Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Colias Phicomone

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Pieridae (Weißlinge)
EU M-EU 07011 Colias phicomone (ESPER, [1780]) - Alpen-Gelbling

1: Italien, Südtirol, Villnößtal, 26. August 1999 (Foto: Markus Schwibinger), det. Markus Schwibinger
2: Österreich, Osttirol, Gschlösstal, etwa 1700 m, Blütenbesuch auf Arnica montana 1. Juli 2007 (Foto: Markus Schwibinger), det. Markus Schwibinger
3: Italien, Südtirol, Martelltal, 9. August 1991 (Foto: Uwe Eisenberg), det. Uwe Eisenberg
4, ♀: Schweiz, Wallis, Zermatt, Hohbalm, ca. 2500 m, 9. August 2006 (Foto: Verena Scheiwiller), det. Verena Scheiwiller
5: Österreich, Salzburger Land, Strobl, Postalm, 1300 m, 19. Juli 2010 (Foto: Pia Wesenberg), conf. Markus Schwibinger [Forum]
6: Deutschland, Allgäu, Nagelfluhkette, Kalkmagerrasen mit Hufeisenklee, 1800 m, 26. Juli 2007 (Foto: Guido Madsack), det. Guido Madsack
7: Schweiz, Wallis, Mattertal, Täschalp, 2250 m, 23. Juli 2008 (Freilandfoto: Jürgen Rodeland), det. Rudolf Bryner
8: Deutschland, Bayern, Spitzingseegebiet, Taubenstein, etwa 1650 m, 19. Juni 2007 (Foto: Markus Schwibinger), det. Markus Schwibinger
9: Österreich, Tirol, Ötztal, Hohe Mut Alm, ca. 2700 m, 19. Juli 2010 (Freilandfoto: Helga Schöps), det. Rudolf Bryner [Forum]
10: Italien, Südtirol, Stilfser Joch, 2300 m, 28. Juli 2011 (det. & fot.: Markus Dumke) [Forum]
11: Österreich, Tirol, Chiemgauer Alpen, Taubensee, ca. 1160 m, 5. Juni 2011 (det. & Freilandfoto: Peter Ginzinger) [Forum]
12: Deutschland, Bayern, Mangfallgebirge, Setzberg, 1600 m, 24. Oktober 2015 (Freilandfoto: Ingrid Langer) [Forum]
13: Schweiz, Wallis, Arolla, 2400 m, 5. August 2015 (det. & Freilandfoto: Gregor Faller) [Forum]


Kopula

1: Italien, Südtirol, Stilfser Joch, 2400 m, 31. Juli 2011 (det. & fot.: Markus Dumke) [Forum]


Ausgewachsene Raupe

1, aus ex-ovo-Zucht: leg. (♀), Deutschland, Bayern, Krün, Schöttelkarspitze, 1800 m, Almwiese, 29. Juli 2006 (Studiofoto: Mario Peluso), cult. & det. Mario Peluso [Forum]


Jüngere Raupenstadien

1, L1 aus ex-ovo-Zucht: leg. (♀), Deutschland, Bayern, Krün, Schöttelkarspitze, 1800 m, Almwiese, 29. Juli 2006 (Studiofoto: Mario Peluso), cult. & det. Mario Peluso [Forum]
2, L1: Schweiz, Graubünden, Albulapass, 2330 m, e.o. 3. August 2008 (Zuchtfoto: Jürgen Hensle), cult. & det. Jürgen Hensle
3, L3 aus ex-ovo-Zucht: leg. (♀), Deutschland, Bayern, Krün, Schöttelkarspitze, 1800 m, Almwiese, 29. Juli 2006 (Studiofoto: Mario Peluso), cult. & det. Mario Peluso [Forum]
1, L4: Schweiz, Graubünden, Münstertal, vic. Tschierv, obere Lärchenwaldzone nahe der Waldgrenze, 2050 m, e.o. 21. April 2006 (Zuchtfoto: Jürgen Hensle), det. Jürgen Hensle [Forum]


Puppe

1, (ex-ovo-Zucht): leg. (♀), Deutschland, Bayern, Krün, Schöttelkarspitze, Almwiese, 1800 m, 29. Juli 2006 (Studiofoto: Mario Peluso), cult. & det. Mario Peluso [Forum]


