Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Hofmannophila Pseudospretella

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Oecophoridae (Faulholzmotten)
EU M-EU 02284 Hofmannophila pseudospretella (STAINTON, 1849) - Samenmotte

1: Deutschland, Schleswig-Holstein, Nordfriesland, Föhr, Ferienwohnung, 16. August 2005 ("Freilandfoto": Jürgen Rodeland), det. René Ressler [Forum]
2: Deutschland, Baden-Württemberg, Nordschwarzwald, Gernsbach-Obertsrot, 9. Mai 2006 (Foto: Dietmar Laux), conf. Helmut Kolbeck [Forum]
3: Deutschland, Bayern, Aichach-Sulzbach, Falter am Licht, 13. August 2007 (Foto: Michel Kettner), det. Thomas Fähnrich, conf. Helmut Kolbeck [Forum]
4: Deutschland, Sachsen, Leipzig, am Licht, 5. Juli 2009 (det. & Foto: Heidrun Melzer)
5: Deutschland, Sachsen, Leipzig, am Licht, 10. August 2009 (det. & Foto: Heidrun Melzer)
6, ♀: Österreich, Steiermark, Graz, St. Peter, ca. 380 m, Sägespäne in Zuchtbehälter, Zimmertemperatur, Falterschlupf 24. Februar 2018 (det. & fot.: Horst Pichler) [Forum]


Kopula

1: Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Nordeifel, 560 m, 1. Juni 2014, Dämmerung (det. & fot.: Kai Frantzen) [Forum]
2-3: Deutschland, Baden-Württemberg, 77815 Bühl-Baden, südliche Ortsrandlage, 135 m, 3. Juli 2016, am Licht (fot.: Willy Dresel), det. Karola Winzer [Forum]


Ei

1: Deutschland, Sachsen, Leipzig, ♀ am Licht 27. August 2009 (det. & Foto am 28. August 2009: Heidrun Melzer)



Diagnose

1, ♂: Deutschland, Baden-Württemberg, 78176 Blumberg, Ortsrandlage, Südhang, in Waldnähe (Buchen-Mischwald, Waldrand mit anschließendem Trespen-Halbtrockenrasen auf Kalk), 720 m, am Licht, 3. Juni 2015 (leg., gen. det. & Foto: Hans-Peter Deuring) [Forum]

1, ♀: Schweiz, Bern, Biel-Vingelz, 520 m, 21. Juni 2005, in der Wohnung (leg., det. & Foto: Rudolf Bryner)
2, ♀: Deutschland, Baden-Württemberg, 78176 Blumberg, Ortsrandlage, Südhang, in Waldnähe (Buchen-Mischwald, Waldrand mit anschließendem Trespen-Halbtrockenrasen auf Kalk), 720 m, am Licht, 11. Juli 2017 (leg., gen. det., präp. & Foto: Hans-Peter Deuring) [Forum]


Genitalien

1-2, ♂: Deutschland, Baden-Württemberg, 78176 Blumberg, Ortsrandlage, Südhang, in Waldnähe (Buchen-Mischwald, Waldrand mit anschließendem Trespen-Halbtrockenrasen auf Kalk), 720 m, am Licht, 3. Juni 2015 (leg., gen. det., präp. & Foto: Hans-Peter Deuring) [Forum]
3, ♂: Österreich, Steiermark, Graz, St. Peter, ca. 380 m, Garten, Mischwaldrand, am Licht, 5. Juli 2017 (präp. & Foto: Horst Pichler), det. Tina Schulz [Forum]


1-4, ♀: Deutschland, Baden-Württemberg, 78176 Blumberg, Ortsrandlage, Südhang, in Waldnähe (Buchen-Mischwald, Waldrand mit anschließendem Trespen-Halbtrockenrasen auf Kalk), 720 m, am Licht, 11. Juli 2017 (leg., gen. det., präp. & Foto: Hans-Peter Deuring) [Forum]
5, ♀: Österreich, Steiermark, Graz, St. Peter, ca. 380 m, Sägespäne in Zuchtbehälter, Zimmertemperatur, Falterschlupf 24. Februar 2018 (det. & fot.: Horst Pichler) [Forum]


Erstbeschreibung

STAINTON (1849: 14) [nach Digitalisat der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Universitätsbibliothek]



Biologie

Nahrung der Raupe

DISQUÉ (1895) liefert einen typischen Bericht: "[...] fand ich im November 1883 in dem Herbarium des Besitzers einer Samenhandlung, welches sie gänzlich zerstört hatte. Auch im Samenmagazin war sie zahlreich an trockenen Erbsen und sonstigen Sämereien in Gemeinschaft mit der Raupe von Endrosis lacteella. Beide Raupen ähneln sich sehr. Sie sind weißlich mit kastanienbraunem Kopf und gelbbraunem Nackenschild. Die der lacteellea hat das Afterschild angedeutet, was bei pseudospretella nicht der Fall ist. Als einige Jahre später die Samenbehälter einmal gründlich gereinigt wurden, verschwand pseudospretella vollständig.
SCHÜTZE (1931) fasst zur Raupe zusammen: "In Niederlagen an Mehlfrüchten, Erbsen, Reis, von dem sie sechs bis acht Körner zu einem Klumpen verspinnt (Sorhagen). An verschiedenen Sämereien und Erbsen, die sie ganz aushöhlt, ebenso fand ich sie in einem Herbarium, die Pflanzen verwüstend, desgleichen in alten Hundekuchen (Disqué).

Im Jargon des Schädlingsbekämpfers auf [schaedlingskunde.de] klingt das weniger schön: "Samenmotten werden gleichzeitig zu den vorratsschädlichen Insekten wie auch zu den Materialschädlingen gezählt. Sie können sowohl pflanzliche, als auch tierische Produkte befallen, die aufgrund falscher Lagerungsbedingungen feucht geworden sind. Die Larven der Samenmotte werden zum Beispiel an Mais, Gries, Getreide, Haferflocken, Mehl oder Hülsenfrüchten gefunden. Aber auch Leder, Wolltextilien, Bucheinbände und Polsterstoffe werden befallen. Aufgrund ihrer Fähigkeit sich von Keratin zu ernähren sind die Larven von Hofmannophila pseudospretella in der Lage sich auch in entsprechenden Materialien tierischer Herkunft zu entwickeln."

(Autor: Erwin Rennwald)



Weitere Informationen

Andere Kombinationen

Synonyme


Literatur


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Letzte Änderung am März 8, 2018 15:02 von Tina Schulz
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