Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Orophia Ferrugella

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Elachistidae (Flachleibmotten, Tribus Cryptolechiini)
EU M-EU 02389 Orophia ferrugella ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775)

1-4: Österreich, Niederösterreich, 500 m NW Willendorf, Ortsrand, 420 m, 26. Juni 2004 (Fotos: Peter Buchner), det. Peter Buchner
5: Schweiz, Neuchâtel, Le Landeron, Flaumeichenwald, 620 m, e.l. leg. an Campanula persicifolia 3. Februar 2007, Falterschlupf am 22. März 2007 (Studiofoto: Rudolf Bryner), cult. & det. Rudolf Bryner [Forum]
6-7: Deutschland, Baden-Württemberg, Kaiserstuhl, Bötzingen, 192 m, e.l. 28. Mai 2009 (Fotos: Gabi Krumm), det. Christian Finke [Forum]
8: Österreich, Burgenland, Neusiedlersee, Donnerskirchen, Leithagebirge, Waldweg, 250 m, 8. Juni 2013, Tagfund (Foto: Martin Semisch), det. Helmut Kolbeck [Forum]
9-11: Deutschland, Thüringen, Umgeb. Jena-Göschwitz, 12. Juli 2014, Tagfund (leg., det. & Fotos: Heidrun Melzer) [Forum]
12-13: Deutschland, Sachsen, Umgebung Guttau, Basaltdurchbruch, 157 m, 12. Juni 2016 Abendfang (leg., det. & Fotos: Friedmar Graf) [Forum]
14-15: Deutschland, Thüringen, Dürrengleina, Spitzenberg, 250 m, 4. Juni 2015, Tagfund (det. & fot.: Pia Wesenberg), conf. Friedmar Graf [Forum]


Raupe

1-2, erwachsene Raupe an Campanula persicifolia: Schweiz, Bern, Biel-Vingelz, Eichenwald, 530 m, 16. März 2007 (Fotos: Rudolf Bryner), det. Rudolf Bryner
3, Jungraupe: Daten s. Falter 5 (Studiofoto: Rudolf Bryner), cult. & det. Rudolf Bryner
4: Deutschland, Baden-Württemberg, Kaiserstuhl, Bötzingen, 192 m, 9. Mai 2009 (Foto: Gabi Krumm), det. Christian Finke [Forum]


Fraßspuren und Befallsbild

1-2, Frassbild der Jungraupe an Campanula persicifolia: Daten s. Falter 5 (Studiofotos: Rudolf Bryner), cult. & det. Rudolf Bryner


Puppe

1: Daten s. Falter 5 (Studiofoto: Rudolf Bryner), cult. & det. Rudolf Bryner



Diagnose

1, ♂: Finnland, Südkarelien, Parikkala, 6. Juli 2007 (coll., det. & fot: Pekka Malinen, kleines Bild redaktionell an Standardmaße angepasst), leg. Pekka Malinen & Tomi Salin
2-3: Daten siehe Etikett (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM, "Klimesch-Sammlung"


Genitalien

1, Präparat eines nicht abgebildeten ♀: Österreich, Steiermark, Ponigl bei Weiz, sonniger Forstweg, ca. 850 m, 21. Juni 2018 (leg., präp., det. & fot.: Horst Pichler) [Forum]



Biologie

Habitat

1: Deutschland, Thüringen, Umg. Jena-Göschwitz, 4. Juli 2012 (Foto: Heidrun Melzer)


Lebensweise

Raupe und Mine: Die Jungraupe miniert in den winterharten Basisblättern von Campanula persicifolia. Ihr Gespinst lässt den Pflanzentrieb verkrüppelt wachsen. Die weisse, lang gestreckte Mine der Jungraupe folgt der Blattrippe. In einigen Fällen geht die langgestreckte Platzmine, die zur Spitze hin oft die gesamte Blattfläche einnimmt, zur Blattbasis hin in einen weissen Gespinstschlauch über, der dicht auf der Blattoberseite festgesponnen ist und in dessen Schutz die grüngraue Jungraupe lebt. Die älteren, unterdessen schwarz gefärbten Raupen minieren nicht mehr. Ihre Behausungen, welche nur bei Störung verlassen werden, sind die eng nach oben umgerollten Blätter. Als Nahrung dienen die Innenwände der Blattrolle. Äusserlich sind an der Pflanze keine Frassspuren zu erkennen. Bei Störung flieht die Raupe in schnellen ruckartigen Bewegungen, vorwärts oder rückwärts, oder sie lässt sich in die Vegetation fallen.

Puppe: Die Verpuppung erfolgt an der Basis der Nahrungspflanze zwischen den Blattstengeln, welche mit wenigen Gespinstfäden etwas zusammengezogen werden. Die Mumienpuppe besitzt eine eigenartig gekörnte Oberfläche. (Autor: [Rudolf Bryner])


Nahrung der Raupe

HANNEMANN (1997) erläutert: "5. 6., minierend in den Wurzelblättern von Campanula persicifolia L. und C. rotundifolia L. Sie fertigt eine lange Platzmine in Längsrichtung des Blattes an. Kot wird ausgeworfen. Später schlägt sie den Blattrand um und spinnt aus dem Blatt eine Röhre, deren Innenseite sie befrißt. Verpuppung in der Wohnung oder frei an der Futterpflanze. Weitere Futterpflanze Scabiosa columbaria." Letzteres ist ziemlich sicher falsch.

Die Raupe und ihre Lebensweise wurde schon von STAINTON (1865) detailliert beschrieben.



Weitere Informationen

Andere Kombinationen

Synonyme


Taxonomie

Bei KARSHOLT & RAZOWSKI (1996) wird die Art in der Gattung Cephalispheira bei den Oecophoridae geführt.

(Autor: Erwin Rennwald)


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Elachistidae (Flachleibmotten, Tribus Cryptolechiini)
EU M-EU 02389 Orophia ferrugella ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) art-mitteleuropa

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Letzte Änderung am Oktober 28, 2018 20:40 von Michel Kettner
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