Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Cydalima Perspectalis Verbreitung D BY

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Cydalima perspectalis (WALKER, 1859) - Buchsbaum-Zünsler: Detail-Verbreitung in Deutschland - Teil 7: Bayern

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Kurzübersicht über die bisher besiedelten Bundesländer und Kreise (Deutschland) ( D) - Teil 7: Bayern

(Stand 7. Oktober 2019)


Details zu den Vorkommen in Deutschland (D) - Teil 7: Bayern

(Stand 7. Oktober 2019; Reihenfolge wie in Kurzübersicht)

D-BY: Bayern [seit 2008]

Der Buchsbaumzünsler war uns aus Bayern bis Ende 2016 aus 33 Kreisen/ kreisfreien Städten bekannt, die nur teilweise in Nachbarschaft lagen. Insgesamt blieben die Meldungen bis 2016 hier auffällig spärlich. Ein zusammenhängendes Verbreitungsgebiet gab es Ende 2015 am Main von der Grenze zu Hassen bis Großheubach (oder schon bis Würzburg?) und seit 2016 wohl auch fast komplett entlang der Donau mit den Unterläufen ihrer Nebenflüsse (Salzach, Inn, etc.). Im Internet sind auffällig wenig konkrete Meldungen mit Fundort zu finden, häufiger dagegen ein allgemeines Gejammer. 2018 und 2019 gab es viele weitere Schadmeldungen aus Gebieten, aus denen die Art vorher nicht bemerkt worden war. So stieg die Anzahl der Landkreise und kreisfreien Städte mit Nachweisen des Buchsbaumzünslers bis Oktober 2019 auf 66 (oder 67?). Demnach fehlen aus Bayern noch Nachweise aus 32 oder 31 Kreisen.

D-BY-1: Landkreis Erding [ED] (Wartenberg) [seit 2008]

3 Tage nach dem Falter-Nachweis in Sachsen gab es auch eine Meldung aus Bayern [Bericht Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft. Institut für Pflanzenschutz. Jahresbericht 2008]: "Im bisher befallsfreien Bayern fielen am 10. September 2008 in Wartenberg, Landkreis Erding, der Eigentümerin einer Buchsbaumhecke Schadsymptome, Gespinste sowie eigentümlich gefärbte Falter auf. Diese flogen bei Beunruhigung auf, kehrten aber wieder in die Hecke zurück. Raupen wurden nicht mehr gefunden. Die ausgewachsenen Falter des Buchsbaumzünslers haben allgemein nur eine kurze Lebenszeit von etwa acht Tagen, die zur Kopulation und Eiablage genutzt werden müssen. Der Befallsherd wurde früh erkannt und blieb entsprechend klein. Der Fall wurde an das JKI gemeldet und die Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege des zuständigen Landratsamtes wurden informiert. Es ist nicht bekannt, ob überwinternde L3-/L4-Larven, versteckt in Kokons, der Kontrolle entkamen. Im Jahr 2009 wird die Umgebung des Fundortes weiter beobachtet werden." W. WOLF in ARBEITSGEMEINSCHAFT MICROLEPIDOPTERA IN BAYERN (2010) wiederholt die Funddaten und ergänzt: "2009 konnten allerdings am genannten Fundplatz keine Nachweise mehr getätigt werden (BENKER, mündl. Mitt.). Damit bleibt die Herkunft dieser Tiere weiterhin rätselhaft."

D-BY-2: Kreisfreie Stadt Nürnberg [N] (Nürnberg, Nürnberg-Eibach, Nürnberg-Erlenstegen) [seit 2010 (schon 2006 ???)]

Der Wikipedia war Ende August 2010 zu entnehmen: "Der erste nachgewiesene Fund für die Fauna Bayerns ist ein Falter in Nürnberg, Stadtteil Gebersdorf, am 4. Juli 2010, leg.et in coll. W.Köstler." und "Publikation zum Erstfund Bayern erfolgt in galathea 3/2010 (Kreis Nürnberger Entomologen e.V.; http://www.galathea-nuernberg.de/" [PDF auf zobodat.at]. Weitere Angaben aus Nürnberg lagen anscheinend lange nicht vor.

Auf der Nürnberger Regionalseite von [nordbayern.de vom 16. Mai 2018] wird ein stark befallener Buchsbaum gezeigt mit der Unterschrift: "Kein schöner Anblick: Ein vom Buchsbaumzünsler befallenes Bäumchen an der Dahlmannstraße in Erlenstegen. Zahlreiche Blätter sind abgefressen, der Buchs ist gelblich-braun gefärbt." Im Text heißt es weiter: "Die Gräber auf dem Südfriedhof sind stark befallen, sagt Gärtnermeisterin Sandra Schott. Im Gegensatz zum Westfriedhof, wo es ähnlich aussieht, gibt es an der Julius-Loßmann-Straße auch einige Buchsbäume, für die die Verwaltung zuständig ist. Viele seien es nicht mehr, sagt Schott. "Wir holzen die befallenen ab und ersetzen sie durch andere Gehölze."" Und weiter: "Eingeschleppt wurde der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) aus Ostasien, vermutlich über Pflanzenimporte, sagt Michael Radloff vom gleichnamigen Gartencenter. "Das ist jetzt das dritte Jahr, dass es den Zünsler bei uns gibt. 2017 war auch schon schlimm."" Aber es gibt hier auch etwas Interessantes: "Der Gartenprofi rät jedoch davon ab, einen vom Zünsler befallenen Buchsbaum gleich auszureißen. "Einmal kahl fressen funktioniert." Nur wenn der Buchs ein zweites oder drittes Mal vom Zünsler heimgesucht werde, wird es schlimm."

[nordbayern.de, 1. Juni 2016] berichtet unter der Überschrift: "Raupen-Invasion in Eibach: Anwohner sind hilflos": "Buchsbaumzünsler – so heißt die Raupe, die den Eibachern seit einigen Wochen gehörig auf den Geist geht. Eine Plage, die den gesamten Ort und auch die Region betrifft." Und weiter: "Eibach wurde von einer Ungezieferplage durch den ostasiatischen Buchsbaumzünsler heimgesucht. Die Raupen lassen sich, wie ihr Name schon sagt, ausschließlich in den Zierbäumen nieder. Und von diesen wimmelt es nicht nur in Riedls Garten - sondern in der ganzen Ortschaft.", und auch: "Der Befall durch die Raupen ist schon lang kein Einzelfall mehr. Seine Ausbreitung erstreckt sich mittlerweile über die ganze Region. In Eibach ließ sich die Invasion durch das mühsame Aufsammeln der Raupen vorübergehend stoppen."

"Rainer03" meldete am 27. Mai 2017 im [forum.garten-pur.de]: "Hallo, hier in Mittelfranken ist er schon seit 2016. Wahrscheinlich schon länger ,aber jetzt richtig massiv. Um genauer zu werden habe ich Kahlfraß in Nürnberg, Stein und Ansbach entdeckt. Jedoch kann ich mich sehr gut an die Raupen in Nürnberg erinnern und das war damals in meinem Schrebergarten. Aber es muß bereits um 2006 gewesen sein. Ich habe damals alle Raupen abgesammelt und es war gut. Danach war nichts mehr zusehen, bis ich seit einiger Zeit auf das Thema aufmerksam wurde." Falls hier die Erinnerung nicht trügt und die Raupen richtig bestimmt wurden, würde das bedeuten, dass es hier zeitgleich mit der Einschleppung nach Weil am Rhein und Kehl noch zu einer weiteren Einschleppung der Art gekommen wäre ...

D-BY-3: Landkreis Altötting [AÖ] (Mehring, Burgkirchen-Gendorf, Haiming, Töging) [seit 2010]

G. Karl [G. Karl, Beitrag Lepiforum, 29. September 2010] meldete "vielleicht interessiert es Euch, daß Cydalima perspectalis, der Buchsbaumzünsler, jetzt auch in SO-Bayern Einzug gehalten hat. Funddaten: 27.09.2010, Mehring, Krs. Altötting, SO-Bayern, an Schwarzlicht im Garten." Wie sich wenige Tage später herausstellen sollte, war dies nicht der einzige und auch nicht der erste Nachweis für den Kreis Altötting: Per E-Mail vom 4. Oktober 2010 teilte mir T. Huber aus Burgkirchen mit: "aus der Zeitschrift "Mein schöner Garten" haben wir den Artikel über den Buchsbaumzünsler gelesen und auch die damit erwähnte Internetadresse Lepiforum. Wir hatten in diesem Sommer ein großes Problem (erstmals) mit dem Buchsbaumzünsler. Dieser tritt im Ortsbereich von Burgkirchen a.d. Alz - genauer gesagt im Gemeindegebiet Gendorf stark auf. Ich habe mich bereits von zwei Buchsbäumen getrennt. Vor ca. zwei Wochen haben wir dies auch unserem Landratsamt Altötting gemeldet. Somit kommt wieder ein "Punkt" in Ihrer Karte hinzu. Anbei noch ein Bild, das ich im April 2010 gemacht habe. Das zweite - mit Schnecke - stammt aus dem Mai 2010." Die beiden mitgesandten Bilder zeigen eindeutig Raupen von Cydalima perspectalis - Raupenfunde im April lassen nur den Schluss zu, dass die Besiedlung hier bereits 2009 erfolgt sein muss. Dies wurde dann im Artikel von SAGE & KARL (2010) ausdrücklich bestätigt, da eine Kollegin über Raupenbekämpfung in Gendorf bereits im Herbst 2009 berichten konnte und im Ortsteil Burgkirchen-Holzen bereits im Frühjahr 2009 Raupen gefunden wurden. Als weiterer Fundort wurde dort zudem Haiming genannt. Alle Funde werden in einer Karte dargestellt. Burgkirchen-Holzen und Burgkirchen-Gendorf waren demnach schon 2009 besiedelt, was auf eine Einschleppung Ende 2008 hindeutet. Mehring liegt Luftlinie gut 5 km davon entfernt, Haiming liegt nochmals 10 km weiter östlich, insgesamt 13 km von Burgkirchen entfernt. Das besiedelte Gebiet war hier also schon Ende 2010 alles andere als klein. Das nächste bekannte Vorkommen (Wartenberg) lag 2010 mehr als 70 km entfernt - wieder einmal ist also von Einschleppung durch den Menschen auszugehen. Und auch für die Ausbreitung im Landkreis hatten die Autoren eine plausible Erklärung: "Besonders vor Allerheiligen werden in den Gartencentern Buchsbäume regelmäßig als Sonderangebote angeboten und vor allem zur Grabgestaltung stark nachgefragt. So ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Ausbreitung des Buchsbaumzünslers an beiden Fundorten an den Friedhöfen seinen Anfang nahm. Überhaupt ist die rasante Ausbreitung des Buchsbaumzünslers quer durch Europa zu nahezu hundert Prozent wohl den Gartencentern und ähnlichen Einrichtungen zuzuschreiben. Da sich die Falter offensichtlich schwer tun, größere (buchsbaumfreie) Distanzen zu überwinden, wird sich die weitere Ausbreitung ohne erneute Einschleppung nur vergleichsweise langsam vollziehen."

Am 4. Oktober 2017 war auf [wasserburg24.de] die Überschrift "Der Friedhof in Töging ist kein Einzelfall. Der Buchsbaumzünsler sorgt für Unruhe an der letzten Ruhestätte" zu finden. Interessanterweise kommt im Artikel jemand zu Wort, der nicht für "sofort rausreißen" plädiert.

D-BY-4: Landkreis Fürth [FÜ] (Oberasbach, Cadolzburg, Stein) [seit 2010]

"KK" teilt am 7. August 2010 im Forum von "Mein schöner Garten [Forum Mein schöner Garten] mit: "auch bei uns in Oberasbach (Gemeinde zwischen Nürnberg und Fürth) tritt der Buchsbaumzünsler in großen Mengen auf. Habe heute bei uns im Garten 4 Buchsbäume die befallen waren gefunden. Wer hatte Erfolge im Kampf gegen die Plagegeister???"

Im Landkreismagazin vom November 2013 [issuu.com/stadtzeitung_fuerth 11.2013] war zu lesen: "Landkreis Fürth - ... Der aus Ostasien stammende Buchsbaumzünsler hat bei uns zusehends Fuß gefasst und sorgt in Teilen des Landkreises für gravierende Schäden". Details zu den Funden werden leider nicht genannt.

Auf [nordbayern.de/region/fuerth] war am 16. August 2017 unter der Überschrift "Schädlinge: Der Buchsbaumzünsler quält die Gärtner" zu lesen: "Für mehr Furore in und um Fürth sorgt im Moment der Buchsbaumzünsler. Der Schädling, der, weil er sich gut tarnt und sich von innen nach außen frisst, bei einem Befall erst relativ spät zu erkennen ist, taucht an immer mehr Orten auf – auch versteckte Hinterhöfe der Fürther Innenstadt sind nicht sicher." Und weiter: "Vor drei Jahren hat sich der Buchsbaumzünsler im Landkreis das erste Mal gezeigt, damals vor allem in der Gegend um Oberasbach. Wie Landschaftsgärtner Mathias Bauer sagt, ist die Lage in Cadolzburg besonders schlimm: " Man kann Buchsbäume im Moment einfach nicht verkaufen." Kaum ein Buchsbaum im Landkreis bleibe verschont, allein in Cadolzburg sitzt auf nahezu jedem Bäumchen einer der großen Falter und legt seine Eier."

C. Gläser teilt (per email an E. Rennwald am 2. Oktober 2018) mit, dass die Art "beispielsweise in Stein im selben Lkrs. schon seit längerem" auftritt.

D-BY-5: Landkreis Aschaffenburg [AB] (Aschaffenburg mit Stadtteilen, Alzenau, Kahl am Main) [seit 2010]

"Topper" schreibt am 9. August 2010 im Forum von "Mein schöner Garten [Forum Mein schöner Garten]: "Mit einen Hochdruckreiniger und ein bisschen schütteln sowie Gift hab ich heute die Biester bekämpft und es funktionierte ganz gut PS Landkreis Aschaffenburg". Ein genauer Fundort wird leider nicht genannt. Da Aschaffenburg an der Grenze zum ebenfalls besiedelten Main-Kinzig-Kreis liegt, überrascht dieser Nachweis ganz im NW Bayerns nicht.

Der Westdeutsche Rundfunk sammelte 2014 unter dem Stichwort "Frühwarnsystem Buchsbaumzünsler" Daten zur Art [WDR.de/fernsehen/Ratgeber Buchsbaumzünsler, abgefragt 11. September 2014]. Immerhin 6 Meldungen davon stammen aus dem Kreis Aschaffenburg, und zwar aus Aschaffenburg (dort schon 2013 entdeckt, im April 2014 stärkerer Befall), Aschaffenburg-Strietwald ("Hery schrieb am 28.04.2014, 20.05 Uhr: in 63741 Aschaffenburg (Strietwald) habe ich in allen umliegenden Gärten stark befallene Büsche entdeckt. In meinem Garten bisher nur 2 Raupen entdeckt. Allerdings habe ich schon 2x gegen Buchsbaumzünsler gespritzt."), Aschaffenburg-Obernau (S. Kullmann schrieb am 25.07.2014, 15.04 Uhr: Heute, 25.7.14 in 63743 Aschaffenburg/ Obernau. Buchsbaum steht auf dem Balkon als Topfpflanze. Habe mittlerweile ca. 40 Raupen in allen möglichen Größen abgesammelt und ertränkt... Werde später nochmal sammeln gehen, habe sicherlich ein paar Exemplare übersehen."), Alzenau ("Farmer schrieb am 16.04.2014, 09.40 Uhr: Find ich gut, das mit der Karte! Auch wenn's 'ne Initiative des WDR ist - hier eine Meldung vom Main (Franken/ Hessen) - bzw. gleich drei Meldungen: Hanau, Alzenau (63755), Aschaffenburg (6374x). sämtliches schon letztes Jahr entdeckt") und Kahl am Main ("Seidel schrieb am 27.04.2014, 15.50 Uhr: Hallo In Kahl am Main ist ein Befall von dem Zünsler in der Buchsbaumhecke vor dem Haus entdeckt worden.").

