Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Meganola Strigula

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Noctuidae (Eulenfalter) / Nolinae (Kahneulchen)
EU M-EU 10423 Meganola strigula ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) - Ungebändertes Eichen-Kleinbärchen

1: Österreich, Niederösterreich, 2,5 km N Schwarzau/Stf., lichtungs- und laubholzreicher Schwarzföhrenforst, 320 m, 31. Mai 2003
2: Österreich, Niederösterreich, Klingfurth, Wirtschaftswiese, Mischwald, 510 m, 9. Juli 2004 (Fotos 1-2: Peter Buchner), det. Peter Buchner
3: Österreich, Niederösterreich, 2,5 km N Schwarzau/Stf., lichtungs- und laubholzreicher Schwarzföhrenforst, 320 m, 18. Juni 2002 (Foto: Peter Buchner), det. Peter Buchner
4: Schweiz, Bülach ZH, Waldrand, 400 m, 18. Juni 2009, am Licht (Foto: Thomas Kissling), det. Thomas Kissling, conf. Axel Steiner [Forum]
5: Deutschland, Sachsen, Reichwalde, 134 m, am Licht, 15.Juni 2011 (det. & Foto: Friedmar Graf) [Forum]
6: Rumänien, Oltenia, Mehedinti, 0,5 km SE Gura Vaii, 44.66409, 22.559468, 160 m, Lichtung im trockenen, supramediterranen Eichenwald, Lichtfang, 4. Juni 2011 (det. & fot.: Christian Papé), conf. Daniel Bartsch [Forum]
7 & 8: Slowakei, Rožňavská kotlina (Rosenauer Kessel), Rožňava (Rosenau), ca. 310 m, am Licht, 1. Juli 2011 & 21. Juni 2012 (fot.: Andrej Makara), det. František Kosorín [Forum]
9-10: Deutschland, Sachsen, Reichwalde, 132 m, Rekultivierungsgebiet , 27. Juni 2014, am Licht (leg., det. & Fotos: Friedmar Graf) [Forum]


Raupe

1: Bulgarien, Ostrhodopen-Gebirge, e.l. leg. Herbert Beck 17.-24. Mai 2004 (Studiofoto am 28. Mai 2004: Jürgen Rodeland), det. Herbert Beck



Diagnose

1-2, 3-4, 5-6, 7-8 und 9-10, fünf ♂♂: Daten siehe Etikett (coll. & Fotos: Egbert Friedrich)
11-12, 13-14, 15-16 und 17-18, vier ♀♀: Daten siehe Etikett (coll. & Fotos: Egbert Friedrich)
19-20, ♂: Deutschland, Thüringen, Reinstädt, am Schönberg, ca. 350 m, 20. Juni 2008, am Licht (leg., präp., det. & fot.: Hartmuth Strutzberg) [Forum]
21-22, ♀: Deutschland, Brandenburg, Hohenleipisch, ehemaliger Truppenübungsplatz, ca. 100 m, 26. Mai 2001, e.l., (leg., präp., det. & fot.: Hartmuth Strutzberg) [Forum]


Genitalien

1-2, ♂ (Valvenkomplex und Aedoeagus): Daten wie Belegfotos 19-20 (Präparation & Fotos: Hartmuth Strutzberg) [Forum]
3, ♀: Daten wie Belegfotos 21-22 (Präparation & Foto: Hartmuth Strutzberg) [Forum]



Biologie

Habitat

1: Deutschland, Brandenburg, Hohenleipisch, ehemaliger Truppenübungsplatz, ca. 100 m, 23. Mai 2004 (Foto: Hartmuth Strutzberg) [Forum]



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

„strigula Streifchen.“
SPULER 2 (1910: 122R)


Andere Kombinationen

Synonyme


"Es ist ein wahres Vergnügen, diese Arbeit mitanzusehen; denn die Sorgfalt, Eigenheit, Mühe und Emsigkeit, mit der sie [die Raupe] arbeitet, ist bewundernswert. Sie saß an einem strohhalmstarken Faulbaumzweig und begann zunächst damit, die Stelle für die Anlage ihres Gehäuses mit weißen Fäden zu belegen. Dann begab sie sich in die Nachbarschaft, nagte dort ein kleines, rechteckiges Rindenstück ab, trug es im Maule an die mit Gespinst belegte Verwandlungsstelle und leimte es dort auf der einen Seite ein. Sie kehrte alsbald wieder an die Bezugsstelle zurück und holte ein gleiches Rindenstückchen, um es auf der andern Seite ihres Gespinstplatzes, dem ersten Stückchen gegenüber, in der Entfernung der Zweigstärke zu befestigen. Ein drittes Rindenstückchen fügte sie hinter dem ersten, ein viertes hinter dem zweiten ein und so fort, bis sie die Länge des Lagers auf beiden Seiten erreicht hatte, die ihre eigene nur um ein Weniges übertraf. Nun begann sie eine zweite Lage von Rindenstückchen anzubringen, wobei sie die Stückchen fast um die Hälfte länger nahm als bei der ersten Lage, so daß sie überfugten, wie wenn der Maurer mauert. Sie blieb bei dieser Arbeit so lange auf der einen Seite, bis sie die ganze Länge belegt hatte; dann erst ging sie zur anderen Seite über und arbeitete dort wie bei der ersten. Dies setzte sie wechselseitig so lange fort, bis sie in der Mitte den Schlußstein einsetzte. Bei der Einlagerung der Stückchen beachtete sie stets die Vorsicht, daß sie nie die Außenseite der Rinde nach innen brachte. Außen ist das Gehäuse rauher, innen dagegen ganz glatt wie geschliffen. Man sieht durchaus keine Unebenheiten, nur die weißen Kittfugen bleiben bei Betrachtung mit der Lupe wahrnehmbar. Die Arbeit erscheint dann wie ein fein geschliffener und glänzender Mosaikboden. Die Raupe vollendet ihre Arbeit in einem halben Tage vollständig."
So beschrieb der alte CARL WILHELM LUDWIG GRABOW (der Schwiegervater von OTTO STAUDINGER) im 19. Jahrhundert den Kokonbau bei Meganola strigula in Brandenburg, und auf dieselbe Weise läuft er bei allen Nolinae-Arten ab.
SORHAGEN, L. & GILLMER, M. (1918): Grabowiana. Ein Beitrag zu den Groß-Schmetterlingen der Mark Brandenburg. – Stettiner entomologische Zeitung, 78: 260-291.

Ein Teil dieser Arbeiten, das "Hochziehen der Seitenwände", ist in der Bestimmungshilfe für Meganola togatulalis fotografisch dokumentiert worden (mit dem zusätzlichen Bonus der skurrilen, übereinandergestaffelten Kopfkapseln aus den früheren Häutungen, die die Raupe dieser Art im Nacken trägt (die sogenannte "Grenadiersmütze") und die dann auch aus dem fertigen Kokon herausragen).

Wer die Gelegenheit hat, diese Kokonbauphasen fotografisch zu dokumentieren, sollte dies unbedingt tun.

Siehe auch Bilder unter "Lebensweise und Verhalten" bei Nola confusalis.

[Beitrag von Axel Steiner]


Literatur


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Letzte Änderung am Juli 23, 2016 9:05 von Jürgen Rodeland
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