Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Danaus Plexippus

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Nymphalidae (Edelfalter)
EU M-EU 07474 Danaus plexippus (LINNAEUS, 1758) - Monarch

1: Madeira, Umgebung Canical, 28. Februar 2006 (Foto: Stefan Ratering), det. Stefan Ratering
2: Schmetterlingshaus (Foto: Carsten Wilkening), det. Carsten Wilkening
3-4: Spanien, Kanarische Inseln, Fuerteventura, Costa Calma, in der Nähe des Hotels Rio Calma, 25. - 26. Februar 2007 (Freiland-Fotos Marion Friedrich), det. Marion Friedrich
5: Spanien, Kanarische Inseln, Teneriffa, Puerto de la Cruz, 10. Februar 2008 (Freilandaufnahme: Heiner Ziegler), det. Heiner Ziegler [Forum]
6, ♀ vermutlich bei Eiablage auf Raupennahrungspflanze Asclepias curassavica (Otmar Czadek): Spanien, Teneriffa, Westküste, Los Gigantes, Garten in der C/ el Pino, 22. Januar 2009 (Foto: Peter Schwegmann), det. Armin Dahl & Otmar Czadek [Forum]
7-8: Spanien, Kanarische Inseln, Fuerteventura, Gde. Betancuria, bei Vega de Rio Palmas, Barco de Las Peñitas, ca. 230 m, an Dittrichia viscosa (Klebriger Alant) saugend bzw. ruhend, 2. November 2011 (det. & Freilandfoto: Klaus Nowak) [Forum]
9: Frankreich, La Réunion, St. Marie oberhalb von Rivière des Pluies, 24. November 2009 (det. & Freilandfoto: Georg Paulus) [Forum]
10: Portugal, Algarve, Nähe Albufeira, 10 m, Uferwald, Anfang Oktober 2013 (det. & fot.: Stefan Stuart) [Forum]
11-12: Spanien, Gran Canaria, Tafira Alta, Botanischer Garten, 250 m, 20-27. März 2014 (det. & fot.: Dietrich Wagler) [Forum]
13-14, vermutlich aus Schmetterlingsschau entflogener Falter: Deutschland, Niedersachsen, Delmenhorst, 28. September 2014, Tagfund (det. & Freilandfoto: Sabrina Kuhn) [Forum]
15: Australien, New South Wales, Sydney, Botanischer Garten, 25. November 2015 (det. & fot.: Wolfgang Hackbusch) [Forum]


Eiablage

1, an Asclepias curassavica: Spanien, Kanarische Inseln, Gran Canaria, Arguineguin, 5 m, 22. August 2011 (Freilandfoto: Martin Wiemers), det. Martin Wiemers


Raupe

1-4: Spanien, Kanarische Inseln, Fuerteventura, Costa Calma, in der Nähe des Hotels Rio Calma, 26. - 28. Februar 2007 (det. & Freilandfotos: Marion Friedrich)
5: Kanarische Inseln, Teneriffa, Südteil der Insel, Park Nähe Los Cristianos, ca. 50 m, 15. November 2006 (Foto: Theo Engeser), det. Theo Engeser [Forum]
6: Spanien, Kanarische Inseln, Fuerteventura, bei Betancuria, Straßengraben, ca. 350 m, 2. April 2010 (Freilandfoto: Klaus Nowak), det. Klaus Nowak [Forum]
7: Spanien, Kanarische Inseln, Fuerteventura, bei Betancuria, Straßengraben, ca. 350 m, 31. März 2010 (Freilandfoto: Klaus Nowak), det. Klaus Nowak [Forum]
8: Spanien, Kanarische Inseln, La Gomera, unweit der Straße von Alajero nach Playa de Santiago, 300 m, Raupe gefunden am 8. Februar (det. & Foto vom 10. Februar 2011: Wolfgang Langer) [Forum]


Puppe

1-3: Spanien, Kanarische Inseln, Fuerteventura, Costa Calma, in der Nähe des Hotels Rio Calma, 2. September 2007 (det. & Freilandfotos: Marion Friedrich)
4, kurz vor Schlupf: 4. September 2007, sonst Daten wie Puppe 1-3
5: Spanien, Kanarische Inseln, Fuerteventura, bei Betancuria, Straßengraben, ca. 350 m, 2. April 2010 (Freilandfoto: Klaus Nowak), det. Klaus Nowak [Forum]
6: Spanien, Kanarische Inseln, La Gomera, unweit der Straße von Alajero nach Playa de Santiago, 300 m, Raupe gefunden am 8. Februar (det. & Foto vom 15. Februar 2011: Wolfgang Langer) [Forum]


Ei

1, an Asclepias curassavica: Spanien, Kanarische Inseln, Gran Canaria, Arguineguin, 5 m, 22. August 2011 (Freilandfoto: Martin Wiemers), det. Martin Wiemers



Diagnose

Falter

D. plexippus kann in Europa und Nordafrika mit D. chrysippus verwechselt werden. Anhand seiner kräftig schwarz gezeichneten Flügeladern ist D. plexippus aber leicht zu unterscheiden.