Zu Kahl am Main erhielten wir auch 2016 wieder ein Foto: [Lepiforumsbeitrag Peter Holzberger 26. Juni 2016].

D-BY-6: Landkreis München [M] (Perlacher Forst bei München, München) [seit 2012]

A. von Scholley-Pfab zeigt einen Falter und erläutert [von Scholley-Pfab, Lepiforumsbeitrag 27. September 2012]: „ich weiß, der Falter ist nichts so besonderes mehr. Aber es ist mein erster Fund in Deutschland, und ich weiß noch von keinem in der Münchner Gegend. In den letzten Jahren habe ich lange und vergeblich Buchsbaumhecken angeschaut. Heute vormittag habe ich Lampen entlang eines Waldwegs, der zu einer Klinik führt, nach Nachtfaltern abgesucht ... Genau betrachtet ist der Fund 50 m jenseits der Stadtgrenze, also im Ldk. München. Die nächsten Gärten sind aber im Stadtgebiet, ca. 100m entfernt. Wenn ich mal wieder Zeit habe, werde ich dort nach Buchs schauen. Deutschland, Bayern, Perlacher Forst bei München, 550 m, 27.September 2012.“

Am 10. Mai 2019 berichtete [br.de/nachrichten/Bayern] unter der Überschrift: "Buchsbaumzünsler bedroht Gartenfläche bei Schloss Schleißheim": "Der Buchsbaumzünsler ist der Schrecken vieler Gartenbesitzer. Seine Larven fressen die Büsche kahl. Nun bedroht der Schädling auch das Buchsfeld auf dem Betriebsgelände des Hofgartens Schleißheim – eine der größten Buchsflächen in Oberbayern. [...] Vor Kurzem hat der Betriebsleiter des Hofgartens, Alexander Bauer, die ersten Larven entdeckt. Er geht davon aus, dass mittlerweile etwa 20 bis 30 Prozent des Buchsfeldes betroffen sind. [...] In ganz Oberbayern haben Baumschulen mit dem Buchsbaumzünsler zu kämpfen, auf vielen Friedhöfen wird mittlerweile kein Buchs mehr gepflanzt."

Katherina [Forumsbeitrag 17. August 2019] zeigt einen dunklen Falter vom 17. August 2019 in München.

D-BY-7: Landkreis Lindau [LI] (Lindau, Bodolz, Wasserburg, Sigmarszell, Weißensberg, Hergensweiler) [seit 2013 (sicher schon 2012)]

Am 20. Mai 2013 war in der Schwäbischen Zeitung [Schwäbische Zeitung 20. Mai 2013] zu lesen: „Der Buchsbäumzünsler ist da, teilt das Landratsamt Lindau mit. In den vergangenen Jahren habe sich der Buchsbaumzünsler ausgebreitet.“ Nach dem, was in dem Artikel steht, ist davon auszugehen, dass die Raupen hier schon im Herbst 2012 in größerem Stil aktiv waren - konkret gesagt wird aber nichts über einen Fund in 2012.

Der Schwäbischen Zeitung vom 22. August 2013 [Schwäbische Zeitung, 22. August 2013] ist zu entnehmen: „Eines steht fest: Der Buchsbaumzünsler ist in Lindau angekommen. Nicht nur in den Parks, den Friedhöfen und Gartenanlagen der Stadt treibt der gefräßige Schädling aus China sein Unwesen. Auch in den zahlreichen Hausgärten der Lindauer frisst sich die grüne Raupe durch den allseits beliebten Buchsbaum und lässt allenfalls noch die kahlen Gerippe stehen. Und jeder, der in seinem Garten oder auf seiner Terrasse jenen immergrünen Strauch, der schon seit Jahrhunderten von Gartenliebhabern geschätzt wird, gepflanzt hat, ihn jahrelang gehegt und gepflegt hat, muss bangen. Denn der Buchsbaumzünsler ist überall – und bisher ist weder ein Kraut gegen ihn gewachsen, noch gibt es ein wirklich wirksames Mittelchen. Zumindest keines, das überall angewandt werden darf ... “.

Schwäbische.de [Schwäbische.de, 22. August 2013] vom gleichen Tag ergänzt: "Auch für Brunner ist das Absammeln der Raupe zwar eine Sisyphusarbeit, dennoch sei es das effektivste Mittel. Denn von dem im Internet empfohlenen, und in Gärtnereien und der BayWa erhältlichen Spritzmittel Calypso hält der Fachmann wenig. „Das bringt nur langfristige Erfolge, wenn man regelmäßig spritzt. Dann stirbt aber nicht nur der Zünsler, man spritzt auch den Garten tot – und das ist nicht ohne.“ In die Zukunft gesehen rät Brunner den Gartenbesitzern, sich auf den neuen Schädling einzustellen und eventuell über Ersatzpflanzungen nachzudenken. Denn dass der Schädling, der über Liechtenstein und Vorarlberg im vergangenen Jahr nach Lindau, Bodolz und Wasserburg gekommen ist, heuer schon in Sigmarszell, Weißensberg und Hergensweiler angekommen ist und im kommenden auch den oberen Landkreis erreicht haben wird, von selbst verschwindet, glaubt der Kreisfachberater nicht."

Den amtlichen Nachrichten des Kreises war am 28. März 2014 zu entnehmen [Landkreis Lindau, 28. März 2014]: "Lindau (Bodensee) – Bereits letzte Woche haben die beiden Gartenexperten Bernd Brunner und Martin Lein über den Buchsbaumzünsler und erste geeignete Maßnahmen informiert. Einem dort gestarteten Aufruf, sich mit einer Rückmeldung über Stand und Verbreitung an die beiden zu wenden, sind zahlreiche Gartenbesitzer gefolgt. Dabei haben sich erhebliche Unterschiede im Entwicklungszustand der Zünslerraupen gezeigt. Dies hat zur Folge, dass eine zeitlich einheitliche Bekämpfungsempfehlung für den gesamten Landkreis nicht möglich ist. Die Vorgehensweise und die zur Verfügung stehenden Maßnahmen aber sind überall die gleichen. In den seenahen, geschützten Lagen fand Martin Lein von der Stadtgärtnerei Lindau bereits aus dem Wintergespinst gewanderte, frei fressende Raupen. In Einzelfällen konnte sogar schon eine erneute Gespinstbildung beobachtet werden. Anderenorts hingegen haben die überwinterten Raupen das Wintergespinst noch nicht verlassen." Leider wurden die gemeldeten Fundorte nicht detailliert mitgeteilt.

D-BY-8: Landkreis Passau [PA] (Sandbach-Eben, Vilshofen an der Donau) [seit 2013]

Von M. Hinterheller (E-Mail am 21. Juli 2013 an E. Rennwald) erhielten wir den Hinweis: „ich teile Ihnen mit, dass ich am 28.06.2013 erstmals einen Buchsbaum-Zünsler Cydalima perspectalis am Licht gesichtet habe. Fundstelle: 94474 Vilshofen an der Donau. Sandbach, Ortsteil Eben.“

Auf http://buchsbaumzuensler.com gibt es eine Meldung vom 3. September 2013 von Vilshofen an der Donau: „Der Buchsbaumzünsler hat in den warmen Sommerwochen unsere Buchsbaumhecke (6 Buchsbäume, 1,50 m hoch, 1 m Durchmesser) innerhalb kurzer Zeit fast komplett kahlgefressen. Ich habe zunächst mit allerlei Hausmitteln aus dem Internet versucht, der Plage Herr zu werden (Insektizide wollten wir keine benutzen, da wir kleine Kinder haben und die immer im Garten spielen). Leider hatten die Mittelchen (Steinmehl aufstreuen, Essig-Öl-Wasser-Mischung aufsprühen, etc. ) auf die Raupen keinerlei Wirkung. Als wir sahen, dass bereits Schmetterlinge abflogen, machten wir eine Radikalkur. Wir schnitten die Buchsbäume über Boden ab und verbrannten sie. Leider sind aber auch bei den Nachbarn bereits weitere Bäume befallen.“

D-BY-9: Landkreis Berchtesgadener Land [BGL] (Laufen/ Salzach, Ainring, Freilassing) [seit 2013]

Nach den Nachweisen 2010 im Landkreis Altötting war zu erwarten, dass es auch in den Nachbarkreisen bald Meldungen geben würde. Es sollte dauern. OVB-Online meldet dann aber am 13. Juni 2013: [OVB-online vom 13. Juni 2013]: "Natürliche Feinde hat der Schädling nicht, so Georg Unterhauser, Fachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Traunstein ... Auch in Oberbayern ist der Schädling angekommen. Im Friedhof in Laufen haben die gefräßigen Raupen bereits zahlreiche Buchsbaumkugeln und Buchseinfassungen vernichtet." Ich interpretiere den Fundort als Laufen/ Salzach. Unklar bleibt dabei, ob die Besiedlung hier vom 35 km entfernten Burgkirchen ausging oder vom noch näheren Vorkommen rund um Salzburg.

Der Berchtesgadener Anzeiger [berchtesgadener-anzeiger.de, 6. August 2016] weiß zu berichten: "Der Buchsbaumzünsler plagt die heimischen Gartenbesitzer: Die Raupen des aus dem asiatischen Raum eingeschleppten Kleinschmetterlings können einen Buchsbaum in nur wenigen Tagen abfressen. Und sie tauchen heuer fast überall auf. Die Schäden seien darum gravierend, wie Markus Putzhammer aus Petting, Kreisfachberater für Gartenbau und Landschaftspflege im Berchtesgadener Land, ausführt. »Ich befürchte, dass wir den Buchs als Gestaltungselement in den heimischen Gärten verlieren werden«, sagt er." Und weiter: "Vor drei, vier Jahren trat der Buchsbaumzünsler erstmals im Berchtesgadener Land auf, damals allerdings nur vereinzelt. Inzwischen sind die Raupen in praktisch allen Landkreisgemeinden aufgetaucht. Verstärkt ist der Schädling entlang von Saalach und Salzach zu beobachten; im vergangenen Jahr waren vor allem Ainring, Freilassing und Laufen betroffen. Und von dort aus breitet er sich aktuell gerade massiv in den Gemeinden Kirchanschöring und Fridolfing und damit auch im Kreis Traunstein aus. »Der Befall ist heuer wirklich schlimm«, weiß Putzhammer; er geht davon aus, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der Buchsbaumzünsler im ganzen Landkreis wütet."

Die Passauer Neue Presse [pnp.de, 12. August 2016] berichtet: "Von Deggendorf bis Kelheim und runter bis ins Berchtesgadener Land klagen Stadtpfleger und Hobbygartler über die neue Raupe Nimmersatt, die die sonst so robusten Buchsbäume regelrecht kahl knabbert."

D-BY-10: Landkreis Miltenberg [MIL] (Niedernberg, Wörth am Main, Großheubach) [seit 2013]

Der Westdeutsche Rundfunk sammelte 2014 unter dem Stichwort "Frühwarnsystem Buchsbaumzünsler" Daten zur Art [WDR.de/fernsehen/Ratgeber Buchsbaumzünsler, abgefragt 11. September 2014]. Demnach hat sich die Art offenbar von Aschaffenburg aus den Main aufwärts ausgebreitet. Fundorte sind Niedernberg ("Jan schrieb am 27.04.2014, 18.13 Uhr: 63843 Niedernberg. Befall 2014", Wörth am Main ("J. Prockner schrieb am 27.07.2014, 20.25 Uhr: Inversives Auftreten des Buchsbaumzünsler in Wörth-West. 15. Juli 2014 In unserer Buchshecke auf 1/2 Quadratmeter über 100 Raupen gesammelt. Befall wurde erst entdeckt, weil von einem Tag auf den anderen plötzlich großflächig Blätter fehlten. Auch in der direkten Nachbarschaft wurde der Befall festgestellt. Haben alle Buchsbäume geschnitten und mit dem Hochdruckreiniger abgesprüht.") und Großheubach ("Wolfgang schrieb am 30.04.2014, 18.48 Uhr: heute auf dem Friedhof in 63920 Großheubach Frass-Schäden und Gespinste, aber keine Raupen entdeckt. An drei benachbarten Gräbern nachgesehen, der mittlere war der kleinste Bux, der hatte auch noch keine Gespinste und auch keine Frass-Schäden. Am heimischen Garten kontrolliert, alles ok bisher. Da war der Zünsler im vergangenen Jahr an 2 von 5 Bux vertreten.")

D-BY-11: Kreisfreie Stadt Fürth [FÜ] (Fürth) [seit 2014 (sicher schon 2013)]

Der Westdeutsche Rundfunk sammelte 2014 unter dem Stichwort "Frühwarnsystem Buchsbaumzünsler" Daten zur Art [WDR.de/fernsehen/Ratgeber Buchsbaumzünsler, abgefragt 11. September 2014]. Eine Angabe betrifft die Stadt Fürth ("Anonym schrieb am 06.05.2014, 21.06 Uhr: Dieser Buchsbaum Zünsler ist ist nun auch in Fürth / Bayern angekommen und ist dabei meine Hecke zu zerstören. Wie ich den Kommentaren entnehme ist die Chemische Keule wohl das beste '??"). Nach der Beobachtung 2010 im Landkreis Fürth (Oberasbach) wundert der neuerliche Nachweis sicher nicht.

Auf [nordbayern.de/region/fuerth] war am 16. August 2017 unter der Überschrift "Schädlinge: Der Buchsbaumzünsler quält die Gärtner" zu lesen: "Für mehr Furore in und um Fürth sorgt im Moment der Buchsbaumzünsler. Der Schädling, der, weil er sich gut tarnt und sich von innen nach außen frisst, bei einem Befall erst relativ spät zu erkennen ist, taucht an immer mehr Orten auf – auch versteckte Hinterhöfe der Fürther Innenstadt sind nicht sicher."

D-BY-12: Landkreis Freising [FS] (Neufahrn bei Freising) [seit 2014 (sicher schon 2013)]

Der Westdeutsche Rundfunk sammelte 2014 unter dem Stichwort "Frühwarnsystem Buchsbaumzünsler" Daten zur Art [WDR.de/fernsehen/Ratgeber Buchsbaumzünsler, abgefragt 11. September 2014]. Eine Angabe betrifft Neufahrn bei Freising: "Christiane Wüst schrieb am 29.04.2014, 15.13 Uhr: Ich habe heute in Neufahrn bei Freising zwei Raupen an einem 20jährigen Buchs gefunden. Sie sehen aus wie die abgebildeten. Wir schneiden wohl erstmal zurück."

