Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Dysstroma Truncata

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Geometridae (Spanner)
EU M-EU 08348 Dysstroma truncata (HUFNAGEL, 1767) - Möndchenflecken-Bindenspanner

1: Österreich, Niederösterreich, Schwarzau, 24. Juli 2001
2: Österreich, Niederösterreich, Schwarzau, 25. Mai 2002 (Fotos: Peter Buchner), det. Peter Buchner
3: Deutschland, Baden-Württemberg, Aitrach, Illertal, ca. 590 m, Raupenfund 2. Mai 2015, e.l. 18. Mai 2015 (leg., cult. & Studiofoto: Peter Schmidt) [Forum]
4: Deutschland, Baden-Württemberg, Nordschwarzwald, Gaggenau, Gartenlaterne, 11. Juni 2006 (Studiofoto: Dietmar Laux), conf. Hans Moser [Forum]
5: Deutschland, Sachsen, Chemnitz, Waldrand Hutholz, 28. Mai 2007 (Foto: Marion Friedrich), det. Helmut Kolbeck & Erwin Rennwald [Forum]
6-7: Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Haan, am Licht, 23. August 2006 (Foto: Armin Dahl), det. Egbert Friedrich [Forum]
8: Deutschland, Baden-Württemberg, Sandweier, Lichtfang vom 9. September 2008 (Studiofoto: Dietmar Laux), Bild horizontal gespiegelt [Forum]
9: Deutschland, Rheinland-Pfalz, 53572 Unkel, Rheintal, Am Stux, trocken-warme Weinbergslage, am Licht 31. Mai 2005 (Foto: Michael Stemmer), det. Michael Stemmer, conf. Daniel Bartsch [Forum]
10: Deutschland, Rheinland-Pfalz, 53572 Unkel, Rheintal, Am Stux, trocken-warme Weinbergslage, am Licht 24. September 2008 (Foto: Michael Stemmer), det. Michael Stemmer, conf. Rolf Mörtter [Forum]
11: Deutschland, Sachsen-Anhalt, Harz, Blankenburg, ca. 288 m, 18. August 2008 (Freilandfoto: Sven Schönebaum), det. Thomas Fähnrich & Erwin Rennwald [Forum]
12-13, ♀: Deutschland, Sachsen, Leipzig, zwischen Gartenanlagen und Auwald, leg. Raupe an Stachelbeere 24. April 2009, e.l. 9. Mai 2009 (Studiofotos: Heidrun Melzer), cult. & det. Heidrun Melzer
14, mit deutlich sichtbaren Möndchenflecken (deutscher Name!) auf den Hinterflügeln: Deutschland, Thüringen, Waltershausen, 3. Juni 2009, am Licht (det. & Studiofoto: Andreas Armenat) [Forum]
15: Deutschland, Thüringen, Bad Lobenstein, am Licht, 2. September 2010 (det. & Studiofoto: Jens Philipp), conf. Thomas Fähnrich [Forum]
16: Deutschland, Schleswig-Holstein, Norderstedt, 30 m, 4. September 2012, Tagfund (det. & fot.: Sabine Flechtmann) [Forum]
17: Deutschland, Niedersachsen, LK Uelzen, NSG Schweimker Moor, 70 m, 4. September 2012, am Leuchtturm (det. & fot.: Joachim Rutschke) [Forum]
18: Deutschland, Niedersachsen, 31275 Lehrte, Sievershausen, 1. September 2012, am Licht (Foto: Werner Szramka), conf. Wilfried Schäfer [Forum]
19: Deutschland, Saarland, Saarbrücken, eigener Garten (baum- und buschreiche Umgebung - Wohngebiet am Stadtrand), am Licht, 248 m, 31. Mai 2013 (det. & fot.: Silke Balzert) [Forum]


Raupe

1-4, Mitte [1] und Beginn [2-4] des letzten Stadiums: Deutschland, Sachsen, Auwald nordwestlich Leipzig, an Himbeere, 28. April [1] und 24. April 2009 [2-4] (Studiofotos: Heidrun Melzer), leg., cult. & det. Heidrun Melzer
5-8, verpuppungsreif: Deutschland, Sachsen, Leipzig, zwischen Gartenanlagen und Auwald, an Stachelbeere, 24. April 2009 (Freilandfotos: Heidrun Melzer), leg., cult. & det. Heidrun Melzer
9-10: Deutschland, Baden-Württemberg, Aitrach, Illertal, ca. 590 m, an Heckenkirsche (Lonicera xylosteum), 2. Mai 2015 (leg., cult. & Studiofotos: Peter Schmidt), det. Heidrun Melzer [Forum]


Puppe

1-3: Deutschland, Sachsen, Leipzig, zwischen Gartenanlagen und Auwald, leg. Raupe an Stachelbeere 24. April 2009, 28. April [1] und 30. April 2009 [2-3] (Studiofotos: Heidrun Melzer), cult. & det. Heidrun Melzer


Ei

1: Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Wassenberg-Birgelen, nach Lichtfang im Mischwald am 8. Juni 2006 ♀ zur Eiablage gebracht (Foto: Claudia Mech), det. Ludger Wirooks



Diagnose

1-2, 3-4, 5-6 und 7-8, vier ♂♂: Daten siehe Etikett (coll. & Fotos: Egbert Friedrich)
9-10, 11-12, 13-14, 15-16, 17-18 und 19-20, sechs ♀♀: Daten siehe Etikett (coll. & Fotos: Egbert Friedrich)


