Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Eriocrania Sangii

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Eriocraniidae (Trugmotten)
EU M-EU 00055 Eriocrania sangii (WOOD, 1891)
Verwechslungsträchtige Art!

1: Finnland, Uusimaa, Inkoo, Kopparnäs, 11. Mai 2014 (det. & fot: Olli Pihlajamaa)
2, ♂: Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Hövelhof, Eichen-Birken-Kiefern-Mischwald, am Licht, 9. April 2018, (leg., gen. det. & Foto: Dieter Robrecht) [Forum]. Das Verhältnis der Fühlerlänge (2,9 mm) zur Vorderflügel-Länge (5,1 mm) schließt Eriocrania cicatricella aus.
3-4, ♂: Deutschland, Niedersachsen, Stadt Lüneburg, Oedeme-Süd, alter und teilweise trockenrasiger und verkrauteter Bahndamm mit Birken, Erlen, Schlehen und Ginster, 35 m, am Licht, 8. April 2018 (gen. det. & Foto: Frank Stühmer) [Forum]
5-6, ♂: Deutschland, Niedersachsen, Landkreis Lüneburg, westl. Soderstorf, ca. 60 m, in kleiner verwilderter Heide mit moorigen Bereichen, am Licht, 12. April 2018 (gen. det. & Foto: Frank Stühmer) [Forum]


Raupe

1: Österreich, Niederösterreich, 2 km W Seebenstein; Heidelbeer-Rotföhrenwald mit Birken (Betula pendula), 440 m, leg. Birkenblatt mit Raupe 1. Mai 2006, Foto (unmittelbar bevor die Raupe die Mine verlassen hat) 5. Mai 2006 (Foto: Peter Buchner), det. Peter Buchner
2: Andere Raupe in geöffneter Mine, Daten wie 1
3: Deutschland, Niedersachsen, Deister, Umgebung Barsinghausen, große zusammenhängende Lichtungsbereiche mit Aufforstung, an Birke, 140 m, 8. Mai 2015 (det. & Foto: Tina Schulz) [Forum]


Fraßspuren und Befallsbild

1, Mine in Birkenblatt: Deutschland, Niedersachsen, Deister, Umgebung Barsinghausen, große zusammenhängende Lichtungsbereiche mit Aufforstung, an Birke, 140 m, 8. Mai 2015 (det. & Foto: Tina Schulz) [Forum]



Diagnose

Geschlecht nicht bestimmt

1: Finnland, coll. Mus. Zool. Oulu © M. Virtala 2006, kleines Bild redaktionell an Standardmaße angepasst.

Raupe

Die Raupen lassen sich von den anderen an Birke (Betula sp.) lebenden Eriocrania-Arten an der Farbe unterscheiden: Raupe von Eriocrania sangii grau, Raupen der anderen Arten weißlich bis hellgrün.


Ähnliche Arten

Bei den beiden sehr ähnlichen Arten Eriocrania sangii und E. semipurpurella ist eine sichere Bestimmung nur über GU möglich. [Christof Zeller im Forum].

Unterscheidung Eriocrania semipurpurella/sangii (unten) und Eriocrania cicatricella (oben) anhand der Fühlerlängen: die Fühler sind bei Eriocrania semipurpurella/sangii deutlich länger sind als die Hälfte der Vorderflügel (rote Linien), während bei Eriocrania cicatricella die Fühler kürzer sind als die Hälfte der Vorderflügel (blaue Linien). [Christof Zeller im Forum]


Genitalien

1, Genitalpräparat eines nicht abgebildeten ♂: ohne Funddaten (präp., det. & Foto: Christof Zeller), Ventralzweig des Aedoeagus [Forum]
2, Genitalpräparat des als Lebendfalter 2 abgebildeten ♂: Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Hövelhof, Eichen-Birken-Kiefern-Mischwald, am Licht, 9. April 2018, (leg., gen. det., präp. & Foto: Dieter Robrecht) [Forum]


Erstbeschreibung

WOOD (1891) [nach Copyright-freien Scans auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Nahrung der Raupe

Die Raupe miniert ausschließlich in Birken-Blättern. In der Literatur werden meist keine genauen Arten benannt; der Erstbeschreibung scheint die Hänge-Birke (Betula pendula [als "Betula alba"]) zu betreffen, also die Pflanze, von der auch unsere Raupenbilder aus Niederösterreich stammen:



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

Der Artname hat nichts mit lateinisch "sanguis" = Blut zu tun, sondern leitet sich aus dem Nachnamen eines Raupenzüchters, Herr Sang ab! Der Erstbeschreibung von WOOD (1891: 101) ist zu entnehmen, dass es zunächst Namensverwirrung um Eriocrania semipurpurella gab und dass es das Tier mit den grauen Larven war, das bis dahin noch keinen Namen hatte: “Now I learn from Mr. Stainton that he posesses a series of a Micropteryx, bred some years ago by the late Mr. Sang from birch, which appears to be identical with the insect I have reared from these grey larvae, and it seems to me I cannot, therefore, do better than call it Sangii, in memory of that good ebserver [sic, recte: observer].”


Taxonomie

Hinweis: Nicht alles, was derzeit Eriocrania sangii oder Eriocrania semipurpurella heißt, ist es auch! AARVIK et al. (2017) konstatieren: "Eriocrania sangii (Wood, 1891) and E. semipurpurella (Stephens, 1835) belong to a complex containing four closely related species. Formal descriptions of the two undescribed species are still lacking."

(Autor: Erwin Rennwald)


Andere Kombinationen


Literatur


Informationen auf anderen Websites (externe Links)


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EU M-EU 00055 Eriocrania sangii (WOOD, 1891) art-mitteleuropa

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Letzte Änderung am Mai 12, 2019 17:43 von Michel Kettner
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