Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Melitaea Asteria

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Nymphalidae (Edelfalter)
EU M-EU 07282 Melitaea asteria FREYER, 1828 - Ostalpiner Scheckenfalter

1, ♀: Schweiz, Graubünden, La Punt-Chamues-ch, hochalpiner Rasen, 2320 m, 6. Juli 1987, e.l. 13. Juli 1987, leg. & cult. Rudolf Bryner (Foto: Rudolf Bryner), det. Rudolf Bryner
2, ♂: Schweiz, Graubünden, Avers, hochalpiner Rasen, 2300 m, 10. Juli 1987 (Foto: Rudolf Bryner), det. Rudolf Bryner
3-4, ♂: Schweiz, Graubünden, Albulapass Umgebung, 2400 m, 13. Juli 2007 (Fotos: Heiner Ziegler), det. Heiner Ziegler
5, ♂: Österreich, Kärnten, NP Hohe Tauern, 2400 m, 18. Juli 1999 (Freilandfoto: Helmut Deutsch), det. Helmut Deutsch
6-7, ♂: Schweiz, Graubünden, Oberengadin, ob. Pass Chaschauna, 2720 m, 26. Juli 2012 (Freilandfotos: Jürgen Hensle), det. Jürgen Hensle
8, ♂: Schweiz, Graubünden, Oberengadin, ob. Pass Chaschauna, 2720 m, 26. Juli 2012 (Freilandfoto: Ursula Beutler), det. Ursula Beutler
9-10, ♂: Schweiz, Graubünden, Albulapass, 2315 m, 25. Juli 2014, Tagfund (Freilandfotos: Ernst Gubler), det. Jürgen Hensle [Forum]
11-12, zwei ♀♀: Österreich, Kärnten, Hohe Tauern, Hochtor, Schareck, 2500 m, 30. Juli 2016 (det. & Fotos: Helmut Deutsch) [Forum]



Diagnose

Falter

Melitaea asteria ist die Scheckenfalterart, die am wenigsten zu verwechseln ist. Zum einen ist sie deutlich kleiner, als die anderen Scheckenfalter, zum anderen ist M. asteria durch ihre extrem verdunkelte Oberseite sehr deutlich charakterisiert. Allenfalls kleine Weibchen von M. varia können ihr auf den ersten Blick ähneln. M. asteria wirkt im Flug stets wie abgeflogen, da die dunkle Grundfarbe einen blassgrauen Ton hat. Letzte Zweifel kann ein Blick auf die Unterseite der Hinterflügel beseitigen. Denn M. asteria ist der einzige Scheckenfalter, bei dem die hellen Halbmonde bis zur dunklen Randlinie durchgehen. Bei allen anderen verwandten Arten findet sich hier eine zweite dunkle, parallel verlaufende Linie


Ähnliche Arten


Erstbeschreibung

FREYER (1828: 115-116, pl. XXXVI fig. 1) [Reproduktionen: Jürgen Rodeland nach Band im Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe]



Biologie

Lebensraum und Lebensweise

Der Falter fliegt von Ende Juni bis Ende Juli, in kühlen Jahren auch noch Anfang August. In den höchsten Lagen ist die Flugzeit meist nur sehr kurz und auf Mitte bis Ende Juli beschränkt.
Das ♀ legt die Eier in Gelegen an die Blattunterseite von Alpenwegerich (Plantago alpina) und Europäischem Alpenhelm (Bartsia alpina), die Raupe frisst zudem auch Gänseblümchen-Ehrenpreis (Veronica bellidioides) und möglicherweise andere Pflanzen. Die junge Raupe überwintert in einem gemeinschaftlichen Gespinst und ein zweites Mal nach der dritten Häutung. Bedingt durch diese zweijährige Entwicklung ist der Falter an seinen Vorkommensorten oft nur jedes 2. Jahr häufiger.


Habitat

1: Schweiz, Graubünden, Crap Alv vic. Albulapass, 2100 m, 13. Juli 2007 (Foto: Heiner Ziegler) [Forum]
2-3: Schweiz, Graubünden, Oberengadin, ob. Pass Chaschauna, 2750 m, 26. Juli 2012 (Fotos: Jürgen Hensle)

M. asteria fliegt auf alpinen Matten auf Kalk zwischen 2000 und 3000 m. Sie tritt stets nur sehr lokal auf eng begrenztem Raum auf, ist an ihren Vorkommensorten aber meist recht häufig.



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

„gr. Die Sterngöttin.“
SPULER 1 (1908: 25R)


Andere Kombinationen

Synonyme


Verbreitung

M. asteria ist eine endemische Art des zentralen Teils der Ostalpen. Sie fliegt hier von den Rätischen Alpen über die Silvrettagruppe, sowie die Ötztaler, Sarntaler und Zillertaler Alpen bis zu den Hohen Tauern und den Gurktaler Alpen.


Literatur

Autor: Jürgen Hensle


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Letzte Änderung am September 5, 2016 9:25 von Annette Von Scholley-Pfab
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