Ähnliche Arten

Dysstroma truncta und D. citrata treten häufig zur gleichen Zeit am gleichen Ort auf. Zumeist sind die am Licht beobachteten Tiere schon mehr oder weniger abgeflogen, so dass eine Identifizierung nach Merkmalen der Flügeloberseiten schwer fällt. Auch haben beide Arten eine ganz ähnliche Variationsbreite. Die Bestimmung beider Arten ist am einfachsten, wenn man sich die Flügelunterseiten ansieht. Auf den Vorderflügeln springt die äußere Begrenzung des Mittelfeldes bei D. citrata viel stärker vor als bei D. truncata (a). Auf den Hinterflügeln knickt die äußere Querlinie bei D. citrata rechtwinkelig ab (b), während sie bei D. truncata mehr oder weniger rund verläuft.
(Text und Grafik: Hans-Joachim Weigt, redaktionell bearbeitet) [Forum]

Zur Unterscheidung von Dysstroma truncata und Dysstroma citrata:
Dysstroma truncataDysstroma citrata
Vorderflügel Oberseite:
Basalfeld
Die Binde im Basalfeld von D. truncata ist gebogen, aber nicht gewinkelt (6).D. citrata hat im Basalfeld des Vorderflügels immer eine deutlich abgesetzte Binde. Alles, was diese Binde nicht hat, ist D. truncata. Bei D. citrata ist diese Binde wurzelwärts scharf gewinkelt (6).
Vorderflügel Oberseite:
Mittelfeld
Die Form mit rötlichem Mittelfeld kommt (fast) nur bei C. truncata vor (4).Das Mittelfeld ist bei D. citrata zum Analrand hin deutlich schmaler als bei D. truncata (4).
Vorderflügel Oberseite:
Mittelpunkt
schwarz, meist groß und kommaförmig (1).schwarz, meist klein und punktförmig (1).
Vorderflügel Oberseite:
Vorsprung über der Wellenlinie
Der Vorsprung ist weniger ausgeprägt als bei D. citrata (3).Der Vorsprung ist bei D. citrata ausgeprägter und schmaler als bei D. truncata und meist deutlich, oftmals rechtwinklig gegen den Vorderrand geknickt.
Vorderflügel Oberseite:
äußere Wellenlinie
Falter, bei denen diese Linie unter dem doppelzackigen Vorsprung des Mittelfelds intakt durch läuft, sind D. truncata (6).Diese Linie ist bei D. citrata viel gleichmässiger angelegt (3). Bei D. citrata ist die Wellenlinie unter dem Vorsprung immer unterbrochen (6).
Hinterflügel OberseiteAuf der Hinterflügeloberseite sind (i.d.R.) Reste der Wellenlinie vorhanden, die als „Randmöndchen“ bezeichnet werden. Das ist insofern irreführend, da es diffuse, unregelmäßig abgegrenzte und nur schwach hervortretende weißliche Flecken sind (5).ohne Möndchenflecken
Hinterflügel:
Ober- und Unterseite
Die Mittellinie verläuft eher gerundeter, die Schenkel schließen einen Winkel größer 90 Grad ein (5). Dieses Merkmal ist auch auf der Hinterflügel-Oberseite ausgeprägt (1).Mittellinie der Hinterflügel(-Unterseite) eckig, deutlich zugespitzt. Legt man auf die Seitenäste Geraden, so ist der Winkel zwischen den beiden Schenkeln 90 Grad oder kleiner (5). Dieses Merkmal ist auch auf der Hinterflügel-Oberseite ausgeprägt (1).
FlugzeitDie häufigere und eher allgemein verbreitete Art (1) fliegt E5 - M7 und A8 - E9, die ganz frühen und die ganz späten Vetreter der beiden Arten an einem Fundort sind ziemlich sicher C. truncata (2).Die eher montane Art, die in den Tieflagen fast ganz fehlt (1), fliegt M7 - E9 mit Hauptflugzeit im August (2).

Zusammenstellung Sabine Flechtmann aus Forumsbeiträgen von Erwin Rennwald [1], Thomas Fähnrich [2], Daniel Bartsch [3] u. [4], Helmut Kolbeck [5] sowie Wolfgang Langer [6]. Grafiken Basalfeldbinde Wolfgang Langer.


Genitalien

1, Genitalpräparat eines nicht abgebildeten ♀: ohne Funddaten (det., Präparation & Foto: Hans-Peter Deuring) [Forum]


Erstbeschreibung

HUFNAGEL (1767: 602-603) [nach Scans des Göttinger Digitalisierungszentrums [GDZ] mit schriftlicher Genehmigung des GDZ. Besitzerin der Vorlage: Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek]



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

„truncatus gestutzt, weil die dunkle Beschattung der hinteren Querlinie in der Flügelmitte wie abgeschnitten aufhört.“
SPULER 2 (1910: 42L)


Andere Kombinationen

Synonyme

Unterarten


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Geometridae (Spanner)
EU M-EU 08348 Dysstroma truncata (HUFNAGEL, 1767) - Möndchenflecken-Bindenspanner art-mitteleuropa

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Letzte Änderung am Dezember 4, 2016 14:55 von Sabine Flechtmann
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