Heinrich Vogel [Forumsbeitrag 7. Juli 2019] gibt für die bundesweit eher schwache erste Generation 2019 eine "Wasserstandsmeldung" heraus: "Auch im Raum Freising eine geringe Anzahl. Das liegt auch daran, dass ein großer Teil der Buchsbaumbestände aus den Gärten entfernt wurde. Außerdem haben vor allem Spatzen, aber auch Meisen, Amseln und Wespen eine neue Nahrungsquelle erschlossen."

D-BY-13: Große Kreisstadt Neu-Ulm [NU, ILL] (Neu-Ulm) [seit 2014 (sicher schon 2013)]

Der Westdeutsche Rundfunk sammelte 2014 unter dem Stichwort "Frühwarnsystem Buchsbaumzünsler" Daten zur Art [WDR.de/fernsehen/Ratgeber Buchsbaumzünsler, abgefragt 11. September 2014]. Eine Angabe betrifft Neu-Ulm: "Marie Ernst schrieb am 06.05.2014, 12.54 Uhr: Leider hat auch bei uns der Zünsler Einzug gehalten (Neu-Ulm, Bayern). Fast alle Pflanzen sind befallen von unseren 13 Stück. Der Schaden hält sich noch in Maßen. Die Tage werden wir spritzen, nach sorgfältiger Sammelaktion. Mit was, weiß ich noch nicht. Es wird ein Gärtner kommen, der uns helfen wird. Wir haben Raupen in allen Stadien von klein bis groß. Die Großen sehen dann wie Äste aus und sind braun. Diese sind schwer zu finden und hocken auch nicht in den Gespinsten sondern hängen lose im Geäst."

Frank Fischer meldet im [Lepiforums-Beitrag 12. Mai 2018]: "Nachdem es in den letzten Jahren in unserem Viertel (südlicher Stadtrand von Neu-Ulm, Wiley-Süd) nur mäßigen Befall gab, kam es dieses Jahr zu einer extremen Massenvermehrung des Buchsbaum-Zünslers, so dass jetzt bereits fast alle Jungtriebe abgefressen sind. Da keiner Lust hat auf einen langwierigen und aller Vorausicht nach eh erfolglosen Kampf hat, haben unsere Nachbarn und auch wir die befallenen Buchsbäume jetzt entfernt und durch andere Pflanzen ersetzt."

D-BY-14: Kreisfreie Stadt Erlangen [ER] (Erlangen-Eltersdorf, Erlangen) [seit 2014]

Der Westdeutsche Rundfunk sammelte 2014 unter dem Stichwort "Frühwarnsystem Buchsbaumzünsler" Daten zur Art [WDR.de/fernsehen/Ratgeber Buchsbaumzünsler, abgefragt 11. September 2014]. Eine Angabe betrifft Erlangen-Eltersdorf: "weber schrieb am 29.07.2014, 10.26 Uhr: Erlangen-Eltersdorf 91058. Schwacher Befall am 26.7.2014 entdeckt."

Aus Erlangen ging eine weitere Meldung bei mir ein (Lukas Sobotta per E-Mail am 13. September 2016): "08.09.2016 in meiner Wohnung in 91054 Erlangen / Bayern."

Am 9. August 2017 war auf [nordbayern.de/region/erlangen] unter der Überschrift: "Buchsbaumzünsler wütet in Erlangen" zu lesen: "Die Verbreitung des Buchsbaumzünslers hat in diesem Jahr rapide zugenommen. Im gesamten Erlanger Stadtgebiet klagen Gartenbesitzer über den Befall ihrer Buchsbaumbüsche und -hecken durch den Schädling. [...] Christiane Schader von der Gärtnerei Gast bestätigt, dass die Beschwerden von Kunden über einen Buchsbaumzünslerbefall in diesem Jahr extrem zugenommen haben. Sie empfiehlt zur Bekämpfung ein Bakterium mit dem Namen "Bacillus thuringiensis".

[infranken.de] wartet am 15. August 2017 mit der Überschrift auf: "Das Ende der Buchsbäume? Der Buchsbaumzünsler aus Ostasien ist auch in Höchstadt aufgetaucht und macht sich über die Bäume her".

Auf [nordbayern.de/region/fuerth] war einen Tag später (16. August 2017) unter der Überschrift "Schädlinge: Der Buchsbaumzünsler quält die Gärtner" zu lesen: "Im gesamten Erlanger Stadtgebiet klagen Gartenbesitzer über den Befall ihrer Buchsbaumbüsche und -hecken."

D-BY-15: Kreisfreie Stadt Würzburg [WÜ] (Würzburg) [seit 2014]

Klaus Wenger [Beitrag Lepiforum K. Wenger vom 28. September 2014] zeigt einen am 27. September 2014 in der Händelstraße in Würzburg gefundenen frischen Falter - sonst erreichten uns bis 2018 keine weiteren Nachweise aus dieser Stadt.

Uwe Dietzel [Forumsbeitrag 20. August 2018] teilt dann aber mit: "hier in Würzburg und Umgebung zählt er dieses Jahr zu den häufigeren Arten. Ich habe im letzten Monat (seit Mitte Juli) an 6 verschiedenen Orten an Lichtfängen teilgenommen bzw. welche durchgeführt und Cydalima perspectalis war ÜBERALL dabei. Am häufigsten war er natürlich in der Nähe von Gärten an den Ortsrändern. Aber auch auf Waldlichtungen mit ca. 1 km Entfernung vom Ortsrand war er einer der ersten Gäste am Turm. Sie sind ja gemütlich und fliegen dann auch nicht wieder weg, solange das Licht an ist. Die Standorte waren Hubland/ Gerbrunn, Tierpark Sommerhausen, Versbach, nördlicher und östlicher Ortsrand von Oberdürrbach, Gramschatzer Wald bei Rimpar, also der Norden und Süden von Würzburg war damit recht gut abgedeckt." Dabei gehören Versbach und Oberdürrbach zum Stadtkreis, Hubland/ Gerbrunn liegt am Rande von Stadt- zu Landkreis, Sommerhausen und der Gramschatzer Wald bei Rimpar gehören zum Landkreis.

Die [mainpost.de/regional/wuerzburg mainpost.de/regional/wuerzburg] meldet am 25. August 2019: "Gefräßiger Buchsbaumzünsler bedroht auch Würzburgs Gärten. Die Raupe des Buchsbaumzünslers frisst den Buchsbaum von innen ab. Gewütet hat sie auch in Würzburg schon auf einem Friedhof. Wie die Stadt gegen den Schädling kämpft. [...]

D-BY-16: Landkreis Bamberg [BA] (Pettstadt) [seit 2014]

Frau Corinna Lieberth meldet am 21. Oktober 2014 per E-Mail an E. Rennwald den Erstnachweis der Art für den Landkreis Bamberg. Der am Abend des 20. September 2014 in ein Zimmer in Pettstadt verflogene Falter war nach den mitgeschickten Bildern erst leicht abgeflogen: "Dies ist der Erstnachweis für Pettstadt (Postleitzahl: 96175) im Landkreis Bamberg". Anscheinend gibt es aus dem Kreis Bamberg bisher noch keine Raupenfunde (?).

D-BY-17: Kreisfreie Stadt München [M] (München-Obermenzing, München-Solln, München, München-Harlaching) [seit 2012]

A. von Scholley-Pfab stellt die ihr bekannten Daten aus München zusammen [ Lepiforums-Beitrag 23. Oktober 2014]: "München-Obermenzing, 27.September 2012 + 6.Oktober 2012, [Buchsbaum, U. & Segerer, A., Nachrichtenblatt der Bayerischen Entomologen, 62(1/2), 2013, 27-34]; München-Solln, 1.Oktober 2012 [Christine Neumann, schriftl. Mitteilung]; München, 21.Oktober 2014 [Gisela Heinz, mündl. Mitteilung]".

Auch 2016 ging wieder eine Meldung ein: Markus Frowein [Lepifoumsbeitrag 25. September 2016] meldet einen Falter am 24. September 2016 vom Bahnhof München-Pasing.

In einem Artikel vom 30. August 2017 von [Merkur.de] heißt es: "Stadtrat Martin Reichart (FB) sieht den Zünsler wie eine „Schädlings-Wolke über Bayern“ herniederkommen. In Harlaching, sagte er, habe man die Buchsbaumbestände gänzlich aufgegeben."

D-BY-18: Kreisfreie Stadt Ingolstadt [IN] (Ingolstadt-Unterhaunstadt) [seit 2012]

Steffen Schmidt [Lepiforumsbeitrag 30. August 2015] meldet den vermutlichen Erstnachweis aus dem Kreis: 1 Falter am Licht am 29. August 2015 in Ingolstadt-Unterhaunstadt. Er betont: "Für mich war es der erste Fund dieser Art in Ingolstadt." Im Folgejahr ergänzt er [ Lepiforumsbeitrag Steffen Schmidt, 3. Juli 2016]: "Der Buchsbaumzünsler besuchte mich nach einem ersten Einzelexemplar in 2015 nun erneut in Ingolstadt. Raupennachweise sind mir (noch) keine gelungen." Das Foto eines ganz frischen Falters trägt die Daten "Ingolstadt, Unterhaunstadt, am Licht, 1. Juli 2016".

Und Steffen Schmidt aktualisiert [Forumsbeitrag 6. August 2018]: "Ich hatte die letzten Jahre in Ingolstadt auch nur einzelne Männchen, entsprechend gut geht's den (nutzlosen) Buchsbäumen. In diesem Jahr habe ich letztes Wochenende pro Abend mehr als 100 Tiere am Licht gehabt, dazu unzählige am Sommerflieder. Jetzt sind auch die Weibchen am Start und man kopuliert heftig an meinem Leuchtturm rum..." Dazu passend gab es schon am 28. Mai 2018 die Meldung [Augsburger Allgemeine]: "Ein ganz anderes Bild zeichnet sich derweil in Ingolstadt ab. „Das Stadtgebiet soll sehr stark befallen sein“, sagt Baues-Pommer. Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat das vielfressende Insekt dort relativ großen Schaden angerichtet."

Im [Donaukurier, aktualisiert 23. Juli 2018] war unter der Überschrift "Die Raupe Nimmersatt. Buchsbaumzünsler macht sich massiv breit und frisst alles kahl" zu lesen: "Ingolstadt (DK) Grün und gefräßig bahnen sich die Raupen ihren Weg, bis die befallenen Pflanzen kaum noch Blätter tragen: Der Buchsbaumzünsler breitet sich seit Wochen fast explosionsartig in Bayern aus. Ingolstadt gilt neben München und Freising als einer der drei am meisten betroffenen Räume im Freistaat." Und weiter: ""Auf unseren Friedhöfen ist die Situation katastrophal", sagt Ulrich Linder vom Ingolstädter Stadtgartenamt. Sein Personal stellt seit gestern Container auf, damit befallene Pflanzen entsorgt werden können. "Wir haben den Zünsler aber auch sonst überall in der Stadt." Viele Bürger würden hilfesuchend anrufen. Wolfgang Kreckl vom Institut für Pflanzenschutz bei der bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Weihenstephan kann das nur bestätigen: "Das Auftreten ist heuer ganz besonders massiv.""

D-BY-19: Landkreis Mühldorf am Inn [MÜ] (Mühldorf) [seit 2016 (sicher schon 2015)]

[ovb-online.de, 11. August 2016] berichtet unter der Überschrift "Buchsbaumzünsler wütet" zum Kreis Mühldorf am Inn: "Der Buchsbaumzünsler macht sich im Landkreis breit." und "Auch Weiß kann sich nicht erinnern, dass der aus Ostasien eingeschleppte Schädling jemals so gewütet hätte wie in diesem Jahr. „Wir haben 2016 schon die zweite Welle nach dem Frühjahr“." Bereits am 19. Mai 2017 ging es im [wochenblatt.de/nachrichten/muehldorf] nur noch um "Fachgerechte Entsorgung stark befallener, gerodeter Sträucher".

M. Schiffl berichtet am 1. Mai 2018 auf [buchsbaumzuensler.net]: "Raum Mühldorf am Inn. Heute massiven Befall festgestellt. Überall an der Hecke und an allen Kugeln( 3m Durchmesser) Aber: Spatzen und Meisen fressen wie verrückt. Mal sehen…"

D-BY-20: Landkreis Deggendorf [DEG] (Osterhofen, Plattling) [seit 2016]

Die Passauer Neue Presse [pnp.de, 12. August 2016] berichtet: ""Vor drei Tagen war der noch komplett grün", sagt Michael Pokoj und streicht über die verdorrten Äste eines braunen, über einen Meter hohen Buchsbaumstrauchs. Pokoj ist Stadtgärtner in Osterhofen (Lkr. Deggendorf) und damit auch für die Pflege des Friedhofs zuständig. Dort, wie an vielen anderen privaten und öffentlichen Grünanlagen im Stadtgebiet, haben sich liebevoll zurechtgeschnittene Buchsbaum-Arrangements in trostloses Gestrüpp verwandelt. Schuld ist der Buchsbaumzünsler. Von Deggendorf bis Kelheim und runter bis ins Berchtesgadener Land klagen Stadtpfleger und Hobbygartler über die neue Raupe Nimmersatt, die die sonst so robusten Buchsbäume regelrecht kahl knabbert." Ein konkretes Beispiel vom 26. Juni 2017 gibt es [hier im Lepiforum].

[idowa.de] zeigt am 20. Mai 2017 eine zerfressene Buchshecke in Plattling und fragt in der Überschrift: "Befall mit Buchsbaumzünsler-Raupen: Spritzen oder Aufgeben?"

Und 2018 ging es weiter; unter der Überschrift "Osterhofen. Buchsbaumzünsler wieder auf dem Vormarsch" war am 24. April 2018 auf [idowa.de] zu lesen: ""Unglaublich, diese Vielzahl", sagt Stadtgärtner Michael Pokoj, als er das Blattwerk des Buchsbaumes neben der Stadtbücherei auseinanderzieht und ihm gleich zahlreiche Buchsbaumzünsler ins Auge fallen. Er ist wieder auf dem Vormarsch, breitet sich in atemberaubender Geschwindigkeit aus und zerstört so manche Buchsbaumkolonie, weiß der Fachmann und dies ist auch deutlich zu erkennen. Die kleine grüne Raupe frisst sich gerade wieder durch die Buchsbäume in Osterhofen und macht natürlich auch vor den städtischen Anpflanzungen nicht halt."

D-BY-21: Landkreis Kelheim [KEH] (Kelheim) [seit 2016]

Die Passauer Neue Presse [pnp.de, 12. August 2016] berichtet: "Von Deggendorf bis Kelheim und runter bis ins Berchtesgadener Land klagen Stadtpfleger und Hobbygartler über die neue Raupe Nimmersatt, die die sonst so robusten Buchsbäume regelrecht kahl knabbert."

D-BY-22: Landkreis Straubing-Bogen [SR] (Bogen) [seit 2016]

Die Passauer Neue Presse [pnp.de, 12. August 2016] berichtet: "Von Deggendorf bis Kelheim und runter bis ins Berchtesgadener Land klagen Stadtpfleger und Hobbygartler über die neue Raupe Nimmersatt, die die sonst so robusten Buchsbäume regelrecht kahl knabbert."

