Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

[Home] Vergleichsansichten: [doppelt] [dreifach] [mit Forum] [Kopfzeilen ausblenden] [Forum 1] [Forum 2] [Forumsarchiv] [Benutzerhinweise] [Bestimmungsliteratur] [Glossar] [Mitarbeit] [Impressum] [Inhalt]

Volltextsuche: [Tipps zur Verwendung der Suchfunktion]

Hipparchia Tamadabae

Bestimmungshilfe | LetzteAenderungen | Einstellungen

Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Nymphalidae (Edelfalter)
EU Hipparchia tamadabae OWEN & SMITH, 1992

Männchen

1: Spanien, Kanarische Inseln, Gran Canaria, Pozo de las Nieves, 1850 m, 21. August 2011 (Freilandfoto: Martin Wiemers), det. Martin Wiemers


Weibchen

1-3: Spanien, Kanarische Inseln, Gran Canaria, Pozo de las Nieves, 1850 m, 21. August 2011 (Freilandfoto: Martin Wiemers), det. Martin Wiemers


Kopula

1: Kanarische Inseln, Gran Canaria, Montaña de Tauro, 1200 m, 14. Februar 2016 (det. & Freilandfoto: Werner Reitmeier) [Forum]


Ei

1: Spanien, Kanarische Inseln, Gran Canaria, Pozo de las Nieves, 1850 m, 21. August 2011 (Freilandfoto: Martin Wiemers), det. Martin Wiemers



Diagnose

Auf Gran Canaria ist die Art unverwechselbar.



Biologie

Habitat

1: Spanien, Kanarische Inseln, Gran Canaria, Pozo de las Nieves, 1850 m, 21. August 2011 (Foto: Martin Wiemers)
2: Spanien, Kanarische Inseln, Gran Canaria, Embalse de Soria, 650 m, 22. August 2011 (Foto: Martin Wiemers)
3: Spanien, Kanarische Inseln, Gran Canaria, Roque Nublo, 1600 m, 21. August 2011 (Foto: Martin Wiemers)

Hipparchia tamadabae fliegt in den Kiefernwäldern Gran Canarias zwischen 400 und 1800 m. Hier fliegt der Falter an felsigen Stellen, hauptsächlich in den Barrancos.


Lebensweise

In tiefern Lagen beginnt die Flugzeit Ende März oder Anfang April. An der Verbreitungsobergrenze kann sie bis Anfang September andauern. Die Falter meiden die heiße Tageszeit, fliegen fast nur vormittags und in den Abendstunden, wenn die Flugstellen noch oder wieder im Schatten liegen. Die Eiablage erfolgt im Spätsommer an trockene Kiefernnadeln auf dem Erdboden, da zu diesem Zeitpunkt noch keine frischen Gräser ausgetrieben haben. Wahrscheinlich muss die Raupe nach dem Schlupf noch warten, bis Nahrung zur Verfügung steht. In den Hochlagen überwintert die Jungraupe. In tiefern Lagen frisst sie wahrscheinlich den Winter über durch.

(Autor: Jürgen Hensle)



Weitere Informationen

Taxonomie

In der früheren Version der Fauna Europaea wurden Hipparchia gomera HIGGINS, 1967 (nur auf La Gomera), Hipparchia bacchus HIGGINS, 1967 (nur auf Hierro) und Hipparchia tilosi MANIL, 1984 (nur auf La Palma) als Synonyme zu Hipparchia wyssii gestellt, allerdings mit dem Hinweis, dass die Taxa von manchen Autoren als eigenständige Unterarten oder auch Arten akzeptiert werden. Gleiches galt für die zunächst gar nicht erwähnte Hipparchia tamadabae OWEN & SMITH, 1992 (bzw. Hipparchia wyssii tamadabae OWEN & SMITH, 1992) von Gran Canaria. Mit der neueren Fassung der Fauna Europaea (Fauna Europaea Web Service. Last update 22 December 2009. Version 2.1. Available online at http://fauna.naturkundemuseum-berlin.de) wurden alle diese Taxa als Arten anerkannt. Hipparchia wyssii (CHRIST, 1889) kommt in der engeren Fassung damit nur auf Teneriffa vor.
Zu den Verwandtschaftsbeziehungen innerhalb des Hipparchia wyssii-Komplexes schreibt Martin Wiemers (in litt.): "Inzwischen habe ich erste DNA-Ergebnisse vorliegen, die bestätigen, dass die Hipparchia-Populationen auf den Kanaren schon lange voneinander getrennt sind. So haben H. tilosi und H. tamadabae COI-Sequenzunterschiede von 5,8%, was auf eine Trennung von ca. 2-3 Millionen Jahren schließen läßt. Auch spricht das für die artliche Verschiedenheit, denn intraspezifische Distanzen liegen nur selten über 2%."


Faunistik

Endemit der Kanaren-Insel Gran Canaria.


Typenmaterial

OWEN & SMITH (1992: 255): “Holotype ♂ and paratypes (23 ♂; 16 ♀). Canary Islands: Gran Canaria, El Pinar de Tamadaba, in dry, rocky barrancos in Pinus canariensis forest at 400 m, August 1990 und July 1991. Specimens in D. F. Owen and D. A. S. Smith collection to be deposited in the Hope Entomological Collections, University Museum, Oxford.”


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Nymphalidae (Edelfalter)
EU Hipparchia tamadabae OWEN & SMITH, 1992 non-d-ch-a

Bestimmungshilfe | LetzteAenderungen | Einstellungen
Diese Seite ist schreibgeschützt | Zeige andere Versionen dieser Seite
Letzte Änderung am August 29, 2016 22:03 von Jürgen Rodeland
Suche: