Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Cydalima Perspectalis

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Crambidae (Zünsler)
EU M-EU 06720a Cydalima perspectalis (WALKER, 1859) - Buchsbaum-Zünsler

1: Deutschland, Baden-Württemberg, Weil am Rhein, Hausgarten, e.l. leg. Colette Walter im April 2007 aus Buchsbaum (Foto: Colette Walter), det. Eckard O. Krüger [Forum]
2-3: Deutschland, Baden-Württemberg, Weil am Rhein, Hausgarten, e.l. leg. Colette Walter im April 2007 aus Buchsbaum (Studiofotos am 15. Mai 2007: Walter Schön), cult. Walter Schön [Forum]
4: Deutschland, Baden-Württemberg, Raupe von Colette Walter, Verpuppung am 5. August 2007, Falter geschlüpft in Hamburg am 16. August 2007 (Foto: Renate Ridley), det. Renate Ridley [Forum]
5-6: Deutschland, Baden-Württemberg, Weil am Rhein, Hausgarten, 20. August 2009 (Fotos: Colette Walter), det. Colette Walter [Forum]
7: Schweiz, Basel, 23. August 2009 (Foto: Gaby Dorka), det. Thomas Rupp [Forum]
8: Deutschland, Baden-Württemberg, Südschwarzwald, offene Wiese, nahe 79669 Gresgen, 820 m, 28. August 2009 (Foto: Siegfried Rudolf), det. Egbert Friedrich, conf. [Forum]
9: Deutschland, Baden-Württemberg, Grenzach-Wyhlen, Buchswald am Hornfelsen, 4. September 2010 (Foto: Erwin Rennwald), det. Erwin Rennwald [Forum]
10: Deutschland, Rheinland-Pfalz, 76767 Hagenbach, 104 m, Ortslage, am Licht, 26. August 2012 (det. & fot.: Dieter Kremb) [Forum]
11, ♀: Schweiz, Biel, 520 m, 18. August 2012, Puppe an Buxus sempervirens, e.p. 26. August 2012 (cult., det. & fot.: Rudolf Bryner) [Forum]
12: Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Duisburg-Huckingen, 19. September 2014, am Licht (det. & fot.: Willi Wiewel) [Forum]


Erwachsene Raupe

1: Raupe an Buchsbaum (Buxus sempervirens): Deutschland, Baden-Württemberg, Weil am Rhein, Hausgarten, April 2007 (Foto: Udo Christiansen), det. Eckard O. Krüger [Forum]
2-4: Deutschland, Baden-Württemberg, Weil am Rhein, Hausgarten, e.l. leg. Colette Walter im April 2007 aus Buchsbaum (Studiofotos am 15. Mai 2007: Walter Schön), cult. Walter Schön [Forum]
5, frisch gehäutet: Deutschland, Baden-Württemberg, Kaiserstuhl, Bötzingen, 192 m, an Buchsbaum, 27. November 2011 (leg., cult., det. & Foto: Gabi Krumm), conf. Erwin Rennwald [Forum]
6, Vorpuppe: Schweiz, Basel-Stadt, Riehen, 14. Mai 2008 (Aufnahme: Heiner Ziegler), det. Heiner Ziegler [Forum]


jüngere Raupenstadien

1-3, L1: Deutschland, Baden-Württemberg, Weil am Rhein, 27. Juni 2008 (Fotos: Colette Walter), det. Colette Walter [Forum]
4, Eiräupchen neben leerem Eispiegel, 5, fünf Tage alt, und 6, acht Tage alt: Daten wie Bilder 1-3 (Studioaufnahmen am 25. Juni, 30. Juni und 3. Juli 2008: Walter Schön), cult. Walter Schön
7, Jungraupe: Schweiz, Basel, Riehen, 13. Mai 2008 (Studioaufnahme: Heiner Ziegler), det. Heiner Ziegler [Forum]
8, vorletztes Stadium: Deutschland, Baden-Württemberg, Kaiserstuhl, Bötzingen, 192 m, an Buchsbaum, 27. November 2011 (leg., cult., det. & Foto: Gabi Krumm), conf. Erwin Rennwald [Forum]


