Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Heterogenea Asella

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Limacodidae (Schneckenspinner, Asselspinner, Schildmotten)
EU M-EU 03912 Heterogenea asella ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) - Kleiner Schneckenspinner

1: Österreich, Niederösterreich, Spitzerberg bei Prellenkirchen, Trockenrasen, Gebüsche, trockener Eichenwald, 250 m, am Licht 19. Juli 2007 (Foto: Peter Buchner), det. Peter Buchner
2: Österreich, Niederösterreich, Scheiblingkirchen, Türkensturz, 7. Juli 2002 (Foto: Peter Buchner), det. Peter Buchner
3-4: Slowakei, Slowakischer Karst, Brzotín (Dorf am Fuße des nordwestlichen Randes des Silicaer Plateaus), ca. 270 m, 8. Juli 2012 (Fotos: Andrej Makara), conf. Alexandr Zhakov [Forum]
5: Deutschland, Rheinland-Pfalz, 53572 Unkel, Rheintal, Am Stux, trocken-warme Weinbergslage, am Licht, 23. Juli 2013 (det. & fot.: Michael Stemmer), conf. Thomas Guggemoos [Forum]
6: Deutschland, Rheinland-Pfalz, 53572 Unkel, Rheintal, Am Stux, trocken-warme Weinbergslage, am Licht, 19. Juli 2014 (det. & fot.: Michael Stemmer), conf. Armin Dahl [Forum]
7-8: Deutschland, Baden-Württemberg, Freiburg, Mooswald/Thermalbad, 210 m, 26. August 2014, an beleuchteter Reklamewand (det. & fot.: Helmut Kaiser) [Forum]


Raupe

1: Österreich, Salzburg, Golling, Waldrand, ca. 600 m, an Wildkirsche (Prunus avium) in 1,5 m Höhe, 23. September 2007 an Blattunterseite (Foto: Erich Schnöll), det. Erich Schnöll [Forum]
2: Deutschland, Bayern, Odelzhausen, 22. September 1980 (Foto: Michel Kettner), det. Michel Kettner [Forum]
3-7: Deutschland, Sachsen, Dübener Heide, Umgebung Doberschütz, von Winterlinde (Tilia cordata) geklopft, 4. September 2012 (leg., det. & Fotos: Heidrun Melzer) [Forum]
8, bei Vorbereitung zum Spinnen des Überwinterungskokons: Daten wie Bild 3-7 (Foto am 5. September 2012: Heidrun Melzer) [Forum]
9: Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Hagen-Hohenlimburg, an Winterlinde (Tilia cordata), Blattunterseite, 180 m, Tagfund, 20. September 2015 (det. & Studiofotos: Josef Bücker) [Forum]


Puppe

1-2, Überwinterungs- und Verpuppungskokon: Deutschland, Baden-Württemberg, Auwald Kastenwörth bei Rheinstetten-Forchheim, 12. Oktober 2006 (Studiofotos: Dietmar Laux), det. Erwin Rennwald [Forum]
3-5, Überwinterungs- und Verpuppungskokon (5 mm lang), Bild 3-4 frisch, Bild 5 in endgültiger Färbung: Deutschland, Sachsen, Dübener Heide, Umgebung Doberschütz, Raupe am 4. September 2012 von Winterlinde (Tilia cordata) geklopft (leg., det. & Fotos am 5. September 2012: Heidrun Melzer) [Forum]



Diagnose

1-2 und 3-4, zwei ♂♂: Daten siehe Etikett (coll. & Fotos: Egbert Friedrich)
5-6, ♀: Daten siehe Etikett (coll. & Fotos: Egbert Friedrich)



Biologie

Nahrung der Raupe

Die Raupe wird in Mitteleuropa überwiegend an Rotbuchen und Hainbuchen gefunden, daneben an einer Vielzahl weiterer Laubgehölze, nicht aber an den von Apoda limacodes bevorzugten Stiel- und Traubeneichen. Da die Raupe - wie die jener Art - an der Unterseite der Blätter haften muss, sind es durchweg Blätter mit fehlender oder sehr geringer Blattunterseiten-Behaarung:

Andere, in der Literatur erwähnte Pflanzen sind wenig glaubhaft: das gilt insbesondere für die häufig erwähnten Stiel- und Traubeneichen sowie die Schlehe. (Völlig?) ungenutzt bleiben auch weitere Arten mit nicht oder kaum behaarter Blattunterseite: Pappeln (Populus div. spec.), Weiden (Salix div. spec.), Erlen (Alnus div. spec.), Eschen (Fraxinus excelsior) - um nur einige an den Vorkommensorten der Falter häufig auftretende Gehölze zu nennen.

Auch an den Buchen und Hainbuchen braucht man nicht überall zu suchen. Besiedelt werden zumindest kurze Zeit am Tage besonnte, insgesamt aber (sehr) luftfeucht stehende Bäume bzw. Baumpartien. Gerade an den besonders beliebten Hainbuchen fällt auf, dass Äste mit Fruchtansatz in der Regel unbesiedelt sind, die weniger stark besonnten Zweige im Halbschatten - mit ihren weicheren Blättern - aber um so stärker. An Waldweg-Verzweigungen mit einem Bach daneben muss man Ende September/ Anfang Oktober meist nur kurz nach oben schauen um das feine Siebmuster - den Lochfraß der Jungraupen - zu entdecken; die Suche nach den ausgewachsenen Raupen (oder auch Puppenkokons) ist dann mit etwas Übung ein Leichtes.

(Autor: Erwin Rennwald)



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

„die Assel.“
SPULER 2 (1910: 170L)

cruciata: „die mit Kreuz, wegen der Raupenzeichnung.“
SPULER 2 (1910: 170L)


Andere Kombinationen

Synonyme


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Limacodidae (Schneckenspinner, Asselspinner, Schildmotten)
EU M-EU 03912 Heterogenea asella ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) - Kleiner Schneckenspinner art-mitteleuropa

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Letzte Änderung am Mai 7, 2016 23:12 von Michel Kettner
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