Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Luteohadena Luteago

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Noctuidae (Eulenfalter) / Hadeninae, Tribus Hadenini, Subtribus Mamestrina
EU M-EU 09935 Luteohadena luteago ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) - Braungelbe Leimkrauteule

1: Österreich, Niederösterreich, 1 km NE Schwarzau/Stf., Halbtrockenrasen in aufgelassener Schottergrube, 320 m, 27. Mai 2002
2: Österreich, Niederösterreich, 1,5 km NE Bad Fischau, (Halb-)Trockenrasen, z.T. verbuschend, 280 m, 16. Mai 2005 (Fotos 1-2: Peter Buchner), det. Peter Buchner
3, ssp. olbiena GEYER: Schweiz, Neuenburg, Cornaux, 470 m, Flaumeichenwald, 22. Mai 1994, leg. & det. Rudolf Bryner (Foto: Rudolf Bryner) [Forum]
4: Deutschland, Sachsen, Erzgebirge, bei Annaberg, ca. 600 m, 10. Juni 2007, am Licht (Foto: Ulrich Müller), conf. Rainer Klemm & Egbert Friedrich [Forum]
5: Deutschland, Sachsen, Grumbach im Erzgebirge, ca. 780 m, 27. Juni 2009 (Foto: Rainer Klemm), det. Rainer Klemm, conf. Axel Steiner [Forum]
6-7, ssp. olbiena GEYER: Deutschland, Rheinland-Pfalz, Nahe, Bad Münster am Stein, Rotenfels-Götzenstein, 3. Juni 2010 (det. & fot.: Armin Hemmersbach) [Forum]
8-9: Russland, Oblast Moskau, Bezirk Orechowo-Sujewo, Dorf Topolinyy, 118 m, am Licht, 2. Juni 2011 (Fotos: Andrey Ponomarev), det. Vlad Proklov [Forum]
10: Frankreich, Bouches-du-Rhône, Provence, Mausanne-les-Alpilles, 200 m, 29. Mai 2012, am Licht (det. & fot.: Helmut Kaiser), conf. Daniel Bartsch [Forum]
11-12, ssp. olbiena GEYER: Deutschland, Rheinland-Pfalz, Winningen an der Mosel, Flugplatzweg, 4. Juli 2013, am Licht (det. & fot.: Ernst Herkenberg), conf. Alexandr Zhakov [Forum]
13-14, ssp. behouneki DE FREINA: Italien, Zentralsardinien, Meana Sardo (NU), ca 590 m, 27. Mai 2016, am Licht (leg., det. & fot.: Christian Siegel) [Forum]
15: Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Geseke, 150 m, alter Kalkstein-Steinbruch, 7. Juni 2018, am Licht (det. & fot.: Renate Wagner), conf. Axel Steiner [Forum]
16, ssp. olbiena GEYER: Deutschland, Rheinland-Pfalz, 53572 Unkel, Rheintal, Am Stux, ca. 70 m, 25. Juni 2019, am Licht (Studiofoto: Michael Stemmer), det. Thomas Fähnrich und Tina Schulz [Forum]


Raupe

1-2: Schweiz, Wallis, Rotafen, ca. 1000 m, Südhang mit Wiesen und Gebüsch, e.o. Zucht, ♀ 24. Juni 2006 am Licht, 21. Juli 2006 (Fotos: Christian Siegel), leg. Uwe Dietzel, det. Uwe Dietzel und Christian Siegel
3, 4: Schweiz, Wallis, Rotafen, ca. 1000 m, Südhang mit Wiesen und Gebüsch, e.o. Zucht, ♀ 24. Juni 2006 am Licht (Fotos: Katrin Blassmann), leg. Uwe Dietzel, det. Uwe Dietzel und Christian Siegel
[Forum]


Puppe

1, 2: Schweiz, Wallis, Rotafen, ca. 1000 m, Südhang mit Wiesen und Gebüsch, e.o. Zucht, ♀ 24. Juni 2006 am Licht (Fotos: Katrin Blassmann), det. Uwe Dietzel [Forum]



Diagnose

Nominotypische Unterart

Männchen

1-2, 3-4, 5-6 & 7-8, vier ♂♂: Daten siehe Etiketten (coll., det. & Fotos: Egbert Friedrich)
9, ♂: Deutschland, Sachsen, Bautzen Stadt, 190 m, 2. Juli 2010, Lichtfang (leg., det. & Foto: Friedmar Graf) [Forum]