Puppe

1: Deutschland, Baden-Württemberg, Weil am Rhein, Hausgarten, e.l. leg. Colette Walter im April 2007 aus Buchsbaum (Studiofoto: Walter Schön), cult. Walter Schön
2-4: Schweiz, Basel-Stadt, Riehen, 275 m (Fotos am 16. April 2008: Heiner Ziegler), det. Heiner Ziegler [Forum]
5-7: Deutschland, Baden-Württemberg, Grenzach-Wyhlen, Buchswald am Hornfelsen, 20. August 2010 (Fotos: Erwin Rennwald), det. Erwin Rennwald [Forum]
8-9: Deutschland, Baden-Württemberg, Grenzach-Wyhlen, Buchswald am Hornfelsen, 4. September 2010 (Fotos: Erwin Rennwald), det. Erwin Rennwald [Forum]
10-11: Österreich, Steiermark, Graz-Ragnitz, ca. 580 m, 1. September 2010 (cult., det. & fot.: Leo Kuzmits) [Forum]
12-13, Exuvie: Deutschland, Baden-Württemberg, Kaiserstuhl, Bötzingen, 192 m, Raupenfund an Buchsbaum am 27. November 2011 (leg., cult., det. & Foto nach Falterschlupf am 2. März 2012: Gabi Krumm)


Ei

1-2, frische Eispiegel, 3-4, Eispiegel kurz vor dem Raupenschlupf und 5, Eispiegel nach dem Raupenschlupf: Deutschland, Baden-Württemberg, Weil am Rhein, 23. und 25. Juni 2008 (Fotos: Colette Walter), det. Colette Walter [Forum]
6, Eispiegel einen Tag vor dem Schlupf: Deutschland, Baden-Württemberg, Weil am Rhein, leg. Colette Walter (Studiofoto am 24. Juni 2008: Walter Schön), det. Colette Wagner



Diagnose

1: Österreich, Steiermark, Graz-Ragnitz, ca. 580 m, e.l. 29. August 2010 (cult., det. & fot.: Leo Kuzmits) [Forum]


Erstbeschreibung

WALKER (1859: 515) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Raupennahrungspflanzen

Einiges zur Biologie der Art ist dem Abstract des unten erwähnten Artikels von ZHOU et al. (2005) zu entnehmen: So entwickelten sich in den Jahren 2001 und 2002 demnach in Shanghai 3 Generationen pro Jahr und es kam zur Überwinterung im Raupenstadium. Befressen wurden in erster Linie Blätter des Chinesischen Buchsbaums (Buxus sinica).

Der Gewöhnliche Buchsbaum (Buxus sempervirens) ist in Europa hauptsächlich von Nordspanien bis Südfrankreich, Südalpen und Jura, sowie von Albanien bis Mittelgriechenland verbreitet. Einzelne (ob indigene?) Vorkommen finden sich im Elsaß bei Colmar sowie im Sundgau, im Pariser Becken, in Belgien und Südengland. In Mitteleuropa ist die Pflanze im Schweizer Jura weit verbreitet. In Deutschland tritt sie - im Anschluss daran - nur ganz im Süden, am Grenzacher Horn, hauptsächlich im Naturschutzgebiet Buchswald bei Grenzach und im Naturschutzgebiet Ruschbachtal auf ("Buxo-Quercetum"). Weitere wahrscheinlich indigene Bestände mit teilweise sehr alten Buchsbäumen gibt es auch an den Hängen der Mosel (im "Aceri-Quercetum"). Unklar ist die Indigenität des Buchsbaums in Österreich; in Frage kommen hier einige wenige Vorkommen in warmen Lagen der Nördlichen Kalkalpen, ansonsten ist der Buchs in Österreich als Garten- und Friedhofspflanze ebensoweit verbreitet wie in Süddeutschland. Buxus sempervirens ist auch die mit Abstand häufigste in Gärten gepflanzte Buchsart (mit vielen Gartenformen). Insbesondere "in katholischen Gegenden" wird die Pflanze seit Jahrhunderten als wichtige Brauchtumspflanze gehegt (kleine Zweiglein an den Kirchenbänken, größerer Einsatz an "Palmsonntag"). Daher gibt es auch immer wieder außerhalb der genannten Gebiete verwilderte Buchsbüsche. Buxus sempervirens ist auch die einzige bisher in Europa gemeldete Fraßpflanze der Raupe (wobei allerdings fraglich ist, ob hier immer eine Unterscheidung gegenüber Buxus microphylla vorgenommen wurde).

Wie die japanische Studie von MURUYAMA, T. (1993) zeigt, ist auch der in Mitteleuropa sehr viel seltener gepflanzte Kleinblättrige Buchsbaum (Buxus microphylla) prinzipiell bestens als Fraßpflanze geeignet. Da Buxus sempervirens in Asien fehlt, ist es aber durchaus wahrscheinlich, dass Buxus microphylla (in den Sorten "var. koreana" und "var. japonica") als Topfpflanze mit Raupen nach Europa kam und erst hier die "Impfung" des europäischen Buchs erfolgte. Hier sollte insbesondere in den Gartenzentren geprüft werden, ob, und wenn ja, von wo, Buxus microphylla eingeführt wurde.

