Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Mesapamea Secalis

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Noctuidae (Eulenfalter)
EU M-EU 09789 Mesapamea secalis (LINNAEUS, 1758) - Getreide-Halmeule
Art nur durch Genitaluntersuchung zu bestimmen! Sehr häufig. Falter von Juni bis September, Raupe überwinternd bis Juni an Gräsern.

1: Österreich, Kogel 2,5 km WNW Mattersburg, Halbtrockenrasen, Hecken, 350 m, 9. August 2002 (Foto: Peter Buchner), gen. det. Peter Buchner
2-3, ♂: Deutschland, Schleswig-Holstein, Elmshorn, 4. Juli 2007, am Licht (Foto: Birgitt Piepgras), gen. det. Birgitt Piepgras [Forum]
4, f. struvei: Deutschland, Baden-Württemberg, Freiburg, Gebiet Moosweiher-Mooswald, 11. August 2010 (Foto: Gabi Krumm), det. Axel Steiner [Forum]
4, ♀: Österreich, Bundesland Salzburg, Pinzgau, Salzburger Schieferalpen, Maria Alm, Berg Natrun, 1100 m, Lichtfang, 28. Juli 2016 (Studiofoto: Sabine Flechtmann), gen. det. Prof. Gernot Embacher [Forum]



Diagnose

Falter

Erst 1983 wurde die Existenz von zwei äußerlich nicht unterscheidbaren Zwillingsarten erkannt, die bis dahin unter dem Namen Mesapamea secalis vereinigt waren (REMM 1983). Seitdem hat man durch Genitaluntersuchungen herausgefunden, daß beide Arten in Europa weit verbreitet sind und M. secalis in den meisten Gegenden etwas häufiger auftritt als M. secalella (= M. didyma).

Die beträchtliche Variationsbreite der Falter in der Färbung ist bei M. secalis und M. secalella fast identisch. Lediglich die auffällige Form mit weißem Wurzel- und Saumfeld (f. struvei RAGUSA) kommt ausschließlich bei M. secalis vor und ist dadurch schon äußerlich sicher zuzuordnen. Alle anderen Exemplare können nur anhand der Genitalmorphologie bestimmt werden.

1-2, 3-4, 5-6 und 7-8, vier ♂♂: Daten siehe Etikett (coll. & Fotos: Egbert Friedrich)
9-10, 11-12 und 13-14, drei ♀♀: Daten siehe Etikett (coll. & Fotos: Egbert Friedrich)
15, ♂: Deutschland, Baden-Württemberg, 78176 Blumberg, 720 m, Ortsrandlage mit viel Grün in den Gärten, Südhang, 22. Juli 2010, am Licht (det. & fot: Hans-Peter Deuring), conf. Axel Steiner [Forum]
16, ♀: Gleicher Fundort wie Bild 15, 21. August 2011, am Licht (leg., präp. & fot.: Hans-Peter Deuring) [Forum]
17, ♂: Deutschland, Rheinland-Pfalz, Winningen an der Mosel, 27. Oktober 2008, am Licht (Foto: Ernst Herkenberg), gen. det. Ernst Herkenberg, conf. Axel Steiner [Forum]


Raupe

Nach BECK bzw. AHOLA besitzt die Mesapamea secalis-Raupe im Unterschied zur Mesapamea secalella-Raupe keinen breiten, dunklen, cephalen Streifen auf dem Nackenschild. [Stefan Ratering]


Ähnliche Arten


Genitalien

Genitalien Männchen: Clavus zapfenförmig, nach oben gerichtet, mit zahlreichen kleinen Dornen besetzt, dunkel (sklerotisiert). Cornutus im Aedoeagus breit, mit rundlich gebogenem Rand, der 5-10 Zähne trägt.

Genitalien Weibchen: Ductus bursae mit schwacher, etwas nach rechts gerichteter Ausbuchtung, auf der eine (manchmal nur schwach ausgebildete) V-förmige Sklerotisierung sitzt.

(Text: Axel Steiner)

1, Präparat des unter Diagnosebild 17 gezeigten ♂ (det. & fot.: Ernst Herkenberg), conf. Axel Steiner [Forum]
2-3, ♀: Daten siehe Diagnosebild 16 (Präparation & Fotos: Hans-Peter Deuring) [Forum]


Differenzialdiagnose

Vergleich der männlichen Genitalien: Mesapamea secalis (oben) und Mesapamea secalella (unten)


1-2 (Genitalarmatur) & 3 (Aedoeagus mit Cornutus): Präparat des unter Diagnosebild 15 gezeigten ♂ (det., Präparation & Fotos: Hans-Peter Deuring), conf. Axel Steiner [Forum]
4-6: Präparat des unter Mesapamea secalella Diagnosebild 9 gezeigten ♂ (det., Präparation & Fotos: Hans-Peter Deuring), conf. Axel Steiner [Forum]

Vergleich der weiblichen Genitalien: Mesapamea secalis und M. secalella

7: Fotos & Montage: Hans-Peter Deuring [Forum]


Erstbeschreibung

LINNAEUS (1758: 519) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

Mesapamea von μη (griech.) Verneinungspartikel (das s ist eine phonetische Einfügung) und Apamea, bezeichnet also Arten, die nicht zur Gattung Apamea gehören, in die sie früher gestellt worden waren.
Secalis von secale (lat.) Roggen, eine der Raupennahrungspflanzen. (Text: Axel Steiner)


Andere Kombinationen

Synonyme


Literatur


Informationen auf anderen Websites (externe Links)


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Letzte Änderung am November 30, 2016 19:28 von Sabine Flechtmann
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