Konkret zur Stadt Bogen war auf [idowa.de, 12. August 2016] am selben Tag zu lesen: "Die Bogener Gartenbesitzer sind geschockt: In diesem Jahr setzen Raupen ihren Buchsbäumen massiv zu. Unzählige grün-schwarze Raupen pro Pflanze – bis zu fünf Zentimeter werden sie groß. Der Buchsbaumzünsler hat es sich in den Buchsbäumen vor allem in der Stadt Bogen gemütlich gemacht."

Am 19. Juli 2019 war auf [idowa.de] zu lesen: "Wie die Raupe Nimmersatt frisst sich der Buchsbaumzünsler seit einigen Jahren durch das immergrüne Gewächs vieler Gartenbesitzer. Reihenweise Buchsbaum-Hecken mussten seitdem auch im Landkreis Straubing-Bogen daran glauben, in den meisten Gärten sind sie bereits komplett verschwunden. Ist das der Grund, warum die kleinen Raupen mit dem großen Appetit in diesem Jahr weniger zu sein scheinen? Johann Niedernhuber, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, hat eine Antwort auf diese und noch weitere Fragen rund um den Buchsbaumzünsler. Ziemlich genau drei Jahre ist es her, da hat der Buchsbaumzünsler in der Stadt Bogen so stark gewütet, dass es dort mittlerweile so gut wie keine einzige Buchs-Pflanze mehr gibt. Und so wie den Bogenern erging es in den vergangenen Jahren vielen Gartenbesitzern im Landkreis. [...] Doch in diesem Jahr scheint sich die Lage ein wenig zu entspannen."

D-BY-23: Landkreis Traunstein [TN] (Kirchanschöring, Fridolfing, Taching am Tachinger See, Trostberg, Übersee, Emertsham, Kienberg, Pittenhart, Seeon, Ruhpolding) [seit 2016 (schon 2014?)]

Der Berchtesgadener Anzeiger [berchtesgadener-anzeiger.de, 6. August 2016] berichtet: "Vor drei, vier Jahren trat der Buchsbaumzünsler erstmals im Berchtesgadener Land auf, damals allerdings nur vereinzelt. Inzwischen sind die Raupen in praktisch allen Landkreisgemeinden aufgetaucht. Verstärkt ist der Schädling entlang von Saalach und Salzach zu beobachten; im vergangenen Jahr waren vor allem Ainring, Freilassing und Laufen betroffen. Und von dort aus breitet er sich aktuell gerade massiv in den Gemeinden Kirchanschöring und Fridolfing und damit auch im Kreis Traunstein aus."

Rudi Haller [Forumsbeitrag 5. August 2018] ergänzt: "Ich war gestern, Samstag in Taching am Tachinger See, Landkreist Traunstein, Bayern. Auf einem Bauernhof [...] war auch perspectalis stark aktiv. Vier Buxpflanzen mit einer Meter Höhe hatten kein einziges grünes Blatt mehr. Weitere Buxpflanzen auf dem Gelände verteilt, ob nun kaum kniehoch oder bis 2 Meter hoch....alle völlig abgefressen. [...] Bei kurzer Suche an den Pflanzen waren sofort einige erwachsene perspectalis-Raupen zu finden. In den angrenzenden Wiesen scheuchte ich beim Durchschlendern immer wieder Imagos auf. Auf dem Nachhauseweg in Richtung A8 hielt ich vom Auto aus als Beifahrer Ausschau in die Gärten und siehe da...die braunen kahlgefressenen Buxpflanzen leuchteten vielfältig aus dem sonst üppigen Grün hervor." Die Art scheint im Landkreis also mittlerweile gut etabliert zu sein. Letzteres wird auch durch einen Beitrag des ["Wochenblatt" des Chiemgau-bgl vom 24. Juli 2018] gestützt, in dem es unter der Überschrift "Der Buchsbaumzünsler frisst sich durch den Landkreis" heißt: "LANDKREIS TRAUNSTEIN Die Raupen fressen ausschließlich Buchs und schädigen die Sträucher meist so stark, dass sie absterben. „Seit 2014 breitet er sich von Osten her im Landkreis Traunstein aus“, so Markus Breier, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Traunstein. Derzeit erhält der Fachberater viele Anrufe von besorgten Bürgern. Neumeldungen gab es letztes Jahr aus Trostberg und Übersee, dieses Jahr ist der Zünsler auch in Emertsham, Kienberg, Pittenhart, Seeon und Ruhpolding aufgetaucht."

D-BY-24: Landkreis Lichtenfels [LIF, STE] (ohne nähere Ortsangabe) [seit 2016]

Der Landkreis Lichtenfels [lkr-lif.de/landratsamt/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit] gibt Ende 2016 eine "Pressemitteilung 012: So war das Gartenjahr 2016" heraus. Darin heißt es: "Eine weitere schädigende Raupe ist der Buchsbaumzünsler. Auch zu diesen Schäden wurden viele Anrufe registriert." Genauere Angaben wurden leider nicht gemacht.

D-BY-25: Landkreis Neuburg-Schrobenhausen [ND, SOB] (Neuburg-Feldkirchen) [seit 2016]

Die Augsburger Allgemeine berichtet in ihrem [Artikel "Der Buchsbaumzünsler kommt näher" vom 28. Mai 2018]: "Zumindest im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen gilt der Buchsbaumzünsler, wie hier auf unserem Bild dargestellt, bislang noch nicht als Plage." "Von dem Kleinschmetterling aus dem ostasiatischen Raum ist Ingolstadt schon betroffen, ebenso ein Garten in Neuburg." "Hier, im Neuburger Stadtteil Feldkirchen, hat sich der aus China stammende Buchsbaumzünsler schon vor einiger Zeit breit gemacht. Zwei Jahre sei es her, erzählt Adolf Reichart, dass er den Befall bemerkt hat. Betroffen ist eine acht Meter lange und 50 Zentimeter hohe Hecke inmitten des Gartens. Außerdem ein in Form geschnittener Buchsbusch, der sich in unmittelbarer Nähe zur Hecke befindet. Gesehen habe er die Raupe noch nicht, sagt der Hobby-Gärtner. Der Grund: „Sie ist im Dickicht, man weiß nicht, wo sie steckt.“ Der befallene Garten der Reicharts gilt als einer unter wenigen im Landkreis. „Momentan haben wir kein vermehrtes Aufkommen des Buchbaumzünslers“, bestätigt Sabine Baues-Pommer, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen. Auch Manuela Riepold vom Landratsamt Aichach-Friedberg beobachtet keine steigenden Anfragen zum Thema Buchsbaumzünsler-Plage: „Es hält sich alles in Grenzen“, sagt sie."

D-BY-26: Landkreis Bad Kissingen [KG, BRK, HAB] (Bad Kissingen) [seit 2016]

Oskar Jungklaus [Forumsbeitrag 22. August 2018] berichtet: "hab gerade gelesen, dass für den Landkreis Bad Kissingen noch keine Meldung zum Buchsbaumzünsler eingegangen ist. Das Foto stammt direkt aus Bad Kissingen von einer Bekannten. [...] Deutschland, Bayern, Bad Kissingen, Wohnzimmer, 300 m, 13. August 2018, am Licht (Foto: Ingrid Mildner)
Selbst hab ich noch keinen gesehen (komm nicht so oft nach Bad Kissingen). Ein Arbeitskollege aus Bad Kissingen hat mir daraufhin berichtet, dass er bereits 2016 seinen Buchs "behandeln" musste, da er jede Menge Raupen und später auch Puppen daran gefunden hatte, die wie so oft, einiges an "verbrannter Erde" hinterlassen haben."

D-BY-27: Landkreis Rosenheim [RO] (Umgebung Rosenheim) [seit 2017 (sicher schon 2016)]

[rosenheim24.de] meldet am 18. Mai 2017: "Der Buchsbaumzünsler wütet wieder im Landkreis Rosenheim! Lkr. Rosenheim - Gartenbesitzer sollten ihre Buchsbäume im Blick behalten. Wie die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege im Rosenheimer Landratsamt mitteilte, ist der Buchsbaumzünsler in der Region angekommen. Kreisfachberater Harald Lorenz rät, die Raupe biologisch zu bekämpfen. Lorenz zeigte sich wenig überrascht. In anderen Teilen Bayerns war der Buchsbaumzünsler schon gesichtet worden, daher war es nur eine Frage der Zeit, sagte der Gartenfachberater."

Auf [focus.de/regional/Bayern] war am 9. August 2017 zu lesen: "Den Anrufen in den Sachgebieten Abfallwirtschaft sowie Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landschaftspflege im Landratsamt Rosenheim nach zu urteilen, verursacht die Raupe derzeit Kahlfraß an verschiedenen Buchsbaum-Arten." Details werden nicht mitgeteilt. Unklar bleibt damit, ob auch die kreisfreie Stadt Rosenheim betroffen ist.

Annerose Fischer meldet am 6. September 2017 auf [em.chiemgau.de]: "Auch hier in Stephanskirchen ist der Buchszünsler nun angekommen. Nach der Entdeckung habe ich unseren Buchs sofort mit unserer spezial EM-Cocktailmischung gespritzt. Anschließend hab ich den Buchs mit Gesteinsmehl eingestäubt."

D-BY-28: Landkreis Regensburg [R] (Obertraubling) [seit 2017 (sicher schon 2016)]

Die [mittelbayerische.de/region/regensburg-land] meldet am 31. Mai 2017 unter der Überschrift "Buchs-Alarm: Der Zünsler ist da": "Obertraubling. Wem seine Buchsbaumhecke lieb ist, der sollte sie derzeit gut im Auge behalten, denn der Buchsbaumzünsler flattert herum. In Obertraubling scheint dem Schädling, der 2006 erstmals in Deutschland auftauchte, ein Generalangriff gelungen zu sein. [...] Dieser Status war vergangene Woche in Obertraubling erreicht. „Hast du schon nachgeschaut – ist er bei dir auch?“ war die gängige Frage unter Gartenbesitzern. Es folgte ein intensives Herumzupfen an den Hecken und in der Regel die ernüchternde Feststellung: „Bei mir ist er auch.“ [...] Obertraubling scheint ein Hotspot für den Buchsbaumzünsler zu sein."

Am 4. August 2017 war auf [donaustauf.de/aktuelles] zu lesen: "Es wurde mitgeteilt, dass der Buchsbaumzünsler auf den Friedhöfen (insbesondere Donaustauf) die Buchsbäume befällt und schädigt. Nach Rücksprache mit dem Landratsamt Regensburg, Untere Naturschutzbehörde, sollten die Buchsbäume regelmäßig geprüft und die Raupen händisch (mit Handschuhen) entsorgt werden. Befallene Stellen sollen zurückgeschnitten werden. Vom Einsatz von Spritzmitteln wird abgeraten."

D-BY-29: Kreisfreie Stadt Regensburg [R] (Regensburg-Burgweinting) [seit 2017 (sicher schon 2016)]

Die [mittelbayerische.de/region/regensburg-land] meldet am 31. Mai 2017 unter der Überschrift "Buchs-Alarm: Der Zünsler ist da": "In Burgweinting wurde der aus Asien stammende Schädling allerdings auch schon gesichtet. In Regensburg ist von dem Buchsbaumkiller noch nichts zu spüren. Die Mitarbeiter des Stadtgartenamts haben noch keinen Raupenbefall am städtischen Buchs bemerkt und auch beim Regensburger Obst- und Gartenbauverein hat man noch keine alarmierenden Schadmeldungen bekommen."

D-BY-30: Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm [PAF] (Vohburg, Geisenfeld, Ernsgaden) [seit 2017 (sicher schon 2016)]

Der [donaukurier.de/lokales/Pfaffenhofen] bietet am 1. Juni 2017 die Überschrift "Gefräßige Raupe. Vohburg (PK). Der Buchsbaumzünsler, eine ursprünglich ostasiatische Falter- und Raupenart, frisst sich derzeit durch den Friedhof von Vohburg - und auch andere Gartenanlagen werden von dem Schmetterling nicht verschont."

[Pfaffenhofener Kurier, 9. Mai 2018] unter der Überschrift: "Kahlfraß "von schlimmem Ausmaß". Der Buchsbaumzünsler macht Anpflanzungen in städtischen Grünanlagen und Privatgärten den Garaus": Geisenfeld (GZ) Nicht Trumps amouröse Affäre oder Söders Kreuzerlass ist in Marion Meiers Frisörladen derzeit das meistdiskutierte Thema, sondern eine bis zu fünf Zentimeter lange gelb-grüne Raupe - die des Buchsbaumzünslers. Die Raupen haben sich heuer zu einer wahren Plage entwickelt, sie fressen nicht nur die gemeindlichen Grünanlagen, sondern auch die Buchspflanzungen in hunderten Privatgärten kahl."

Und die [bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/kommunales] berichtet am 20. Juli 2018: " „Auch bei uns im Stadtgebiet Geisenfeld ist der Befall mit dem Buchsbaumzünsler ziemlich gravierend“, berichtet Katrin Limmer, stellvertretende Geschäftsleiterin der Gemeinde im Landkreis Pfaffenhofen. Nicht zuletzt der Friedhof sei betroffen, da es hier Buchs en masse gab: „Wir hatten die einzelnen Friedhofsbereiche mit Buchs abgegrenzt.“ Der Buchs wurde nun komplett entfernt und über einen separaten Grüngutcontainer entsorgt. Ob man noch einmal Buchs pflanzen wird, darüber werde im Moment diskutiert. (Pat Christ)".

Im [Donaukurier, aktualisiert 23. Juli 2018] war unter der Überschrift "Die Raupe Nimmersatt. Buchsbaumzünsler macht sich massiv breit und frisst alles kahl" dann zu lesen: "Im Raum Pfaffenhofen ist der Schädling dagegen ein Thema: "Bei uns sind vor allem Orte im nördlichen Kreis betroffen, Ernsgaden und Vohburg oder Geisenfeld", sagt Karl Huber vom Landratsamt."

D-BY-31: Landkreis Starnberg [STA, WOR] (Krailling, Weßling, Gauting, Gautin-Stockdorf, Wörthsee, Starnberg) [seit 2017]

Markus Welz [Forumsbeitrag 10. September 2017] meldet für den 9. September 2017 seinen ersten Falter für den Kreis Starnberg, in Krailling, 555 m, sehr nahe am Kreis München. Gerald Fuchs [Forumsbeitrag 10. September 2017] antwortet: "Am 26. August 2017 hatte ich auch einen am Licht", Fundort hier war Weßling, Dellinger Buchet.

S. Maier-Stirenberg teilt (per E-Mail am 23. August 2018 an E. Rennwald) mit: "bezugnehmend auf die Lepiforum-Seite stelle ich leider fest, dass der Buchsbaumzünsler im Landkreis Starnberg (82131 Gauting und laut Gärtner auch am Wörthsee) angekommen ist. Vor. ca 2 Wochen habe ich das typische Fraßbild an mehreren Buchsen meiner 3m hohen Hecke entdeckt und daraufhin auch ca 10 um die 3cm großen Raupen entfernt. Seit 3 Tagen fliegen die Falter, wobei ich um die 10 erwischt habe (nur einen mittels Pheromonfalle) und heute auch schon wieder einen habe fliegen sehen. Traurig, dass diese schönen Falter so einen verheerenden Schaden anrichten!"