Wild tritt aus der Gattung in Europa nur noch der Balearen-Buchs (Buxus balearica) auf.

Aus Europa sind bisher nur Raupen an Buchs gefunden worden. In der chinesischen Literatur wird aber auch auf (gelegentliche?) Nutzung der Purpur-Stechpalme (Ilex purpurea), des Japanischen und des Geflügelten Pfaffenhütchens (Euonymus japonicus, E. alata [= Geflügelter Spindelbaum]) hingewiesen. Falls die Beobachtungen zutreffen, ist also nicht auszuschließen, dass auch bei uns Raupen an den einheimischen Arten jener Gattungen (also Ilex aquifolium, Euonymus europaeus) gefunden werden können. Falls es hierzu Beobachtungen gibt, wären wir für Meldungen sehr dankbar. Insgesamt ist hier aber eher von Fehlbestimmungen auszugehen.

1, Fraßbild an Buchsbaum (Buxus sempervirens) bei starkem Befall: (Foto: Colette Walter)
2-4, Fraßbild an Buchbaum (Buxus sempervirens) bei schwachem Befall: Deutschland, Baden-Württemberg, Wittlingen, 29. April 2008 (Fotos: Erwin Rennwald) [Forum]


Prädator

1, Gartenrotschwanz, Phoenicurus phoenicurus: Schweiz, Basel-Stadt, Riehen, am Schlipf, 3. Juni 2009 (Foto: Benz Müller), det. Benz Müller [Forum]


Zum aktuellen Kenntnisstand der Verbreitung in Europa

         (aktualisiert 23. Oktober 2014)

Beim Buchsbaumzünsler handelt es sich um ein Neozoon, das aus Ostasien eingeschleppt wurde. Nach Mitteilung von Dr. Klaus Sattler, London, an Eckard O. Krüger war die die Art bis Mai 2007 nicht aus Europa bekannt. [Lepiforumsbeitrag E. O. Krüger] hat das Manuskript einer Publikation Mitte August 2007 bei der Entomologischen Zeitschrift eingereicht [Lepiforumsbeitrag E. O. Krüger], der Beitrag erschien im Aprilheft 2008 dieser Zeitschrift unter dem Titel "Glyphodes perspectalis (Walker 1859) - neu für die Fauna Europas (Lepidoptera: Crambidae)" (KRÜGER 2008).

Mittlerweile gibt es Angaben aus Deutschland (Baden-Württemberg [33 Kreise], Rheinland-Pfalz [17 Kreise], Hessen [12 Kreise], Nordrhein-Westfalen [29 Kreise], Niedersachsen [4 Kreise], Bayern [17 Kreise], Sachsen [3 Kreise], Brandenburg [6 Kreise], Thüringen [1 Kreis], Saarland [3 Kreise], Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Schleswig-Holstein [je 1 Kreis bzw. Bezirk]), der Schweiz (11 Kantone; besonders Raum Basel und Kanton Zürich), den Niederlanden, Frankreich (Elsass und südwestlich von Paris, viele neuere Angaben aus Südfrankreich) und Großbritannien (bes. im Südosten in Küstennähe), sowie seit 2009 auch Österreich (Vorarlberg, Steiermark, Wien und Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich) und Liechtenstein. Die 2009 belegten Raupenfundstellen im Osten Österreichs (Graz, Wien) und in schon nordwestlichen Frankreich (Orsay SW Paris) liegen rund 1200 km Luftlinie auseinander. Bis zu den beiden Einzelfalter-Fundstellen im Südwesten Englands sind es gar mehr als 1400 km. 2010 und 2011 kamen Funde aus weiteren Staaten hinzu: Belgien, Italien, Ungarn, Slowenien, Tschechische Republik, Rumänien und Türkei (europäischer Teil), 2012 aus Kroatien und Russland (Schwarzmeerküste), 2013 dann die Slowakei (wohl schon 2012), Spanien und Dänemark. 2014 kam als 19. europäischer Staat Griechenland zur Liste der europäischen Länder mit Nachweisen des Buchsbaumzünslers hinzu.

Es ist weiterhin davon auszugehen, dass sich die Art in den derzeit besiedelten Gebieten etabliert und langsam ausbreitet und dass zwischenzeitlich viele neue Kolonien durch Verschleppung von Eiern und Jungraupen entstehen werden bzw. schon unbemerkt entstanden sind.

Nach unseren bisherigen Beobachtungen breitet sich die Art in Mitteleuropa von selbst nur ca. 5 km pro Jahr um die bisherigen Befallsgebiete aus. Die Besiedlung weiter entfernter Orte dürfte bisher ausschließlich über Verschleppung von Eiern oder Raupen mit jungen Buchsbäumchen erfolgt sein. Dazu passend berichtet die Basler Zeitung [Basler Zeitung 15. Oktober 2009] — basierend auf der Pressemitteilung der Universität [Pressemitteilung Universität Basel 14. Oktober 2009] — über bisherige Forschungsergebnisse: "Untersuchungen der Universität Basel zeigen, dass die rasante Verbreitung des Kleinschmetterlings nicht ausschliesslich auf sein Flugvermögen zurückzuführen ist, sondern wesentlich durch schädlingsbefallene Pflanzen beeinflusst ist, die durch Menschen verfrachtet wurden. Ein Augenschein in Gartenzentren der Region Basel bestätigte diesen Befund, wurde doch bei drei von sechs Besuchen von Grossverkaufsstellen mit Raupen befallener Buchs in den Verkaufsregalen gefunden."

Die rasante Ausbreitung des Buchsbaumzünslers quer durch Europa ist zu nahezu hundert Prozent den Gartencentern und ähnlichen Einrichtungen zu verdanken. Diese verdienen zunächst am Verkauf von ei- oder raupenbesetztem Buchs, danach am Verkauf der (in der Hand von Hobbygärtnern nur sehr begrenzt wirksamen) Bekämpfungsmittel und schließlich am Verkauf der Ersatzpflanzen nachdem die Hobbygärtner ihren Buchs frustriert heraus reißen.


Zur Entdeckungsgeschichte:

Am 18. April 2007 stellte Walter Schön eine Raupenbestimmungsanfrage von Colette Walter von Weil am Rhein ins Lepiforum, die ihm selbst Bestimmungsprobleme bereitet hatte [Lepiforumsbeitrag W. Schön]. Am 4. Mai 2007 konnte Eckard Krüger melden [Lepiforumsbeitrag E. O. Krüger]: "das Problem ist gelöst". Womit natürlich das Bestimmungsproblem gemeint war, nicht das sich abzeichnende Gartenbauproblem mit der Art.

Weil zunächst noch nicht völlig klar war, ob Cydalima perspectalis dauerhaft als Neozoon in Mitteleuropa überleben würde, wurde die Art hier zunächst mit einem Fragezeichen für Deutschland und die Schweiz geführt. Nachdem auch der Winter 2007 / 2008 in beiden Vorkommensbereichen sehr erfolgreich überstanden wurde, konnte die Art als eingebürgert gelten.


Unser Kenntnisstand vom 23. Oktober 2014

2006 gab es zumindest 2 weit auseinander liegende nachträglich dieser Art zuzuordnende abgesicherte Meldungen aus Weil am Rhein [Lepiforumsbeitrag E. O. Krüger] und aus Kehl-Sundheim, also von 2 Orten der Oberrheinebene im Abstand von ca. 125 km. Am 11. Mai 2008 kam ein Fundort in Nordrhein-Westfalen hinzu, wo die Raupen aber offensichtlich auch in großer Zahl überwintert hatten. Südhessen wurde ebenfalls schon früh als Vorkommensgebiet genannt, konkrete Angaben blieben hier zunächst aus — eine indirekte Raupenmeldung vom Herbst 2007 aus einem Park in Hanau konnte durch eine eigene Beobachtung im Juni 2008 bestätigt und durch weitere Fundorte 2009 ergänzt werden. Die Art kam jetzt auch in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen vor (s. u.), ferner in Sachsen und Bayern. Auch 2010 wurden wieder mehrere neue Kolonien entdeckt, z.B. in Rheinland-Pfalz, Bayern und Brandenburg, und die Vorkommen an den anderen Stellen breiten sich allesamt aus. 2013 wurde die Art erstmals im Saarland nachgewiesen.

Die Leser des Lepiforums werden gebeten zu beobachten, ob und wie schnell sich die Art in Mitteleuropa und darüber hinaus in ganz Europa weiter etabliert.Weitere Fundmeldungen werden ausdrücklich erbeten! Erwünscht sind auch immer wieder "Wasserstandsmeldungen" aus schon länger besiedelten Gebieten!


Übersicht über die bisher besiedelten Länder, Bundesländer, Kantone und Kreise

Die West-Ost-Ausdehnung des europäischen Vorkommens vom nordspanischen Santander bis zum tschetschenischen Grosny erstreckt sich jetzt über fast 5000 km, die Nord-Süd-Ausdehnung von Sizilien bis Dänemark über fast 2500 km.

