Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Ethmia Aurifluella

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Elachistidae
EU M-EU 01650 Ethmia aurifluella (HÜBNER, [1810])

1-2: Frankreich, Vaucluse (84), Mt. Ventoux, NW Sault, N 44° 07' 35" E 5° 22' 20", 960 m, 19. April 2011 (Fotos & det.: Heiner Ziegler) [Forum]
3, abgeflogenes ♀: Schweiz, Wallis, Savièse, 820 m, 5. Juni 2014, Tagfund, leg. Peter Sonderegger (Foto: Rudolf Bryner) [Forum]
4-6, ♀: Schweiz, Wallis, Savièse, 820 m, 5. Juni 2014 Tagfund eines ♀ mit anschliessender Eiablage (leg. Peter Sonderegger) und 13. Juni 2014 Fund von Eigelegen an Onosma pseudoarenaria (leg. Rudolf Bryner), Zucht ex ovo, Überwinterung im Freien, ab 17. Februar 2015 in Zimmertemperatur, e.l. 28. März 2015 (cult., det. & Fotos: Rudolf Bryner) [Forum]


Ausgewachsene Raupe

1-3: Schweiz, Wallis, Savièse, 820 m, 5. Juni 2014 Tagfund eines ♀ mit anschliessender Eiablage (leg. Peter Sonderegger) und 13. Juni 2014 Fund von Eigelegen an Onosma pseudoarenaria (leg. Rudolf Bryner), Zucht ex ovo mit Onosma pseudoarenaria und Echium (cult., det. & Fotos am 17. und 11. Juli 2014: Rudolf Bryner) [Forum]


Jüngere Raupenstadien

1-2, Jungraupe, zum Fotografieren aus ihrem Frassgang vertrieben: Schweiz, Wallis, Savièse, 820 m, 5. Juni 2014 Tagfund eines ♀ mit anschliessender Eiablage (leg. Peter Sonderegger) und 13. Juni 2014 Fund von Eigelegen an Onosma pseudoarenaria (leg. Rudolf Bryner), Zucht ex ovo (cult., det. & Fotos am 24. Juni 2014: Rudolf Bryner) [Forum]


Fraßspuren und Befallsbild

1, Befallsbild an Onosma pseudoarenaria, frühes Stadium: Schweiz, Wallis, Savièse, 820 m, 5. Juni 2014 Tagfund eines ♀ mit anschliessender Eiablage (leg. Peter Sonderegger) und 13. Juni 2014 Fund von Eigelegen (leg. Rudolf Bryner), Zucht ex ovo (cult., det. & Foto am 24. Juni 2014: Rudolf Bryner)
2, Gespinströhre an eingetopftem Natternkopf (Echium vulgare): Fund- und Zuchtdaten wie Bild 1 (Foto am 23. Juli 2014: Rudolf Bryner) [Forum 1-2]


Puppe

1: Schweiz, Wallis, Savièse, 820 m, 5. Juni 2014 Tagfund eines ♀ mit anschliessender Eiablage (leg. Peter Sonderegger) und 13. Juni 2014 Fund von Eigelegen an Onosma pseudoarenaria (leg. Rudolf Bryner), Zucht ex ovo (cult., det. & Foto am 1. August 2014: Rudolf Bryner) [Forum]


Ei

1, frisches Ei: Schweiz, Wallis, Savièse, 820 m, 5. Juni 2014, Tagfund eines ♀ mit anschliessender Eiablage an Lotwurz (Onosma pseudoarenaria) (leg. Peter Sonderegger) (Foto: Rudolf Bryner)
2, Gelege mit bereits verfärbten Eiern: Schweiz, Wallis, Savièse, 820 m, an Lotwurz (Onosma pseudoarenaria), 13. Juni 2014 (leg., cult., det. & Foto: Rudolf Bryner) [Forum 1-2]


Diagnose

Unverwechselbar. Von den anderen dunklen Arten der Gattung durch die stahlgraue Vorderflügelfärbung, die zur Basis hin aufgehellten Hinterflügel und den größeren Gelbanteil des Abdomens zu unterscheiden.

Männchen

1, ♂: Schweiz, Wallis, Baltschieder, 830 m, 14. Mai 2000, leg. Martin Albrecht (Foto: Rudolf Bryner), det. Peter Sonderegger [Forum]


Erstbeschreibung

HÜBNER ([1810]: pl. 44 fig. 302) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Habitat

1: Schweiz, Wallis, Rhonetal, Savièse, 820 m, 13. Juni 2014 (Foto: Rudolf Bryner) [Forum]


Nahrung der Raupe

1-2, Lotwurz (Onosma pseudoarenaria): Schweiz, Wallis, Savièse, 820 m, 13. Juni 2014 (Fotos: Rudolf Bryner) [Forum]

Unter Zuchtbedingungen wurden auch Anchusa und Echium angenommen.


Lebensweise

Als Eiablagepflanze konnte in der Schweiz im Walliser Rhonetal erstmals Lotwurz (Onosma pseudoarenaria) nachgewiesen werden.

Nach dem Schlüpfen, das sich rund 10 Tage nach der Eiablage vollzog, frassen sich die Räupchen in die Blätter der Nahrungspflanze ein. Der Befall ist an den dicht mit Drüsenhaaren besetzten Blättern kaum feststellbar und verrät sich bestenfalls durch die winzigen Kotkügelchen, welche sich in Pflanzenhaaren und den wenigen Gespinstfäden verfangen haben (Befallsbild 1). Die ganze Raupenentwicklung spielt sich im Pflanzeninnern ab, zuerst in den Blättern, dann in den Stengeln und schliesslich im Wurzelhals. Am eingetopften Ersatzfutter Echium vulgare frassen sich die Raupen – jede auf ihrer eigenen Pflanze – von oben durch die Blattrosette in die Pfahlwurzel hinein. Zwischen den Basisblättern wurde eine kurze Gespinströhre gebaut (Befallsbild 2). Zur Kotabgabe erschienen die Raupen jeweils rückwärts aus dem Untergrund und gaben den Kot am oberen Ende der Gespinstöhre ab, wo sich über 2-3 Tage ein stattlicher Kothaufen bildete. Wegen der Kleinheit der Rosetten hielten diese aber nie länger als 3-4 Tage durch, dann waren die Pfahlwurzeln vollständig ausgehöhlt und es mussten neue Pflanzen gereicht werden. Die Verpuppung erfolgte in einem Gespinst innerhalb des Frassganges der Raupe. (Rudolf Bryner)



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

Offensichtlich nach lat. aurum (Gold) und flumen (Fluss) oder fluere (fließen, strömen); dazu das von den frühen Lepidopterologen allen „Tinea“-Arten standardmäßig zugeordnete Suffix -ella.

(Jürgen Rodeland)


Andere Kombinationen

Synonyme


Literatur


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EU M-EU 01650 Ethmia aurifluella (HÜBNER, [1810]) art-mitteleuropa

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Letzte Änderung am Mai 20, 2019 14:59 von Michel Kettner
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