Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Mirificarma Interrupta

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Gelechiidae (Palpenmotten)
EU M-EU 03503 Mirificarma interrupta (CURTIS, 1827) - Schmalstreifiger Ginster-Palpenfalter

1: Deutschland, Rheinland-Pfalz, Rheintal, Unkel, Am Stux, trocken-warme Weinbergslage, 15. April 2007, am Licht (Foto: Michael Stemmer), det. Rudolf Bryner [Forum]
2: Deutschland, Rheinland-Pfalz, Unkel, Rheintal, Am Stux, trocken-warme Weinbergslage, am Licht 13. April 2008 (Foto: Michael Stemmer), det. Michael Stemmer, conf. Rudof Bryner [Forum]
3-4: Deutschland, Baden-Württemberg, Söllingen, Baden-Airpark (ehem. Munitionsdepot), Lichtfang, (Leuchtturm Axel Steiner), 26. April 2008 (Studioaufnahmen: Dietmar Laux), det. Dietmar Laux, conf. Michael Stemmer und Rudolf Bryner [Forum]
5-6: Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Bad Laasphe-Rüppershausen, Ginster-Steilhang, 420 m, 24. Mai 2014, Tagfund (det. & fot.: Rainer Winchenbach), conf. Helmut Kolbeck [Forum]
7-8: Deutschland, Sachsen, Boxberg Ortsteil Sprey, Wacholderheide, 23. Mai 2016 am Licht (leg., det. & fot.: Friedmar Graf) [Forum]



Diagnose

Geschlecht nicht bestimmt

1-2: Daten siehe Etikett (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM, "Klimesch-Sammlung"


Nomen novum

CURTIS (1827: zweite unpaginierte Seite nach pl. 189, zitiert nach Digitalisat aus der Universiteitsbibliotheek Gent von Google Books): "33 interrupta Hüb.?".

Bezug dieses Ersatznamens:

HÜBNER ([1796]: pl. 17 fig. 116) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Nahrung der Raupe

SCHÜTZE (1899: 178-179) liefert eine detaillierte Raupenbeschreibung und berichtet: "Die Raupe habe ich nur auf Sarothamnus scoparius gefunden. Sorhagen giebt auch Genista als Futterpflanze an. In erster Jugend spinnt sie eins der kleinsten Blättchen an den Zweig; wird sie größer, dann nimmt sie auch größere Blättchen, zunächst eins, später zwei zusammen und befestigt sie an den Zweig. Dieses Blattgehäuse wird aber ausschließlich als Wohnung benutzt, von welcher aus die Raupe am Zweige emporsteigt, um die obersten zarten Blättchen zu verzehren. Da ich sie am Tage niemals fressend antraf, so muß ich annehmen, daß sie erst Abends auf die Weide geht. [...] Die Raupe habe ich niemals eher als im August gefunden."

DISQUÉ (1908: 78-79) führt unter der Überschrift "Genista (Papilionaceae) tinctoria, pilosa, germanica, saggitalis" u.a. auch "Gelechia interruptella Hb." an mit dem kurzen Vermerk: "8. zwischen den Trieben." Daraus ist abzuleiten, dass er entweder die Angabe von Sorhagen übernahm oder die Raupe selbst an einem dieser Ginster fand, aber keineswegs an allen, wie das PITKIN (1984) und HUEMER & KARSHOLT (1999) nahelegen.
Die bei PITKIN (1984) und HUEMER & KARSHOLT (1999) zu findende Angabe zu Cytisus purgans geht nach diesen Quellen auf den Katalog von LHOMME (1946-1949) zurück, den ich noch nicht im Original eingesehen habe.

(Autor: Erwin Rennwald)



Weitere Informationen

Andere Kombinationen

Synonyme


Nomenklatur

KARSHOLT (1995) erläutert detailliert: "Die Nomenklatur dieser Art war in den letzten Jahren ziemlich verworren, so daß es sinnvoll erscheint, die Situation etwas detailierter darzustellen. Die Art wurde erstmals bei HÜBNER (1793: 14, Taf. 88) unter dem Namen Ph[alaena] Tin[ea] interuptella illustriert. Später wurde der Artname oft bei den meisten Autoren als interruptella geschrieben. Allerdings ist das ohne Bedeutung, da beide Schreibweisen homonym sind (ICZN, 1985: Artikel 58(8)). KOCAK (1982: 106) hatte deshalb recht, als er feststellte, daß Phalaena interuptella HÜBNER ein primäres Homonym von Phalaena interruptella VILLIERS, 1789 ist, er machte aber den Fehler, den Namen durch albicosta CURTIS zu ersetzen, der zu den Coleophoridae gehört. Überdies sind die Namen von HÜBNER und von VILLIERS Homonyme von Phalaena Tinea interruptella GOEZE, 1783. In seiner "British Entomology" bringt CURTIS (1827: No. 189) eine Liste von Arten, die er (nach einem Manuskript eines danach nicht veröffentlichten Werkes von HAWORTH (1828)) als zu seiner Gattung Anacampsis gehörend angesehen hat. HAWORTH änderte (emendierte) üblicherweise die Namen früherer Autoren, die auf -ella endeten, und CURTIS folgte dieser Praxis. Selbst wenn interrupta CURTIS eine nicht gerechtfertigte Emendation von interruptella HÜBNER ist, ist der Name verfügbar als objektives jüngeres Synonym, und es kann als Ersatzname verwendet werden (ICZN, 1985: Artikel 33(b)(iii)). Da es ein objektives Synonym ist (beide Namen haben das gleiche Typusexemplar), hat es keine Bedeutung, daß interrupta von CURTIS (und HAWORTH, 1828: 534) auch eine Fehldeutung von Phalaena interuptella HÜBNER ist, einer Art, die nicht auf den Britischen Inseln vorkommt."


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Gelechiidae (Palpenmotten)
EU M-EU 03503 Mirificarma interrupta (CURTIS, 1827) - Schmalstreifiger Ginster-Palpenfalter art-mitteleuropa

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Letzte Änderung am November 21, 2020 12:33 von Erwin Rennwald
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