Eine detaillierte Diskussion der Funde aller 19 bisher besiedelter europäischer Staaten, sowie eine Detailbesprechung der Nachweise aller Bundesländer, Kreise und Kantone ist auf den folgenden Seiten zu finden:

Eine (nicht mehr) aktuelle Verbreitungskarte für Mitteleuropa ist hier zu finden: [Verbreitungskarte Buchsbaumzünsler Mitteleuropa, Stand 20.10.2010]. Eine aktuelle Übersichtskarte zur Verbreitung in Europa gibt es hier: [Verbreitungsübersichtskarte Buchsbaumzünsler Europa, Stand 3. März 2014]


Schadpotential von Cydalima perspectalis und Möglichkeiten einer Bekämpfung

Die Art wurde im Herbst 2007 in die EPPO-Liste aufgenommen: http://www.eppo.org, mittlerweile aber wieder von dort entfernt, da es sich beim Buchs nicht um eine landwirtschaftlich genutzte Pflanze handelt.

Dass die Art schädlich an Buchs werden kann, war in Ostasien schon vor der Einschleppung nach Europa seit langem bekannt. So beschäftigen sich ZHOU et al. (2005) vor allem mit der Effektivität verschiedener Insektizide gegen Raupen dieser Art. Für Nordamerika und Europa ist das Schadpotential bis Mitte 2007 für niedrig gehalten oder völlig ignoriert worden. Jetzt ist die Hoffnung, Diaphania perspectalis wieder aus Europa verbannen zu können, bei realistischer Betrachtung sehr, sehr gering. Schon aus den Erfahrungen von Kehl und Weil am Rhein wissen wir, dass der Befall in der Regel erst bemerkt wird, wenn die Raupen ausgewachsen sind, aber auch, dass die Falter praktisch jeden Buchsstrauch eines Ortes zur Eiablage finden. Es reicht also aus, wenn die Raupen in einem einzigen Garten eines Ortes durchkommen um im Folgejahr den Rest des Ortes wieder zu besiedeln. Trotz der an sich guten Bekämpfungsmöglichkeit mit Pyrethroiden dürfte die Bekämpfung de facto daran scheitern, dass nie alle Buchsbäume eines Ortes gleichzeitig und unter zusagenden Witterungsbedingungen begiftet werden können. Außerdem verfügt der Privatgärtner nur über ein sehr viel eingeschränkteres Arsenal an genehmigten Pyrethroiden als Gartenbau-Fachbetriebe. Insgesamt ist hier zur Kenntnis zu nehmen, dass durch Hobbygärtner bisher nicht eine einzige der lokalen Populationen wieder ausgerottet werden konnte - und auch Fachgärtner waren nur in Ausnahmefällen erfolgreich. Die Bekämpfung mit Giften – zumal durch den Hobbygärtner – ist also ein völlig aussichtsloses Unternehmen.

Im Faltblatt der Stadt Kehl wurden 3 Varianten zur Bekämpfung empfohlen:

„1) Manuelles Absammeln: Funktioniert am Anfang und bei geringem Befall; Schwierigkeit: die Raupen sind oft zwischen den Buchsblättern versteckt und werden nicht alle gefunden.

2) Bacillus thuringiensis: Biologisches Pflanzenschutzmittel; gibt es als Pulver portioniert zu kaufen; wird auf städtischen Flächen eingesetzt (auch gegen Schnaken wirksam). Wirkt nur bei sehr gezielter und regelmäßiger Anwendung durch Spezialisten.

3) Schädlingsfrei "Neem" (Neembaum-Öl): Von Seiten des Landratsamtes empfohlen; Einsatz am besten, wenn die Raupen noch klein sind.“ Mittelfristiger Erfolg nicht gegeben.

Ein effektiver Bacillus thuringensis-Einsatz dürfte nur von Amts wegen in Frage kommen. Angesichts der langfristig sehr negativen Erfahrungen mit der Bekämpfung von Schwammspinner oder Eichen-Prozessionsspinner – letzten Endes werden die natürlichen Gegenspieler ausgeschaltet, weshalb der nächsten Gradation Tür und Tor geöffnet werden – ist ein mittelfristiger Bekämpfungserfolg auch keineswegs gesichert.

Dr. T. Brand, selbst Pflanzenschutzexperte (Pflanzenschutzamt Niedersachsen, Kontaktdaten siehe: [Lepiforumsbeitrag T. Brand (Kontaktdaten)]) stellt in einem Forumsbeitrag zusammen [Lepiforumsbeitrag T. Brand]:

Wissenschaftlich durchgeführte Bekämpfungsversuche gibt es mit diesem Falter sicherlich noch nicht, aber es handelt sich ja um einen völlig normalen Schmetterling und nicht um ein Untier, das die Welt auffrisst. Von daher gehe ich davon aus, dass Präparate, die gegen andere Schmetterlingsraupen wirken auch hier nicht versagen - wenn man rechtzeitig handelt! Große, kurz vor der Verpuppung stehende Raupen sind schwerer bekämpfbar als jüngere Raupen.

