Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Mirina Christophi

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Endromidae
EU 06784a Mirina christophi (STAUDINGER, 1887)



Diagnose

Erstbeschreibung

STAUDINGER (1887: 212-214, pl. XII fig. 6) [nach Copyright-freien Scans auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Nahrung der Raupe

Lonicera und Weigela sind zumindest als Futterpflanzen in der Zucht gut abgesichert. Lonicera wurde schon in der Erstbeschreibung als Fundpflanze einer Raupe im Amurgebiet genannt und auch von der zur selben Familie gehörenden Gattung Weigela gibt es Meldungen über Freilandfunde (Korea). Was fehlt sind genauere Angaben zu den jeweiligen Arten.



Weitere Informationen

Andere Kombinationen


Faunistik

Nach der Fauna Europaea (Fauna Europaea Web Service. Last update 22 December 2009. Version 2.1. Available online at http://fauna.naturkundemuseum-berlin.de) eine Art mit nicht nachgewiesener Bodenständigkeit ("doubtfully present") in Europa: "Only known from a single specimen from Bashkiria (Central Ural Mts.) in the Zoological Institute of St.Petersburg, (Dayanov, V.I., 1981). It is well possible that this was an accidental introduction and not a native: It is questioned by (ZOLOTUKHIN, V. V. 2008)".

Ich konnte die Originalmeldung von DAYANOV (1981) noch nicht studieren. Doch schon ANIKIN et al. (2000: 277) hatten Bedenken gegen eine mögliche Bodenständigkeit angemeldet: "Known only after 1 ♀ from the Bashkirian reserve (Dayanov, 1981); maybe it is a chance finding. L: Lonicera, Veigela [Weigela]." Anders als bei Euhampsonia cristata drückten sie sich hier aber vorsichtiger aus und gaben der Art auch eine Nummer für ihre Checkliste. Gegen ein Vorkommen im Südural spricht auch hier eine ganz ähnliche Verbreitung wie bei E. cristata: In Russland betrifft sie nur das Amur-Gebiet ganz im Osten (von wo sie beschrieben wurde), dazu die benachbarte koreanische Halbinsel. Auch hier gäbe es im Südural aber wahrscheinlich geeignete Raupennahrungspflanzen. Da die auffällige Art sonst nie mehr im Umkreis von 3000 km um die (angebliche?) Fundstelle des Einzelexemplars gemeldet wurde, dürfte eine Interpretation als passiv verschlepptes Einzelexemplar ohne zeitweilige Ansiedlung im Südural die wahrscheinlichste sein. Die Art wäre dann konsequent ganz für Europa zu streichen.

(Autor: Erwin Rennwald)


Literatur


Informationen auf anderen Websites (externe Links)


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Letzte Änderung am November 4, 2019 22:56 von Erwin Rennwald
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