Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Enolmis Agenjoi

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EU 02221 Enolmis agenjoi PASSERIN D'ENTRÈVES, 1988



Biologie

Nahrung der Raupe

Strenggenommen noch unbekannt! PASSERIN D'ENTRÈVES (1988: 52) ist sich sicher, dass das, was MILIÈRE (1879: 24) als Raupe von Butalis acanthella beschreibt, in Wirklichkeit die Raupe von E. agenjoi ist. Dort heißt es: "Au printemps, en suivant des yeux les murs et les rochers qui bordent l'ancienne route du Cannet, l'attention est attirée par de nombreuses petites taches d'un blanc grisatre qui ne sont autres que les abris de la Larve de Butalis Acanthella, laquelle vit solitaire, à partir de la fin de l'automne à la mi-mai de l'année suivante. Elle ne quitte sa tente que la nuit pour ronger les lichens microscopiques qui croissent dans son voisinage." Nach dieser Feststellung, dass die Raupen einzeln in Gespinströhren an Mauern und Felsen leben und nur nachts herauskommen, um an kleinen Flechten zu fressen, folgt eine detaillierte Beschreibung der Raupe. PASSERIN D'ENTRÈVES (1988: 52) war sich also sicher, dass diese Beschreibung zu E. agenjoi gehört. Seltsam nur, dass bei BENGTSSON (1997: 171) dann steht: "Immature stages unknown". Seltsam deshalb, weil sich BENGTSSON (1997) ja ganz auf diese Erstbeschreibung von PASSERIN D'ENTRÈVES (1988) stützt und PASSERIN D'ENTRÈVES in BENGTSSONs Werk selbst für mehrere neue Erstbeschreibungen von Enolmis-Arten verantwortlich zeichnet. Wurde die erst wenige Jahre alte Angabe von PASSERIN D'ENTRÈVES selbst zurückgezogen? Oder wurde sie nur vergessen? Dafür, dass sich Enolmis-Raupen von Flechten ernähren, gibt es jedenfalls noch einige wenige weitere Hinweise.



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

PASSERIN D'ENTRÈVES (1988: 51): “Derivatio nominis – La specie è dedicata alla memoria del Prof. Ramón Agenjo Cecilia, già Direttore dell'Instituto Español de Entomología di Madrid, che nel corso dei propri studi sui Lepidotteri spagnoli, ha posto particolare attenzione al genere Enolmis (= Bryophaga).”


Faunistik

Das in der Erstbeschreibung umrissene Verbreitungsgebiet umfasst die Tieflagen des westlichen Ligurien (Italien) und reicht in Frankreich westwärts bis zur Rhone mit der Durance als Nordgrenze. Nach einer schriftlichen Mitteilung von Rudolf Bryner vom 7. Oktober 2006 kommt die Art nicht in der Schweiz vor.


Typenmaterial

PASSERIN D'ENTRÈVES (1988: 49): “Holotypus ♂: « Liguria U. Parenti »; « Varigotti - Savona Le Manie VII.1970 »; « Holotypus Enolmis agenjoi n.sp. Passerin d'E. »; « Prep. genitale 966 ♂ Passerin d'E. 1976 ». Coll. dell'Autore, Torino.” — Paratypen: 18 ♂♂ und 14 ♀♀ aus Italien, konkret Ligurien (Val Nervia; Savona, Andora, Conna; Val Merula) und Frankreich (Mentone; Digne; Golf Juan; Cannes; Nizza; Saint-Martin Vesubie (Madonna della Finestre), La Turbie; Mougins (Grasse).

(Autor: Erwin Rennwald)


Literatur


Informationen auf anderen Websites (externe Links)


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Letzte Änderung am April 6, 2020 23:42 von Erwin Rennwald
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