Erwin Rennwald)


Literatur


Informationen auf anderen Websites (externe Links)


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Letzte Änderung am Januar 25, 2017 21:12 von Erwin Rennwald
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