Ähnliche Arten

D. chrysippus


Erstbeschreibung

LINNAEUS (1758: 471) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]

Bezug der Indikation

SLOANE (1725), Digitalisat auf archive.org: [214], [pl. 239 mit figs. 5-6]



Biologie

Habitat

1: Spanien, Kanarische Inseln, Fuerteventura, bei Betancuria, Straßengraben, ca. 350 m, 31. März 2010 (Foto: Klaus Nowak) [Forum]
2: Spanien, Kanarische Inseln, Teneriffa, Puerto de la Cruz, 10. Februar 2008 (Foto: Heiner Ziegler)
3: Spanien, Kanarische Inseln, Gran Canaria, Arguineguin, 5 m, 22. August 2011 (Foto: Martin Wiemers)


Lebensraum und Lebensweise

Auf den Kanarischen Inseln und Madeira sowie auf der Iberischen Halbinsel ist D. plexippus eine Art von Parks und Gärten der tieferen Lagen. Er fliegt in erster Linie dort, wo die Nahrungspflanzen seiner Raupen wachsen. Dies sind vor allem Asclepias curassavica und Gomphocarpus fruticosus. Als Wanderfalter kann die Art aber überall angetroffen werden. Dies trifft vor allem für die Britischen Inseln und Irland zu, wo der Monarch in manchen Jahren von Herbststürmen über den Atlantik verdriftet, in nicht geringer Anzahl an der Festlandsküste, sowie auf den Scilly- und Kanalinseln beobachtet werden kann.
In Nordamerika ist D. plexippus ein berühmter Wanderfalter. Er fliegt alljährlich im Spätsommer und Herbst quer durch Noramerika zu seinen Überwinterungsgebieten in den Bergen Mexikos und im nächsten Frühjahr wieder zurück in den Süden der USA. In Mexiko überwintern die Falter in großer Anzahl dichtgedrängt in den Bäumen. Ganz anders verhält sich der Falter an der Ostküste der USA. Von den dortigen Populationen stammen auch die auf den Makaronesischen Inseln und im Süden der Iberischen Halbinsel heimisch gewordenen Tiere ab. An der amerikanischen Atlantikküste wandert der Falter zwar ebenfalls im Spätjahr nach Süden, bis Kuba, Florida, Louisiana und Texas, überwintert dort aber nicht inaktiv sondern pflanzt sich den Winter über fort. Im Frühjahr treten die Tiere dann erneut die Nordwanderung an, sodass den Sommer über in den Winterfluggebieten nur wenige Einzelfalter anzutreffen sind. Demgegenüber haben die Populationen der Kanaren und Madeiras offensichtlich einen geringeren Wandertrieb, denn dort sind die Tiere auch den Sommer über in Anzahl anzutreffen. Dass sie aber auch in geringerem Maße noch nach Norden wandern, darauf weisen die Populationen hin, die sich im Süden der Iberischen Halbinsel ansiedeln konnten. Und auch in Südengland werden immer einmal wieder Falter im Mai angetroffen. Dort kann die Art jedoch mangels Raupennahrungspflanze nicht heimisch werden.


Nahrung der Raupe

1-4, Baumwoll-Seidenpflanze (Asclepias fruticosa): Spanien, Kanarische Inseln, Fuerteventura, bei Betancuria, Straßengraben, ca. 350 m, 31. März und 2. April 2010 (det. & Fotos: Klaus Nowak) [Forum]



Weitere Informationen

Andere Kombinationen

Unterarten


Faunistik

Dieser klassische Wanderfalter des nordamerikanischen Kontinents wird in manchen Jahren über den Atlantik nach Westeuropa verdriftet und immer wieder von den Britischen Inseln, z.T. auch von den Niederlanden gemeldet. Ob es sich bei den Meldungen aus Deutschland auch um verdriftete Exemplare handelt, dürfte fraglich sein. Wahrscheinlicher ist die Herkunft aus Zuchten, da die Art in Schmetterlingshäusern sehr beliebt ist.

Bodenständig ist die Art in unserem Bearbeitungsbereich nur auf den Azoren, Kanaren und Madeira, mittlerweile wohl auch in den Küstenbereichen von Portugal und Südspanien.


Nomenklatur

Opinion 282 der ICZN [= HEMMING (1954)] legt den von CLARK (1941: pl. 71 fig. 1) illustrierten Falter sowie das dazugehörige Präparat im United States National Museum, dessen Genitalien mit "W.D.F.[ield]" bezettelt sind, als Neotypus fest. Der Name plexippus LINNAEUS, 1758 wird unter der Nummer 111 in die "Official List of Specific Names in Zoology" aufgenommen.


Verbreitung

Die ursprüngliche Heimat von D. plexippus ist Mittelamerika und das südliche Nordamerika, nördlich bis in den Süden Kanadas. Im 19. und 20. Jahrhundert konnte sich die Art zudem in Australien, Neuseeland und einigen Inseln des Südpazifiks nördlich bis Hawaii, in Indien und von dort aus südlich bis Reunion und Mauritius, auf den Azoren, Madeira und den Kanaren, sowie von dort aus im Süden Portugals und Spaniens etablieren. Auf den Kanarischen Inseln ist D. plexippus am zahlreichsten auf Teneriffa anzutreffen. Auf den anderen Inseln tritt sie in wechselnder Häufigkeit auf, ist aber - mit Ausnahme von Lanzarote - wohl auch schon dauerhaft etabliert. Dies gilt auch für Madeira und zunehmend für die Azoren. Verdriftete Tiere werden im Spätsommer und Herbst immer wieder an den Küsten Westeuropas, speziell in Südengland und Südwestirland angetroffen.


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Nymphalidae (Edelfalter)
EU M-EU 07474 Danaus plexippus (LINNAEUS, 1758) - Monarch art-mitteleuropa

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Letzte Änderung am August 9, 2018 23:36 von Erwin Rennwald
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