Ei

1: leg. (♀), Deutschland, Bayern, Krün, Schöttelkarspitze, Almwiese, 1800 m, 29. Juli 2006 (Studiofoto: Mario Peluso), cult. & det. Mario Peluso [Forum]
2: Schweiz, Wallis, Mattertal, Täschalp, 2240 m, 23. Juli 2008 (manipuliertes Freilandfoto: Jürgen Rodeland), det. Jürgen Rodeland (Beobachtung der Eiablage) [Forum]



Diagnose

Falter

Colias phicomone kann bei flüchtiger Betrachtung mit verwandten Gelblingen verwechselt werden. In seinem Lebensraum kommt oft noch der Hochmoor-Gelbling (C. palaeno) vor, bei dem die dunkle Randbinde jedoch nicht von hellen Flecken durchbrochen ist. Sieht man nur die Unterseite des ruhenden Tieres, ist die Unterscheidung schon etwas schwieriger. Gegen das Licht betrachtet erkennt man jedoch bei C. phicomone die helle Randbinde der Hinterflügel, die dem Hochmoor-Gelbling fehlt. Auch C. hyale und C. alfacariensis sind ihm etwas ähnlich. Da bei diesen Arten die graue Bestäubung der Ober- wie Unterseite nur sehr schwach ausgeprägt ist, ist die Unterscheidung jedoch meist recht einfach. Zumal man bei C. phicomone stets die abgesetzte Randbinde auch auf der Hinterflügel-Unterseite sieht. Dieses Merkmal fehlt den beiden anderen Arten. Dem Weibchen des Alpen-Gelblings am ähnlichsten ist noch der in dieser Höhenlage recht seltene Postillon (C. croceus) und hier auch nur die weiße Weibchen-Form helice. Bei dieser sind die hellen Flecken in der dunklen Randbinde der Vorderflügel deutlich kleiner und laufen nicht in die Flügelgrundfärbung aus. Bei frischen Tieren ist der rote Fransensaum aller Flügel deutlich schwächer ausgeprägt und auf den Hinterflügeln bedeckt die graue Bestäubung die ganze Flügelfläche. Und auch zu dieser Art ist die abgesetzte helle Randbinde von C. phicomone ein gutes Unterscheidungsmerkmal.


Ähnliche Arten


Erstbeschreibung

ESPER ([1780]: 32-33, pl. LVI figs. 1-2) [nach Scans des Göttinger Digitalisierungszentrums [GDZ] mit schriftlicher Genehmigung des GDZ. Besitzerin der Vorlage: Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek]



Biologie

Lebensraum und Lebensweise

1: Schweiz, Graubünden, Albulapass, um 2400 m, 24. Juli 2008 (Foto: Jürgen Hensle)
2: Österreich, Tirol, Ötztal, Hohe Mut Alm, ca. 2700 m, 19. Juli 2010 (Foto: Helga Schöps) [Forum]
3, Imaginalhabitat: Schweiz, Wallis, Arolla, 2400 m, 5. August 2015 (Foto: Gregor Faller) [Forum]

Colias phicomone ist eine Art der Almwiesen und -weiden, wo sie am häufigsten im Bereich der Waldgrenze vorkommt. Sie fliegt in den Nordalpen bis auf 2200 m, in den Zentral- und Südalpen bis auf 2700 m und in den Südpyrenäen bis 2800 m. An kühlen Nordhängen kann sie aber vereinzelt bis auf 900 m hinabsteigen.
In der Regel wird nur eine Generation ausgebildet, die von Anfang Juni bis Ende August fliegt. In warmen Jahren kann aber eine 2. Generation im September schlüpfen, die dann nur wenige Einzelexemplare umfasst.
Die Raupe ernährt sich von den Blättern verschiedener Schmetterlingsblütler wie Wicken (Vicia-sp.), Hornklee (Lotus-sp.), Hufeisenklee (Hippocrepis comosa), Klee (Trifolium-sp.) u.a.
Die halb ausgewachsene Raupe überwintert.

Autor: Jürgen Hensle



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

„griechische Waldnymphe.“
SPULER 1 (1908: 9R)


Andere Kombinationen


Verbreitung

Colias phicomone ist auf einige europäische Hochgebirge beschränkt. Er fliegt im Kantabrischen Gebirge (Nordwestspanien), in den Pyrenäen, den Alpen und in den Nordkarpaten.

Autor: Jürgen Hensle


Publikationsjahr der Erstbeschreibung

Wir übernehmen hier die detailliert von HEPPNER (1981) recherchierten Publikationsjahre.


Literatur


Informationen auf anderen Websites (externe Links)


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Letzte Änderung am März 28, 2017 21:07 von Erwin Rennwald
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