Außerdem ist es wichtig, dass die Präparate dorthin kommen, wo sie wirken sollen, sprich: auf oder in die Raupe. Dazu ist richtiges Spritzen wichtig. Also gute Benetzung (nicht alles runterlaufen lassen!) im Pflanzeninneren.

Als Präparate sind im Haus- und Kleingarten zulässig:

- Runner, Bayer Garten Raupenfrei (Methoxyfenozide) = Häutungsbeschleuniger (Kontakt) --> Wirkung besonders auf Eier und Jungtiere

- Xen Tari (Bacillus thuringiensis) = Fraßgift

- Schädlingsfrei Neem (Azadirachtin) = Fraß- und Kontaktgift

- Spruzit (Pyrthrine + Rapsöl) = Fraß- und Kontaktgift (nur kurzzeitig wirksam, nicht über ca. 23 °C wirksam)

Ich mache darauf aufmerksam, dass die beiden erstgenannten keine Zulassung haben gegen Schmetterlingsraupen an Zierpflanzen im Freiland, aber z.B. an Kernobst schon.“

Nicht für die Anwendung im Garten zugelassen – und bei derart unsachgemäßer Anwendung im Garten auch höchst problematisch – sind für den Innenbereich (und auch dort nur für spezielle Umstände) zugelassene Pyrethroide wie Permethrin („Clean Kill Insektenspray“).

Eine Reihe von Mitteln hat zwar eine Zulassung für den Außenbereich, es ist aber mit wenig Wirkung auf fressende Raupen zu rechnen. So etwa schreibt T. Brand zu Celaflor Careo: „Careo ist gut gegen saugende Insekten und einige beißende, aber kaum gegen Raupen.“

Grundsätzlich gilt: Keines dieser Mittel bietet einen länger- oder gar langfristigen Schutz. Solange in irgendeinem Garten Ihres Ortes ein paar Buchsbaumzünsler überleben, können Sie (fast) sicher sein, dass auch Ihr Buchsbaum bald wieder besiedelt wird.

In einer Kurzmitteilung der DEGA ( http://www.dega.de/QUlEPTM4ODU4OSZNSUQ9NTAyNzgmVElYPTI.html ) ist u. a. zu lesen: „Zur biologischen Bekämpfung können insektenparasitäre Nematoden der Arten Steinernema carpocapsae und Heterorhabditis bacteriophora eingesetzt werden.“ Welche konkreten Erfahren mit Glyphodes perspectalis dieser Angabe zu Grunde liegen, blieb zunächst offen. Auch hier handelt es sich um eine Methode, die nur bei jährlich mehrfacher Anwendung durch Fachleute wenigstens mäßige Erfolge zeigt.

Ausgerechnet von einer Stadtgärtnerei in einem der Befallszentren ( http://www.stadtgaertnerei.bs.ch/pflanzenschutz.htm ) kommt der Rat:

"Es wird empfohlen, die Raupen abzusammeln und mit kochendem Wasser zu übergiessen oder sie den Hühnern zum Fressen zu geben."

Auch sonst herrscht bei den Pflanzenschutzdiensten und anderen Praktikern die Einschätzung vor, dass der Privatgärtner weit mehr Chancen hat, die "Plage" durch konsequentes Absammeln der Raupen in den Griff zu bekommen als durch den Einsatz irgendwelcher zugelassener oder auch verbotener Mittel. Es ist einfach so, dass auch Stadtgärtnereien etc. mit geschulten und erfahrenen Mitarbeitern mindestens 6 systematisch geplante und nach allen Regeln der Kunst durchgeführte Einsätze pro Jahr benötigen, um den immer wieder erfolgenden Neubefall einer Buchshecke nicht ausufern zu lassen. Da braucht also kein Hobbygärtner darauf hoffen, dass ein einmaliger Einsatz einer Wunderwaffe alle seine Probleme klärt und er sogar darum herum kommt, die Packungsbeilage zu lesen ...

Wer seine wenigen Buchsbäume im Garten jede Woche einmal systematisch besammelt, wird diese Bäume auch längerfristig erhalten können. Nur wenn das Absammeln wegen einer großen Zahl von Buchspflanzen unmöglich wird, sollte überhaupt eine chemische Bekämpfung in Betracht gezogen werden - dann aber sollte hier ein Fachbetrieb beauftragt werden.

