Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Iphiclides Feisthamelii

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Papilionidae (Ritterfalter)
EU 06958a Iphiclides feisthamelii (DUPONCHEL, 1832)

1: Spanien, Sierra Nevada, 6. Juli 2003 (Freilandaufnahme: Helmut Haas), det. Helmut Haas
2, ♂: Großbritannien, Iberische Halbinsel, Gibraltar, Gipfelbereich des Gibraltar-Felsens, 400 m, 21. Juni 2008 (Freilandfoto: Chris Keiller), det. Martin Keiller, conf. Daniel Bartsch [Forum]
3: Marokko, Haut Atlas, Imi-n-Ifri, Gite Kasbah Imi-n-Ifri, 1150 m, 19. August 2009 (Freilandfoto: Axel Steiner), det. Axel Steiner [Forum]
4: Spanien, Andalusien, Cádiz, Medina, Sidonia, 304 m, 30. April 2012 (det. & fot.: Hildegard Stalder) [Forum]
5-6: Spanien, Andalusien, Provinz Cádiz, bei Villaluenga del Rosario, „Parque Natural de la Sierra de Grazalema“, ca. 900 m, 25. April 2011 (det. & fot.: Klaus Nowak) [Forum]
7: Spanien, Catalonien, Lerida, Odèn, Camí de Cambrils a Solsona, mirador, 12. Mai 2013 (det. & fot.: Allan Liosi) [Forum]
8: Spanien, Pyrenäen, Parque Ordesa, bergiges Gelände, Waldschneise, am Wegrand, ca. 900 m, 11. Mai 2014 (fot.: Ray Arndt), det. Daniel Bartsch [Forum]
9 & 10, zwei ♂ ♂: Portugal, Algarve, Rocha de Pena, 389 m, 7. & 8. April 2016 (leg., det. & fot.: Bernhard Jost) [Forum]


Raupe

1-2, an Prunus dulcis (Mandel): Marokko, Haut Atlas, Tizi-n-Test, Südseite, Bellevue, 2000 m, 24. August 2009 (gefunden: Rolf Bläsius, Freilandfotos: Axel Steiner), det. Axel Steiner [Forum]



Diagnose

Falter

Iphiclides feisthamelii ist innerhalb seines Verbreitungsgebietes nahezu unverwechselbar. Allenfalls kann er bei flüchtiger Betrachtung mit einem Schwalbenschwanz (Papilio machaon) verwechselt werden. Dieser hat aber i.d.R. eine viel kräftiger gelbe Grundfarbe und ihm fehlen die durchgehenden schwarzen Streifen auf Vorder- und Hinterflügeln. Im Streifenmuster ähnlich ist vor allem P. alexanor aus dem zentralen und östlichen Mittelmeerraum, aber auch dieser hat eine viel kräftiger gelbe Grundfarbe und fliegt nirgendwo mit I. feisthamelii zusammen. I. podalirius schließlich, hat eine etwas gelblichere Grundfarbe und weniger kräftig schwarze Zeichnungselemente auf der Flügel-Oberseite. Er fliegt, soweit bislang bekannt, ebenfalls nirgendwo mit I. feisthamelii zusammen. In den Pyrenäen grenzen die Verbreitungsgebiete beider Arten jedoch aneinander an. So fliegt I. podalirius in den französischen Pyrenäen, die Ostpyrenäen einmal ausgenommen und I. feisthamelii in den spanischen Pyrenäen und den französischen Ostpyrenäen. Auch im spanischen Valle de Arán kommt nur I. podalirius vor.


Ähnliche Arten


Erstbeschreibung

DUPONCHEL (1832: 7-10 + pl. 1 fig. 1) [nach Copyright-freien Scans auf www.biodiversitylibrary.org]

Anmerkung:

Die Jahreszahl 1526 auf S. 10 ist ein Druckfehler; die Falter wurden natürlich 1826 gesammelt. Auf der gleichen Seite glaubt Duponchel, den von Cramer (1775-1782) aus der Umgebung von Izmir / Smyrna abgebildeten podalirius zu feisthamelii ziehen zu müssen, eine Auffassung, die nach heutiger Kenntnis irrig ist.

siehe [Forumsbeitrag von Axel Steiner]



Biologie

Lebensraum und Lebensweise

I. feisthamelii ist eine Art trocken-warmer offener Habitate. Gerne fliegt er auch im landwirtschaftlich genutzten Gelände, wie z. B. auf Mandelplantagen oder in den Gärten von Ortschaften. Auch bei dieser Art kommt es zum Treffen der Geschlechter auf Hügelkuppen, jedoch nur bei niedrigerer Populationsdichte. Wo die Art sehr häufig ist, ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass sich die Falter irgendwo im Gelände finden. Der Patrouillenflug der Männchen kann auch an ganz anderen markanten Geländelinien, wie z. B. Flussufern stattfinden.
Die Art tritt in den wärmsten Tieflagen von März bis Oktober in mindestens vier Generationen auf. Weiter im Norden und im Binnenland, werden nur 2-3 Generationen ausgebildet. Und in den höchsten Lagen der Gebirge, wo I. feisthamelii auf bis zu 2500 m steigt, zuweilen auch nur eine.
Seine Raupe lebt vorzugsweise an Prunus-spp. Die Puppe, die von der letzten Generation abstammt, überwintert.

(Autor: Jürgen Hensle)


Habitat

1, Larvalhabitat (Prunus dulcis): Marokko, Haut Atlas, Tizi-n-Test, Südseite, Bellevue, 2000 m, 24. August 2009 (Foto: Axel Steiner) [Forum]
2: Spanien, Andalusien, Cádiz, Medina, Sidonia, 304 m, 30. April 2012 (Foto: Hildegard Stalder) [Forum]
3: Spanien, Andalusien, Provinz Cádiz, bei Villaluenga del Rosario, „Parque Natural de la Sierra de Grazalema“, ca. 900 m, 25. April 2011 (Foto: Klaus Nowak) [Forum]
4-5: Spanien, Catalonien, Lerida, Odèn, Camí de Cambrils a Solsona, mirador, 12. Mai 2013 (Foto: Allan Liosi) [Forum]



Weitere Informationen

Andere Kombinationen


Taxonomie

I. feisthamelii wird von der Fauna Europaea [Fauna Europaea, last update 23 July 2012, version 2.5] weiterhin als Subspecies zu Iphiclides podalirius gestellt: "Considered by some authors as a separate species".


Verbreitung

I. feisthamelii tritt von Marokko bis Tunesien und auf der Iberischen Halbinsel auf. Die Nordgrenze seiner Verbreitung verläuft entlang des Pyrenäenhauptkammes. In den Ostpyrenäen kommt er jedoch auch noch auf französischem Gebiet vor.


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Papilionidae (Ritterfalter)
EU 06958a Iphiclides feisthamelii (DUPONCHEL, 1832) non-d-ch-a

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Letzte Änderung am Oktober 23, 2016 20:14 von Michel Kettner
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