Es gibt aber auch Pressemitteilungen. Der [merkur.de/lokales/Starnberg] berichtet am 30. August 2018: "Buchsbaumzünsler breitet sich aus. Gartenbesitzer und Gemeinden haben einen neuen Gegner in der Natur: den Buchsbaumzünsler, genauer dessen Raupen. Insbesondere im Würmtal sind Fälle bekannt, aber auch in Tutzing. Ist ein Baum befallen, gibt es unter Umständen nur einen Ausweg. [...] Im Landkreis zeigten sich die Raupen bereits in Tutzing und in den nördlichen Teilen des Fünfseenlandes, berichtete Schorn. Zudem informierte der Abfallwirtschaftsverband Starnberg (AWISTA) das Starnberger Landratsamt vergangene Woche über einen Verdacht von Buchsbaumzünsler-Befall. Ehrhardt rät Gartenbesitzern nun zur Vorsicht."

Am 6. Mai 2019 heißt es dann im [merkur.de/lokales/Starnberg]: Zünsler weiter auf dem Vormarsch. Der Buchsbaumzünsler breitet sich weiter aus. Das Landratsamt rechnet damit, dass er heuer auch den Starnberger See erreicht. Ist ein Baum befallen, gibt es kaum Rettung. Nachdem sich der Schädling im vergangenen Jahr zum ersten Mal vermehrt im Fünfseenland blicken hatte lassen, hat Jürgen Ehrhardt, Fachberater für Gartenkultur und Landespflege beim Landratsamt Starnberg, nun erneut schlechte Nachrichten für die Gartler: Der Buchsbaumzünsler ist zurück. „Es trudeln langsam erste Meldungen von Buchsbaumzünsler-Befall ein“, berichtet Erhardt. „Der AWISTA hat auch schon mitgeteilt, dass die ersten gerodeten Buchsbäume abgegeben wurden.“"

Am 17. Mai 2019 zeigt die [sueddeutsche.de/muenchen/starnberg] einen Beitrag: "Wie sich Gärtner gegen den Buchsbaumzünsler wehren". In diesem heißt es: "Die Raupen haben sich von Krailling nach Gauting durchgefressen. Manch ein Experte spricht schon vom Ende der Hecken. [...] 2018 eroberte der Schädling Krailling, jetzt hat er sich in Richtung Süden ausgebreitet. "Der Buchsbaumzünsler ist in Stockdorf und Gauting angekommen", meldete die Gemeinde Gauting am Donnerstag - und versetzt damit Gartenbesitzer in Sorge. [...] "Erste Gräber im Friedhof Gauting sind bereits befallen", heißt es. Auf dem Kraillinger Friedhof sowieso - "es ist ein Trauerspiel", sagt Gerhard Pfeffer. [...] Landschaftsgärtner Robert Bertler aus Krailling sagt, das ganze Würmtal sei betroffen. "Die meisten Pflanzen sind nicht mehr zu retten." Er prophezeit gar "das Ende des Buchsbaums". So drastisch mag es Klaus-Dieter Gruber, Leiter des Gartencenters Kiefl in Gauting, nicht formulieren. Aktuell aber stehe das Telefon kaum noch still. Zehn bis 15 Anrufe von ratlosen Gartenbesitzern gingen täglich ein, alle bäten um Hilfe. "So viel können wir gar nicht helfen", sagt Gruber. [...] Auch er bestätigt einen massiven Befall der Buchs-Bestände im Würmtal, "in 80 Prozent der Buchsbäume werde ich fündig". [...] Lothar Viellieber indes hat sich schon damit arrangiert, seine Hecke über kurz oder lang dem Zünsler zu opfern. Im vergangenen Jahr waren die Buchsbäume, welche die Wohnanlage in der Stockdorfer Heimstraße gestalten, erstmals befallen. Der 62-Jährige hat gekämpft, das Problem "erstmal gelöst". Doch heuer seien die Raupen wieder da, wenn bislang auch nur beim Nachbarn."

Und am 20. August 2019 weiß die [sueddeutsche.de/muenchen/Starnberg]: "Buchsbaumzünsler wütet in Starnberg. Der Schädling hat sich durchs Würmtal gefressen - und breitet sich nun im Stadtgebiet aus. Hobbygärtner sollen rasch handeln. Die Starnberger Stadtgärtner schlagen Alarm: Denn der Buchsbaumzünsler breitet sich im Stadtgebiet immer weiter aus. Jetzt haben die Schädlinge auch die Friedhöfe Söcking, Perchting und Percha sowie den Waldfriedhof in Starnberg massiv befallen. Auch von den Friedhöfen in der Hanfelder Straße, in Wangen und Leutstetten wurden Schadensfälle gemeldet, teilt die Stadtverwaltung mit. "Da die gefräßigen Raupen bereits einen Großteil des Buchses im Waldfriedhof nahezu kahl gefressen haben, ist ihnen mit ökologischen Pflanzenschutzmitteln nicht mehr Herr zu werden", so die Stadt, die ihre Buchsbäume und Buchshecken "je nach Befallstadium roden und entsorgen oder Pflanzenschutzmaßnahmen ergreifen" will. Sie appelliert an alle Garten- und Grabinhaber, ebenso zu verfahren. "Noch ist der Buchsbaumzünsler nicht flächendeckend über unser Stadtgebiet hergefallen", so das Rathaus."

D-BY-32: Kreis Main-Spessart [MSP] (Gemünden am Main, Karlstadt-Mühlbach) [seit 2017]

Die [mainpost.de/regional/main-Spessart] berichtete am 24. August 2017: "Die Raupe des Buchsbaumzünslers ist grün und gefräßig. Sie vertilgt Blätter und Rinde der Pflanzen bis zum Kahlfraß und breitet sich mangels natürlicher Feinde weiter aus. Der Schädling ist nun in Gemünden angekommen." Gezeigt werden mäßig befressene kleine Bäumchen. Im Text heißt es aber auch: "Isolde Keil-Vierheilig von der bei der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim angesiedelten Bayerischen Gartenakademie bestätigt den seit Frühjahr auftretenden massiven Befall der Buchsbäume in ganz Unterfranken."

Am 6. August 2018 heißt es dann in der [mainpost.de/regional/main-Spessart]: "Zweite Generation des Buchsbaumzünslers im Landkreis aktiv. Auf dem Friedhof im Karlstadter Stadtteil Mühlbach bietet sich derzeit auf manchen Gräbern ein trostloses Bild: Dort sind etliche Buchsbäume dem Buchsbaumzünsler, einem aus Ostasien stammenden Schadschmetterling, zum Opfer gefallen."

D-BY-33: Landkreis Garmisch-Partenkirchen [GAP] (Uffing) [seit 2017]

Thomas Guggemoos (E-Mail 18. August 2018 an E. Rennwald) teilt mit: "Uffing - seit mindestens 2017 Befall von Buchsbüschen. Falter wurden noch keine beobachtet (Quelle: Frau Christine Matthes). In meiner Leuchtfalle am Haus in Ohlstadt hatte ich bislang noch keinen einzigen. Die Falter dürften also noch eher lokal sein."

Im [merkur.de/lokales/Garmisch-Partenkirchen] ist ein Jahr später (1. September 2019) unter der Überschrift "Alptraum Buchsbaumzünsler: So gelingt die Bekämpfung des Schädlings" zu lesen: "Der Buchsbaumzünsler verbreitet Schrecken unter Gartenbesitzern. Nach Ansicht einer Expertin gibt es vermutlich im ganzen Landkreis einen massiven Befall. Doch viele Betroffene handeln in dieser Situation grundverkehrt. [...] „Wir haben vermutlich im gesamten Landkreis einen massiven Befall“, sagt Corinna Zenke, Kreisfachberaterin für Garten- Kultur- und Landespflege im Landratsamt Garmisch-Partenkirchen, gegenüber dem Tagblatt. [...] Fakt ist: In zahlreichen Gärtnereien der Region steht das Telefon nicht mehr still. Gartenbesitzer sorgen sich um ihre Buchsbaumbestände und bitten um Ratschläge zur Schädlingsbekämpfung. Das war Grund genug für den erfahrenen Gärtnermeister Georg Schmötzer, auf dem Gelände der Gartenbaumschule Sauer eine Informationsveranstaltung vor 40 Interessierten abzuhalten. Oft werden die beliebten Buchsbaumsträucher per Heckenschere auf Form geschnitten, schickte der Experte voraus. „Das ist aber grundverkehrt, denn dadurch wird eine geschlossene Oberfläche geschaffen, durch die kein Licht und auch keine Luft ins Innere gelangt“, unterstrich Schmötzer. „Dann fühlt sich der Zünsler am wohlsten.“ Vor den Augen der Umstehenden lichtete er sogleich einen etwa eineinhalb Meter hohen Buchs fachgerecht aus: „Der Falter mag es gar nicht, wenn es dort drinnen zieht.“" [An dieser Begründung ist etwas dran, aber eine Garantie liefert sie nach meinen Erfahrungen nicht im mindesten.]

D-BY-34: Landkreis Erlangen-Höchstadt [ERH, HÖS] (Erlangen-Höchstadt) [seit 2017]

Am 9. Juli 2017 findet sich auf [infranken.de] die Überschrift: "Das Ende der Buchsbäume? Der Buchsbaumzünsler aus Ostasien ist auch in Höchstadt aufgetaucht und macht sich über die Bäume her." Berichtet wird über drei befallene Gärten in Höchstadt und dann heißt es: "Auch bei Jutta Sulzer, der Sachgebietsleiterin vom Landratsamt Erlangen-Höchstadt, ist bereits ein Fall des Buchsbaumzünslers aufgetreten. Weitere möchte sie nicht ausschließen."

D-BY-35: Kreisfreie Stadt Rosenheim [RO] (Rosenheim) [seit 2018 (sicher schon 2017)]

REIFENBERG (2018: 90) zitiert im Jahresbericht Microlepidoptera der Deutschen Forschungszentrale für Schmetterlingswanderungen (DFZS) eine Meldung von Prof. Dr. Maierl vom 23. August 2017 aus Rosenheim. Demnach wurde der Zünsler im Sommer 2017 in mehreren Gärten im Norden der Stadt festgestellt - zunächst als Raupe mit stärkeren Fraßschäden am Buchs, dann innerhalb von 2 Wochen zusammen ca. 40-50 Falter an Fenstern und ähnlichen Lichtquellen.

Die Stadt Rosenheim teilt auf ihrer Seite [rosenheim.de/aktuelles, 15. Mai 2018] unter der Überschrift "Buchsbaumzünsler: aktualisierte Bekämpfungs- und Entsorgungshinweise" mit: "Rosenheim. Der Buchsbaumzünsler breitet sich auch im Stadtgebiet immer weiter aus. Ob ein befallenes Gehölz gerettet oder entsorgt werden muss, kommt auf die Stärke des Befalls an."

D-BY-36: Landkreis Schwandorf [SAD, BUL, NAB, NEN, OVI, ROD] (Burglengenfeld, Teublitz) [seit 2018 (sicher schon 2017)]

Im [wochenblatt.de/umwelt/Schwandorf, 7. Mai 2018] war zu lesen: "Schädling hat Buchsbäume auf den Friedhöfen in Burglengenfeld und Teublitz befallen". Und im Text: "Auf den Friedhöfen in Burglengenfeld und Teublitz hatten Mitarbeiter der Kommunalen Bestattungen festgestellt, dass Pflanzen bereits deutlich geschädigt sind. „Um weitere, noch großflächigere Schäden an den vielen Buchsbäumen zu vermeiden, die es auf den Friedhöfen gibt, haben wir uns für den Einsatz eines Insektizids entschieden“, erläutert Gluth. Diese Aufgabe übernimmt Franz Süß, Leiter einer Gärtnerkolonne am Burglengenfelder Bauhof, ausgebildeter Baumschuler und zertifizierter Baumkontrolleur. Gärtner Bernd Fischer berichtet, dass ihn aus dem ganzen Städtedreieck bereits Nachfragen zum Thema Buchsbaumzünsler erreicht haben. Er rät zu einer ständigen Kontrolle der Pflanzen, um Schäden auch in Privatgärten zu vermeiden." Der Befall fand also sicher schon 2017 oder früher statt.

Auf [onetz.de/oberpfalz/neustadt-waldnaab] war am 14. Mai 2019 zu lesen: "Bisher frisst sich die nimmersatte Raupe in der Oberpfalz vor allem durch die Gärten im Kreis Schwandorf und Regensburg. Die Kreise Neustadt/WN und Amberg-Sulzbach blieben nach Angaben der Landratsämter bis auf Einzelfälle noch verschont. Das muss aber nicht so bleiben. [...] "Fachleute erwarten eine Welle dieses Jahr. Wo das sein wird, wissen wir nicht", sagt die Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Neustadt/WN. Schon angekommen ist der Buchsbaumzünsler im Landkreis Schwandorf. "Es gibt ihn überall, aber in unterschiedlicher Intensität", berichtet Franz Pfeffer, Pressesprecher des Landratsamts Schwandorf. In Naabtal komme er häufiger vor als in höheren Lagen wie rund um Neunburg vorm Wald oder Oberviechtach."

D-BY-37: Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim [NEA, SEF, UFF] (Bad Windsheim) [seit 2018 (sicher schon 2017)]

Am 15. Mai 2018 war auf [nordbayern.de/region/bad-windsheim] zu lesen: "Für deutlich mehr Sorgenfalten zeichnet der Buchsbaumzünsler verantwortlich. "Das ist ein großes Problem", sagt Bad Windsheims Friedhofsgärtner Martin Schlosser, "ich werde oft darauf angesprochen". Auf dem Gottesacker ist das Spritzen von Gift verboten, im privaten Garten helfen Spezialmittel gegen den "Buchszünsler" immerhin. "Ich bin absolut kein Freund von Gift, aber bei dem hilft sonst fast nichts", sagt Birgit Brych, die Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins. Auch bei ihr klagen viele über den Buchsbaumzünsler, fragen nach Rat. "Es ist echt furchtbar", sagt Brych. Ganze Hecken seien zerfressen worden. Auch Martin Schlosser zeigt viele kaputte Buchsbäume auf Gräbern, die den Raupen des Kleinschmetterlings zum Opfer gefallen sind. Nur, wenn es noch sehr wenige seien, könnte man sie abklauben – ansonsten nur zusehen, wie der Buchsbaum langsam abstirbt."

D-BY-38: Landkreis Eichstätt [EI] ([Sollnhofen]) [seit 2018]

Im [Donaukurier, aktualisiert 23. Juli 2018] war zu lesen: "Das zweite Problem nennt Peter Hecker, Fachberater für Gartenkultur im Landratsamt Eichstätt: "Die wenigsten Bürger erkennen den Zünsler überhaupt." Er empfiehlt den Klopftest an Zweigen, dann falle der Kot der Raupen herab und man wisse, dass schnelles Handeln angesagt sei. Der Befall im Kreis halte sich aber noch in Grenzen."

Gerald Fuchs [Forumsbeitrag 20. August 2018] meldet: "Für den Landkreis Eichstätt ergänzend: Sonnleiten südlich Sollnhofen, Lf. 18. August 2018, 1 Ex., alle leg. G. Fuchs".