Wie Beobachtungen in einem vielgestaltigen Garten mit strukturreichem Umfeld in einem Kehler Vorort zeigen (R., M. u. E. Rennwald) gibt es zum manuellen Absammeln noch eine vielversprechende Variante oder auch Ergänzung: Haussperlinge scheinen die Raupen sehr zu mögen und auch recht effektiv abzusuchen. Gleiches beobachtete AISTLEITNER (2010) auch in Vorarlberg: "Mehrfach wurde beobachtet, wie Haussperlinge (Passer domesticus) gezielt Zünsler-Raupen aus Buchsbüschen herauspickten." Eigentlich muss man den Spatzen nur ausreichend Wohnraum bieten … Und möglicherweise war Prädation auch genau der Grund, warum die Art im natürlichen Buchswald bei Grenzach-Wyhlen in den ersten beiden Jahren des Vorkommens kaum in Erscheinung getreten ist - 2010 war das dort allerdings anders. Die alte, seit 2007 befallene Buchshecke in Kehl-Marlen sah Ende August 2010 wieder sehr viel prächtiger aus als zwischendurch - und das ganz ohne Eingreifen des Gärtners. Unklar dabei ist noch, ob neben den Spatzen auch die vielen Skorpionsfliegen die Buchsbaumzünsler-Raupen nützen. Unklar ist ebenfalls, ob der vielfach befresene Strauch sich mittlerweile selbst chemisch (also durch Erhöhung der Dosis der Buchsgifte) gegen stärkeren Fraß wehrt.

Und noch eine Methode hat Manfred aus Steinen im Wiesental entdeckt: Wo vorhanden können Wespen zu einem effektiven Feind für Puppen des Buchsbaumzünslers werden [Lepiforumsbeitrag "Manfred"]. Das nicht entfernte Wespennest am Haus ist also bares Geld Wert ...

KAWAZU et al. (2007) [Zitiert nach dem Abstract in PUBMED ID 17885794 (aktuell nicht mehr verfügbar?)] berichten im Oktober 2007 von der Isolierung und chemischen Analyse von Pheromon-Bestandteilen. Tatsächlich wirkte im Feldversuch eine Mischung zweier Komponenten attraktiv auf Männchen von Glyphodes perspectalis. Damit steht vermutlich bald ein wirksames Mittel zur spezifischen Bekämpfung dieses Falters zur Verfügung. Das wird den Falter sicher nicht ausrotten, aber im Hinblick auf die Schäden doch möglicherweise wirksam begrenzen können. In Kehl und Weil am Rhein — und wohl auch andernorts — laufen mittlerweile Versuche mit entsprechenden Pheromonfallen. Sehr ergiebig scheinen sie bisher nicht zu sein. Derzeit besteht ihre wesentliche Funktion noch immer darin, die Phänologie der Imagines zu dokumentieren und Spritzmitteleinsätze zeitlich zu optimieren.

Diskussionen zu den Mitteln gibt es z.B. bei Albert & Lehneis [Albert & Lehneis, Landinfo 3/2010] , bei der Landwirtschaftskammer Österreich [Landwirtschaftskammer Österreich: Möglichkeiten gegen den Buchsbaumzünsler] , oder auch hier im Lepiforum: [Lepiforumsbeitrag M. de Roche, 20. August 2010]

F. Neuthardt stellte, basierend auf einem Studium der Art in Basel, ein Merkblatt zum Thema: "Grundlagen zu Ausbreitung und Bekämpfung von Diaphania perspectalis - Wie kann der Buchsbaumzünsler bekämpft werden?" zusammen [Merkblatt g'plus die Gärtner-Fachzeitschrift 8/2010].

Mittlerweile sind einige weitere "Mittel" im Gespräch - sie nützen allesamt wohl in erster Linie den Herstellern und dem Handel.

Bis zur ersten Anfrage hier im Lepiforum hatte noch kein Pflanzenschutzdienst etwas von diesem Falter in Südwestdeutschland mitbekommen — dabei muss die Art sich bereits festgesetzt haben. Erst seit Sommer 2007 wurden verstärkt auch Pflanzenschutzdienste und Fachzeitschriften für Gartenbaubetriebe auf den Neuankömmling aufmerksam. Siehe hierzu:


Anmerkungen zur Phänologie

Cydalima perspectalis tritt auch in Deutschland in mehreren Generationen pro Jahr auf. Im wesentlichen handelt es sich um 2 volle und eine dritte partielle Generation. 2. und 3. Generation sind zeitlich nicht klar zu trennen.

