Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Ectoedemia Heringi

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Nepticulidae (Zwergminiermotten)
EU M-EU 00293 Ectoedemia heringi (TOLL, 1934) - Herings Zwergminierfalter

1-2: Deutschland, Thüringen, Bußhof bei Breitungen, Eichen-Blattminen am 21. Oktober 2008, e.l. 22. April 2009 (leg., cult., det. & fot.: Uwe Büchner), conf. Rudolf Bryner [Forum]
3: Österreich, Niederösterreich, Maria Anzbach im Wienerwald, am Licht 14. Juni 2013 (leg., det. & Foto: Peter Buchner)
4, ♂: Österreich, Steiermark, Graz, St. Peter, ca. 380 m, Garten, Mischwaldrand, am Licht, 7. Juni 2020 (Foto: Horst Pichler), det. Monika Weithmann [Forum]
5, ♀: Österreich, Steiermark, Graz, St. Peter, ca. 380 m, Garten, Mischwaldrand, am Licht, 13. Juni 2020 (det. & Foto: Horst Pichler) [Forum]
6, ♀: Österreich, Steiermark, Graz, St. Peter, ca. 380 m, Garten, Mischwaldrand, am Licht, 18. Juni 2020 (det., präp. & Foto: Horst Pichler) [Forum]


Raupe und Mine

1: Daten siehe Falterbilder 1-2 (Aufnahme am 4. November 2008: Uwe Büchner) [Forum]
2-4, Mine im Durchlicht und Auflicht: Daten siehe Falterbilder 1-2 (Aufnahmen: Uwe Büchner) [Forum]


Puppe

1, Überwinterungskokon: Daten siehe Falterbilder 1-2 (Aufnahme am 4. November 2008: Uwe Büchner) [Forum]



Diagnose

Männchen

1, ♂: Slowakei, Štiavnické Vrchy, Rybník, 310 m, 23. Mai 2014 (leg., det., coll. & fot.: František Kosorín) [Forum]


Weibchen

1, ♀, Bestimmung anhand des Habitats und der dort vorherrschenden Eichen-Art Quercus pubescens: Slowakei, Štiavnické Vrchy, Rybník, 310 m, 23. Mai 2014 (leg., coll. & fot.: František Kosorín), det. Laštůvka [Forum]

Dieser Falter wurde bis zum 19. April 2018 unter Ectoedemia subbimaculella gezeigt.

Laut Laštůvka können die ♂♂ von Ectoedemia subbimaculella und Ectoedemia heringi auch durch eine Genitaluntersuchung nicht unterschieden werden. Bei den ♀♀ seien die Unterschiede sehr klein und undeutlich. Wichtig zur Bestimmung sei das Habitat und die dort vorherrschenden Eichenarten:

(František Kosorín, Übersetzung von E-Mails am 13. April 2018 an Tina Schulz)

Laut der niederländischen [Microlepidoptera.nl] (abgerufen 29. Juni 2020) kann eine sichere Unterscheidung nach den Minen, DNA und nach dem weiblichen Genital erfolgen.

In BENGTSSON (2008) dagegen werden Unterschiede der männlichen und weiblichen Genitalien von Ectoedemia subbimaculella und Ectoedemia heringi gegenübergestellt. Die Form der Valven unterscheiden sich geringfügig, aber trotzdem eindeutig in der Vorlage. Beim Phallus ist es ebenso. Bei E. subbimaculella ist nur ein winziger Dorn an der Carina und bei E. heringi sind insgesamt 6 unterschiedliche lange Dornen um die Carina angeordnet [Monika Weithmann im Forum] und [Forum und Folgebeiträge]. Die hier gezeigten Genitalfotos entsprechen den Abbildungen in BENGTSSON (2008). Die Falter aus der Steiermark sollen noch durch Barcoding überprüft werden.


Mine

Bei Ectoedemia heringi ist die Mine auf der Unterseite geschlossen. Bei Ectoedemia subbimaculella hat die Mine auf der Blattunterseite einen kleinen Schlitz, durch welchen Kot herausquillt.
(Text: Uwe Büchner)


Genitalien

Männchen

1-2: Präparat des unter Lebendfoto 3 gezeigten ♂, Österreich, Niederösterreich, Maria Anzbach im Wienerwald, am Licht 14. Juni 2013, [1] Gesamtansicht, [2] Phallus-Detail (leg., det., Präparation & Mikro-Foto: Peter Buchner)
3, ♂: Slowakei, Štiavnické Vrchy, Rybník, 310 m, 23. Mai 2014 (leg., det., coll. & fot.: František Kosorín) [Forum]
4-5, ♂: Österreich, Steiermark, Graz, St. Peter, ca. 380 m, Garten, Mischwaldrand, am Licht, 7. Juni 2020 (präp. & Foto: Horst Pichler), det. Monika Weithmann [Forum]


Weibchen

1, ♀: Slowakei, Štiavnické Vrchy, Rybník, 310 m, 23. Mai 2014 (leg., coll. & fot.: František Kosorín), det. Laštůvka [Forum]
2-3, ♀: Österreich, Steiermark, Graz, St. Peter, ca. 380 m, Garten, Mischwaldrand, am Licht, 13. Juni 2020 (präp., det. & Foto: Horst Pichler) [Forum]
4, ♀: Österreich, Steiermark, Graz, St. Peter, ca. 380 m, Garten, Mischwaldrand, am Licht, 18. Juni 2020 (det., präp. & Foto: Horst Pichler) [Forum]



Biologie

Nahrung der Raupe

Nach JOHANSSON et al. (1990) miniert die Raupe in Blättern verschiedener sommergrüner Eichen-Arten: Quercus robur (Stiel-Eiche), Quercus petraea (Trauben-Eiche), Quercus pubescens (Flaum-Eiche), Quercus faginea (Portugiesische Eiche) sowie in denen von Castanea sativa, der Edelkastanie. Bladmineerders.nl [Artseite auf bladmineerders.nl] ergänzt noch Quercus macrolepis (Wallonen-Eiche).



Weitere Informationen

Andere Kombinationen

Synonyme


Faunistik

Locus typicus nach TOLL (1934: 2): Polen, Rynkowo bei Bydgoszcz.
HASLBERGER & SEGERER (2016) führen die Art in ihrer “Liste der für Bayern zweifelhaften Arten”.


Literatur


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Letzte Änderung am August 30, 2020 8:59 von Buchner Peter
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