D-BY-39: Landkreis Augsburg [A] (Bobingen) [seit 2018 (schon 2017 ?)]

[abfallwirtschaft-landkreis-augsburg.de] erklärt am 20. August 2019 ziemlich pauschal und ohne konkrete Fundortangaben: "Der Buchsbaumzünsler (lat. Cydalima perspectalis) ist ein Kleinschmetterling. Die Raupen des Schädlings können durch Kahlfraß große Schäden an Buchsbäumen verursachen und diese vollständig zerstören. Gerade ist der Buchsbaumzünsler auch in unserer Region auf dem Vormarsch und gefährdet die Buchsbäume in unseren Gärten."

Volker Simon (E-Mail 5. Oktober 2019 an E. Rennwald) kann hier zwar immer noch unpräzise, aber doch wertvolle Ergänzungen liefern, die zeigen, dass die Art sicher schon 2018, möglicherweise bereits 2017, im Landkreis angekommen war: "Ich kann ergänzend dazu mitteilen, dass der Buchsbaumzünsler aller Wahrscheinlichkeit nach im Sommer 2018 in Bobingen (Landkreis Augsburg) aufgetreten ist. Allerdings weiß ich das nur "aus zweiter Hand", aus einem Telefongespräch mit einer in Bobingen wohnenden Bekannten, die einen oder zwei Falter (deren Beschreibung auf Cydalima perspectalis zutrifft) bei sich im Treppenhaus gesehen hat und von gartenbesitzenden Nachbarn in der Umgebung ihres Mietshauses zu berichten wusste, deren Buchsbaumbestände durch den Schädling sehr gelitten hatten - woraufhin sie mit Chemikalien zum Gegenangriff übergegangen waren. Auf meine Bitte um detailliertere Infos (genauere Daten der Sichtungen, Individuenzahlen, ...) bekam ich von meiner Bekannten nur die folgende Nachricht per E-Mail: "Nun gab es also doch große Beratschlagungen und Treffen der Nachbarn zur Frage, wann der Buchsbaumzünsler denn zum ersten Mal in Bobingen gesichtet wurde. Man hat sich auf den Mai im letzten Jahr [gemeint ist 2018] geeinigt. Vereinzelt trat er angeblich auch schon im Mai 2017 auf.""

D-BY-40: Landkreis Aichach-Friedberg [AIC, FDB] (Aichach, Kühbach) [seit 2018]

Die Augsburger Allgemeine berichtet in ihrem [Artikel "Der Buchsbaumzünsler kommt näher" vom 28. Mai 2018] nur ganz nebenbei: "Auch Manuela Riepold vom Landratsamt Aichach-Friedberg beobachtet keine steigenden Anfragen zum Thema Buchsbaumzünsler-Plage: „Es hält sich alles in Grenzen“, sagt sie." In der [Aichacher Zeitung vom 12. Juli 2018] ist dann zu lesen: "Aber auch im Aichacher Land treibt das nimmersatte Insekt inzwischen sein Unwesen. "Seit vorigem Jahr ist der Buchsbaumzünsler in ganz Bayern verbreitet", bestätigt Thomas Schuster vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF). Er ist für den Bereich Gartenbau zuständig und hält den aus Japan, China und Korea kommenden Schädling für eine wahre Landplage - dem nur schwer beizukommen ist."

Die [Augsburger Allgemeine] berichtet dann am 28. September 2019 unter der Überschrift "Buchsbaumzünsler lässt Gärtner in Aichach verzweifeln": Gefräßige Raupen vernichten Pflanzen überall im Wittelsbacher Land. Betroffene aus Kühbach schildert die Plage. Ein Experte gibt Überlebens-Tipps. [...] Der Buchsbaumzünsler sorgt aktuell im Landkreis für tiefe Sorgenfalten auf der Gärtnerstirn. „Das ist unglaublich ärgerlich“, sagt Hofmann. Zehn Jahre hatte der älteste ihrer vier Buchsbäume schon auf dem Buckel. Unzählige Stunden verbrachte die Kühbacherin mit der Pflege der Pflanzen – alles für die Katz. [..] „Wir haben noch versucht, die Bäume mit einem Fliegen-Abwehrspray zu retten, aber es war schon zu spät“, so Hofmann. Nicht nur in Kühbach treibt der Zünsler sein Unwesen, auch in Aichach sterben die Buchsbäume reihenweise. Etwas mehr Glück hatte allerdings Eva Maria Plabst. Die Vorsitzende des Gartenbauverein Aichach ist bislang von den kleinen, grünen Plagegeistern verschont geblieben: „Bei uns privat sieht es noch gut aus. Wir haben sehr viele Buchsbäume bei uns im Garten, aber bisher keinen Befall.“ Plabst hat aber, wie sie berichtet, schon von vielen Menschen in Aichach gesagt bekommen, dass der Zünslerbefall schwerwiegend sei, zum Beispiel am Friedhof."

D-BY-41: Landkreis Weilheim-Schongau [WM, SOG] (Peißenberg, Wessobrunn) [seit 2018]

Für den Landkreis gingen kurz hintereinander gleich 2 Meldungen im Lepiforum ein. Der zeitlich früheste Fund ist der von Christoph Lührs [Forumsbeitrag 25. Juli 2018], der am 30. Juni 2018 in einem Garten in Peißenberg 2 Falter am Licht fand und dazu bemerkte: "Peißenberg, Innerorts Garten, Lichtfang. Am eigenen Buchs im Garten habe ich bisher noch keine Raupen gefunden." Der andere stammt vom 19. Juli 2018 von Wessobrunn, NWR Paterzeller Eibenwald, 700 m [Forumsbeitrag Thomas Guggemoos, 20. Juli 2018]. Die Art dürfte im Landkreis also 2018 noch an weiteren Stellen zu finden sein.

D-BY-42: Kreisfreie Stadt Landshut [LA] ([zunächst ohne konkrete Orte]) [seit 2018]

Im ["Wochenblatt" von Landshut, 27. Juli 2018] war zu lesen: "Der Buchsbaumzünsler, ein ostasiatischer Kleinschmetterling, wurde nach der Jahrtausendwende nach Mitteleuropa eingeschleppt und wird mittlerweile auch in der Region Landshut zu einem echten Problem." Und weiter: "Auf keinen Fall dürfen befallene Pflanzenteile über die Biotonne oder die Grüngutcontainer entsorgt werden. Sofern große Mengen an Pflanzenteilen betroffen sind, können bei der Stadt Landshut im Bürgerbüro im Rathaus 2 an der Luitpoldstraße oder in der Poststelle im Rathaus 1 in der Altstadt zu den üblichen Öffnungszeiten graue Müllsäcke für drei Euro pro Stück erworben werden. Bei sehr großen Mengen an befallenen Buchsbäumen kann der Rückschnitt, in Säcken verpackt, bei der Müllumladestation in Wörth, Siemensstraße 50, von Montag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr und von 12.45 bis 16 Uhr angeliefert werden. Auskunft zur Entsorgung befallener Buchspflanzen erteilt die Stadt Landshut über ihr Umwelttelefon [...]".

Markt Altdorf informiert seit 2018 auf seiner [Infoseite, abgefragt 18. August 2018]: "Buchsbaumzünsler auf den Altdorfer Friedhöfen. [...] Das Ausmaß der Schäden, die der Buchsbaumzünsler (ein importierter Schmetterling aus Ostasien) in den letzten Wochen auf dem Friedhof angerichtet hat, ist so groß, dass vielen Grabnutzungsberechtigten keine andere Möglichkeit mehr bleibt, als die Buchsbäume von Ihren Gräbern zu entfernen."

D-BY-43: Landkreis Dachau [DAH] (Dachau) [seit 2018]

Rudolf Haller [Forumsbeitrag 1. August 2018] meldet: "habe gestern meine ersten Buchsbaumzünsler innerhalb des Stadtgebietes von Dachau erwischt. Es handelt sich um Raupenfunde an drei voneinander getrennt stehenden Buxpflanzen (Buxus sempervierens). Nach gut 20 gefundenen halb- bis ganz erwachsenen Tieren hab ich die Suche abgebrochen. Nur so zur Vollständigkeit für die Ausbreitungshistorie. Deutschland, Bayern, Landkreis Dachau, Stadtgebiet Dachau, ca. 480 mNN, 31. Juli 2018, Raupenfund (Rudolf Haller)."

D-BY-44: Landkreis Günzburg [GZ, KRU] (Thannhausen, Bibertal OT Kissendorf) [seit 2018]

Jürgen Quack [Forumsbeitrag 4. August 2018] meldet: "Nach dem mir heuer von meinem Arbeitskollege über ein Auftreten des Buchsbaumzünslers in der Nähe von Thannhausen (Lkr. Günzburg) berichtet wurde, hatte ich schon die Vermutung das es jetzt nicht mehr lange dauern kann. Gerade eben war es dann soweit. Funddaten: Deutschland, Bayern, Bibertal OT Kissendorf, 500m, 4. August 2018".

D-BY-45: Landkreis Rottal-Inn [PAN, EG, GRI, VIB] (Pfarrkirchen, Simbach am Inn) [seit 2018]

Rainer Blaschke zeigte einen Falter der dunklen Form und meldete dazu [Forumsbeitrag 6. August 2018]: "habe am 01.08.2018 an einer Hausmauer in 84359 Simbach am Inn, Niederbayern einen Nachtfalter fotografiert, den ich nicht bestimmen kann." Demnach scheint die Art dort noch nicht allgegenwärtig zu sein.

Allerdings hatte die [Passauer Neue Presse, 20. Juli 2018] bereits berichtet: "Was der kleine Buchsbaumzünsler für einen enormen Schaden anrichten kann, ist derzeit am Friedhof Gartlberg in Pfarrkirchen zu sehen. Wo früher grüner Buchs Gräber schmückte, hat die gefräßige Raupe braunen Kahlschlag hinterlassen. Damit sich der Schädling nicht noch weiter ausbreitet, hat sich das Rathaus mit einer Pressemitteilung an die Heimatzeitung gewandt. Darin ruft die Stadt die Besitzer von Grabstätten auf, die mit Buchsbaum bepflanzt sind, diese genauestens auf Schädlingsbefall zu kontrollieren und die betroffenen Pflanzenteile umfassend auszuschneiden oder komplett zu entfernen."

D-BY-46: Kreisfreie Stadt Augsburg [A] (Augsburg) [seit 2018]

Am 12. Juni 2019 berichtet die [Augsburger Allgemeine] unter der Überschrift "Buchsbaumzünsler ruiniert Grabeinfassungen am Westfriedhof": "Eine Augsburgerin ist schockiert über Raupenplage auf dem Westfriedhof. Nicht nur dort ist der Schädling unterwegs."

Volker Simon [Lepiforums-Beitrag 10. August 2018] teilt mit: "heute habe ich zwei verschiedene Exemplare des Buchsbaum-Zünslers bei uns im Haus gesehen (und fotografiert) - das eine morgens, das andere nachmittags. Die Falter sind vermutlich gestern Abend ins beleuchtete und zum Lüften geöffnete Gebäude geflogen. [...] Funddaten: Deutschland, Bayern, Augsburg, im Haus, 480 m, 10.08.2018, Tagfund (Fotos: Volker Simon). Wir selbst haben keine, aber in der Nachbarschaft sind durchaus Buchsbäume zu finden."

D-BY-47: Landkreis Nürnberger Land [LAU] (Neunkirchen am Sand, Lauf an der Pegnitz) [seit 2018]

Auf der Seite [N-Land.de, vom 6. August 2018] war unter der Überschrift "Falter wird zur Plage - Buchsbaumzünsler breitet sich aus" zu lesen: "Der Buchsbaumzünsler [...] breitet sich dieses Jahr auch im Nürnberger Land aus. Kleine Mengen befallener Pflanzenteile können in gut verschlossenen Plastiksäcken über die Restmülltonne oder die kostenpflichtigen Restmüllsäcke entsorgt werden. Größere Mengen Schnittabfalls werden in reißfesten, gut verschlossenen Plastiksäcken verpackt ausschließlich an den Wertstoffhöfen in Neunkirchen und Altdorf angenommen." Es geht hier also nur um Eines: Entsorgung, Entsorgung, Entsorgung!

Der gleiche Artikel - nur mit leicht abgewandelter Überschrift ("Nürnberger Land: Buchsbaumzünsler breitet sich aus") findet sich am 6. August 2018 auch bei [nordbayern.de].

Die Gemeinde Neunkirchen am Sand meldet auf ihrer [Gemeindeseite vom 8. August 2018]: "Nachdem der Buchsbaumzünsler auf öffentlichen Grünanlagen und privaten Gartengrundstücken in der Gemeinde Neunkirchen a. Sand ganze Bestände von Buchsbäumen vernichtet hat bzw. zu vernichten droht, möchten wir Sie auf die Hinweise des Landratsamtes Nürnberger Land zur Entsorgung befallender Pflanzen verweisen".

Thomas Guggemoos (E-Mail 18. August 2018 an E. Rennwald) meldet: "Landkreis Nürnberger Land (LAU) - Hatte in Lauf an der Pegnitz am 21. Juli 2018 zwei Falter am Licht. Die Buchsbüsche im Nachbargarten waren aufgefressen. Nachdem die Art seit 2010 in Nürnberg unterwegs ist, dürfte die im angrenzenden Landkreis Nürnberger Land sicherlich auch schon länger unterwegs sein. Habe im Radio auch einen Beitrag aus dem Landkreis LAU gehört, dass er dort schon zur Plage geworden ist."

[n-land.de/lokales/nuernberger-land] berichtet am 11. Mai 2019 unter der Überschrift "Buchsbaumzünsler frisst sich durchs Land": "Als eine von vielen Betroffenen kämpft Susann Winterstein aus Schwarzenbruck mit dem Buchsbaumzünsler. Eine Gartenexpertin gibt Rat. [...] Auf natürliche Fressfeinde kann Winterstein auch nicht bauen. Die meisten Singvögel verschmähen die Schädlinge. Nur Spatzen pflücken sich das ein oder andere Extraprotein aus ihrer Buchshecke. Besonders enthusiastische Unterstützung im Kampf gegen die Zünslerplage bekommt Winterstein von ihren Hühnern. Sie stehen förmlich Schlange, um die fetten schwarz-grünen Raupen aus den Büschen zu picken."

D-BY-48: Landkreis Schweinfurt [SW, GEO] (Gerolzhofen) [seit 2018]

Am 16. August war in der [mainpost.de/regional/Schweinfurt] unter der Überschrift "Die Buchsbaumzünsler-Invasion" zu lesen: "Eine rege Diskussion hat im Netz unser Bericht über zwei Buchsbaumzünsler ausgelöst. Sie hatten sich dieser Tage am späteren Abend an der Hauswand auf einer Terrasse in der Gerolzhöfer Altstadt niedergelassen."