2008: Die ersten jungen Raupen wurden bei Kehl 2008 Mitte März aktiv; im nasskalten April verzögerte sich die Entwicklung, ging aber insgesamt weiter. Ende April 2008 fiel auf, dass es in Kehl schon deutlich mehr ausgewachsene Raupen gab als in Weil am Rhein. Das könnte aber schlicht mit dem eigenen geringen Stichprobenumfang bei Weil am Rhein zusammenhängen. In Kehl flog der erste Falter des Jahres am 1. Juni 2008 in eine Pheromonfalle (R. u. K. Rennwald). Colette Walter meldete dann am 3. Juni 2008 auch den ersten Falter von Weil am Rhein [Lepiforumsbeitrag C. Walter]. M. Dischinger teilte mit, dass er Ende Juni 2008 bei Grenzach-Wyhlen 2 Falter in den Pheromon-Fallen fing und ein Entomologe aus der Region weitere Falter beobachtete. In den Pheromonfallen bei Kehl am Rhein landete am 9. Juli ein zweiter Falter, nachdem es schon wieder halberwachsene Raupen am nahen Buchsbaum gab. Schon die erste Generation ist also über mehr als 6 Wochen gestreckt — eine saubere Zählung der Generationenzahl über das Jahr hinweg dürfte also sehr erschwert sein. Mit Faltern und Raupen ist bis in den Herbst hinein grundsätzlich immer zu rechnen. Mitte bis Ende August 2008 dürfte der Peak der 2. Generation erreicht worden sein. Rein rechnerisch dürfte sich die 3. Generation nahtlos anschließen.

2009 wurden in den meisten Gebieten eine deutliche 3. Generation festgestellt. 2010 kam es in den meisten Gebieten erst Anfang der 2. Augusthälfte zur Verpuppung der Raupen zur 2. Generation, die dann also erst Ende August / Anfang September flog. Die 3. Gen. dürfte demnach dieses Jahr recht unvollständig ausgefallen sein. Gleiches gilt für 2013, wo die ersten Falter der 2. Gen. zwar schon Ende Juli flogen, das Gros der Tiere aber erst 3-4 Wochen später.


Offene Fragen

... gibt es leider mehr als genug. Sie betreffen die aktuelle Verbreitung, die Ausbreitungswege in Europa, das tatsächliche Schadpotential, die Winterhärte der Art, mögliche Feinde und nicht zuletzt auch die Nahrungspflanze. Nach den ostasiatischen Quellen ist nicht völlig auszuschließen, dass die Art auch weitere Gehölze befallen könnte (was aber zu belegen wäre). Die bisherigen Angaben aus Europa (und hier ausschließlich Deutschland) sind allesamt unbelegt und sehr wahrscheinlich falsch. Beiträge sind hier sehr erwünscht!

(Autor: Erwin Rennwald)



Weitere Informationen

Andere Kombinationen

Der Buchsbaumzünsler wurde in der Literatur und im Internet seit seinem Erscheinen in Europa je zur Hälfte in den Gattungen Glyphodes und Diaphania geführt, zwei weitere Gattungen, Palpita und Cydalima, wurden nur im Hintergrund diskutiert. Alle vier Namen sind offensichtlich verfügbar. Alle vier Einordnungen blieben umstritten. Im Lepiforum wurde die Art bis zum 23. Januar 2010 unter dem Namen Glyphodes perspectalis geführt. Danach folgten wir (etwas widerstrebend) der Fauna Europaea (Fauna Europaea Web Service. Last update 22 December 2009. Version 2.1. Available online at http://www.faunaeur.org) die die Einordnung der Art in die Gattungen Glyphodes und Palpita als "erroneousely" ansieht und die Art Diaphania perspectalis nennt.

Das "global information system on pyraloidea" (GLOBIZ) [GLOBIZ] führte die Art (Stand 1. März 2010) unter Neoglyphodes perspectalis mit dem Hinweis: "Diaphania perspectalis (Walker, 1859) has been variously placed in Diaphania HÜBNER, 1818, Glyphodes GUENÉE, 1854 and Palpita HÜBNER, 1808 (= Phakellura Guilding, 1830). Among all these taxa, perspectalis seems to have closest affinities to Diaphania. STRELTZOV (2008) established the new, monotypic genus Neoglyphodes for perspectalis."

Im April folgten wir im Lepiforum der Arbeit von STRELTZOV (2008), der für die Art eine eigene Gattung aufstellt: Neoglyphodes. Anfang Juli 2010 erschien dann die Arbeit von MALLY & NUSS, die Neoglyphodes wieder kassierten und ausführlich begründen, warum die Art ihrer Ansicht nach in die Gattung Cydalima gehört. Seit 5. Juli 2010 wird der Buchsbaumzünsler im Lepiforum daher ebenfalls unter Cydalima perspectalis geführt.


Literatur


Informationen auf anderen Websites (externe Links)


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Crambidae (Zünsler)
EU M-EU 06720a Cydalima perspectalis (WALKER, 1859) - Buchsbaum-Zünsler art-mitteleuropa

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Letzte Änderung am Oktober 23, 2014 18:06 von Erwin Rennwald
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