Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Johansson Et Al 1990

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Bestimmungshilfe / Bestimmungsliteratur / JOHANSSON et al. (1990)

JOHANSSON, R., E. S. NIELSEN, E. J. VAN NIEUKERKEN & B. GUSTAFSSON (1990): The Nepticulidae and Opostegidae (Lepidoptera) of North West Europe. – 739 S.; Fauna Entomologica Scandinavica, Volume 23, part 1 & part 2; Leiden, New York, København & Köln (E. J. Brill / Scandinavian Science Press Ltd.).

Besprechung von Erwin Rennwald

Wer sich irgendwo in Europa mit Miniermotten beschäftigt, muss dieses Buch – neben dem kompakteren Band von Laštuvka & Laštuvka (1997) – regelmäßig konsultieren.

Der erste Teilband, die Seiten 1-414, ist der Textband. Hier werden die Arten ausführlich besprochen. Neben der Auflistung aller relevanter Synonyme liegt der Schwerpunkt der Texte in den ausführlichen Beschreibungen von Männchen, Weibchen und der zugehörigen Genitalien. Am Ende dieser Beschreibungen werden noch die wesentlichen differentialdiagnostischen Merkmale gegenüber den sehr ähnlichen Arten genannt. Ein Abschnitt betrifft die Verbreitung innerhalb Nordwesteuropas, wobei der Abschluss in einer Aussage über die Verbreitung im restlichen Europa und darüber hinaus besteht. Die Beschreibungen von Raupe und Puppe fallen knapp aus, wichtiger sind hier die Eiablage-Pflanzen, die Eiablagestellen an der Pflanze, die Minen (einschließlich Hinweisen, wo die Minen nicht sicher unterscheidbar sind), Phänologie und Generationenzahl.

Der 2. Teilband, also der Tafelband, beginnt mit Seite 415. Hier finden sich nach einer Checklist der 120 Nepticuliden- und 4 Opostegiden-Arten erst einmal hochwertige Farbzeichnungen aller Arten. Meist gibt es oder 4 Falter pro (DIN A 4-)Seite, d. h., die Falter (gespannte Sammlungstiere) haben hier eine Spannweite von z. T. mehr als 10 cm, sind also vielfach vergrößert dargestellt, quasi so, wie man sie unter dem Bino sieht. Danach folgen einige Tafeln mit Zeichnungen des Geäderverlaufs der Flügel, anschließend zu nahezu allen Arten „schöne“ Genitalzeichnungen beider Geschlechter. Damit ist der Band aber noch nicht zu Ende. Von S. 614-667 findet man sauber ausgearbeitete Minen-Zeichnungen, also die Fraßbilder der Larven, die man ja viel häufiger findet als die Falter und anhand derer eine systematische Kartierung viel effektiver durchzuführen ist als mit den Imagines. Doch aufgepasst: die Minen können durchaus auch variieren und oft kommen mehr als eine Art pro Pflanzenart in Frage. Auch da hilft dieser Band noch weiter: durch Schema-Zeichnungen der Borsten-Verteilung der Raupen, durch Zeichnungen der Kopfkapseln der Raupen und einiger weiterer Raupen-Details.

Nur schade, dass der Band nicht ganz Mitteleuropa abdeckt ... (siehe hierzu Laštuvka & Laštuvka 1997).


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Letzte Änderung am April 23, 2014 10:47 von Jürgen Rodeland
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