Die Mitteilung des [landkreis-schweinfurt.de] vom 14. August 2019 ist bemerkenswert frei von Hysterie und Aktionismus, was schon in der Überschrift zum Ausdruck kommt: "Buchsbaumzünsler - Was nun? Die Raupe ´Nimmersatt´ fordert die Gelassenheit der Gartenbesitzer". Im Text heißt es: "Landkreis Schweinfurt. Buchs ist eigentlich ein genügsames Gehölz mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in der Gartengestaltung. Doch er hat immer mehr Probleme. Neben diversen Pilzerkrankungen macht ihm in Deutschland seit 2012 auch der aus Asien eingeschleppte Buchsbaumzünsler zu schaffen. Nun hat der überwiegend weiß gefärbte nachtaktive Falter auch den Landkreis Schweinfurt erreicht und breitet sich immer weiter aus. [...] In Regionen, in denen der Buchsbaumzünsler schon mehrere Jahre auftritt, haben die Gartenbesitzer entweder alle Buchspflanzen entfernt oder leben mit dem Befall. Starkwachsende Buchsarten können nämlich tatsächlich den Raupenfraß überleben. Nichtsdestotrotz sollte man dem Zünsler nicht ohne Gegenmaßnahmen das Feld überlassen. Doch das ist nicht so einfach: Anwendungen von Pflanzenschutzmitteln, auch ökologisch vertretbare Mittel wie Bacillus thuringiensis und Neem–Präparate, sind wenig empfehlenswert. Sie erfordern eine genaue Kenntnis der richtigen Anwendung und des exakten Einsatzzeitpunkts, wenn die Raupen gerade erst zu Fressen beginnen. Wer erkennt das so ohne Weiteres? Selbst wenn man den ökologischen Aspekt außer Acht lässt, Pflanzenschutzmaßnahmen erfordern Fachkenntnis, technische Ausrüstung und persönliche Schutzkleidung - das kostet also Zeit und Geld. Einfache Maßnahmen, Geduld und Beobachtung der Buchspflanzen können dagegen allein schon viel bewirken.

Vorbeugen: •Schon im Winter im Inneren der Buchspflanzen nach Kokons der überwinternden eingesponnenen Raupen suchen •Buchsbaum-Pheromonfallen aufhängen, sie zeigen den Falterflug an (ab Ende Mai - August) •Ständige Kontrolle und Suche nach Gespinsten in den Buchspflanzen ab April bis Herbst •Einnetzen mit engmaschigen Pflanzenschutznetzen am Abend und über Nacht zur Falterflugzeit (im Herbst, wenn die Temperatur unter 7 °C sinkt, ist dies nicht mehr nötig) •Falter vermeiden die Eiablage auf befeuchteten Pflanzen, daher z.B. am Abend mit Wasser besprengen (Vorsicht, leicht erhöhtes Risiko für Pilzerkrankungen!)

Maßnahmen zur Bekämpfung: •Bekämpfungsmaßnahmen immer gemeinsam mit den Nachbarn absprechen und, wenn möglich, gleichzeitig durchführen •Leichten Befall mit den Händen absammeln und in einem Folienbeutel in die Restmülltonne geben •Pflanzen mit scharfen Wasserstrahl oder Hochdruckreiniger „durchpusten“. Dann die heruntergefallenen Raupen einsammeln und vernichten. Eventuell Boden vorher mit einer Folie auslegen, dann lassen sich die Raupen leichter einsammeln. •Mit Gesteinsmehl oder Algenkalk bestäuben – vor allem ins Innere der Pflanze (Eiablage wird verhindert, Raupen ersticken). •Bei Befall Rückschnitt der befallenen Pflanzenteile".

D-BY-49: Landkreis Ebersberg [EBE] (Markt Schwaben) [seit 2018]

Die [sueddeutsche.de/muenchen/Ebersberg, 15. Mai 2018] berichtet über massiven Raupenbefall in Pliening. Im Text heißt es weiter: "Dass sich in diesem Jahr tatsächlich ein enormer Zünsler-Befall verzeichnen lässt, bestätigt Harald Käsbauer, Kreisfachberater für Gartenbau im Landratsamt Ebersberg."

[meine-anzeigenzeitung.de/lokales/markt-schwaben] meldet am 17. August 2018 unter der Überschrift "Tipps zur Bekämpfung. Buchsbaumzünsler hat Markt Schwaben befallen": "Markt Schwaben - Ein kleiner Schädling namens Buchsbaumzünsler, ein Schmetterling, hat in Europa, Baden-Württemberg und Ostdeutschland bereits massive Schäden bis hin zur Vernichtung ganzer Kulturen angerichtet. Nun ist er auch in Markt Schwaben angekommen." Und gleich wird mitgeteilt, wo man den Buchs (kostenpflichtig) entsorgen kann. Demnach scheint es sich nicht um Einzelfunde der Raupe zu handeln.

D-BY-50: Landkreis Cham [CHA, KÖZ, ROD, WÜM] (Furth im Wald, Roding, Chammünster, Miltach, Hohenwarth) [seit 2018]

Ingrid Altmann meldet am 19. August 2018 per E-Mail an E. Rennwald: "ich hatte am 17.8.18 erstmals 2 Exemplare dieser Art am Leuchtturm im eigenen Garten (Furth im Wald, Lkr. Cham, Oberpfalz, Bayern). So haben sich diese Falter also nun auch bei uns angesiedelt. Naja, es war ja nur eine Frage der Zeit."

[cham.lbv.de] zeigt einen Falter aus Miltach, leider ohne genaues Datum, aber wahrscheinlich aus 2019. Im Bericht vom 2. August 2019 heißt es: "Aber auch im Landkreis Cham sind Kahlfraße in Chammünster und vor allem im Friedhof in Hohenwarth bekannt geworden. Mit ähnlichen Schäden muss dann im kommenden Jahr auch in anderen Regionen der Oberpfalz und des Landkreises gerechnet werden."

Die [mittelbayerische.de] berichtet am 17. September 2019 unter der Überschrift "Buchsbaumzünsler am Heilbrünnl. Jetzt macht sich der Schädling auch über die schönen Pflanzen an der bekannten Glaubensstätte in der Stadt Roding her.": "Sie waren so schön, die Buchsbäume in den Steintrögen am Heilbrünnl. Jetzt hat auch dort der Buchsbaumzünsler viele der Kugeln aus Buchs befallen."

D-BY-51: Landkreis Fürstenfeldbruck [FFB] (Fürstenfeldbruck, Puchheim) [seit 2018]

Gerald Fuchs [Forumsbeitrag 20. August 2018] meldet: "für den Landkreis Fürstenfeldbruck können wir nun auch ein Fähnchen setzen: Deutschland, Bayern, Lkr. Fürstenfeldbruck, Stadt Fürstenfeldbruck, 13.August 2018, 1 Ex. an Hauswand und Puchheim, Friedhof Schopflach, 18. August 2018, mehrere Puppen in Buxus sempervirens, e.p. 20.08.2018".

[merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck] meldet am 17. Juni 2019: "Jahrzehntelang zierte er Gärten, Parks oder Friedhöfe. Doch jetzt geht es dem Buchsbaum an den Kragen. Die Raupen des sogenannten Buchsbaumzünslers machen sich über das Gehölz her – auch im Landkreis. [...] Große Lücken klaffen im Garten von Anneliese Schröder. Wo Jahrzehnte lang die geliebten Buchsbäume standen, herrscht jetzt Leere. Acht Stück nannten die 79-jährige Emmeringerin und ihr Mann bis zum Spätsommer ihr Eigen, drei Pflanzen standen an einem Feldkreuz auf ihrem Grundstück. Doch dann kam der Buchsbaumzünsler [...] So wie den Schröders ergeht es derzeit vielen Gartenbesitzern im Landkreis. „Der Buchsbaumzünsler ist angekommen und zwar massiv“, erklärt Horst Stegmann, Geschäftsführer des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege. Zahlreiche verzweifelte Gartler würden sich immer wieder bei ihm melden. Viel Hoffnung kann Stegmann ihnen aber nicht machen. „Der Buchsbaum wird wohl verschwinden.“ [...] Die Vorbereitungen für die Zeit nach dem Buchs laufen auch in Germering. Dort fressen sich ebenfalls die nimmersatten Raupen durch die Bestände – vor allem auf den Friedhöfen, erklärt der Vizeleiter des Bauhofs, Michael Seeholzer."

D-BY-52: Landkreis Würzburg [WÜ] (Sommerhausen, Rimpar) [seit 2018]

Während die Art schon 2014 in der Kreisfreien Stadt Würzburg beobachtet wurden, fehlten lange Zweit Angaben aus dem Landkreis. Uwe Dietzel [Forumsbeitrag 20. August 2018] teilt dann aber mit: "hier in Würzburg und Umgebung zählt er dieses Jahr zu den häufigeren Arten. Ich habe im letzten Monat (seit Mitte Juli) an 6 verschiedenen Orten an Lichtfängen teilgenommen bzw. welche durchgeführt und Cydalima perspectalis war ÜBERALL dabei. Am häufigsten war er natürlich in der Nähe von Gärten an den Ortsrändern. Aber auch auf Waldlichtungen mit ca. 1 km Entfernung vom Ortsrand war er einer der ersten Gäste am Turm. Sie sind ja gemütlich und fliegen dann auch nicht wieder weg, solange das Licht an ist. Die Standorte waren Hubland/ Gerbrunn, Tierpark Sommerhausen, Versbach, nördlicher und östlicher Ortsrand von Oberdürrbach, Gramschatzer Wald bei Rimpar, also der Norden und Süden von Würzburg war damit recht gut abgedeckt." Dabei gehören Versbach und Oberdürrbach zum Stadtkreis, Hubland/ Gerbrunn liegt am Rande von Stadt- zu Landkreis, Sommerhausen und der Gramschatzer Wald bei Rimpar gehören zum Landkreis.

D-BY-53: Landkreis Landshut [LA] (Eugenbach, Landshut) [seit 2018]

Heinrich Vogel [Forumsbeitrag 22. August 2018] zeigt ein Foto eines Falters der dunklen Form mit Daten: "Deutschland, Bayern, Niederbayern, Eugenbach, 19. August 2018 (Foto: Hussini A.)"

Dies dürfte nicht das einzige und auch nicht das erste Tier von 2018 im Landkreis gewesen sein, denn schon am 9. April 2019 ist in [idowa.de] unter der Überschrift "Landshut. Der Buchsbaumzünsler hat gewonnen" tz lesen: "Das Stadtgartenamt hat gegen den Zünsler verloren - zumindest vorerst: "Wir pflanzen momentan keine Buchsbäume mehr. Wenn wir Ersatz brauchen, setzen wir Ilex oder Eiben ein", sagt Margit Urban, die Leiterin des Stadtgartenamtes in Landshut. Zum Beispiel wurden Buchsbaumkugeln in der Neustadt mit anderen Pflanzen ausgetauscht. "Wir haben zwar noch viel Buchs in der Stadt, aber stark befallene Pflanzen kommen weg", so Urban. Den Zünsler manuell durch Absammeln zu bekämpfen, sei in einem Privatgarten noch möglich, wenn man sehr engmaschig und aufmerksam kontrolliere. Bei einer solch großen Fläche wie der Stadt Landshut sei das nicht darstellbar."

Und am 3. Mai 2019 heißt es auf [landshut.de] unter der Überschrift "Buchsbaumzünsler: Betroffene Pflanzen zügig und vollständig entfernen": Wegen des trotz der jüngsten Regenfälle insgesamt relativ niederschlagsarmen und warmen Frühjahrsbeginns ist der Buchsbaumzünsler leider schon wieder auf dem Vormarsch. Betroffen sind – wie schon im vergangenen Jahr – auch wieder die städtischen Friedhöfe: Dort sind aktuell zahlreiche befallene, teilweise bereits fast kahlgefressene Grabeinfassungen und Solitärpflanzen zu finden."

D-BY-54: Landkreis Ansbach [AN, DKB, FEU, ROT] (noch lokal) [seit 2018]

C. Gläser meldet am 2. Oktober 2018 (per E-Mail an E. Rennwald): "im Lepiforum ist bei den mit Cydalima perspectalis besiedelten Gebieten der Landkreis Ansbach (Bayern) noch nicht aufgeführt: Fund (Hausgarten) im Sommer 2018."

D-BY-55: Landkreis Forchheim [FO, EBS, PEG] (verbreitet) [seit 2018]

Das [Landratsamt Forchheim] teilte am 26. März 2019 kurz und knapp mit: "Grüngut, welches durch den Buchsbaumzünsler befallen ist, ist als Restmüll zu entsorgen – entweder über die Restmülltonne oder verpackt in Säcke am Entsorgungszentrum Deponie Gosberg (bis 70 kg pauschal 5 €)."

Der Markt Igensdorf meldet am 14. April 2019 auf [igensdorf.de]: "Buchsbaumzünsler. Bereits im vergangenen Jahr haben uns zahlreiche Meldungen über den Befall von Buchspflanzen in Privatgärten erreicht. [...] Kleine Mengen von Schnittgut in einem fest verschlossenen Plastiksack über die Restmülltonne entsorgen. Größere Mengen in fest verschlossenen Säcken am Entsorgungszentrum Deponie Gosberg abliefern. Die Annahme in Gosberg ist kostenpflichtig, mit 5 € für bis zu 70 kg Schnittgut aber erschwinglich. Die Pflanzen werden sowohl bei der Anlieferung in Gosberg als auch bei der Entsorgung über die Restmülltonne in der Müllverbrennungsanlage vernichtet."

D-BY-56: Landkreis Roth [RH, HIP] (Großschwarzenlohe, Kleinschwarzenlohe, Georgensgmünd) [seit 2018]

[nordbayern.de/region/Roth] berichtet am 21. September 2019 unter der Überschrift "Die Buchsbaum-Apokalypse und das große Schnippschnapp": ""Cydalima perspectalis" ist in Bayern kein Fremdwort mehr: Seit 2016 treibt der "Buchsbaumzünsler" freistaatweit sein Unwesen. Er fällt wie eine Naturgewalt übers kleinlaubige Blattwerk her, so dass schon mancher Hobbygärtner resigniert die Gartenschürze geworfen hat angesichts der "Buchsbaum-Apokalypse" auf seinem sonst so gedeihlichen Grund. Zwischenzeitlich ist der ostasiatische Kleinschmetterling auch im Landkreis Roth angeflattert. Was kann man gegen den Schädling tun, was sollte man lieber lassen? Wir wollten´s zusammenfassend aus berufenem Munde hören. Doch Renate Haberacker, Kreisfachberaterin für Gartenbau am Rother Landratsamt, will keinen falschen Mut schüren." [...] Haberacker: Gemerkt hat man´s vor zirka eineinhalb Jahren. Da kamen erste, verbrämte Meldungen aus Groß- und Kleinschwarzenlohe, also aus dem Landkreis-Norden. Danach konnte man verfolgen, wie der Zünsler sich nach Süden durchfrisst. [...] Die Fresslinie verläuft aktuell bei Georgensgmünd. Dort ist der Zünsler jetzt fleißig am Knabbern. In Greding scheint er dagegen noch nicht angekommen zu sein..."

Auch das [landratsamt-roth.de] meldet am 27. September 2019: "Im Landkreis Roth treten vermehrt Buchsbaumzünsler auf."

Und es wird sogar "kriminell", wie die [region-schwabach.de] am 14. September 2019mitteilt: "Gefährliche Entsorgung. Thalmässing – Am Mittwochvormittag wurden auf einer Wiese ca. 250 m nordwestlich von Ohlangen ca. 30 Stück Buchsbäume entdeckt, die dort ein bisher Unbekannter illegal entsorgt hatte. Die ca. 6 Kubikmeter Buchsbaumschnitt waren mit dem Buchsbaumzünsler befallen und müssen nun von der Gemeinde entsorgt werden, die wohl auch auf den Kosten für die Entsorgung sitzen bleibt. Die Polizei bittet um Hinweise auf den „Entsorger“."