Weibchen

1-2, 3-4, 5-6 & 7-8, vier ♀♀: Daten siehe Etiketten (coll., det. & Fotos: Egbert Friedrich)


Ssp. behouneki DE FREINA, 1983

Männchen

1-2, ♂: Daten siehe Etikett (coll., det. & Fotos: Egbert Friedrich)


Weibchen

1-2 & 3-4, zwei ♀♀: Daten siehe Etiketten (coll., det. & Fotos: Egbert Friedrich)



Biologie

Habitat

1, Garrigue inmitten von Kalkfelsen: Frankreich, Bouches-du-Rhône, Maussane-les-Alpilles, ca. 130 m, 29. Mai 2012 (Foto: Helmut Kaiser) [Forum]



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

luteus gelb.
(SPULER 1908)


Andere Kombinationen

Synonyme

Unterarten


Faunistik

Die Art hat in Europa ein Verbreitungsgebiet, das vom Ural im Osten bis in die Pyrenäen im Westen reicht. Insbesondere zum Vorkommen in Deutschland gibt es aber viele falsche oder zumindest sehr unsichere Angaben. EBERT (1998) stellte klar, dass es aus Baden-Württemberg nur ein einziges Belegtier vom 19. Juni 1929 von Neuenburg am Rhein in der Markgräfler Rheinebene gibt, das äußerlich mit südeuropäischen Tieren übereinstimmt, und das keinesfalls als Hinweis auf eine Population in Baden-Württemberg gewertet werden darf, sondern als vagabundierendes oder verschlepptes Einzeltier; die Angaben aus Bayern vor 2012 sind ebenfalls alle falsch oder zumindest sehr unsicher. Die Verbreitungskarte von HACKER et al. (1998) schließt die Schweiz komplett und Österreich bis auf dessen Nordrand ein; für Deutschland wird nur ein Streifen durch das südliche Bayern und das südliche Baden-Württemberg einbezogen. Während im Text ausdrücklich erwähnt wird: "Subsp. olbiena occurs in W. Germany (Hessen, Rheinland-Pfalz), France and Switzerland, southward to the Pyrenees" reichen die Vorkommen gemäß Karte nicht einmal bis auf hundert Kilometer an die tatsächlich vorhandenen - und lange Zeit einzigen! - Vorkommen in Deutschland im Mosel- und Nahegebiet heran. In Osteuropa reichte das Vorkommen der nominotypischen Unterart damals nordwärts bis in den Süden Finnlands, westwärts aber nur bis ins Baltikum, das östliche Polen und in die Slowakei.

Diese Ostgrenze wurde schon in den 1990er Jahren deutlich westwärts verschoben, zwischen 2001 (nachträglich rekonstruierter erster Fund in Sachsen 1998) und 2012 wurden zahlreiche Fundorte in den östlichen Bundesländern Deutschlands gemeldet, auch im Lepiforum ([U. Müller, Beitrag 10. Juli 2007], [R. Klemm, Beitrag 28. Juni 2009], [F. Graf, Beitrag 22. Januar 2011]). WOLF & BISCHOFF (2014) zeichnen diese Ausbreitung in westlicher und nordwestlicher Richtung detailliert nach. Sie melden zudem die ersten gesicherten Funde für Bayern, interessanterweise aus dem nördlichen Unterfranken, konkret aus Bad Königshofen, wo am 29. Juni 2012, 10. und 16. Juli 2013 zusammen 4 Tiere im Garten des Zweitautors gefangen wurden. Nach dem hellen Äußeren der Tiere ist klar, dass es hier keinen Bezug zu Tieren aus dem Mittelrheingebiet gibt, sondern dass es sich um westliche Vorposten des Vorkommens Osteuropas handelt. Bei weiterer Ausbreitung müsste es hier aber bald zum Zusammenschluss mit den Vorkommen der dunklen Tiere im Mosel-Nahe-Gebiet (mit östlichstem Punkt bei Wiesbaden) kommen.

(Autor: Erwin Rennwald)


Literatur


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Letzte Änderung am Juni 17, 2019 2:40 von Tina Schulz
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