Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Heliodines Roesella

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Heliodinidae
01598 Heliodines roesella (LINNAEUS, 1758)

1-3: Frankreich, Pyrenäen, Orlu, 1350 m, leg. Raupen an „Gutem Heinrich“ (Chenopodium bonus-henricus) 13. Juli 2018, e.l. 26. Juli 2018 (det. Friedmar Graf, leg., cult. & Fotos Ruben Meert)


Raupe

1-2: Frankreich, Pyrenäen, Orlu, 1350 m, Raupen an „Gutem Heinrich“ (Chenopodium bonus-henricus) 13. Juli 2018 (leg., cult. & Fotos Ruben Meert, det. Friedmar Graf nach Zuchtfalter)


Puppe

1-3: Frankreich, Pyrenäen, Orlu, 1350 m, leg. Raupen an „Gutem Heinrich“ (Chenopodium bonus-henricus) 13. Juli 2018, frische Puppe [1] am 15. Juli 2018, ältere Puppen [2-3] am 17. Juli 2018 (leg., cult. & Fotos Ruben Meert, det. Friedmar Graf nach Zuchtfalter)


Befalls-Spuren

1-2: Frankreich, Pyrenäen, Orlu, 1350 m, Fraß-Spuren an „Gutem Heinrich“ (Chenopodium bonus-henricus) 13. Juli 2018 (leg., cult. & Fotos Ruben Meert, det. Friedmar Graf nach Zuchtfalter)



Diagnose

Geschlecht nicht bestimmt

1-4: Daten siehe Etiketten (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM, "Klimesch-Sammlung"


Erstbeschreibung

LINNAEUS (1758: 541) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]


Abbildungen in HÜBNER [1796-1834]

HÜBNER ([1813]: pl. 59 figs. 399-400) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Nahrung der Raupe

SCHÜTZE (1931) schrieb: "Ich finde die Raupen ausschließlich an Chenopodium bonus Henricus [Chenopodium bonus-henricus (Guter Heinrich)], in manchen Jahren sehr häufig, in anderen kaum eine." Weitere dort genannte Pflanzen sind Spinat (Spinacia spec.) und Echter Erdbeerspinat (Blitum virgatum = Chenopodium foliosum), also zwei weitere Chenopodiaceae (oder je nach Autor: Amaranthaceae).

(Autor: Erwin Rennwald)


Nahrungspflanze

1: Frankreich, Pyrenäen, Orlu, 1350 m, Nahrungspflanze „Guter Heinrich“ (Chenopodium bonus-henricus) 13. Juli 2018 (Foto Ruben Meert, det. Friedmar Graf & Peter Buchner)


Habitat

1: Frankreich, Pyrenäen, Orlu, 1350 m (Fundstelle der Raupen von Bild 1-2), 13. Juli 2018 (Foto Ruben Meert)



Weitere Informationen

Andere Kombinationen


Faunistik

Deutschland: SCHÜTZE (1931) schrieb: "Ich finde die Raupen ausschließlich an Chenopodium bonus Henricus [Chenopodium bonus-henricus (Guter Heinrich)], in manchen Jahren sehr häufig, in anderen kaum eine. — Zwei Generationen (Schütze)." Fundorte nannte er nicht, aber wahrscheinlich war das alles bei ihm zu Hause, in und um Rachlau bei Bautzen in der Oberlausitz (Ostsachsen). GAEDIKE & HEINICKE (1999) führen Sachsen nicht an, dafür aber das angrenzende Brandenburg (nur Angaben vor 1900), Niedersachsen, Baden-Württemberg (jeweils vor 1980) und Bayern (nach 1980). In der "Checkliste der "Kleinschmetterlinge" Bayerns (PRÖSE & SEGERER 1999) wird die Art aufgelistet, aber leider nicht kommentiert. Da sie in der Roten Liste von PRÖSE et al. (2003[2004] fehlt, müsste sie demnach in Bayern ungefährdet sein. Allein die Tatsache, dass wir bisher weder ein Falter- noch ein Raupenfoto von der als Falter attraktiven, als Raupe durch ihre Gespinste wohl kaum zu übersehende Art erhalten haben, lässt an diesem Schluss zweifeln.

Das SWISSLEPTEAM (2010) konnte für die Schweiz keinen gesicherten Beleg präsentieren, dafür aber Literaturangaben aus den Nordalpen und dem Mittelland - vermutlich sind auch diese recht alt.

Österreich: Die Beleg-Datenbank des Oberösterreichischen Landesmuseums auf [zobodat.at] enthält unter 3.092.028 Belegen (Abfrage am 3. Januar 2016) nur sieben von H. roesella: Kirchdorf a. d. Krems, Oberösterreich (ohne Angabe des Finders, Juni 1895), Steyr, Oberösterreich (ohne Finder und Datum), Abtsdorf am Attersee, Oberösterreich (1915), Losenstein a. d. Enns, Oberösterreich (ohne Datum), zwei Funde aus St. Pankraz, Oberösterreich (leg. Klimesch, 1946 und ohne Finder-Angabe, August 1946) sowie Kirchberg am Wechsel, Niederösterreich (30. Juni 1919).

Noch ist der Gute Heinrich (Chenopodium bonus-henricus) in den mitteleuropäischen Dörfern weit verbreitet, aber eben doch nicht mehr in jedem Hof zu finden und insgesamt sehr viel seltener geworden. Sollte die einzige europäische Art der Familie Heliodinidae in Mitteleuropa zur Rarität geworden sein? Oder sieht es hier gar schon aus wie in Nordwesteuropa, über das in der Fauna Europaea [Fauna Europaea, last update 27 january 2011] zu lesen ist: "Extinct in Great Britain, Belgium, Netherlands". Nach EMMET (in HEATH & EMMET 1985) verschwand die Art in England schon um 1820.

(Autor: Erwin Rennwald, mit Ergänzungen von Jürgen Rodeland)


Literatur


Informationen auf anderen Websites (externe Links)


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01598 Heliodines roesella (LINNAEUS, 1758) art-mitteleuropa

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Letzte Änderung am November 13, 2019 16:26 von Jürgen Rodeland
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