D-BY-57: Landkreis Kitzingen [KT] (verbreitet) [seit 2019 (sicher schon 2018)]

Am 2. April 2019 berichtet die [mainpost.de/regional/kitzingen]: "Auch im Landkreis Kitzingen richtet der Buchsbaumzünsler teils massive Fraßschäden an Buchsbäumen und -hecken an." Die Gemeinde [buchbrunn.de] zeigt den genau gleichen Text. Auf [schwarzach-main.de] vom 31. August 2019 wird eine Abgabe von befallenem Schnittgut im Kompostwerk Klosterforst empfohlen.

D-BY-58: Landkreis Unterallgäu [MN] (Türkheim, Wiedergeltingen) [seit 2019 (sicher schon 2018)]

Am 17. April 2019 meldete [allgaeuhit.de]: "Der Buchsbaumzünsler ist im Unterallgäu angekommen: Darauf macht Markus Orf, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Unterallgäu, aufmerksam.

[all-in.de/buchloe/c-lokales] weiß am 19. August 2019 zu berichten: "Im Landkreis Aichach waren sie schon, im Juni sorgten sie in Türkheim und dann in Wiedergeltingen für Aufregung [...], berichtet Georg Gilg vom gleichnamigen Gartencenter."

D-BY-59: Landkreis Miesbach [MB] (ohne Detailangaben) [seit 2019 (sicher schon 2018)]

[alpenwelle.de/regionale-Nachrichten] meldet am 14. Juni 2019 unter der Überschrift "Buchsbaumzünsler breitet sich im Alpenwelle-Land aus": "Im Landkreis Starnberg breitet sich der Buchsbaumzünsler weiter aus [...] Auch im Landkreis Miesbach gibt es schon vereinzelte Fälle."

D-BY-60: Landkreis Dingolfing-Landau [DGF, LAN] (ohne Detailangaben) [seit 2019 (sicher schon 2018)]

Das [Amt für Abfallwirtschaft Isar-Inn teilt mit]: "Mai 2019. Buchsbaumzünsler. Seit Längerem treibt der Buchsbaumzünsler im Verbandsgebiet (Dingolfing-Landau und Rottal-Inn) sein Unwesen . Viele Buchsbäume und ganze Buchshecken fallen der Raupe zum Opfer. Da oft verwirrende Informationen in den Medien kursieren, hier eine klare Mitteilung des AWV Isar-Inn: Wir nehmen auf allen Kompostanlagen des AWV Isar-Inn die vom Buchsbaumzünsler befallenen Buchsbäume unter den üblichen Bedingungen der Grüngutannahme an."

D-BY-61: Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen [TÖL, WOR] (Heilbrunn, Königsdorf und Icking) [seit 2019]

Die [Sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen] meldet am 20. August 2019: "Icking warnt vor Buchsbaumzünsler. Der Buchsbaumzünsler breitet sich weiter aus. Nachdem die Stadt Starnberg einen massiven Befall gemeldet hat, warnt nun auch die Gemeinde Icking vor der Ausbreitung der gefräßigen Raupen. Wie Bürgermeisterin Margit Menrad (UBI) mitteilt, vermehre sich der Buchsbaumzünsler im Gemeindebereich sehr schnell. Die Kommune empfiehlt daher ihren Bewohnern dringend, Buchsbaumpflanzen zu überprüfen und beschädigte Stellen zu entfernen - also Bereiche, die angefressen oder "eingesponnen" respektive von Raupen befallen sind. Kleine Mengen des Rückschnitts können Bürger in Plastik verpackt in der Restmülltonne entsorgen, oder in Papier verpackt in der Biotonne. Größere Mengen müssen Ickinger direkt nach Quarzbichl bringen."

Der [merkur.de/lokales/bad-toelz] weiß am 29. August 2019 zu berichten: Fälle in Heilbrunn, Königsdorf und Icking. Gefräßige Raupen: Asiatischer Buchsbaumzünsler verbreitet sich im Landkreis. Ein Schädling aus Ostasien verbreitet sich auch im Landkreis: der Buchsbaumzünsler. Die Folgen für Gartenbesitzer sind verheerend. [...] Bad Tölz-Wolfratshausen [...] Laut Sabine Schmid, Pressesprecherin am Landratsamt, gibt es bislang Fälle in Bad Heilbrunn, Königsdorf und Icking. „Bis jetzt ist es noch nicht dramatisch, aber es könnte sein, dass sich der Schädlinge bald im ganzen Landkreis ausbreitet.“

Der [merkur.de/lokales/bad-toelz] berichtet dann am 23. September 2019 unter der sehr optimistischen Überschrift "So hält man den Buchsbaumzünsler auf": "Bad Tölz-Wolfratshausen– Überall im Landkreis macht sich inzwischen der Buchsbaumzünsler – ein Schädling aus Ostasien – breit. „Leider sind auch die Buchsbäume im Städtischen Friedhof nicht verschont geblieben“, teilt Rathaus-Sprecherin Birte Otterbach mit. Noch halte sich der Befall in Grenzen. Damit das so bleibt, bittet die Stadt die Bürger in Bad Tölz um Mithilfe. Demnach sollten chemische Schädlingsbekämpfungsmittel vermieden werden. Stattdessen sollten alle, die einen Buchsbaum auf ein Grab gepflanzt haben, diesen fortwährend und in kurzen Abständen auf Schädlingsbefall absuchen. „Möglich ist auch ein Abklopfen mit einem Stock, so dass die Larven auf den Boden fallen“, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt. Zusätzlich sollte das Geäst im Inneren kontrolliert werden. Befallene Äste, an denen Eier abgelegt wurden, werden Otterbach zufolge am besten abgeschnitten. Diese sowie komplett befallene Buchsbäume und Raupen selbst müssen unbedingt in einem verschlossenen Plastiksack in den Restmülltonnen des Friedhofes entsorgt werden. Nur so könne eine Ausbreitung vermieden werden. „Ein Ablegen auf einer offenen Fläche oder im Grüngutabfall reicht nicht aus“, betont Otterbach. Eine befallene Pflanze verfärbt sich gelb und ist innerhalb kurzer Zeit teilweise oder komplett kahl abgefressen. Zudem wir sie häufig von den Raupen komplett eingesponnen.(tk)". Ich gehe davon aus, dass auch hier in den nächsten Jahren ganz andere Kommentare folgen werden.

Die [Sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen] schreibt dazu am 24. September 2019: "Bad Tölz. Hilfe gegen den Buchsbaumzünsler. Überall im Landkreis macht sich inzwischen der Buchsbaumzünsler, ein Schädling aus Ostasien, breit. Und auch die Buchsbäume im Städtischen Friedhof von Bad Tölz sind nicht verschont geblieben. Noch hält sich der Befall nach Angaben der Stadt zwar in Grenzen. Der Buchsbaumzünsler arbeitet sich in den Sträuchern aber von innen nach außen. Die Schäden sind also nicht immer sofort erkennbar. Aus den Eiern des Falters schlüpfen Raupen, die zunächst die Blätter, später auch die Rinde der Äste ab fressen. Eine befallene Pflanze verfärbt sich gelb, ist innerhalb kurzer Zeit teilweise oder komplett kahl und wird zudem häufig auch von den Raupen eingesponnen. Um ein weiteres Ausbreiten zu verhindern, bittet die Stadt Bad Tölz alle um Hilfe, die sich auf dem Friedhof um die Grabpflege kümmern. Aufgrund der großen Fläche des Friedhofes wird der Einsatz chemischer Schädlingsbekämpfungsmittel nicht empfohlen. Dies würde zudem den Vorgaben der Stadt zum Umweltschutz zuwiderlaufen. Stattdessen empfiehlt die Stadt allen, die einen Buchsbaum auf dem Grab gepflanzt haben, den Strauch fortwährend auf Schädlingsbefall zu untersuchen. Sollte dabei ein Befall festgestellt werden, sei es sinnvoll, heißt es bei der Stadt, die Raupen herunterzuklopfen, aufzusammeln und verschlossen in einer Plastiktüte über die Restmülltonne des Friedhofs zu entsorgen. Das gleiche Vorgehen empfiehlt die Stadt bei befallenen Ästen, an denen Eier abgelegt worden sind. Ein Ablegen auf einer offenen Fläche oder im Grüngutabfall reiche nicht aus, um den Schädling loszuwerden."

D-BY-62: Landkreis Ostallgäu [OAL, FÜS, MOD] (Buchloe) [seit 2019]

[all-in.de/buchloe/c-lokales] weiß am 19. August 2019 zu berichten: "Im Landkreis Aichach waren sie schon, im Juni sorgten sie in Türkheim und dann in Wiedergeltingen für Aufregung – nun seien die Buchsbaumzünsler auch in der Stadt: „Sie haben Buchloe voll erreicht“, berichtet Georg Gilg vom gleichnamigen Gartencenter."

Am 21. August 2019 heißt es auf [all-in.de/buchloe/c-lokales] noch einmal: "Weite Teile des Allgäus sind vom Befall des Buchsbaumzünslers betroffen, kürzlich wurde der Schädling auch in Buchloe entdeckt."

D-BY-63: Landkreis Dillingen [DLG, WER] (Glött, Wertingen) [seit 2019]

Die [Augsburger Allgemeine] berichtet am 19. September 2019 unter der Überschrift "Buchsbaumzünsler: So vermeiden Sie zerstörte Hecken": Der Buchsbaumzünsler zerstört auch im Landkreis Dillingen Hecken. Eine Gärtnermeisterin erklärt, was man gegen die asiatische Raupe tun kann. „Im Mai war noch gar nichts und dann ging es ruckzuck“, sagt Rita Birzele aus Glött. Der Zünsler hat vor Kurzem ihren Buchs befallen. Daraufhin habe sie schnell gehandelt. „Wir spritzen ein biologisches Mittel, um den Befall zu bekämpfen“, erklärt Birzele. Bis jetzt hat sie noch keine Raupe in ihrem Buchs entdeckt, nur nachts mit einer Taschenlampe konnte sie die Falter fliegen sehen. [...] Auch in der Baumschule Reiter in Wertingen ist das Problem bekannt. „Viele Kunden melden sich bei uns“, sagt Gabriele Bschorr. [...] Manfred Herian vom Landratsamt Dillingen beschäftigt sich auch mit dem Befall des Buchsbaumzünslers im Landkreis. Ihm fällt auf: „Wegen des hohen Schadens gehen viele Buchse ein.“ Er ist sich allerdings sicher, dass der Buchsbaumzünsler noch für längere Zeit im Landkreis Dillingen bleiben wird. Langsam fangen, laut Herian, Vögel, Hornissen und Fledermäuse an, die asiatischen Insekten zu fressen. Darin sieht der Kreisgartenfachberater die beste Lösung: „Es wird zwar noch dauern, aber irgendwann wird es die Natur reparieren.“" - Es ist schön, dass die Natur reparieren muss, was der Mensch angestellt hat ...

D-BY-64: Landkreis Donau-Ries [DON, NÖ] (Harburg) [seit 2019]

Der Obst- und Gartenbauverein Harburg e. V. teilt im Mitteilungsblatt der Stadt Harburg in Schwaben vom 6. September 2019 mit: "Achtung Buchsbaumzünsler! Liebe Mitglieder und Gartenfreunde, wie in der Donauwörther Zeitung bereits bekannt gemacht wurde, hat sich in unserer Region der Buchsbaumzünsler stark ausgebreitet. Auch in Harburg ist bereits vermehrt der Buchsbaumzünsler aufgetreten und hat ziemliche Schäden verursacht. Bitte kontrollieren Sie genau ihre Buchsbuschen oder Hecken ob Sie Fraß, braune Blätter oder Raupen grünschwarz) in Ihrem Buchs entdecken. Grüne Kotkügelchen auf der Erde oder in den Zweigen oder weiße Gespinste sind ein Anzeichen des Befalls. Es ist dringend notwendig, dagegen vorzugehen, sonst werden wir eine Gefahr für unseren Buchsbestand befürchten müssen. Eine Raupe die überlebt, verpuppt sich und der daraus entstehende Falter bringt wieder bis ca. 150 Eier auf den Blättern des Buchs in der Umgebung aus, so entsteht beim nächsten Schlüpfen eine hohe Anzahl von Raupen, die durch ihren Fraß eine starke Schädigung des Buchses verursachen. Wir haben heuer bereits zwei Raupenfraßperioden hinter uns und es ist durch die warme Witterung noch eine dritte zu befürchten. Es wurden bereits wieder Schmetterlinge gesehen, die am Eier ausbringen sind, aus denen innerhalb ca. 1 Woche die Raupen ausschlüpfen und mit dem Fraß beginnen und es ist große Wachsamkeit geboten, die Raupen zu entdecken."

D-BY-65: Landkreis Landsberg am Lech [LL] (ohne Detailangaben) [seit 2019]

Die [augsburger-allgemeine.de/landsberg] meldet am 30. August 2019: "Viele Gartenbesitzer im Landkreis Landsberg sind besorgt. Denn der Buchsbaumzünsler befällt ihre Pflanzen. [...] Der Befall durch den Buchsbaumzünsler sei nicht meldepflichtig, weswegen eine genaue Statistik betroffener Gebiete im Landkreis nicht aufgestellt werden könne. Die Kreisfachberaterin erzählt jedoch, dass sie dieses Jahr viele Anrufe aus dem den ganzen Landkreis erhalten habe."

D-BY-66: Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen [WUG, GUN] (Absberg) [seit 2019]

Gerhard Schwab [Forumsbeitrag 3. Oktober 2019] berichtet von seiner Reise ins Kreisgebiet: "Vom 1.9.2019 bis 4.9.2019 konnte ich in Mittelfranken Buchsbaumzünsler beobachten. Fundort : Absberg (am Brombachsee, Kreis Weissenburg-Gunzenhausen) im Ortsgebiet in einem Garten, wenn man gegen Abend an die Buchshecke klopfte , flogen immer 2 -6 Falter heraus." Das klingt nicht nach verflogenen Einzeltieren, sondern einer bereits festen Etablierung. So verwundert es, dass mir keine sonstigen Meldungen aus dem Kreis bekannt wurden.

D-BY-67 (???): Kreisfreie Stadt Schwabach [SC] (???) [seit 2018 ???]

[schwabach.de/de/Stadtverwaltung] gibt am 24. Mai 2018 bekannt: "Besonders in diesem Jahr sind viele Buchsbäume von einer Raupe befallen, dem Buchsbaumzünsler. Dazu teilt die Abfallberatung der Stadt Schwabach mit: Normalerweise sind Buchsbäume Gartenabfälle, die in einen entsprechenden Container geworfen werden können. Dies gilt aber nur dann, wenn keine Raupen des Buchsbaumzünslers mehr am Baum sind." Aber letzten Endes wird an keiner Stelle gesagt, dass es wenigstens einen einzigen Artnachweis im Bereich der Stadt Schwabach gab ...

(Autor: Erwin Rennwald)


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Letzte Änderung am Februar 8, 2020 16:48 von Jürgen Rodeland
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