Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Denisia Similella

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Oecophoridae (Faulholzmotten)
EU M-EU 02262 Denisia similella (HÜBNER, 1796)

1: Deutschland, Bayern, Bayerischer Wald, Furth im Wald, Waldrand, 6. Juli 2006 (Foto: Ingrid Altmann), det. Helmut Kolbeck [Forum]
2-3: Schweiz, St. Gallen, Schwägalp/Säntis-Gebiet, 1200 m, 16. Juli 2009 (Freilandfotos: Pia Rindlisbacher), det. Pia Rindlisbacher, conf. Helmut Kolbeck [Forum]
4-5: Deutschland, Bayern, bei 97654 Bastheim, 280 m, 17. Mai 2009 (Fotos: Eugen Dietz), det. Helmut Kolbeck [Forum]
6: Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Netphen-Herzhausen, älterer Fichten-Holzstapel, 400 m, Tagfund, 14. Juni 2014 (det. & Freilandfotos: Rainer Winchenbach), conf. Friedmar Graf [Forum]
7: Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Augustdorf, 170 m, Birken-Eichen-Kiefernmischwald mit reichlich Todholz, 14. Mai 2018 am Licht (leg., det. & Foto Dieter Robrecht) [Forum]

Anmerkung: Die hier bis zum 30.10.2012 gezeigte Zuchtdokumentation wurde auf die Seite von Denisia stipella verschoben.



Diagnose

Männchen

1, ♂: Schweiz, Bern, Orvin, 1220 m, 19. Juli 2014, Lichtfang (leg., det. & Foto: Rudolf Bryner) [Forum]


Geschlecht nicht bestimmt

1: Deutschland, Sachsen, Mortka, 11. Mai 2007, Lichtfang (leg., det. & Foto: Friedmar Graf) [Forum]


Ähnliche Arten

Die Flügelfärbung und Grösse ist bei beiden Arten variabel. Ihre Unterscheidung ist dennoch ganz einfach:
Denisia similella hat an der Basis hell-dunkel geringelte Fühler, einen gelben Kopf mit verdunkelter Mitte und ein Palpen-Endglied mit breiter gelber Spitze (linkes Bild).
Denisia stipella hat einfarbig dunkle Fühler, einen rein gelben Kopf und ein dunkles Palpen-Endglied mit höchstens angedeutet gelber Spitze (rechtes Bild). (Rudolf Bryner)

1, Denisia similella, ♀: Schweiz, Bern, St-Imier, 1000 m, Hochmoor, 5. Juli 2011, Lichtfang (leg., det. & Foto: Rudolf Bryner)
2, Denisia stipella, ♀: Schweiz, Bern, Bellelay, 920 m, Hochmoor, 19. Juni 2012, Lichtfang (leg., det. & Foto: Rudolf Bryner) [Forum]

Differentialdiagnose:

D. similella: Kopfbehaarung gelb mit braunem Scheitel, Fühler an der Basis hell und dunkel geringelt, Palpen-Endglied mehrheitlich gelb.

D. fuscicapitella: Kopfbehaarung braun und gelb, Fühler an der Basis und an der Spitze weisslich, Palpen ganz dunkelbraun bis schwarz.

D. stipella: Kopfbehaarung einfarbig dunkelgelb, Fühler dunkelbraun, nicht geringelt, Palpen-Endglied mehrheitlich schwarz.

D. nubilosella: Kopfbehaarung dunkelbraun, Fühler dunkelbraun, nicht geringelt, Palpen ganz dunkelbraun bis schwarz. Gelbzeichnung auf den Vorderflügeln stark reduziert oder fehlend.

Autor: Rudolf Bryner


Erstbeschreibung

HÜBNER (1796: 64, pl. 27 fig. 182] [nach Textband im Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe und nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Nahrung der Raupe

DISQUÉ (1895) meldet: "Im October 1893 erhielt ich durch Vermittlung eines befreundeten Forstmannes aus Lothringen eine Anzahl Tannenabschnitte mit grindigem Auswuchs, sogenannte Weißtannenkrebse, die stets die Raupe der Graph. coniferana beherbergen. Zwischen den kranken Stellen fand ich einige graue Raupen, die der von Harp. bractella ähnlich sahen und welche ich deshalb für diese hielt. Im Juni nächsten Jahres entwickelten sich jedoch daraus einige Stücke obiger Oecophora. Die Raupen waren, als ich sie erhielt, bereits erwachsen."
SCHÜTZE (1931) schreibt bei der Abhandlung von Lärchen (Larix sp.): "Fand ich mehrfach unter den Rindenschuppen."

Dies deckt aber sicher nur einen Teil des Nahrungsspektrums ab. TOKÁR et al. (2005) schreiben: "Raupe frisst unter der abgestorbenen Rinde der Koniferen Abies alba, Larix decidua, Picea, Pinus (Pinaceae) oder der Laubbäume Betula (Betulaceae), Acer (Aceraceae). Auch aus den Holzschwämmen der Familie Coriolaceae: Daedalea quercina auf Quercus, Fomes fomentarius, Piptoporus betulinus auf Betula (HARPER et al. 2002) gezüchtet."

(Autor: Erwin Rennwald)



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

Von lat. similis = ähnlich, denn HÜBNER (1796: 64) erläutert: „Nachahmende Schabe [...] Der Sulphurella würde sie sehr nahe gleichen, wenn sie eine dreyfache Größe hätte; denn ihren Farben und Zeichnungen nach ist sie jener sehr ähnlich.“

(Text: Jürgen Rodeland)


Andere Kombinationen


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Oecophoridae (Faulholzmotten)
EU M-EU 02262 Denisia similella (HÜBNER, 1796) art-mitteleuropa

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Letzte Änderung am Mai 19, 2019 10:22 von Michel Kettner
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